Aktualizováno 8.10.2026
Korfu fühlt sich an wie ein Stück Italien, das sich ins Ionische Meer verirrt hat. Gut vier Jahrhunderte lang gehörte die Insel Venedig, danach kamen die Franzosen und schließlich die Briten, und anders als fast überall sonst in Griechenland haben die Osmanen hier nie dauerhaft regiert. Das sieht man bis heute: Die Altstadt hat Arkaden wie Padua, die Festungsmauern stammen von einem venezianischen Militärbaumeister und auf dem großen Platz mitten in der Stadt wird Cricket gespielt. Wer nach Korfu Sehenswürdigkeiten sucht, landet deshalb nicht nur bei Stränden (die gibt es natürlich auch, und sie sind großartig). Korfu ist die eine griechische Insel, auf der du einen ganzen Tag in Museen und Festungen verbringen kannst und trotzdem nie das Gefühl hast, vom Meer weg zu sein. Wir haben 20 Orte zusammengestellt, für die sich ein Umweg lohnt. Absichtlich mehr, als in eine Woche passen, damit du auswählen kannst.
Korfu Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
- Die Altstadt von Korfu ist UNESCO-Welterbe (Eintrag Nr. 978, seit 2007). Geschützt ist das gesamte Ensemble aus Stadt und Befestigungen, nicht ein einzelnes Gebäude.
- Das Achilleion ist seit 2026 nur teilweise geöffnet. Wegen Restaurierungsarbeiten kannst du nur die Außenbereiche und die kaiserlichen Gärten besichtigen, das Innere des Palastes nicht (Hinweis auf der offiziellen Seite achillion-corfu.gr, Stand 13. 9. 2026). Plan das ein, bevor du hinfährst.
- Zwei Festungen, nicht eine. Die Alte Festung sitzt auf einem Felsvorsprung im Meer, die Neue thront über dem Hafen, und von beiden hast du einen völlig anderen Blick.
- Der Pantokrator (906 m) ist der höchste Punkt der Insel. Bei klarer Sicht siehst du von oben die albanische Küste und sogar Italien.
- Die verrückteste Küste liegt im Nordwesten. Dort hat das Meer Kanäle und Gänge in den weichen Sandstein gefressen, der bekannteste ist der Kanal der Liebe bei Sidari.
- Paleokastritsa ist der meistfotografierte Ort der Insel und in der Hochsaison zugleich der schlimmste Ort zum Parken. Komm früh am Morgen.
- Vidos liegt zehn Bootsminuten vom Hafen entfernt und wird von den meisten Besuchern komplett übersehen. Wald, ein paar Strände und kaum Menschen.
- Die Küche auf Korfu ist anders als im Rest Griechenlands. Pastitsada, Sofrito und Bourdeto sind venezianisches Erbe und kommen praktisch nur hier auf den Tisch.
Korfu Stadt: Sehenswürdigkeiten in der Altstadt und gleich daneben
Auf Griechisch heißt die Inselhauptstadt Kerkyra, und für uns ist sie die schönste Stadt auf den griechischen Inseln. Nicht die malerischste, das sind die Dörfer auf den Kykladen, aber die spannendste. Bürgerhäuser, Arkaden, ein Theater, Museen und gleich zwei Festungen: Für eine Insel von knapp 600 Quadratkilometern ist das eine ganze Menge.
1. Altstadt und Liston-Promenade
Seit 2007 steht die Altstadt unter der Nummer 978 auf der UNESCO-Welterbeliste, und zwar komplett mitsamt ihren Befestigungen. In der Begründung heißt es, sie sei ein außergewöhnlich gut erhaltenes Beispiel für eine befestigte Hafenstadt am Mittelmeer; die Festungswerke entwarf der venezianische Baumeister Sanmicheli.
Der Liston ist die Arkadenpromenade am Spianada-Platz, die die Franzosen nach dem Vorbild der Pariser Rue de Rivoli bauen ließen. Unter den Bögen reiht sich heute ein Café an das nächste. Der Kaffee ist hier der teuerste der Insel, ein Abend auf der Terrasse ist es trotzdem wert. Am liebsten mögen wir aber gar nicht den Liston selbst, sondern die Gassen dahinter: Zwischen den Häusern hängt Wäsche zum Trocknen, und schon nach zweimal Abbiegen sind alle anderen Touristen verschwunden.

2. Alte Festung (Palaio Frourio)
Sie steht auf einem Felsvorsprung, den ein künstlich ausgehobener Graben von der Stadt trennt, du gehst also tatsächlich über eine Brücke hinein. Ganz oben steht ein Leuchtturm, und von dort überblickst du die ganze Stadt, die Spianada und die albanische Küste. Erst hier oben wird dir klar, wie schmal die Halbinsel ist, auf der die Altstadt sitzt.
Die Festung wird vom griechischen Kulturministerium verwaltet, der Eintritt kostet Geld und die Öffnungszeiten wechseln mit der Saison. Aktuelle Preise und Zeiten prüfst du am besten auf dem offiziellen Ticketportal. Sie ändern sich, und als wir diesen Text geschrieben haben, war das Portal von außen nicht erreichbar, deshalb wollen wir keine Zahlen aus zweiter Hand nennen.
3. Neue Festung (Neo Frourio)
Neu ist sie nur dem Namen nach: Gebaut wurde sie ab dem Ende des 16. Jahrhunderts. Sie liegt über dem alten Hafen, und von außen erkennst du sie an den venezianischen Markuslöwen, die über den Toren in den Stein gehauen sind. Hierher kommen deutlich weniger Leute als zur Alten Festung, und der Blick auf die Stadt ist von hier aus unserer Meinung nach sogar besser, weil du die Alte Festung gleich mit im Bild hast.
4. Kirche des heiligen Spyridon
Der höchste Turm der Stadt gehört der Kirche, in der die Gebeine des heiligen Spyridon liegen, des Schutzpatrons der Insel. Für die Einheimischen ist das keine Touristenattraktion, sondern ein lebendiger Wallfahrtsort. Mehrmals im Jahr werden die Reliquien in einer Prozession durch die Altstadt getragen, und an diesen Tagen steht die Stadt praktisch still. Der Eintritt ist frei, Schultern und Knie sollten bedeckt sein, und drinnen wird nicht fotografiert.
Der Name Spyridon ist auf Korfu so verbreitet, dass er dir in jeder zweiten Taverne begegnet. Wenn auf der Speisekarte „Spiros“ steht, ist genau er gemeint.

5. Museum für Asiatische Kunst
Im Palast des heiligen Michael und Georg am Nordende der Spianada sitzt das Museum für Asiatische Kunst, und es ist der überraschendste Ort der Insel. Ein britischer Palast voller chinesischem Porzellan und japanischer Holzschnitte mitten in Griechenland ist eine ziemlich schräge Kombination, aber die Sammlung ist ernst zu nehmen, und an einem heißen Nachmittag ist das Museum ein angenehm kühler Rückzugsort.
6. Kanoni, Vlacherna und Pontikonisi
Das ist das Bild, das auf jedem Katalog prangt: ein kleines weißes Kloster am Ende eines schmalen Damms und dahinter eine bewaldete Mini-Insel. Das Kloster heißt Vlacherna, das Inselchen Pontikonisi, auf Deutsch Mäuseinsel, und der Legende nach ist es das versteinerte Schiff der Phäaken aus der Odyssee.
Zur Vlacherna läufst du über den Damm, nach Pontikonisi bringt dich ein kleines Boot. Die Halbinsel Kanoni, von der aus alle das Foto machen, liegt rund vier Kilometer vom Zentrum entfernt, und direkt daneben verläuft die Landebahn des Flughafens. Ab und zu donnert also ein Flugzeug ein paar Dutzend Meter über deinen Kopf hinweg.

7. Mon Repos
Eine klassizistische Villa in einem Park oberhalb von Kanoni. Gebaut hat sie ein britischer Hochkommissar, später gehörte sie der griechischen Königsfamilie. Hier wurde Prinz Philip geboren, der spätere Ehemann von Elisabeth II. Heute ist drinnen ein Museum, und drumherum erstreckt sich ein weitläufiger Park mit antiken Ruinen, schattigen Wegen und einer Treppe hinunter zum Meer. Wir kommen vor allem wegen des Parks: Im Sommer gibt es rund um die Stadt keinen kühleren Ort.
8. Insel Vidos
Die grüne Insel liegt direkt gegenüber dem alten Hafen, mit dem Boot sind es zehn Minuten, und trotzdem fährt kaum jemand hin. Es gibt dort keine Hotels und keine Straßen, nur Kiefernwald, ein paar Kiesstrände, eine Taverne und ein Mausoleum für serbische Soldaten, die im Ersten Weltkrieg aus Albanien hierher evakuiert wurden. Für uns ist Vidos der beste Halbtagesausflug ab Korfu Stadt, und es ist uns ein Rätsel, warum die Insel in den meisten Listen fehlt.
Achilleion und Korfu Sehenswürdigkeiten im Süden
Was lohnt sich im Süden der Insel? Sisis Palast und eine Landschaft, die mit dem Rest von Korfu wenig gemeinsam hat.
9. Achilleion in Gastouri
Den Palast ließ sich Kaiserin Elisabeth von Österreich bauen, die die meisten als Sisi aus den Sissi-Filmen kennen. Er liegt zehn Kilometer von der Inselhauptstadt entfernt. Nach ihrem Tod kaufte ihn der deutsche Kaiser Wilhelm II., und heute ist das Achilleion die meistbesuchte Sehenswürdigkeit der Insel. Das Highlight sind nicht die Innenräume, sondern die Terrassengärten mit Blick über die ganze Bucht und die Statue des sterbenden Achill.
Bevor du hinfährst, lies das hier. Auf der offiziellen Website des Achilleion steht derzeit, dass wegen Restaurierungsarbeiten nur die Außen- und Freiflächen sowie die kaiserlichen Gärten zugänglich sind (Stand 13. 9. 2026). Im Klartext: Das Innere des Palastes siehst du im Moment nicht. Das heißt nicht, dass sich die Fahrt nicht lohnt, Gärten und Aussicht sind für sich schon einen Besuch wert. Es heißt aber, dass du nachfragen solltest, was genau besichtigt wird, wenn dir jemand im Hotel einen Ausflug „in den Palast“ verkaufen will. Tickets und den aktuellen Stand findest du auf achillion-corfu.gr.
10. Korission-See und die Dünen im Süden
Das südliche Drittel von Korfu ist flach und ganz anders als der Rest der Insel. Fast den ganzen Raum nimmt die Lagune Korission ein, 427 Hektar groß und vom Meer nur durch einen schmalen Strandstreifen getrennt. Sie ist Natura-2000-Schutzgebiet, hier wurden über 120 Vogelarten gezählt, und an die Dünen, die stellenweise höher als 15 Meter sind, schließt ein ungewöhnlicher Wacholderbestand an, den die Einheimischen Zedernwald nennen.
Auf der Meerseite liegen die langen Sandstrände Halikounas und Issos, an denen es nichts gibt außer Sand und Wind. Wir fahren hin, wenn wir von Ferienorten genug haben: Von Korfu Stadt ist es etwa eine Stunde mit dem Auto, und selbst in der Hauptsaison triffst du hier eher Fischer als Leute mit Luftmatratze.
Korfu Sehenswürdigkeiten an der Westküste
Der Westen von Korfu ist dramatisch. Die Hügel fallen direkt ins Meer, die Straßen winden sich, und zwischen den Buchten kommst du nur langsam voran. Wer eine einzige Tagestour mit dem Mietwagen plant, sollte sie hier machen.
11. Paleokastritsa und das Kloster über den Buchten
Sechs Buchten nebeneinander, türkisfarbenes Wasser und Zypressen bis hinunter ans Ufer. Paleokastritsa ist der bekannteste Ort auf Korfu, und im August merkst du das. Oberhalb der Buchten steht das Kloster Theotokos aus dem 13. Jahrhundert, der Eintritt ist frei, Schultern und Knie sollten bedeckt sein, und von der Terrasse überblickst du die ganze Küste.
Vom Strand aus fahren kleine Boote zu den Meereshöhlen in der Umgebung. Das ist einer der wenigen organisierten Ausflüge, die für uns Sinn ergeben, weil du anders gar nicht zu den Höhlen kommst. Wir sind hier immer früh am Morgen, gegen neun, wenn man noch einen Parkplatz findet und das Wasser spiegelglatt ist. Gegen Mittag ist es ein ganz anderer Ort.

12. Angelokastro
Eine byzantinische Festung aus dem 13. Jahrhundert auf einem Felsen 300 Meter über dem Meer, ein Stück oberhalb von Paleokastritsa. Viel ist nicht übrig, im Grunde die Außenmauern, eine in den Fels gehauene Zisterne und eine Höhlenkapelle, aber der Ausblick ist der beste der ganzen Insel. An klaren Tagen siehst du von hier die Alte Festung in Korfu Stadt, und das ist kein Zufall: Die beiden Festungen sollten sich gegenseitig Signale geben.
Hinauf führt eine Steintreppe, ein kurzer, aber steiler Aufstieg. In der Mittagshitze macht das wenig Spaß, nimm Wasser mit.
13. Bella Vista und die Aussichtspunkte über Lakones
Die Straße von Paleokastritsa hinauf ins Dorf Lakones ist für sich schon ein Grund, auf Korfu ein Auto zu mieten. Unter dir öffnet sich der Blick auf die Buchten von oben, und an mehreren Stellen gibt es an der Straße Terrassen mit Cafés. Die bekannteste heißt Bella Vista. Ja, es ist ein Touristenstopp, und alle wissen davon, aber die Aussicht funktioniert einfach.
14. Porto Timoni und das Dorf Afionas
Ein Doppelstrand auf einer schmalen Landenge zwischen zwei Buchten: Du kannst auf beiden Seiten baden, und jede hat eine etwas andere Wasserfarbe. Einer der schönsten Orte der Insel und zugleich einer der unbequemsten. Geparkt wird in Afionas, hinunter geht es über einen steilen, steinigen Pfad, und am Strand gibt es absolut nichts, keinen Schatten, kein Wasser, keine Bar.
Genau deshalb ist es dort auch in der Saison spürbar leerer als unten in den Ferienorten. Zieh feste Schuhe an, nimm genug Wasser mit und geh nicht in der prallen Mittagssonne hinunter.

15. Kaiserthron über Pelekas
Ein Aussichtspunkt auf dem Bergrücken über dem Dorf Pelekas, wo sich Kaiser Wilhelm II. eine Plattform bauen ließ, um die Sonnenuntergänge zu beobachten. Es ist einer der wenigen Orte auf Korfu, von denen du beide Seiten der Insel gleichzeitig siehst, die Ost- und die Westküste. Kleiner Umweg, große Wirkung, und er passt problemlos in die Fahrt von Korfu Stadt zu den Stränden im Westen.
Korfu Sehenswürdigkeiten im Norden
Was gibt es im Norden von Korfu zu sehen? Eigentlich überall etwas. Du musst nur langsam fahren und die Augen offen halten.
16. Kanal der Liebe bei Sidari
Im Norden besteht die Küste aus weichem Sandstein, und das Meer hat daraus über Jahrtausende Gänge, Türme und schmale Durchfahrten geformt. Am bekanntesten ist der Canal d’Amour bei Sidari, ein Kanal zwischen zwei Felswänden. Der Legende nach bleibt ein Paar, das gemeinsam hindurchschwimmt, für immer zusammen.
Ehrlich gesagt ist es dort in der Hauptsaison ziemlich voll, und die Legende ist eine moderne Erfindung. Genauso ehrlich: Die Felsen sehen aus, als gehörten sie zu einer ganz anderen Insel, und morgens oder gegen Abend, wenn das Licht von der Seite kommt, ist das einer der fotogensten Orte in Griechenland. Uns persönlich gefallen die Felsformationen ein Stück daneben besser, wo niemand für ein Foto Schlange steht.
17. Kap Drastis und der Strand Logas bei Peroulades
Der nördlichste Zipfel der Insel: Weiße Klippen fallen senkrecht ins Meer, dazwischen ragen scharfe Felsgrate heraus. Unter den Klippen liegt der schmale Strand Logas, zu dem eine Treppe hinunterführt, und darüber die Terrasse einer Bar, von der du direkt nach unten schaust. Das ist ein Ort für den Sonnenuntergang und einer der wenigen auf Korfu, für die du wirklich am Abend kommen solltest.
Das letzte Stück zum Kap Drastis ist eine Schotterpiste, mit einem tiefergelegten Auto brauchst du es gar nicht erst zu versuchen. Park lieber vorher und lauf die paar Minuten.

18. Pantokrator, der höchste Punkt der Insel
906 Meter, der höchste Berg von Korfu, und auf dem Gipfel ein Kloster aus dem 17. Jahrhundert, umzingelt von Sendemasten. Der Kontrast ist ziemlich krass, und die meisten Fotos verschweigen ihn. Hinauf lohnt es sich trotzdem: Bei guter Sicht siehst du die albanische Küste, im Süden die Ionischen Inseln und manchmal sogar das italienische Festland.
Hinauf führt eine schmale Asphaltstraße ab Strinylas, und die willst du weder im Dunkeln noch mit einem Bus im Gegenverkehr fahren. Fahr früh am Morgen los, dann ist die Luft klar und die Straße leer. Wer lieber wandert, kann zu Fuß von Alt-Perithia aufsteigen.
19. Alt-Perithia
Ein verlassenes Bergdorf am Nordhang des Pantokrator, das älteste der Insel. Die Bewohner zogen hinunter ans Meer, als keine Piratengefahr mehr drohte und der Tourismus begann. Zurück blieben einige Dutzend Steinhäuser, von denen ein Teil in den letzten Jahren restauriert wird. Es gibt zwei, drei Tavernen, ansonsten Stille.
Das ist unser Lieblingsort auf Korfu und der Grund, warum es sich lohnt, das Hotel auch mal zu verlassen. Nach Sidari im August fühlt sich Alt-Perithia an wie ein anderes Land.
20. Kassiopi im Nordosten
Ein Fischerhafen an der Nordostspitze der Insel, von dem aus die albanische Küste zum Greifen nah ist. Rund um den Hafen reihen sich Tavernen direkt am Wasser, und über dem Ort erheben sich auf einem Hügel die Reste einer Burg: Der Kern der Mauern ist byzantinisch, später verstärkten ihn die Venezianer, und bis heute stehen die Außenmauern mit einem Tor. Hinauf gehst du auf dem Weg ab der Kirche Panagia Kassopitra, nach der der Ort benannt ist.
Kassiopi ist einer der wenigen Orte im Norden, die zugleich lebendiges Dorf und Ferienort sind. Ringsum liegen mehrere kleine Kiesbuchten, und von hier aus hast du es am nächsten für eine Rundfahrt entlang der Nordostküste.
Wo übernachten, wenn du die Korfu Sehenswürdigkeiten sehen willst
Von Deutschland aus ist Korfu leicht zu erreichen. In der Saison fliegen Ferienflieger wie Condor oder Eurowings von mehreren deutschen Flughäfen direkt auf die Insel; welche Städte gerade angeflogen werden, ändert sich von Sommer zu Sommer, also schau in den aktuellen Flugplan. Wer mit dem eigenen Auto kommen will, nimmt eine Fähre aus Italien, Abfahrtshäfen und Fahrpläne prüfst du am besten direkt bei den Reedereien.
Für die Unterkunft reicht hier eine Faustregel: Wer vor allem wegen der Orte aus dieser Liste kommt, wohnt am besten in der Nähe der Inselhauptstadt oder an der Ostküste. Von dort hast du es am kürzesten auf beide Seiten der Insel.
Die beste Mischung aus Sehenswürdigkeiten und Ruhe bieten unserer Meinung nach ein paar Nächte direkt in der Altstadt. Dort gibt es Pensionen in venezianischen Häusern, und abends, wenn die Läden schließen, ist die Stadt fast leer. Suchen kannst du hier nach Unterkünften in Korfu Stadt. Wer näher an der Westküste und an Paleokastritsa sein möchte, probiert es mit Unterkünften in Paleokastritsa, und für den Norden und Touren zum Pantokrator passen Unterkünfte in Acharavi.
Häufige Fragen zu den Korfu Sehenswürdigkeiten
Was kann man auf Korfu an einem Tag sehen?
Wenn du nur einen Tag hast, gib ihn der Inselhauptstadt. Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe, beide Festungen, die Spyridon-Kirche und das Museum für Asiatische Kunst erreichst du zu Fuß, und am Nachmittag fährst du hinaus nach Kanoni zum Blick auf Vlacherna und Pontikonisi. Mit Auto kannst du noch das Achilleion anhängen, es liegt zehn Kilometer entfernt.
Ist das Achilleion auf Korfu geöffnet oder geschlossen?
Teilweise geöffnet. Auf der offiziellen Website achillion-corfu.gr steht, dass wegen Restaurierungsarbeiten nur die Außenbereiche und die kaiserlichen Gärten zugänglich sind (Stand 13. 9. 2026). Das Innere des Palastes kannst du also derzeit nicht besichtigen. Gärten, Statuen und der Blick über die Bucht sind zugänglich und für sich schon einen Besuch wert, aber du solltest es vorher wissen.
Was ist der schönste Ort auf Korfu?
Am meisten fotografiert wird Paleokastritsa an der Westküste, und der bekannteste Blick ist der auf das Kloster Vlacherna und die Mäuseinsel Pontikonisi bei Kanoni. Uns persönlich gefallen das verlassene Bergdorf Alt-Perithia unterhalb des Pantokrator und der Doppelstrand Porto Timoni bei Afionas am besten, weil es an beiden Orten auch in der Saison ruhig ist.
Wie viele Festungen gibt es in Korfu Stadt?
Zwei, die du besichtigen kannst: die Alte Festung auf einem Felsvorsprung, durch einen künstlichen Graben von der Stadt getrennt, und die Neue Festung über dem alten Hafen, die ab dem Ende des 16. Jahrhunderts gebaut wurde. Die UNESCO führt das gesamte befestigte Stadtensemble, nicht einzelne Bauten. Beide kosten Eintritt und haben saisonale Öffnungszeiten.
Lohnt sich die Fahrt auf den Pantokrator?
Ja, wenn die Luft klar ist. Aus 906 Metern siehst du die albanische Küste, die südlichen Ionischen Inseln und bei außergewöhnlich guter Sicht sogar Italien. Hinauf führt eine schmale Asphaltstraße ab Strinylas, fahr sie also nicht im Dunkeln. Auf dem Gipfel steht ein Kloster aus dem 17. Jahrhundert und gleich daneben Sendemasten, ein Postkartenmotiv wird der Gipfel also nicht.
Was ist der Kanal der Liebe auf Korfu?
Ein schmaler natürlicher Kanal zwischen Sandsteinfelsen beim Ferienort Sidari im Norden von Korfu. Der Legende nach bleibt ein Paar, das gemeinsam hindurchschwimmt, für immer zusammen. In der Hauptsaison ist es dort voll, aber die Felsformationen entlang der Küste daneben sind genauso spannend und meistens leer.
Kann man Korfu an einem Tag mit dem Auto umrunden?
Theoretisch ja, praktisch raten wir davon ab. Die Insel ist über 60 Kilometer lang, die Bergstraßen sind eng und kurvig, und die Fahrt vom Süden in den Norden dauert mit kurzen Stopps den größten Teil des Tages. Besser teilst du es in zwei Touren auf, eine in den Norden und eine in den Westen.
Was sollte man auf Korfu essen?
Die Küche auf Korfu ist venezianisches Erbe und unterscheidet sich vom Rest Griechenlands. Pastitsada ist Fleisch in einer würzigen Tomatensoße mit Nudeln, Sofrito ist Kalbfleisch mit Knoblauch, Essig und Petersilie, und Bourdeto ist Fisch in scharfer Paprikasoße. Das typische Mitbringsel ist Kumquat-Likör aus der kleinen Zitrusfrucht, die in Griechenland praktisch nur hier angebaut wird.
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