Tschechien · 8.9.2026

Ausflugsziele Südmähren: 31 Tipps zwischen Wein, Schlössern und Höhlen

Kam na výlet na jižní Moravě, Pálava

Aktualizováno 27.9.2026

Von Wien bist du schneller in Mikulov als in Linz: gut 90 Kilometer über die A5, bei freier Straße knapp eineinhalb Stunden, und schon stehst du unter weißen Kalkfelsen zwischen Weinbergen. Aus München, Nürnberg oder Dresden ist es eine halbe Tagesreise, aber eine, die sich lohnt. Die Ausflugsziele in Südmähren sind so verschieden, dass wir nach Jahren immer noch Neues finden: morgens ein Minarett über den Baumkronen eines Schlossparks, mittags eine Gratwanderung über die Pálava, abends ein Glas Blauburgunder in einem Keller, der seit dem 16. Jahrhundert im Hang steckt.Die meisten fahren zuerst wegen der Schlösser her, beim zweiten Mal wegen des Weins, und irgendwann merkt man, dass das Beste die Mischung ist. Eine einzige Antwort auf die Frage, wohin man in Südmähren fahren soll, gibt es deshalb nicht. Wir haben unsere Lieblingsziele gesammelt, nach Interessen sortiert und dazugeschrieben, wann du am besten fährst, wie du ohne Auto zurechtkommst und was du vorher buchen musst.

Ausflugsziele Südmähren auf einen Blick

  • Fürs erste Mal: die Kulturlandschaft Lednice-Valtice, die Pálava mit Mikulov, der Mährische Karst mit der Macocha-Schlucht und Znojmo.
  • Für Wein und Aussicht: Pálava, Pavlov, die Weinradwege, Aussichtstürme über den Rebhängen und die „Mährische Toskana“ rund um Kyjov.
  • Mit Kindern: Aqualand Moravia, Živá voda in Modrá, Archeopark Pavlov und eine Bootsfahrt auf dem Baťa-Kanal.
  • Beste Reisezeit: Mai und September, dann ist es nicht zu heiß, im Herbst ist Weinlese und es ist weniger los. Die Mandelbäume bei Hustopeče blühen Ende März und im April, der Lavendel im Juni.
  • Standort: Mikulov oder Lednice für den Süden, Brno (Brünn) für die ganze Region.
  • Anreise: von Wien rund 90 Kilometer bis Mikulov, von Dresden etwa 350 bis Brno, von München knapp 500. Auf tschechischen Autobahnen brauchst du eine elektronische Vignette.

Ausflugsziele Südmähren: wann du fährst und wie du dich bewegst

Südmähren funktioniert das ganze Jahr, am schönsten ist es aber zweimal. Im Mai ist alles frisch und grün, die Reben treiben aus, die Unterkünfte sind noch günstig und die Schlossparks leer. Der September gehört dem Wein: Überall wird Weinlese gefeiert, am bekanntesten sind die Feste in Mikulov (meist am zweiten Septemberwochenende) und in Znojmo, und nach der Lese öffnen die Winzer ihre Keller. Der Sommer ist gut für den Stausee Nové Mlýny, in den Schlossgärten wird es dann aber heiß und voll. Und das Frühjahr hat zwei Extras: Die Mandelbäume bei Hustopeče blühen etwa Ende März und im April, der Lavendel bei Starovičky ist ungefähr im Juni dran.Am freiesten bist du mit dem Auto. Die Wege sind kurz, von Mikulov nach Lednice sind es nur rund 15 Kilometer, und das Parken an den Schlössern kostet meist nur ein paar Euro. Wer aus Österreich kommt, fährt über die A5 und den Grenzübergang Drasenhofen direkt nach Mikulov; aus Deutschland geht es über Prag und die D1 nach Brno oder über Linz und Znojmo in den Westen der Region. Für die tschechischen Autobahnen kaufst du die Vignette vorab online auf der offiziellen Seite edalnice.cz. Bezahlt wird in Kronen, wir rechnen grob mit 25 Kč pro Euro.Den eigentlichen Zauber Südmährens entdeckst du aber auf dem Rad. Durch die Region zieht sich ein dichtes Netz ausgeschilderter Weinradwege, meist flach zwischen Rebhängen und Dörfern mit Kellergassen. Ohne Auto kommst du mit dem Zug nach Brno, Břeclav, Mikulov oder Znojmo, aus Wien fahren Direktzüge nach Břeclav und Brno, und von dort geht es mit dem Rad oder dem Bus weiter.
💡 Tipp: Wenn du Wein verkosten willst, kläre vorher, wer fährt, oder schlaf gleich im Weindorf. Die besten Keller liegen in kleinen Orten wie Pavlov, Vrbice oder Petrov-Plže, und nach dem dritten Glas willst du von dort nicht mehr mit dem Auto los. In Tschechien gilt am Steuer 0,0 Promille. Unterkunft in Mikulov finden →
Ausflugsziele Südmähren, Mikulov und Umgebung
Ausflugsziele Südmähren: Mikulov und Umgebung

31 Ausflugsziele in Südmähren, die wir dir empfehlen

Ob du wegen des Weins kommst, wegen der Radwege oder wegen der Lavendelfelder: In dieser Liste findet jeder etwas. Wir fangen bei den großen Namen an und enden bei den Zielen, die in kaum einem Reiseführer stehen.

1. Kulturlandschaft Lednice-Valtice (Schloss Lednice, Minarett)

Fangen wir mit dem Größten an. Die Kulturlandschaft Lednice-Valtice, früher Eisgrub-Feldsberg, ist ein riesiger, von den Liechtensteinern angelegter Landschaftspark, seit 1996 UNESCO-Welterbe und oft „Garten Europas“ genannt. Ihr Herz ist das neugotische Schloss Lednice mit einem weitläufigen Park, dem Palmenhaus, der künstlichen Ruine Janohrad und vor allem dem Minarett: ein knapp 60 Meter hoher Aussichtsturm mitten im Auwald. Den zweiten Pol bildet das barocke Schloss Valtice, dazu kommen die Hubertuskapelle und die Kolonnade auf dem Reistenberg mit Blick über die Weinberge. Für wen: für alle, Familien, Paare und Architekturfans.
💡 Tipp: Zwischen Lednice und Valtice kannst du zu Fuß gehen oder radeln, rund 7 Kilometer durch den Auwald. Oder du lässt dich mit dem Boot über den Schlossteich zum Minarett fahren. Für die Führung im Schloss Lednice solltest du einen ganzen Vormittag einplanen. Auf dem Weg zum Minarett steht der Janohrad, eine künstliche Ruine vom Anfang des 19. Jahrhunderts, die sich die Liechtensteiner als Jagdschlösschen bauen ließen. Eintritt und Öffnungszeiten aller Schlösser findest du in unserem Artikel Burgen und Schlösser Südmähren. Unterkunft in Lednice →

2. Pálava: Děvín, Tafelberg und Waisenstein

Die Pálava, auf Deutsch Pollauer Berge, sind weiße Kalkhügel, die sich wie ein Drachenrücken aus der flachen Ebene erheben, heute Landschaftsschutzgebiet und UNESCO-Biosphärenreservat. Der höchste Gipfel ist der Děvín (550 m), weiter südlich liegt der Tafelberg (Stolová hora) mit Steppenrasen, und über Klentnice stehen die Reste des Waisensteins (Sirotčí hrádek), einer Burgruine, die sich auf zwei Felsen verteilt. Der Kammweg zwischen ihnen ist kurz, aber offen. Im Sommer gehen wir früh am Morgen los, denn Schatten gibt es hier praktisch nicht, und nachmittags wird der Grat zum Backofen. Wo du in den Dörfern unter der Pálava am besten schläfst, haben wir in Pollauer Berge Unterkunft zusammengestellt. Für wen: Wanderer, Fotografen und alle, die sich für Steppenflora interessieren. Ausflugsziele Südmähren, Pálava
Ausflugsziele Südmähren: die Pálava

3. Mikulov (Nikolsburg)

Mikulov ist für uns die schönste Stadt der Region und die einzige, in der wir nur ihretwegen zwei Tage geblieben sind. Das Schloss thront auf einem Felsen direkt über dem Marktplatz, darunter laufen Gassen mit Renaissancegiebeln auseinander, und über der Stadt erhebt sich der Heilige Berg (Svatý kopeček) mit Kreuzweg und Sebastianskapelle. Hinauf brauchst du etwa zwanzig Minuten, oben siehst du die ganze Pálava und bis weit nach Niederösterreich hinein. Mikulov war jahrhundertelang das Zentrum der mährischen Juden, und das sieht man bis heute: Die Synagoge im ehemaligen jüdischen Viertel und der alte jüdische Friedhof mit rund 4.000 Grabsteinen gehören zu den bedeutendsten in Mitteleuropa. Kurz hinter der Stadt liegt außerdem die Höhle am Turold, die einzige zugängliche Höhle der Pollauer Berge. Mehr zur Stadt steht in Mikulov Tschechien, zum Aufstieg in Heiliger Berg Mikulov und zu den Rundgängen im Schloss in Schloss Mikulov. Für wen: Paare, Weinliebhaber und alle, die Geschichte und Architektur mögen.
💡 Tipp: Am Marktplatz gibt es nur wenige Parkplätze, und in der Saison sind sie voll. Wir stellen das Auto auf einen der Parkplätze am Stadtrand und gehen zu Fuß, Mikulov ist ohnehin in einer halben Stunde durchquert. Unterkunft in Mikulov →

4. Maidenburg (Dívčí hrady, Děvičky)

Die Ruine steht am nördlichen Rand des Děvín-Kamms, hoch über Pavlov und Dolní Věstonice. Die Burg wurde 1222 zum ersten Mal erwähnt, sie bewachte den Weg an der Thaya entlang und verfällt seit dem 17. Jahrhundert. Das Wesentliche ist geblieben: Mauern, Turmreste und ein Stück Palas auf einem Kalkfelsen, von dem aus du den schönsten Blick der ganzen Pálava auf die Stauseen von Nové Mlýny hast. Bei Sonne ist das Wasser unter dir fast unwirklich türkis. Hinauf geht es von Pavlov oder Dolní Věstonice in etwa vierzig Minuten, oder über den Kamm von Klentnice. Der Zutritt ist frei, es gibt keinen Betrieb und keine Öffnungszeiten, also kannst du auch zum Sonnenuntergang hinauf. Uns hat es hier genau abends am besten gefallen, wenn unten in den Dörfern die Lichter angehen und oben niemand mehr ist. Für wen: Wanderer, Familien mit größeren Kindern, Fotografen.

5. Dolní Věstonice und Pavlov (Venus von Věstonice)

Unter der Pálava, direkt am See, liegen zwei Dörfer mit Weltruhm unter Archäologen. Bei Dolní Věstonice wurde 1925 die Venus von Věstonice gefunden, eine Frauenfigur aus gebranntem Ton aus der Zeit um 29.000 bis 25.000 v. Chr., eine der ältesten bekannten Keramikfiguren der Welt. Im Nachbarort Pavlov steht der moderne Archeopark Pavlov, halb in den Hang gegraben, der anschaulich vom Leben der Mammutjäger erzählt. Pavlov selbst ist außerdem ein hübsches Weindorf mit Kellern unter den Hügeln. Für wen: Familien mit Kindern, Steinzeitfans und Weinliebhaber.

6. Stausee Nové Mlýny und Aqualand Moravia

Die drei Stauseen von Nové Mlýny unter der Pálava sind das mährische „Meer“: Baden, Stand-up-Paddling, Segeln und Strände mit Blick auf die Pollauer Berge. Aus dem Wasser ragt auf einer kleinen Insel bei Mušov die Kirche des heiligen Leonhard, das letzte Überbleibsel eines Dorfes, das im Stausee verschwunden ist, und heute eines der bekanntesten Fotomotive der Region. Nicht weit davon, in Pasohlávky, liegt das Aqualand Moravia, einer der größten Wasserparks Tschechiens mit Thermalbecken, Rutschen und Saunawelt. Wer nach dem Wandertag eher Sauna als Rutsche sucht, findet mehr in unserem Artikel Wellness Mikulov. Für wen: Familien und Wasserratten, der ideale Sommerstopp.

7. Znojmo (Znaim) und Nationalpark Thayatal

Znojmo heißt Wein, Geschichte und Unterwelt. Unter der Stadt zieht sich das weitläufige Znaimer Untergrundlabyrinth mit kilometerlangen Gängen, darüber steht die Burg mit der einzigartigen Rotunde der heiligen Katharina und ihren romanischen Wandmalereien, und vom Rathausturm reicht der Blick bis zur Pálava. Hinter der Stadt beginnt der Nationalpark Podyjí, der kleinste Nationalpark Tschechiens, der auf österreichischer Seite als Nationalpark Thayatal weitergeht, mit dem wilden Canyon der Thaya. Am bekanntesten sind der Aussichtspunkt Devět mlýnů (Neun Mühlen) über einer Flussschleife und der steile Weinberg Šobes, einer der ältesten Europas. Für wen: Wanderer, Radfahrer und Weinliebhaber.Ausflugsziele Südmähren, Znojmo
Ausflugsziele Südmähren: Znojmo

8. Mährischer Karst und Macocha-Schlucht

Nördlich von Brno liegt der Mährische Karst, das größte Karstgebiet Tschechiens mit Hunderten von Höhlen. Pflicht sind die Punkva-Höhlen, in denen du durch Tropfsteinsäle gehst und am Ende mit dem Boot über den unterirdischen Fluss Punkva fährst. Von oben schaust du in die Macocha-Schlucht, die mehr als 138 Meter tief ist. In der Nähe liegen außerdem die Höhlen Balcarka und Sloupsko-šošůvské jeskyně. Von Wien sind es gut 170 Kilometer, als Tagesausflug geht es also, wird aber lang. Für wen: Familien, Wanderer und Naturfreunde.
💡 Tipp: Tickets für die Punkva-Höhlen reservierst du am besten vorher online. In der Saison und an Wochenenden sind die Zeitfenster schnell weg, und ohne Reservierung kommst du oft nicht mehr hinein. Zum oberen Rand der Macocha bringt dich eine Seilbahn, oder du gehst zu Fuß hinauf.

9. Slavkov u Brna (Austerlitz) und der Friedenshügel

Bei Slavkov u Brna, dem historischen Austerlitz, fand 1805 die berühmte Dreikaiserschlacht statt, in der Napoleon die Heere Österreichs und Russlands schlug. Heute steht hier das barocke Schloss Slavkov, in dem nach der Schlacht der Waffenstillstand unterzeichnet wurde, und nicht weit davon, auf der Anhöhe bei Prace, der Jugendstilbau Mohyla míru (Friedensdenkmal), das als erstes Friedensdenkmal Europas gilt und ein Museum zur Schlacht beherbergt. Anfang Dezember werden hier jedes Jahr große Nachstellungen der Schlacht gespielt. Für wen: Geschichtsinteressierte und Familien mit größeren Kindern.

10. Buchlov, Buchlovice und das Marsgebirge

Die bewaldeten Chřiby (Marsgebirge) bieten zwei Bauwerke, die nur ein paar Kilometer auseinander liegen und doch völlig verschieden sind: die mächtige mittelalterliche Burg Buchlov auf dem Hügel und etwas tiefer das elegante barocke Schloss Buchlovice mit italienischem Garten. Dazu die romantische Ruine Cimburk und tiefe Wälder voller Wanderwege. Formal gehören Buchlov, Velehrad, der Baťa-Kanal und Kroměříž schon zur Region Zlín, im Sprachgebrauch zählen sie aber zu Südmähren und liegen von Brno aus gut erreichbar. Für wen: Wanderer, Familien und alle, die Burgen mögen. Lässt sich gut mit Velehrad verbinden.

11. Velehrad, Archäoskanzen Modrá und Živá voda

Velehrad ist der wichtigste Wallfahrtsort Mährens, eine mächtige Barockbasilika, die mit der Tradition der Slawenapostel Kyrill und Method verbunden ist. Gleich nebenan, im Dorf Modrá, warten zwei Ziele für Familien: der Archeoskanzen Modrá, die Rekonstruktion einer großmährischen Siedlung, und die beliebte Živá voda, ein naturnaher See mit einem gläsernen Unterwassertunnel, über dem riesige Welse und Störe schwimmen. Für wen: Familien mit Kindern und Pilger.

12. Baťa-Kanal

Der Baťa-Kanal ist eine historische Wasserstraße durch die Mährische Slowakei (Slovácko), grob zwischen Otrokovice und Skalica auf slowakischer Seite. Heute dient er nur noch der Freizeit: Du kannst dir ein Boot ohne Bootsführerschein mieten und zwischen Weinbergen dahintuckern oder mit einem Ausflugsschiff ab dem Hafen in Strážnice oder Spytihněv fahren. Unterwegs geht es durch Schleusen, und die lieben Kinder. Für wen: Familien, Paare und alle, die es gemütlich mögen.

13. Kroměříž (Kremsier, UNESCO-Gärten)

Kroměříž liegt eigentlich schon außerhalb Südmährens in der Region Zlín, aber auslassen wäre schade: Das Erzbischöfliche Schloss und seine Gärten stehen auf der UNESCO-Welterbeliste. Der geometrische Blumengarten (Květná zahrada) mit Rotunde und Kolonnade gehört zu den schönsten Barockgärten Mitteleuropas, dazu kommt der weitläufige Schlossgarten (Podzámecká zahrada) im englischen Stil. Für wen: Paare, Architektur- und Gartenliebhaber, Fotografen.

14. Brno (Brünn)

Die Hauptstadt der Region und die ideale Basis. Über der Stadt thront die Burg und Festung Spielberg (Špilberk), das Wahrzeichen ist die Kathedrale St. Peter und Paul, und das Juwel der Moderne ist die funktionalistische Villa Tugendhat (ebenfalls UNESCO, Besuch nur mit Reservierung, und zwar lange im Voraus). Dazu die Kapuzinergruft mit ihren Mumien, lebendige Plätze, Bierkneipen und Cafés. Im Sommer lockt der Brünner Stausee zum Baden und zu einer Schifffahrt zur Burg Veveří (Eichhorn). Aus Wien bist du in rund 140 Kilometern da, auch mit dem Zug ohne Umsteigen. Für wen: für wirklich alle.Wenn du die Stadt Tag für Tag planen willst, schau in unseren Artikel Wochenende in Brünn.Weihnachtsmarkt in Brno (Brünn), Ausflugsziele Südmähren im Winter

15. Stausee Vranov, Schloss Vranov nad Dyjí und Burg Bítov

Im Westen der Region hat die Thaya ein tiefes Tal gegraben, das heute der Stausee Vranov füllt, beliebt zum Baden, für Wassersport und Schifffahrten. Darüber schwebt das märchenhafte barocke Schloss Vranov nad Dyjí (Frain an der Thaya) auf seinem Felsen, und ein Stück weiter steht die Burg Bítov (Vöttau), laut ihrer offiziellen Website vermutlich die älteste Burg des mährisch-österreichischen Thayatals. An der Straße zur Burg steht der private Aussichtsturm Rumburak, von dem du über den Stausee schaust. Ganz in der Nähe liegt über einer Thayaschleife auch die Ruine Cornštejn (Zornstein), zu der du zu Fuß gehen kannst und wo meist wenig los ist. Die österreichische Grenze ist nur ein paar Kilometer entfernt, aus dem Waldviertel ist das hier ein naheliegender Tagesausflug. Für wen: Familien, Wassersportler, Burgenfans und alle, die romantische Kulissen mögen.

16. Mährische Slowakei: Strážnice und Uherské Hradiště

Der südöstliche Zipfel lebt Folklore wie kaum eine andere Gegend Mitteleuropas. In Strážnice findest du das Freilichtmuseum Muzeum vesnice jihovýchodní Moravy mit über 60 Bauten auf 16 Hektar, Holzhäusern, Weinpressen und alten Handwerken, und Ende Juni das bekannte Folklorefestival. Uherské Hradiště, Vlčnov mit seinem Königsritt (Jízda králů, UNESCO-Kulturerbe) und die Dörfer ringsum begeistern mit Trachten, Zimbalmusik und Wein. Für wen: alle, die Traditionen mögen, Familien und Genießer.

17. Schloss Milotice und die Windmühlen der Slovácko

Schloss Milotice gilt als eines der schönsten Barockschlösser der Region, eine „Perle zwischen den Weinbergen“ mit französischem Garten und Brunnen. Verbinden kannst du es mit den erhaltenen Windmühlen in der weiteren Umgebung, etwa in Kuželov oder Starý Poddvorov, und mit den Weinbergen rund um Kyjov. Für wen: Paare, Fotografen und alle, die ruhigere Orte abseits der großen Ströme suchen.

18. Mandelgärten und Lavendelfelder bei Hustopeče

Die Gegend um Hustopeče gehört zu den wärmsten Ecken Tschechiens und blüht im Frühjahr regelrecht auf. Die Mandelgärten, nach Angaben der Stadt ein Unikat in ganz Mitteleuropa, färben sich etwa Ende März und im April rosa, und mitten in ihnen steht ein Aussichtsturm. Im Juni duftet dann die violette Lavendelfarm bei Starovičky, mit einem kleinen Café. Für wen: Paare, Fotografen und Familien, aber nur in der kurzen Blütezeit.
💡 Tipp: Wann genau es blüht, hängt vom Wetter ab und kann sich um zwei Wochen verschieben. Prüf vor der Fahrt den aktuellen Stand auf der Website oder den sozialen Kanälen des Gartens oder der Farm, damit du nicht vor kahlen Zweigen stehst.

19. Burg Pernštejn und Schloss Lysice

Im Nordwesten der Region steht die Burg Pernštejn (Pernstein), eine der am besten erhaltenen gotischen Burgen Tschechiens. Sie wurde nie erobert und sieht so eindrucksvoll aus, dass sie bei Filmemachern beliebt ist. Nicht weit davon liegt Schloss Lysice mit einer romantischen Kolonnade und Garten. Für wen: Burgenfans, Familien und alle, die Märchenfilme mögen. Lässt sich gut mit dem Mährischen Karst verbinden.

20. Mährische Toskana (Kyjovsko)

Die sanft gewellten Felder und Weinberge rund um Kyjov und Čejč erinnern im richtigen Licht an die Landschaft Italiens, daher der Spitzname Mährische Toskana. Es ist kein einzelner Ort, sondern eine Landschaft, die du mit dem Auto oder dem Rad durchfährst und an den Hügelkämmen zum Fotografieren anhältst. Am schönsten ist es bei Sonnenauf- und -untergang, im grünen Mai oder nach der Ernte. Für wen: Fotografen, Radfahrer und alle, die Ruhe suchen.

21. Aussichtstürme in Südmähren

Die Region ist übersät mit Aussichtstürmen, und von oben wirken die Weinberge am schönsten. Steig auf den spiralförmigen Weg über den Weinbergen (Stezka nad vinohrady) auf dem Kobylí vrch, auf den Turm Slunečná über Velké Pavlovice, auf den Akazienturm (Akátová věž) bei Židlochovice mit Blick auf die Pálava oder auf den Turm mitten im Mandelgarten von Hustopeče. Für wen: Familien, Aussichtsjäger und Radfahrer, perfekte spontane Zwischenstopps.

22. Weiße Karpaten

Direkt an der Grenze zur Slowakei erheben sich die Weißen Karpaten, ein UNESCO-Biosphärenreservat mit Blumenwiesen, die im Frühjahr zu den artenreichsten in Europa gehören. Hier wachsen unter anderem wilde Orchideen. Die Landschaft aus Obstgärten, Weiden und stillen Hügeln ist ein Paradies zum Wandern, weit weg von den Massen. Für wen: Wanderer, Naturfreunde und Botaniker.

23. Slawischer Burgwall Mikulčice

In der Mährischen Slowakei bei Hodonín liegt der Slawische Burgwall Mikulčice-Valy, ein nationales Kulturdenkmal und eines der wichtigsten Zentren des Großmährischen Reiches. Auf dem weiten Gelände im Auwald standen im 9. Jahrhundert Steinkirchen und ein Fürstenpalast. Heute führt ein Lehrpfad hindurch, und moderne Ausstellungen zeigen Originalfunde wie Schmuck, Waffen und Modelle der Bauten. Geöffnet ist ungefähr von April bis November. Für wen: Geschichtsinteressierte, Familien und alle, die gern ruhig durch die Natur spazieren.

24. Boskovice (Burg, Schloss, jüdisches Viertel)

Im Norden der Region, nicht weit vom Mährischen Karst, bietet Boskovice gleich mehrere Ziele auf einmal. Über der Stadt erhebt sich die weitläufige Ruine der gotischen Burg Boskovice mit Blick über das Land, unten steht das klassizistische Schloss, und dazwischen liegt eines der am besten erhaltenen jüdischen Viertel Tschechiens mit Synagoge und Lehrpfad. Kinder freuen sich über die Westernstadt mit Cowboyshow. Für wen: Familien, Geschichtsfans und Liebhaber romantischer Ruinen.

25. Dolní Kounice und das Kloster Rosa coeli

Nicht weit von Brno, über dem Fluss Jihlava, liegt das Weinstädtchen Dolní Kounice mit der geheimnisvollen Klosterruine Rosa coeli, einem der ältesten Frauenklöster Mährens, gegründet Ende des 12. Jahrhunderts. Die gotischen Bögen ohne Dach wirken ungemein romantisch. Dazu kommen ein Schloss über dem Fluss, eine Synagoge und der berühmte Blaufränkisch aus Kounice (Frankovka) in den Kellern des Orts. Für wen: Paare, Geschichts- und Weinliebhaber, Fotografen.
💡 Tipp: Im Kloster wird bis voraussichtlich 2027 gebaut. 2026 war es deshalb nur vom 30. Mai bis 30. September täglich geöffnet, und ein Teil der Räume kann gesperrt sein. Prüf die Öffnungszeiten vorher auf der Website des Städtchens, damit du nicht vor verschlossenem Tor stehst.

26. Čejkovice: Sonnentor und die Templerkeller

Das Weindorf Čejkovice bei Hodonín verbindet zwei Ziele, die nur ein paar hundert Meter auseinander liegen. Das Kräuterparadies Sonnentor ist ein Erlebnisgarten mit Führung durch die Produktion von Biotees, bei der du von einem gläsernen Steg direkt in die Halle schaust. Die österreichische Marke kennst du vielleicht aus dem Bioladen. Ein Stück weiter wölben sich die mittelalterlichen Templerkeller aus dem 13. Jahrhundert, einige der ältesten Weinkeller des Landes, in denen du den Wein des Orts probierst. Für wen: Familien und alle, die Kräuter, Tee und Wein mögen.

27. Villa Tugendhat in Brno

Die funktionalistische Villa von Ludwig Mies van der Rohe aus den Jahren 1929 bis 1930 ist das einzige Bauwerk der Moderne in Tschechien auf der UNESCO-Welterbeliste. Die Onyxwand, die im tief stehenden Winterlicht rötlich zu leuchten beginnt, und die riesigen Fensterscheiben, die sich komplett im Boden versenken lassen, wirken bis heute wie aus einem anderen Jahrhundert. Führungen werden im Voraus reserviert und sind in der Saison oft monatelang ausgebucht. Es ist der einzige Ort in Südmähren, zu dem du nicht spontan fahren kannst. Für wen: Architektur- und Designfans.

28. Schloss Bučovice

Das unscheinbare Städtchen zwischen Brno und Slavkov versteckt einen der reinsten Renaissancebauten nördlich der Alpen. Bučovice ist kein umgebauter gotischer Sitz wie die meisten mährischen Schlösser, sondern von Anfang an als italienische manieristische Residenz geplant, mit Arkadenhof, einem Brunnen in der Mitte und dem Hasensaal, in dem Hasen über die Decke laufen. Hierher kommt nur ein Bruchteil der Besucher von Lednice, deshalb ist es auch in den Ferien ruhig. Für wen: alle, die von den Schlangen vor den Schlössern genug haben.

29. Schloss Uherčice

Eines der größten Schlossareale des Landes, das nach Jahrzehnten des Verfalls langsam wieder zum Leben erwacht. Genau das macht es interessant: Ein Teil ist restauriert, ein Teil noch im Rohzustand, und so siehst du, was die Rettung eines solchen Baus bedeutet. Es liegt nahe der österreichischen Grenze, nicht weit von Vranov, und lässt sich mit ihm an einem Tag verbinden. Für wen: alle, die Orte mögen, die noch nicht auf Hochglanz poliert sind.

30. Bukovanský mlýn

Eine neu gebaute Windmühle über Bukovany in der Mährischen Slowakei, die zugleich Aussichtsturm, Gasthaus und Pension ist. Historisch ist hier nichts, aber der Blick von der Galerie über Weinberge und Hügel gehört zu den schönsten der Gegend, und unten isst du gut. Ein guter Stopp, wenn du durch die Slovácko fährst und länger als auf einen Kaffee anhalten willst. Für wen: Familien, Radfahrer und Aussichtsjäger.

31. Draisinen in Ratíškovice

Auf einer stillgelegten Grubenbahn zwischen Ratíškovice und Milotice fährt man heute mit Tretdraisinen. Getreten wird zu viert, die Strecke führt flach durch den Wald, also schaffen das auch kleinere Kinder. Es ist das Ungewöhnlichste, was du in Südmähren machen kannst, und Kinder sind davon oft begeisterter als von jedem Schloss. Für wen: Familien mit Kindern.
💡 Tipp: Die Draisinen und die Führungen in der Villa Tugendhat werden im Voraus gebucht und sind in der Saison ausverkauft. Wenn du ein Wochenende planst, reservier sie früher als die Unterkunft. Unterkunft in Brno →

Weinausflüge und Radwege in Südmähren

Südmähren ist die Weinregion Tschechiens, hier liegt der allergrößte Teil der tschechischen Rebflächen, und direkt hinter der Grenze geht das Weinviertel nahtlos weiter. Wein ist hier ein Ausflugsziel für sich. Durch die Region zieht sich ein dichtes Netz ausgeschilderter Weinradwege, ihr Rückgrat ist der Fernradweg Moravská vinná stezka (Mährischer Weinweg), der die vier Weinbaugebiete Mikulov, Znojmo, Velké Pavlovice und Slovácko verbindet. Meist geht es flach oder leicht hügelig dahin, also eignet er sich auch für Familien.Zum Pflichtprogramm gehört ein Halt in den Weinkellern: die malerische Kellergasse Plže in Petrov (rund 80 Keller, der erste schriftlich erwähnt 1598, heute Denkmalreservat), die in den Hang gegrabenen Keller in Vrbice oder die Kellergassen um Znojmo. Zum Verkosten passt der Herbst nach der Lese und das Festival der offenen Keller, bei dem die Winzer ganzer Dörfer gleichzeitig aufsperren.
💡 Tipp: Fahrradverleihe gibt es in Mikulov, Lednice und Valtice, und die Orte liegen nah beieinander, an einem Tag schaffst du locker mehrere Kellerdörfer. Denk aber daran: In Tschechien gilt auch auf dem Rad 0,0 Promille, genau wie im Auto. Macht aus, wer „trocken“ bleibt, oder plant die Übernachtung am Ziel ein.

Ausflugsziele in Südmähren mit Kindern

Mit Kindern wird dir in Südmähren nicht langweilig. Neben den Schlössern, bei denen Kleinere lange Führungen schnell satt haben, gibt es jede Menge Orte, die ihnen richtig Spaß machen:
  • Aqualand Moravia in Pasohlávky: Rutschen, Thermalbecken und ein ganzer Tag Programm.
  • Živá voda in Modrá: ein gläserner Unterwassertunnel zwischen riesigen Fischen, der Archäoskanzen gleich nebenan.
  • Punkva-Höhlen und Macocha: Bootsfahrt unter der Erde und Seilbahn zum Rand der Schlucht.
  • Archeopark Pavlov: interaktive Ausstellung über die Mammutjäger, verständlich auch für Schulkinder.
  • Bootsfahrt auf dem Baťa-Kanal: Durch die Schleusen zu fahren, begeistert Kleine und Große.
  • Minarett in Lednice und Boote auf dem Schlossteich: Der Aufstieg auf den Turm wird mit Aussicht belohnt.
  • Zoo Brno und Zoo Hodonín oder der Kovozoo in Staré Město (Tiere aus Schrott), wenn ihr mal etwas anderes braucht.
Speziell für Mikulov und die Pálava haben wir die Ziele nach Alter sortiert, samt Plan für Regentage: Mikulov mit Kindern.
💡 Tipp: Die großen Schlossparks in Lednice, Valtice und Kroměříž sind für Kinder ideal und kosten keinen Eintritt. Lass sie herumrennen, während du einen Kaffee trinkst. Die bezahlte Führung durch die Innenräume kannst du dir mit den Kleinsten ruhig sparen.

Was wir anders machen würden

Wenn wir noch einmal nach Südmähren fahren würden, würden wir weniger einpacken. Beim ersten Mal wollten wir Lednice, Pálava, Znojmo und die Slovácko in vier Tagen schaffen, und am Ende erinnern wir uns vor allem an die Autobahn. Die schönsten Dinge in Südmähren stehen dabei in keiner Liste, auch nicht in dieser. Der Keller, in den uns ein Winzer eingeladen hat, weil wir nur nach dem Weg fragen wollten. Der Feldweg zwischen den Reben über Velké Bílovice, in den wir abgebogen sind, weil er hübsch aussah. Das Wirtshaus in einem Dorf, über das niemand geschrieben hat, und das beste Mittagessen der ganzen Reise. Nimm dir einen Tag ohne Plan und lass dich von dem leiten, was du vom Auto oder vom Rad aus siehst. Probier Dinge aus. Bestell einen Wein, den du nicht kennst, auch wenn er einen seltsamen Namen hat. Iss eingelegte Heringsröllchen (zavináče), Grammelaufstrich oder Kolatschen aus der Dorfbäckerei statt dem, was du von zu Hause kennst. Geh auch mittags in einen Keller, nicht nur zur Abendverkostung. Und vor allem: Du musst nicht alles sehen. Die 31 Tipps in diesem Artikel reichen für mehrere Besuche, sie sind kein Programm für ein verlängertes Wochenende. Drei Orte in Ruhe sind besser als acht im Laufschritt. Manchmal ist der schönste Teil des Tages der, an dem du auf einer Bank über den Weinbergen sitzt, das Handy im Rucksack, nichts fotografierst und einfach zuschaust, wie über der Pálava der Abend kommt.

Wie es weitergeht

Wenn du auch bezahlte Touren und Erlebnisse planst, etwa Schifffahrten, Weinproben oder Eintritte, kannst du sie über GetYourGuide für Südmähren → vergleichen. Dort findest du auch geführte Tagestouren ab Wien.

Häufige Fragen

Welche Ausflugsziele in Südmähren lohnen sich beim ersten Besuch? Auf Nummer sicher gehst du mit der Kulturlandschaft Lednice-Valtice (Schloss Lednice, Minarett), der Pálava mit Mikulov, dem Mährischen Karst mit der Macocha-Schlucht und Znojmo mit seinem Untergrund. Diese vier decken Schlösser, Natur, Höhlen und Wein ab und lassen sich gut auf ein langes Wochenende verteilen.Wann ist die beste Reisezeit für Südmähren? Am schönsten sind der Mai (frisches Grün, wenig Leute) und der September (Weinlese, offene Keller, angenehme Temperaturen). Der Sommer passt zum Baden an den Stauseen von Nové Mlýny, in den Parks wird es aber heiß. Die Mandelbäume bei Hustopeče blühen etwa Ende März und im April, der Lavendel bei Starovičky ungefähr im Juni.Lohnt sich ein Tagesausflug von Wien nach Südmähren? Ja, vor allem in den Süden der Region. Mikulov liegt rund 90 Kilometer von der Wiener Innenstadt entfernt, Lednice und Znojmo sind ähnlich weit, mit dem Auto jeweils etwa eineinhalb Stunden. Für einen Tag reichen Mikulov mit der Pálava oder Lednice mit Valtice. Der Mährische Karst liegt gut 170 Kilometer entfernt, dafür lohnt sich eher eine Übernachtung. Für die tschechischen Autobahnen brauchst du eine elektronische Vignette.Welche Ausflugsziele in Südmähren sind gut mit Kindern? Bewährt haben sich das Aqualand Moravia, die Živá voda in Modrá mit ihrem gläsernen Unterwassertunnel, der Archeopark Pavlov, eine Fahrt auf dem Baťa-Kanal und die Punkva-Höhlen mit Bootsfahrt. Die großen Schlossparks in Lednice und Kroměříž sind zum Austoben kostenlos.Kommt man in Südmähren auch ohne Auto zurecht? Ja. Mit dem Zug erreichst du Brno, Břeclav, Mikulov und Znojmo, aus Wien fahren Direktzüge nach Břeclav und Brno. Von dort geht es mit dem Rad auf den Weinradwegen oder mit dem Bus weiter. Die Orte liegen nah beieinander, und Fahrradverleihe gibt es in Mikulov, Lednice und Valtice, eine Radtour durch die Weinberge bietet sich also an. Abgelegene Ziele wie die Weißen Karpaten sind ohne Auto aber mühsam.Wo übernachtet man in Südmähren am besten? Im Süden sind Mikulov oder Lednice ideal, von dort hast du die Pálava, Nové Mlýny und die Kulturlandschaft Lednice-Valtice vor der Tür. Für Ausflüge in die ganze Region (Mährischer Karst, Slavkov, Vranov) ist Brno praktisch. Wenn du Wein verkosten willst, buch dein Zimmer gleich im Weindorf. Konkrete Häuser haben wir in Mikulov Unterkunft gesammelt.Wo gibt es in Südmähren den besten Wein? Fahr nach Mikulov, Pavlov, Vrbice oder Petrov mit der Kellergasse Plže, oder zum Weinberg Šobes im Nationalpark Podyjí. Die beste Zeit ist der Herbst nach der Lese und das Festival der offenen Keller. Kläre vorher, wer fährt, oder übernachte vor Ort, denn in Tschechien gilt am Steuer und auf dem Rad 0,0 Promille.Wie viele Tage sollte man für Südmähren einplanen? Zum Reinschnuppern reicht ein langes Wochenende (3 Tage) für eine Gegend, zum Beispiel Pálava, Mikulov und Lednice-Valtice. Wenn du den Mährischen Karst, Znojmo mit dem Thayatal und die Slovácko dazunehmen willst, rechne eher mit einer Woche oder mit mehreren Besuchen.Was kann man in Südmähren abseits der Massen sehen? Meide Lednice an Sommerwochenenden und fahr stattdessen in die Weißen Karpaten, an den Stausee Vranov, zum Schloss Milotice und zu den Windmühlen oder in die Mährische Toskana bei Kyjov. Ruhe findest du außerhalb der Hauptsaison auch auf den Aussichtstürmen über den Weinbergen.Welche Höhlen in Südmähren sind die schönsten? Am bekanntesten sind die Punkva-Höhlen im Mährischen Karst mit der Bootsfahrt auf dem unterirdischen Fluss Punkva und dem Blick in die Macocha-Schlucht. Weniger voll sind meist die Höhlen Balcarka und Sloupsko-šošůvské jeskyně. Die Tickets für die Punkva-Höhlen reservierst du am besten vorher online.

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