Aktualizováno 23.9.2026
Wer aus Deutschland in den Beskiden wandern will, sucht meistens in Polen. Dabei beginnt der Karpatenbogen schon in Tschechien, ganz im Osten des Landes, kurz vor der slowakischen Grenze, und hat dort mit der Lysá hora einen Gipfel von 1.324 Metern. Für uns ist dieses Gebirge so etwas wie der Ausbruch vor der Haustür. Wir fahren oft hin, mal für eine schnelle Runde nach der Arbeit, mal für ein langes Wochenende, und es gibt dort immer noch Gipfel, auf dem Weg zu denen du mehr Rehe triffst als Menschen. Beskiden wandern heißt hier: lange, bewaldete Kämme, tiefe Täler, Holzkapellen auf den Bergen und Hütten, in denen Gulasch und Bier bis ganz nach oben getragen werden.
In diesem Artikel geht es ums Gebirge als Ganzes und ums Laufen: wo die tschechischen Beskiden liegen und wie sie sich gliedern, welche Gipfel den Aufstieg lohnen, über welche Kämme die schönsten Touren führen und was du im Winter auf Piste und Loipe machen kannst. Aus Dresden bist du mit dem Auto in gut fünf Stunden am Fuß der Berge, aus Berlin in etwa sechseinhalb.
Beskiden wandern in Tschechien: das Wichtigste
- Höchster Berg: Lysá hora, 1.324 m, die „Königin der Beskiden“, oben Berghütten, Wetterstation und Sendeturm.
- Gliederung: Kern sind die Mährisch-Schlesischen Beskiden (höchster und meistbesuchter Teil), dazu auf tschechischer Seite ein Zipfel der Schlesischen Beskiden und das Hügelland um Jablunkov. Alles gehört zu den Äußeren Westkarpaten.
- Top-Kammweg: Pustevny → Radhošť, leicht und mit großartiger Aussicht; anspruchsvoller ist der Aufstieg auf die Lysá hora über den Lukšinec.
- Für Einsteiger: Velký Javorník, Pustevny, Radhošť. Für Geübte: Smrk, Lysá hora von Ostravice, Ropice, die große Kammtour.
- Winter: Skigebiete in Pustevny und Bílá, gespurte Loipen auf den Kämmen rund um Pustevny.
- Wann: ganzjährig, Sommer und Frühherbst zum Wandern, Januar und Februar für Ski und Langlauf.
Wo die Beskiden in Tschechien liegen und wie sie sich gliedern
Die tschechischen Beskiden liegen ganz im Osten Tschechiens, entlang der Grenze zur Slowakei und auf einem kurzen Stück auch zu Polen, grob im Dreieck zwischen Frýdek-Místek, Frenštát pod Radhoštěm und Jablunkov. Ostrava liegt direkt davor, von der Stadt bist du in einer halben Stunde am ersten Wanderparkplatz. Geologisch gehören die Berge zu den Äußeren Westkarpaten, und genau deshalb sehen sie so aus, wie sie aussehen: lange, bewaldete Rücken, tief eingeschnittene Täler und mehrere Gipfel über 1.200 Meter. Mit den Alpen hat das wenig zu tun, eher mit dem Schwarzwald, nur wilder und mit mehr Holzkirchen.
Wenn Tschechen „Beskydy“ sagen, meinen sie fast immer den höchsten und bekanntesten Teil. Auf tschechischem Boden sind es aber drei Einheiten, die du kennen solltest:
- Mährisch-Schlesische Beskiden (Moravskoslezské Beskydy), das Herz des Gebirges und der Grund, warum die meisten herkommen. Hier stehen die Lysá hora (1.324 m), der Smrk, die Kněhyně, der Radhošť und der Sattel Pustevny. Geografen unterteilen sie weiter in das Radhošť-, das Lysá-hora- und das kleine Klokočov-Bergland.
- Schlesische Beskiden (Slezské Beskydy), nördlich des Jablunkapasses und zum größten Teil in Polen, wo sie Beskid Śląski heißen und mit Wisła und Szczyrk ihre bekannten Urlaubsorte haben. Auf tschechischer Seite ragt vor allem der Kamm um die Velká Čantoryje an der polnischen Grenze heraus.
- Jablunkauer Zwischengebirge (Jablunkovské mezihoří), ein niedrigeres, hügeliges Übergangsland rund um Jablunkov zur slowakischen Grenze hin.
Fast das ganze Gebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet CHKO Beskydy, dem größten Schutzgebiet dieser Art in Tschechien. Es gibt urwaldartige Reservate, den Luchs und gelegentlich Spuren von Wölfen, also verhalte dich entsprechend: Bleib auf den markierten Wegen und nimm den Hund an die Leine. In den strengen Reservaten ist das nicht nur Höflichkeit, sondern Pflicht, dort darfst du die markierten Wege gar nicht verlassen.
💡 Tipp: Wenn du eher Ausflugsziele als Touren suchst, also Freilichtmuseum, Burgen und Städtchen, schau in unseren eigenen Überblick Beskiden Tschechien: Sehenswürdigkeiten. Hier bleiben wir bei Bergen und Wegen.

17 Tipps zum Wandern in den Beskiden und für den Winter
Wir haben die Liste von den bekanntesten Gipfeln und Kämmen bis zu den Aktivitäten sortiert. Bei jedem Punkt steht, wie anstrengend es ist und was du von der Aussicht erwarten kannst, damit du nach Laune und Kondition auswählen kannst. Eine Vorwarnung gleich vorab: Viele Gipfel in den Beskiden sind bewaldet. Die besten Blicke hast du oft unterwegs, nicht ganz oben.
1. Lysá hora (1.324 m), die Königin der Beskiden
Der höchste und meistbesuchte Berg des Gebirges, auf Deutsch früher Kahlberg. Du erkennst die Lysá hora schon von Weitem am rot-weißen Sendemast und am Gebäude der Wetterstation. Auf dem kahlen Gipfel stehen mehrere Berghütten, darunter die moderne Hütte Bezruč, sodass du dein Bier und dein Gulasch direkt oben bekommst. Bei klarem Wetter reicht der Blick von der Hohen Tatra bis zum Altvatergebirge. Die Lysá hora ist allerdings auch einer der kältesten, windigsten und regenreichsten Orte Tschechiens, pack also auch im Sommer eine Jacke ein.
Schwierigkeit: mittel, egal von wo. Die Klassiker sind der Aufstieg aus Ostravice (über den Lukšinec) und aus Krásná. Von Ostravice, das auf rund 440 Metern liegt, sind es knapp 900 Höhenmeter; rechne mit etwa zweieinhalb bis drei Stunden bergauf. Der Weg ist das ganze Jahr über gut besucht, am Wochenende geht es oben zu wie auf einer Flaniermeile.
💡 Tipp: Geh gleich morgens los oder erst am späten Nachmittag. Gegen Mittag strömt gefühlt halb Mähren auf den Gipfel, und die Schlange vor der Gulaschkanone ist dann länger als der Ausblick weit.

2. Smrk (1.277 m), der zweithöchste und viel ruhigere
Der zweithöchste Gipfel der Mährisch-Schlesischen Beskiden, aber deutlich stiller als die Lysá hora. Oben gibt es keine Hütte und keinen Aussichtsturm, nur ein Gipfelbuch, und der Wald auf dem Kamm erholt sich noch von alten Schäden. Genau das macht den Reiz aus: Wer hier hochgeht, will laufen und nicht einkehren. Der Weg führt größtenteils durch Wald, an heißen Tagen bist du über den Schatten froh, und Ausblicke auf die Lysá hora öffnen sich eher an Lichtungen unterwegs. Im Hochsommer lohnt es sich, Zeit für Heidelbeeren einzuplanen.
Schwierigkeit: mittel. Der klassische Aufstieg ist die rote Markierung von Ostravice, grob 7,5 km und rund 850 Höhenmeter in eine Richtung, also etwas länger und weniger begangen als die Lysá hora. Die rote Route läuft über den Gipfel weiter nach Čeladná, du kannst also überschreiten und mit dem Zug zurückfahren. Ideal, wenn du einen Gipfel über 1.200 Meter ohne Menschenmassen willst.

3. Kněhyně (1.257 m) und Čertův mlýn, die wildere Seite der Beskiden
Der dritthöchste Berg des Gebirges und ein ordentliches Stück Wildnis. Die ganze Gipfelregion oberhalb von etwa 1.100 Metern gehört zum Nationalen Naturreservat Kněhyně – Čertův mlýn, und seit 2004 führt keine Markierung mehr auf den höchsten Punkt der Kněhyně. Weil im Reservat nur die markierten Wege erlaubt sind, ist der Gipfel offiziell tabu. Das klingt enttäuschender, als es ist: Der Nachbargipfel Čertův mlýn (1.206 m), die „Teufelsmühle“, liegt direkt an der roten Markierung, und der Kamm dorthin ist rau, still und voller Felsblöcke. Am Hang der Kněhyně liegt außerdem die tiefste Pseudokarsthöhle Tschechiens, sie ist allerdings wegen der überwinternden Fledermäuse mit einem Gitter verschlossen.
Schwierigkeit: mittel. Du startest in Pustevny und gehst auf Rot über die Tanečnice bis zum Čertův mlýn, das sind etwa 3 km mit einem steileren Anstieg. Im Sattel zwischen Čertův mlýn und Kněhyně steht ein Denkmal für die Partisanen von 1944. Wer mehr will, verbindet die Runde mit dem Radhošť zu einer langen Kammtour.
4. Radhošť (1.129 m), der Sagenberg mit der Statue des Radegast
Wahrscheinlich der fotogenste Gipfel der Beskiden. Oben steht die Holzkapelle der Heiligen Kyrill und Method aus den Jahren 1896 bis 1898, die höchstgelegene Kirche Tschechiens, und am Kamm davor die berühmte Statue des heidnischen Gottes Radegast, Pflichtfoto. Ja, nach ihm ist auch das Bier benannt. Der Radhošť ist von Sagen umwoben und gilt als spirituelles Herz der Walachei; jeden Sommer pilgern Tausende zur Wallfahrt auf den Gipfel.
Schwierigkeit: leicht. Von Pustevny führt eine bequeme, blau markierte Kammstraße in rund 4 km über den Nebengipfel Radegast zum Kreuz, du bist in etwa einer Stunde oben, auch mit Kinderwagen. Sportlicher ist der Aufstieg von Rožnov pod Radhoštěm auf Rot, etwa 7 km und rund 800 Höhenmeter.
5. Pustevny, Ausgangspunkt mit Jugendstil von Jurkovič
Ein Bergsattel auf gut 1.000 Metern und nach der Lysá hora einer der meistbesuchten Orte der Beskiden. Hier stehen die wunderschönen Holzbauten des Architekten Dušan Jurkovič, die Hütten Libušín und Maměnka von 1898, reich verziert im walachischen Volksstil. Libušín brannte 2014 fast vollständig aus und ist seit 2020 wieder offen. Dazu kommen Restaurants und die Ausgangspunkte zum Radhošť und zur Kněhyně. Eine perfekte Basis, wenn du nicht den ganzen Tag nur bergauf laufen willst.
Schwierigkeit: keine, wenn du mit dem Sessellift aus Ráztoka bei Trojanovice hochfährst (mehr dazu in Tipp 15). Mit dem Auto kommst du über Rožnov und Prostřední Bečva bis auf einen gebührenpflichtigen Parkplatz direkt im Sattel. Zu Fuß von unten ist es ein zügiger Spaziergang.
6. Stezka Valaška, der Baumwipfelpfad auf Pustevny
Ein Baumwipfelpfad direkt in Pustevny, eröffnet 2019. Der leicht ansteigende Steg ist rund 660 Meter lang und führt dich zwischen den Baumkronen bis zu einem 22 Meter hohen Aussichtsturm, von dem du über die Kämme der Beskiden schaust, an klaren Tagen bis zum Altvatergebirge und zur Großen Fatra in der Slowakei. Ein super Tipp, wenn du mit Kindern unterwegs bist oder mit jemandem, der auf eine richtige Tour keine Lust hat.
Schwierigkeit: leicht und barrierefrei. Der Eintritt kostet Geld, für Erwachsene zuletzt grob um 350 Kč (ca. 14 €), Kinder und Senioren zahlen weniger; die aktuellen Preise stehen auf der Website des Betreibers. Der Pfad ist ganzjährig geöffnet, außer bei wirklich schlechtem Wetter.
7. Velký Javorník (918 m), Aussichtsturm für Einsteiger
Ein niedrigerer Gipfel über Frenštát pod Radhoštěm, aber mit Aussichtsturm und Berghütte ganz oben. Genau deshalb ist er einer der beliebtesten „ersten“ Beskidenberge: kurzer Aufstieg, große Belohnung. Bei klarem Wetter siehst du von hier den ganzen Kamm des Radhošť und die Lysá hora, und die Kinder haben ein Ziel, auf das sie sich freuen können.
Schwierigkeit: leicht, ideal mit Kindern und ohne Training. Meist startest du in Frenštát oder in Veřovice.
8. Ropice (1.082 m), der stille Gipfel über Třinec
Ein bewaldeter Gipfel im Nordosten des Gebirges, weit weg vom Trubel. Die Aussicht hast du eher von Wiesen und Lichtungen unterwegs, dafür ist die Ruhe absolut. Eine gute Wahl, wenn du einen Tausender willst, ohne halb Ostrava zu begegnen.
Schwierigkeit: mittel, mit längeren Zustiegen. Meist startest du im Dorf Řeka südwestlich von Třinec, folgst den Markierungen an der Hütte Ropička vorbei und läufst über den Kamm und den Velký Lipový (999 m) bis zum Gipfel. Lässt sich gut mit den Nachbarkämmen zu einer längeren Runde kombinieren.
9. Travný (1.204 m), steil und ohne Markierung
Einer der steilsten und wildesten Berge der Beskiden, ein mächtiger Klotz über dem Tal der Morávka. Wichtig: Seit dem 1. Mai 2020 sind die Wanderzeichen auf den Gipfel entfernt, um das Auerhuhn zu schützen, das unter dem Massiv wieder angesiedelt wird. Verboten ist der Aufstieg nicht, aber es gibt keine Hütte, keinen markierten Weg und von allen Seiten fast 800 Höhenmeter am Stück. Wir finden: Lass dem Auerhuhn seine Ruhe und genieß den Travný als markante Kulisse bei Touren rund um die Morávka und Krásná.
Schwierigkeit: Gipfel ohne markierten Zugang. Rechne eher mit Blicken von unten und von den Nachbarkämmen als mit einem Aufstieg bis ganz oben.
10. Ondřejník (964 m), der einsame Rücken mit Blick auf die Lysá hora
Ein markanter, allein stehender Rücken zwischen Kunčice pod Ondřejníkem und Frýdlant nad Ostravicí, schon im Vorland der eigentlichen Beskiden, aber nah an Lysá hora und Frenštát. Er hat mehrere Kuppen: im Norden den eigentlichen Ondřejník (890 m), im Süden die höchste, die Skalka (964 m). Nach dem Borkenkäfer ab 2015 musste ein Großteil des Waldes gefällt werden, seitdem sind die Blicke von den Hängen weit offen, auf Lysá hora, Smrk und Radhošť. Genau deshalb ist der Ondřejník ein beliebtes, eher leichtes Familienziel, bei dem du trotzdem das Gefühl von „echten Bergen“ hast. Die Felsblöcke unter der Skalka sollen der Sage nach den Tunnel verschließen, durch den der Räuber Ondráš seine Beute zur Lysá hora gebracht hat.
Schwierigkeit: leicht bis mittel. Klassisch ist der Aufstieg aus Frýdlant nad Ostravicí, als einziger Gipfel des Rückens ist die Skalka markiert erreichbar. Unter dem Ondřejník steht die alte Hütte des tschechischen Wandervereins von 1906/07; das benachbarte Berghotel Solárka ist 2002 abgebrannt. Öffnungszeiten der Hütte prüfst du besser vorher und nimmst sicherheitshalber eigene Verpflegung mit.

11. Malá Prašivá (706 m), Holzkirche von 1640 und Hütte von 1921
Die Malá Prašivá, ein Vorgipfel der Prašivá (843 m), ist kein Riese, gehört aber zu den liebsten Familienzielen im Westen der Mährisch-Schlesischen Beskiden. Oben steht die Holzkirche des heiligen Antonius von Padua aus dem Jahr 1640, einer der ältesten Holzbauten im Gebirge und bis heute ein Wallfahrtsort für die ganze Region Teschen. Gleich daneben die Hütte Prašivá, die 1921 eröffnet wurde, unter anderem mit einer Spende von Präsident Masaryk.
Schwierigkeit: leicht, ideal mit Kindern. Meist startest du in Vyšní Lhoty, der Aufstieg ist kurz und führt überwiegend durch Wald. Auf der Hütte bekommst du warmes Essen und ein Bett, sodass sich die Prašivá auch als ruhige erste Übernachtung in den Bergen eignet.
💡 Tipp: Die Prašivá ist bei Gleitschirmfliegern beliebt, bei schönem Wetter siehst du über dem Kamm oft bunte Schirme. Den Betrieb der Hütte und die Öffnungszeiten der Kirche prüfst du vor der Fahrt besser nach.
12. Kozubová (982 m), Steinkapelle mit Blick auf drei Länder
Der östlichste Tipp unserer Auswahl, ein Gipfel über dem Jablunkauer Land nahe der slowakischen und polnischen Grenze. Oben steht die Kapelle der heiligen Anna aus den Jahren 1936 und 1937, ein moderner Steinbau mit einem 18 Meter hohen, schlanken Turm, der als Aussichtsturm dient. Von der Galerie überblickst du fast das ganze tschechisch-polnisch-slowakische Grenzland. Daneben steht die Hütte Kozubová mit Einkehr. Eine gute Wahl, wenn du auch die stillere, östliche Ecke der Beskiden kennenlernen willst.
Schwierigkeit: mittel, vor allem wegen der Länge der Zustiege. Markierte Wege kommen gelb aus Jablunkov, grün aus Bocanovice und blau aus Milíkov oder Košařiska. Ob der Turm gerade zugänglich ist, klärst du am besten vorher mit der Hütte.
13. Die große Kammwanderung von Pustevny über den Radhošť
Die klassische Rückgratroute der Beskiden. Auf dem Kamm läufst du von Pustevny über den Radhošť und weiter nach Westen zur Soláň und nach Velké Karlovice, oder in die andere Richtung über den Čertův mlýn. Die meiste Zeit gehst du auf weichem Waldboden mit immer neuen Blicken zu beiden Seiten des Kamms.
Schwierigkeit: ganz nach Wunsch. Vom gemütlichen halben Tag (Pustevny–Radhošť und zurück, rund 8 km) bis zur Tagestour zur Soláň und hinunter nach Velké Karlovice, die grob gerechnet über 25 km lang ist. Die Rückfahrt planst du am besten mit dem Bus.
14. Auf die Lysá hora von Ostravice über den Lukšinec
Anders als bei Tipp 1, wo die Lysá hora einfach das Ziel ist, geht es hier um eine bestimmte Kammvariante über den Lukšinec, einen der vier Rücken, die vom Gipfel ausstrahlen. Sie ist für alle, die den höchsten Berg „aus eigener Kraft“ erwandern wollen. Der Aufstieg ist lang, aus dem Tal der Ostravice sind es knapp 900 Höhenmeter, aber er öffnet sich nach und nach, und die letzten paar Hundert Meter läufst du über den kahlen Kamm mit Blick hinunter ins Ostravicetal. Für uns die schönste Art, die Lysá hora abseits der vollsten Wege zu besteigen.
Schwierigkeit: mittel bis anspruchsvoll, knapp 900 Höhenmeter im Aufstieg.

15. Der Sessellift nach Pustevny, Gipfelglück ohne Schweiß
Die Bahn von Ráztoka bei Trojanovice nach Pustevny hat Geschichte: Ihre Vorgängerin von 1940 war der erste Sessellift Europas, die heutige Zweier-Sesselbahn fährt seit 1987. Sie fährt auch im Sommer, und zwar täglich von 9 bis 17 Uhr im Halbstundentakt. Ein Erwachsener zahlt nach dem Tarif ab Juni 2026 online 250 Kč einfach und 300 Kč hin und zurück (ca. 10 bzw. 12 €), an der Kasse jeweils 20 Kč mehr; Kinder von 5 bis 11 Jahren fahren günstiger, Fahrrad, Kinderwagen oder Hund kosten 60 Kč extra. Ideal, wenn du mit kleinen Kindern oder älteren Eltern unterwegs bist oder einfach die Knie für den Abstieg schonen willst. Hoch mit dem Lift, runter zu Fuß über den Radhošť: Diese Kombination hat sich bei uns bewährt.
16. Skipisten in Pustevny und in Bílá
Die zwei bekanntesten Skigebiete der tschechischen Beskiden. Pustevny punktet mit Atmosphäre und der Kombination aus Skifahren und einem Abstecher zu den Jurkovič-Bauten; im Sattel stehen rund ein Dutzend Lifte plus der Sessellift von Ráztoka. Bílá ist das Familienskigebiet mit Sechser-Sesselbahn, roten Sportpisten (zusammen rund 2,6 km, darunter eine für FIS-Rennen homologierte Strecke), blauen Familienabfahrten und einem großen Kinderskipark. Der Tagesskipass für Erwachsene kostet dort in der Saison 2026/27 laut Preisliste 920 Kč, grob 37 €. Die Alpen ist das nicht, aber für ein langes Wochenende oder einen günstigen Familien-Skiurlaub nah an Sachsen reicht es völlig.
17. Langlauf auf den Kämmen rund um Pustevny
Für Langläufer sind die Beskiden ein kleines Paradies. Rund um Pustevny ziehen sich gespurte Loipen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden über die Kämme, die Winterloipe zum Čertův mlýn folgt sogar der roten Sommermarkierung. Am schönsten sind die Kammloipen mit Blick zum Radhošť oder hinüber zum Martiňák. Bei guten Bedingungen kannst du hier ganze Tage mit Panorama unterwegs sein, wie du es sonst eher aus dem Erzgebirge oder dem Bayerischen Wald kennst.
Beskiden wandern: die schönsten Touren und Kammwege
Wenn du es magst, dass eine Tour eine runde Sache ist, also Aufstieg, Kamm und Abstieg auf einem anderen Weg, dann sind das die Kombinationen, die sich bei uns bewährt haben:
- Pustevny → Radhošť → zurück (ca. 8 km, leicht): die ideale erste Beskidenwanderung. Gemütlicher Kamm, Radegast-Statue, Kapelle und Aussicht. Geht auch mit Kinderwagen.
- Pustevny → Tanečnice → Čertův mlýn → Sattel unter der Kněhyně und zurück (mittel): die wildere Runde mit Felsblöcken und Partisanendenkmal. Stille gleich neben dem meistbesuchten Ort der Beskiden. Den gesperrten Gipfel der Kněhyně lässt du aus.
- Ostravice → Lukšinec → Lysá hora → Malchor → zurück (ca. 16 km, anspruchsvoll): der höchste Gipfel aus eigener Kraft, mit Einkehr auf der Hütte Bezruč ganz oben.
- Große Kammtour Pustevny → Soláň → Velké Karlovice (Tagestour, anspruchsvoll): der klassische Übergang für alle, die den ganzen Tag in den Bergen sein wollen. Lässt sich gut mit Rückfahrt im Bus planen.
💡 Tipp: In den Beskiden sind viele Gipfel bewaldet, also „sammle“ die Aussicht, wann immer sie sich öffnet, und warte nicht auf den höchsten Punkt. Und pack immer eine Regenjacke ein: Auf dem Kamm kann das Wetter in einer halben Stunde umschlagen. Die Lysá hora gehört mit weit über 1.300 mm Niederschlag im Jahr zu den nassesten Orten Tschechiens.
Eine Bergtour verbindest du am schönsten mit ein oder zwei Nächten im Tal. Bei gut fünf bis sieben Stunden Anfahrt aus Sachsen, Berlin oder Bayern lohnt sich ohnehin mehr als ein Tag. Pensionen und Ferienhäuser in den Beskiden gibt es schon für wenig Geld, Unterkünfte in den Beskiden vergleichst du hier →.
Die Beskiden im Winter (Skifahren, Langlauf)
Im Winter werden die Beskiden zu einem der besten Gebiete Tschechiens für klassisches Skifahren und Langlauf, und das zu einem Bruchteil der Alpenpreise. Dank Höhe und Lage bleibt der Schnee hier oft länger liegen als in anderen tschechischen Mittelgebirgen; auf der Lysá hora liegt die Schneedecke im März meist über zwei Meter hoch.
Skipisten
- Skigebiet Pustevny, das stimmungsvolle Gebiet im Sattel unter dem Radhošť, ideal, um Skifahren mit einem Abstecher zu den Jurkovič-Bauten zu verbinden.
- Bílá, das familienfreundlichste Gebiet der Beskiden, mit Pisten aller Schwierigkeitsgrade, Sechser-Sesselbahn und großem Kinderpark.
- Kleinere Gebiete wie Razula (Velké Karlovice) oder Mosty u Jablunkova ergänzen das Angebot für ruhigeres Skifahren.
Langlauf
Hier spielen die Beskiden ihre Stärke aus. Das Rückgrat sind die gespurten Loipen rund um Pustevny in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Am schönsten sind die Kammabschnitte mit Aussicht, der Klassiker ist die Runde von Pustevny zum Martiňák und zurück. Die Spurung und die Schneelage findest du vor der Abfahrt auf den Seiten der Skigebiete und der Region.
💡 Tipp: Prüf Schneelage und Loipenzustand vor der Fahrt. In den tieferen Lagen der Beskiden kann es im Januar traumhaft sein, aber genauso gut komplett grün. Die Kämme um Pustevny und die Lysá hora halten den Schnee am längsten.
Für Erlebnisse und Tickets (Sessellift, Baumwipfelpfad, Verleih) lohnt es sich in der Saison, vorab zu buchen, Aktivitäten und Erlebnisse in den Beskiden →.
Die Berge der Beskiden im Überblick: alle Tausender und wie du hinkommst
Die Beskiden sind mehr als nur die Lysá hora. Die folgende Übersicht fasst die Tausender der Mährisch-Schlesischen Beskiden zusammen, also alle Gipfel über 1.000 Meter, und verrät bei jedem, wie du hinaufkommst. Die offizielle tschechische Liste der Tausender (Gipfel mit einer Schartenhöhe, also Prominenz, von mindestens 5 m) zählt hier 33 Gipfel, davon 27 sogenannte Hauptgipfel. Viele davon sind aber nur Nebengipfel am Kamm ohne eigenen Weg. Bei den weniger bedeutenden Gipfeln nimm die Angaben zur Erreichbarkeit deshalb als Orientierung und richte dich immer nach der aktuellen Markierung und der Karte. Die höchsten Berge ganz Tschechiens haben wir in einem eigenen Artikel über die höchsten Berge Tschechiens gesammelt.
| Gipfel | Höhe (m) | Teilgebiet | Erreichbarkeit |
|---|---|---|---|
| Lysá hora | 1.324 | Lysohorská rozsocha | Markiert, frei zugänglich (mehrere Routen); oben Hütte Bezruč, Wetterstation und Sendeturm. |
| Smrk | 1.277 | Radhošťský hřbet | Markiert (Rot von Ostravice oder Čeladná), frei zugänglich; oben keine Hütte und kein Turm, nur ein Gipfelbuch. |
| Kněhyně | 1.257 | Radhošťský hřbet | Der markierte Weg führt nah am Gipfel vorbei, der höchste Punkt liegt aber im Nationalen Naturreservat Kněhyně – Čertův mlýn; seit 2004 ohne Markierung, Betreten nicht erlaubt. |
| Smrk J (Südgipfel) | 1.248 | Radhošťský hřbet | Nebengipfel des Smrk direkt an der roten Markierung, kein eigener Weg. |
| Malchor | 1.220 | Lysohorská rozsocha | Am markierten Kammweg Lysá hora–Ostravice, frei zugänglich. |
| Čertův mlýn | 1.206 | Radhošťský hřbet | Markierter Kammweg (Rot von Pustevny) führt über den Gipfel, der im Reservat Kněhyně – Čertův mlýn liegt: Bleib auf dem Weg. Bewaldet, ohne Aussicht. |
| Travný | 1.204 | Lysohorská rozsocha | Ohne Markierung: Die Zeichen wurden am 1. Mai 2020 zum Schutz des Auerhuhns entfernt (Naturreservat Travný). Nicht verboten, aber steil und unmarkiert. |
| Malý Smrk | 1.174 | Radhošťský hřbet | Nebengipfel im Massiv des Smrk, ohne markierten Zugang. |
| Radhošť | 1.129 | Radhošťský hřbet | Markiert, frei zugänglich; Kapelle der Heiligen Kyrill und Method, Radegast-Statue, eine der leichtesten Touren ab Pustevny. |
| Radegast | 1.106 | Radhošťský hřbet | Am markierten Kammweg Pustevny–Radhošť, frei zugänglich (Radegast-Statue in der Nähe). |
| Radegast Z1 | 1.100 | Radhošťský hřbet | Nebengipfel am Kamm, keine eigene Markierung. |
| Radegast Z2 | 1.099 | Radhošťský hřbet | Nebengipfel am Kamm, keine eigene Markierung. |
| Tanečnice | 1.084 | Radhošťský hřbet | Am markierten Weg Pustevny–Čertův mlýn, frei zugänglich. |
| Ropice | 1.082 | Ropická rozsocha | Markiert (vom Dorf Řeka über die Hütte Ropička), frei zugänglich; bewaldeter Gipfel ohne Aussicht von oben. |
| Zimný | 1.081 | Lysohorská rozsocha | Bewaldeter Gipfel; eine eigene Markierung direkt auf den Gipfel gibt es nach unserem Stand nicht. |
| Tanečnice Z | 1.077 | Radhošťský hřbet | Nebengipfel am Kamm nahe der Tanečnice. |
| Magurka | 1.068 | Radhošťský hřbet | Bewaldeter Gipfel abseits der Hauptrouten, nach unserem Stand ohne markierten Zugang. |
| Velký Polom | 1.067 | Zadní hory | Am markierten Hauptkamm entlang der tschechisch-slowakischen Grenze, frei zugänglich. |
| Malý Polom | 1.061 | Zadní hory | Am markierten Hauptkamm entlang der Grenze, frei zugänglich. |
| Velká Stolová | 1.057 | Radhošťský hřbet | Nahe dem markierten Weg Pustevny–Kněhyně, nach unserem Stand zugänglich. |
| Slavíč | 1.056 | Ropická rozsocha | Am Grenzkamm, nach unserem Stand über den markierten Kammweg. |
| Nořičí hora | 1.047 | Radhošťský hřbet | Bewaldeter Gipfel nahe der Kněhyně, nach unserem Stand ohne markierten Zugang. |
| Ostrý | 1.045 | Ropická rozsocha | Am Grenzkamm, nach unserem Stand über den markierten Kammweg. |
| Zmrzlý vrch | 1.043 | Radhošťský hřbet | Bewaldeter Gipfel abseits der Wege, nach unserem Stand ohne markierten Zugang. |
| Burkův vrch | 1.032 | Zadní hory | Am Grenzkammweg oder in seiner Nähe, nach unserem Stand zugänglich. |
| Javorový (Javorový vrch) | 1.031 | Ropická rozsocha | Markiert, frei zugänglich; Berghütte und Skipiste (früher mit Seilbahn). |
| Burkův vrch Z | 1.022 | Zadní hory | Nebengipfel am Kamm. |
| Smrčina | 1.015 | Ropická rozsocha | Bewaldeter Gipfel, nach unserem Stand nur über den Kamm erreichbar. |
| Čuboňov | 1.014 | Zadní hory | Am Grenzkammweg oder in seiner Nähe, nach unserem Stand zugänglich. |
| Slavíč JV | 1.011 | Ropická rozsocha | Nebengipfel am Kamm nahe dem Slavíč. |
| Malá Stolová | 1.009 | Radhošťský hřbet | Nahe dem markierten Weg Pustevny–Kněhyně, nach unserem Stand zugänglich. |
| Šindelná | 1.003 | Ropická rozsocha | Bewaldeter Gipfel, nach unserem Stand ohne markierten Zugang. |
| Nad Kršlí | 1.002 | Zadní hory | Nebengipfel am Grenzkamm. |
Frei und auf markierten Wegen erreichst du vor allem die großen Berge: Lysá hora, Smrk, Radhošť, Radegast, Tanečnice, Velký und Malý Polom, Ropice oder Javorový. Am leichtesten sind Radhošť und Radegast ab Pustevny; mit Kindern und für einen Aussichtsturm eignet sich außerdem der Velký Javorník (918 m), der nicht in dieser Liste der Tausender steht. Kněhyně, Čertův mlýn und Travný dagegen liegen in Naturreservaten und Ruhezonen des Landschaftsschutzgebiets: Entweder führt keine Markierung hinauf, oder der höchste Punkt liegt außerhalb des zugänglichen Gebiets, oder du darfst den Weg nicht verlassen. Bleib deshalb auf den markierten Wegen und respektiere die Einschränkungen zum Schutz des Auerhuhns.
Übernachten in den Beskiden: die besten Standorte zum Wandern
Die praktischsten Standorte sind Ostravice und Frýdlant nad Ostravicí unter der Lysá hora, Rožnov pod Radhoštěm für das Freilichtmuseum und Pustevny sowie Čeladná und Horní Bečva für Ruhe und Wellness. Überall kommst du mit Auto und Bahn hin, zwischen den Ausgangspunkten fährst du nur Minuten. Bezahlt wird in tschechischen Kronen, und auf den Berghütten ist etwas Bargeld nie verkehrt.
- Am günstigsten: ein Bett auf der Hütte oder im Camping, grob 450 bis 800 Kč (ca. 18 bis 32 €) pro Person und Nacht.
- Mittelklasse: Doppelzimmer in einer Pension ab etwa 1.600 bis 2.600 Kč (ca. 64 bis 104 €) mit Frühstück.
- Direkt am Kamm: Hütten auf Pustevny und auf der Lysá hora, von denen du ohne Auto auf die Tour startest.
- Mit Kindern: Rožnov, wo es neben den Bergen auch das Freilichtmuseum und Programm für Regentage gibt.
Aktuelle Preise und Verfügbarkeit vergleichst du über das Unterkunftsangebot in den Beskiden.
Wohin als Nächstes
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- Gebirge in Tschechien: 15 Bergregionen
Häufige Fragen zum Wandern in den Beskiden
Was ist der höchste Berg der Beskiden? Der höchste Berg der tschechischen Beskiden ist die Lysá hora mit 1.324 m (ältere Quellen nennen 1.323 m). Sie ist auch der meistbesuchte Gipfel, oben stehen mehrere Berghütten, darunter die Hütte Bezruč, sowie eine Wetterstation und ein Sendeturm. In den polnischen Beskiden ist die Babia Góra mit 1.725 m noch deutlich höher.
Wo liegen die tschechischen Beskiden? Ganz im Osten Tschechiens, entlang der Grenze zur Slowakei und ein Stück auch zu Polen, grob zwischen Frýdek-Místek, Frenštát pod Radhoštěm und Jablunkov, direkt südlich von Ostrava. Geologisch gehören sie zu den Äußeren Westkarpaten. Der Kern sind die Mährisch-Schlesischen Beskiden, dazu kommen ein kleiner Teil der Schlesischen Beskiden und das Jablunkauer Zwischengebirge.
Wie weit ist es aus Deutschland in die Beskiden? Mit dem Auto sind es von Görlitz rund 430 km, von Dresden gut 460 km (etwa fünf Stunden), von Leipzig und Berlin rund 570 bis 610 km (gut sechs Stunden) und von München oder Nürnberg etwa 660 km (sieben bis siebeneinhalb Stunden) bis Frenštát pod Radhoštěm. Für die tschechischen Autobahnen brauchst du eine elektronische Vignette. Mit der Bahn fährst du meist mit Umstieg in Prag oder Ostrava.
Welche Berge in den Beskiden sind die höchsten? Nach der Lysá hora (1.324 m) folgen der Smrk (1.277 m), die Kněhyně (1.257 m), der Malchor (1.220 m), der Čertův mlýn (1.206 m), der Travný (1.204 m), der Radhošť (1.129 m) und die Ropice (1.082 m). Insgesamt zählen die Mährisch-Schlesischen Beskiden 33 Tausender.
Welche Wanderung in den Beskiden ist gut für Anfänger? Der gemütliche Kammweg von Pustevny zum Radhošť (rund 4 km pro Richtung, auch mit Kinderwagen) oder der Aufstieg auf den Velký Javorník mit Aussichtsturm. Beide sind kurz, haben Aussicht und eine Einkehr. Nach Pustevny kannst du außerdem mit dem Sessellift aus Ráztoka hochfahren.
Wie komme ich auf die Lysá hora? Meist zu Fuß von Ostravice (über den Lukšinec) oder von Krásná. Von Ostravice rechnest du mit etwa zweieinhalb bis drei Stunden Aufstieg und knapp 900 Höhenmetern. Das Auto bleibt auf einem Parkplatz im Tal, eine Seilbahn auf die Lysá hora gibt es nicht; in der Saison fährt an einigen Wochentagen ein Bus aus Raškovice hinauf, Fahrplan vorher prüfen. Die Wege sind markiert und das ganze Jahr über viel begangen.
Kann man in den Beskiden Ski fahren? Ja. Die bekanntesten Skigebiete sind Pustevny und Bílá, dazu kommen kleinere wie Razula in Velké Karlovice oder Mosty u Jablunkova. Ein Tagesskipass in Bílá kostet in der Saison 2026/27 für Erwachsene 920 Kč, grob 37 €. Der Schnee hält am längsten auf den Kämmen um Pustevny und die Lysá hora, prüf die Lage vor der Fahrt trotzdem.
Wo kann man in den Beskiden Langlaufen? Die besten Bedingungen findest du rund um Pustevny und auf den Kämmen Richtung Martiňák, wo gespurte Loipen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden laufen. Die schönsten Abschnitte haben Aussicht auf den Radhošť. Schneelage und Spurung prüfst du vor der Abfahrt.
Wie anstrengend ist Wandern in den Beskiden? Das hängt von der Route ab. Es gibt gemütliche Kammwege für Familien (Pustevny–Radhošť) und steile, lange Aufstiege für Geübte (Smrk, Lysá hora von Ostravice, die große Kammtour). Gipfel über 1.200 m bedeuten echte Höhenmeter, oft 800 bis 900 am Stück, also wähl die Route nach deiner Kondition.
Wann ist die beste Zeit zum Wandern in den Beskiden? Zum Wandern der Sommer und der frühe Herbst, besonders September und Oktober mit bunten Wäldern und weniger Betrieb. Für Ski und Langlauf Januar und Februar. Am schönsten sind die Kämme an klaren Tagen, an denen du bis zur Hohen Tatra siehst. Wenn du kannst, fahr unter der Woche, dann entgehst du den Wochenendmassen auf der Lysá hora und in Pustevny.
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