Albanien · 1.2.2026

Ksamil Strände: Buchten, Inseln und Tipps für die Malediven Europas

Albánie Ksamil

Aktualizováno 27.9.2026

Irgendwann in den letzten Jahren hat jeder in unserem Bekanntenkreis angefangen, von Albanien zu schwärmen, und fast immer fiel dabei derselbe Name: Ksamil. Wir waren inzwischen mehrmals dort und verstehen den Hype. Die Ksamil Strände mit ihrem hellen Sand, dem türkisfarbenen Wasser und den kleinen Inseln direkt vor dem Ufer haben dem Ort den Spitznamen „Malediven Europas“ eingebracht. Ehrlich gesagt gilt das für uns aber vor allem außerhalb der Hochsaison. Aus dem ehemaligen Fischerdorf ist ein richtiger Badeort geworden, und im August merkst du das an jeder Ecke. Welche Strände sich wirklich lohnen, wie du von Deutschland aus hinkommst und was du in der Umgebung sehen solltest, erfährst du hier.

Ksamil Strände auf einen Blick

  • Die Ksamil Strände gehören mit ihrem glasklaren, türkisfarbenen Wasser zu den schönsten in ganz Europa, der Boden ist meist heller Sand oder feiner Kies.
  • Beste Reisezeit ist Mai bis September, am angenehmsten sind Juni und September, wenn weniger los ist.
  • Nicht verpassen solltest du die antike Stätte Butrint (UNESCO), die Quelle Syri i Kaltër (Blue Eye), einen Ausflug zu den Ksamil-Inseln und versteckte Strände wie Gjipe oder Laguna.
  • Anreise ab Deutschland am einfachsten per Direktflug nach Korfu und dann mit der Fähre nach Saranda (rund 14 Straßenkilometer von Ksamil), alternativ über Tirana. Zwischen Saranda und Ksamil fährt ein günstiger Linienbus.

Ksamil in Albanien: Warum sich die Reise lohnt

Ksamil liegt ganz im Süden Albaniens auf einer schmalen Halbinsel zwischen dem Ionischen Meer und dem Butrint-See. Bis Saranda sind es auf der Straße etwa 14 Kilometer, zur griechischen Grenze am Übergang Qafë Botë rund 24. Genau diese Lage macht den Unterschied zum Norden des Landes: Während die Küste bei Durrës und Shëngjin flach und eher grau ist, hast du hier helle Buchten, Pinienhaine bis ans Wasser und vier kleine Inseln, zu denen du fast hinüberschwimmen kannst. Aus dem früheren Fischerdorf ist in den letzten zehn Jahren ein beliebter Badeort geworden, und in der Hochsaison ist es entsprechend voll. Das Wasser aber ist tatsächlich so klar und so türkis, wie es die Fotos versprechen.

Ksamil, Saranda oder ein anderer Badeort?

Unter den albanischen Badeorten ist Ksamil für uns klar vorn. Durrës wirkt mit seinem Hafen ziemlich industriell, Vlora ist nett, aber groß und laut, und auch Saranda ist eher Stadt als Strandort. Ksamil hat sich trotz aller Neubauten etwas vom Charme eines Bilderbuchdorfs bewahrt.

Was dich hier erwartet:

  • Das schönste Meer des Landes: Das Ionische Meer ist hier klarer und wärmer als die Adria im Norden Albaniens.
  • Alles an einem Tag: Morgens schwimmst du im türkisen Wasser, nachmittags läufst du durch die antiken Ruinen im benachbarten Butrint (UNESCO), und abends schaust du dir den Sonnenuntergang mit Blick auf Korfu an.
Ksamil in Albanien

Beste Reisezeit für Ksamil und das Wetter im Jahresverlauf

Wir fahren am liebsten außerhalb der Hauptsaison an solche Orte, gern auch im Frühling, im Herbst oder im Winter, wenn wir uns den eigenen Winter ein bisschen verkürzen wollen. Wann Ksamil am schönsten ist, hängt davon ab, was du dir vom Urlaub erwartest. Zur Orientierung beim Wasser: Satellitendaten für das nahe Saranda zeigen im Mittel etwa 19 °C im Mai, knapp 23 °C im Juni, gut 25 °C von Juli bis September und um 22 °C im Oktober (Durchschnittswerte von seatemperature.org, keine amtlichen Messungen).

  • Frühling (April bis Juni): Ideal, wenn du Albanien grün und blühend erleben willst. Im Mai wird es spürbar wärmer, im Juni hast du schon sommerliche 28 °C und ein angenehmes Meer, aber noch keine Massen. Die Preise sind moderat, und das Wetter passt perfekt für Ausflüge zu antiken Stätten oder in die Natur.
  • Sommer (Juli und August): Hochsaison mit Hitze und dem wärmsten Wasser, dafür sind Strände und Restaurants voll. Es ist am meisten los und alles hat geöffnet, aber die Preise sind am höchsten und Ruhe findest du in dieser Zeit nicht.
  • Herbst (September und Oktober): Der September ist für viele der beste Monat: Das Meer ist noch warm, die Luft angenehmer, und die Urlauber werden weniger. Im Oktober endet die Saison, die Preise fallen deutlich, aber das Wetter wird unberechenbarer und viele Betriebe schließen.
  • Winter (November bis März): Für einen klassischen Badeurlaub ist das nichts, der Ort ist wie ausgestorben und die meisten Lokale haben zu. Wenn du totale Ruhe suchst und dich Temperaturen um 10 bis 15 °C nicht stören, ist das ein besonderes Erlebnis. Als Basis eignet sich dann aber das benachbarte Saranda besser.

Unterkunft in Ksamil: Wo du am besten wohnst

Bei der Suche nach einer Unterkunft in Ksamil musst du dich nicht scheuen, auch mal etwas Besseres zu buchen, etwa ein Hotel oder ein Resort. Vollpension brauchst du dabei nicht: In den Lokalen im Ort isst du deutlich günstiger und hast oft auch noch viel Spaß mit den Einheimischen (nur beim Gratis-Raki solltest du aufpassen, der hat es wirklich in sich).

  • Hotels und Resorts: Wenn du richtig Urlaub machen willst, buch dir ein Hotel wie das Poda Boutique Hotel direkt am Meer mit eigenem Strand oder das moderne Bougainville Bay Resort (das allerdings schon zu Saranda gehört). Suchst du eher eine familiäre Atmosphäre und Gastgeber, die sich persönlich kümmern, probier Rapo’s Resort.
  • Apartments und Mittelklasse: Die meisten Urlauber wohnen in Apartments wie der Vila Ariana oder dem Apartment Erjon, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten (grob 40 bis 60 Euro pro Nacht, je nach Saison). Viele davon liegen mitten im Ort, nur ein paar Schritte vom Strand entfernt.

Die schönsten Ksamil Strände

Wenn Ksamil auf deiner Bucket List steht, dann wahrscheinlich wegen der Strände. Bei uns war es genauso. Die Ksamil Strände sind wirklich atemberaubend, aber am besten kommst du vor der Hauptsaison, ruhig schon Ende Mai. Warum? Im Hochsommer ist es brechend voll, für zwei Liegen mit Schirm werden oft 10 bis 20 Euro am Tag verlangt, und außerhalb der vermieteten Liegen bleibt kaum Platz für ein Handtuch. Und viele Menschen bedeuten leider auch schmutzigere Strände und trüberes Wasser.

Außerdem muss ein Tag in Ksamil nicht nur aus Sonnenbaden bestehen.

  • Schnorcheln und Tauchen: Das Wasser ist so klar, dass du weit in die Tiefe siehst. Die meisten Fische entdeckst du an den Felsen rund um den Monastery Beach oder direkt bei den Inseln.
  • Kajak und Stand-up-Paddling: Leih dir ein Boot oder ein Board und paddle zu leeren Stränden oder in versteckte Buchten, die du zu Fuß nicht erreichst.
  • Ausflüge zu den Inseln: Lass dich mit einem Wassertaxi zu den nahen Inselchen bringen. Dort ist etwas weniger los als an den Hauptstränden, und das Baden ist herrlich.
  • Wanderungen an der Küste: Lauf ein paar Kilometer den Küstenpfad entlang. Unterwegs hast du die schönsten Ausblicke auf Korfu und kleine, versteckte Buchten.
  • Sonnenuntergang auf dem Boot: Gönn dir eine Abendfahrt mit einem Glas Wein. Zuzusehen, wie die Sonne im Meer versinkt, gehört im Sommer einfach dazu.
Beispiele für Ausflüge und Touren rund um Ksamil in Albanien

Der Hauptstrand von Ksamil (Ksamil Beach)

Der Hauptstrand ist das Herz des Ortes und zugleich sein belebtester Abschnitt. Er zieht sich über mehrere Hundert Meter, hat feinen Sand, einen flachen Einstieg ins Wasser und alles, was man für einen Strandtag braucht. Für Familien mit Kindern ist er ideal, weil das Wasser hier seicht und ruhig ist.

Von diesem Strand aus hast du den besten Blick auf die Inseln, zu denen du auch hinüberfahren kannst. Unsere klare Empfehlung: Leih dir ein Tretboot oder ein kleines Boot für mindestens zwei Stunden und fahr ein bisschen die Küste entlang. Du wirst es nicht bereuen, für uns war das eines der schönsten Erlebnisse in Ksamil.

Strand in Ksamil, Albanien

Bora Bora Beach

Ja, du hast richtig gelesen: Ksamil hat seinen eigenen Bora Bora Beach. Den Namen verdankt der Strand seiner Schönheit, die es angeblich mit der berühmten Insel in Französisch-Polynesien aufnehmen kann. Er liegt südlich vom Hauptstrand und hat noch klareres Wasser und noch feineren Sand.

Bora Bora ist sehr gepflegt und gut ausgestattet. Es gibt stylische Strandbars, gute Restaurants und moderne Einrichtungen. Die Stimmung ist etwas lebhafter und jünger als am Hauptstrand, abends finden oft Beachpartys und Livemusik statt.

Lori Beach

Lori Beach gehört zu den fotogensten Stränden in Ksamil. Er liegt in einer flachen Bucht, die auf beiden Seiten von Felsen geschützt wird, und genau das sorgt für diese perfekte Kulisse. Das Wasser ist unglaublich klar und schimmert in allen Blautönen, die du dir vorstellen kannst. Ein großer Pluspunkt ist der flache Einstieg ins Meer, was den Strand ideal für kleine Kinder macht. Das Wasser ist ruhig und warm, perfekt für lange Badetage.

Der einzige Nachteil kann die Erreichbarkeit sein. Der Strand liegt etwas abseits und der Weg dorthin ist schmal. Vom Zentrum aus bist du trotzdem in 10 bis 15 Minuten zu Fuß dort. Parkplätze gibt es nur wenige, zu Fuß zu kommen ist also die bessere Wahl.

Plazhi i Ksamilit

Plazhi i Ksamilit ist ein weiterer Tipp an der Südküste, den du vor allem wegen der ruhigeren Atmosphäre schätzen wirst. Der Abschnitt liegt etwas weiter vom Zentrum entfernt, das heißt weniger Trubel und mehr Privatsphäre. Wichtig zu wissen: Der albanische Name bedeutet wörtlich einfach „Strand von Ksamil“ und wird auf Karten und Schildern für verschiedene Abschnitte verwendet, frag also vor Ort lieber nach, wohin genau du willst.

Das Schönste hier ist der Blick auf die griechische Insel Korfu, die zum Greifen nah wirkt. Vor allem bei Sonnenuntergang, wenn sich der Himmel rosa und orange färbt, ist die Aussicht einfach magisch. Ein perfekter Ort für romantische Abende.

Monastery Beach (Plazhi i Manastirit)

Monastery Beach, auf Albanisch Plazhi i Manastirit, ist ein verstecktes Juwel nördlich von Ksamil. Er liegt am Ende einer tief eingeschnittenen Bucht und ist nach einem nahen Kloster benannt. Das Erlebnis ist hier ein völlig anderes als an den belebten Stränden im Ortszentrum.

Der Zugang führt über eine steile Zufahrt, aber der Ausblick am Ende lohnt sich auf jeden Fall. Hohe Klippen rahmen den Strand ein und sorgen für eine dramatische Kulisse. Das Wasser ist tief und ideal zum Schnorcheln, du siehst jede Menge Fische und Unterwasserleben.

Ksamil-Inseln aus der Luft, Albanien

Möwenstrand (Plazhi i Pulëbardhës)

Der Möwenstrand ist bei Einheimischen beliebt, und das ist immer ein gutes Zeichen. Er liegt etwa drei Kilometer nördlich des Ortszentrums (mit dem Auto rund vier Kilometer) und ist von Felsen und steilen Hängen umgeben. Dadurch wirkt er sehr intim, auch wenn er ziemlich gut besucht sein kann.

Ein großes Plus ist das hervorragende Fischrestaurant. Die Einheimischen sagen, es sei einer der besten Orte für frische Austern, Oktopus oder Fischspezialitäten. Die Preise sind fair und die Portionen großzügig.

Wenn du einen guten Platz willst, sei spätestens um neun Uhr morgens da. Danach sind die Liegen schnell belegt. Auch Parkplätze sind knapp, komm also entweder sehr früh oder erst am Nachmittag, wenn ein Teil der Leute schon wieder geht.

Spiegelstrand (Plazhi i Pasqyrave)

Seinen Namen hat der Spiegelstrand vom unglaublich ruhigen, klaren Wasser, in dem sich die Landschaft spiegelt. Auch er ist bei Albanern beliebt, die am Wochenende hierherkommen. Er liegt nördlich von Ksamil, gleich in der Nähe des Möwenstrands, und ist etwas schwieriger zu erreichen.

Zum Strand führt eine schlechte Schotterpiste, die für größere Autos nicht geeignet ist. Alternativ kommst du über eine Treppe von der Hauptstraße zu Fuß hinunter. Sie endet am südlichen Teil des Strandes, der vom Hauptabschnitt durch einen Felsen getrennt ist, der ein paar Meter ins Meer ragt.

Paradiesstrand (Plazhi i Parajsës)

Der Paradiesstrand liegt am Südrand von Ksamil und trägt seinen Namen zu Recht. Er ist etwas ruhiger als der Hauptstrand im Zentrum, was du vor allem in der Hochsaison zu schätzen weißt. Feiner Sand und ein flach abfallender Boden machen ihn ideal für Familien mit Kindern.

Der Vorteil hier: Du darfst deinen eigenen Sonnenschirm mitbringen, was in Ksamil ziemlich selten ist. An den meisten Stränden musst du Liegen mieten, eigene Ausrüstung ist dort nicht gern gesehen. Wenn du also Ksamil Strände ohne Liegen suchst oder einfach sparen willst, bist du hier richtig.

Pema e Thatë (Strand am trockenen Baum)

Pema e Thatë liegt an der Südspitze der Halbinsel von Ksamil, so nah an Korfu, dass du den Urlaubern auf der griechischen Seite fast zuwinken könntest. Der Name bedeutet „trockener Baum“: Früher stand hier ein abgestorbener Baum, der zum Wahrzeichen der Gegend wurde.

Du erreichst den Strand über eine befahrbare Piste, vom Ortszentrum sind es auf der Straße knapp vier Kilometer. Ein großer Teil der zerklüfteten Küste ist hier von einer Promenade mit Liegen und Sonnenschirmen gesäumt. Es gibt auch ein paar Bars und Restaurants für einen Snack oder ein Mittagessen.

Laguna Beach

Laguna Beach ist ein echter Geheimtipp und ein Rückzugsort fernab der Menschenmassen in Ksamil. Die Zufahrt zu finden ist eine kleine Herausforderung: Fahr auf der Schotterstraße Richtung Pema e Thatë und bieg vor der Anlage Arameras links ab.

Der Strand liegt auf einer etwa 500 Meter langen Landzunge an der Mündung des Vivari-Kanals, der den Butrint-See mit dem Ionischen Meer verbindet. Hier trifft Süßwasser auf Salzwasser, was ein ganz eigenes Ökosystem entstehen lässt. Vom Strand aus ist es nur ein Katzensprung zur Festung von Ali Pascha Tepelena.

Gjipe Beach

Für Abenteuerlustige ist Gjipe Beach ein absolutes Muss. Der Strand liegt zwischen Dhërmi mit dem Strand Drymades und Himara, auf der Straße knapp 80 Kilometer nördlich von Ksamil, also eher etwas für einen ganzen Tag. Weil du ihn nur zu Fuß oder per Boot erreichst, gehört er zu den am wenigsten besuchten Stränden der ganzen Region.

Der Landweg führt über einen anspruchsvollen Pfad, der dich durch eine tiefe Schlucht bis ans Meer bringt. Rechne mit etwa 30 bis 40 Minuten und festen Schuhen, eine gewisse Grundkondition schadet nicht. Alternativ lässt du dich mit dem Boot von Himara oder Drymades hinbringen.

Die Ksamil-Inseln: Hier liegen die Malediven Europas

Wenn jemand von den Malediven Europas spricht, meint er vor allem die kleinen Inseln vor der Küste von Ksamil. Sie sind wunderschön, und ihretwegen haben sich so viele Reisende in diesen Ort verliebt. Wie kommst du hin und worauf solltest du achten?

Die Zwillingsinseln (Ishujt Binjakë)

Die Zwillingsinseln sind das bekannteste und meistfotografierte Motiv in ganz Ksamil. Eigentlich sind es zwei kleine Inseln, die durch eine schmale, flache Sandbank verbunden sind, über die du zu Fuß hinüberwaten kannst. Diese Kombination ergibt eine der schönsten Kulissen an der ganzen Küste.

Auf die Inseln kommst du mit dem Wassertaxi vom Hauptstrand, rechne mit ungefähr 5 bis 10 Euro pro Person. Die Fahrt dauert nur ein paar Minuten. Du kannst auch hinüberschwimmen, es sind etwa 500 Meter vom Ufer, anstrengend, aber für geübte Schwimmer machbar. Achte dabei auf die Boote, die zwischen Strand und Inseln hin und her fahren.

Weitere Inseln in der Bucht

Neben den Zwillingen liegen in der Bucht noch zwei weitere Inseln, die deutlich weniger touristisch sind. Hin kommst du mit dem SUP, dem Kajak oder einem gemieteten Privatboot. Sie sind die ruhigere Alternative zu den überlaufenen Zwillingsinseln.

Auf einer dieser Inseln gibt es einen kleinen Strand, an dem du ganz ungestört picknicken kannst. Nimm Essen und Getränke mit, denn dort gibt es keinerlei Service. Ein perfekter Ort für einen romantischen Nachmittag oder einen Familienausflug.

Inseln vor Ksamil, Albanien

Sehenswürdigkeiten in Ksamil und Umgebung

Falls du nicht nur am Strand liegen willst, haben wir noch ein paar Tipps aus der Umgebung. Wir selbst halten es am Strand nämlich nie lange aus. Außerdem machen wir unseren Albanienurlaub immer als kleinen Roadtrip, und rund um Ksamil sind wir schon viele Ecken abgelaufen.

Butrint: Antike mitten in der Wildnis

Ein Pflichtprogramm für alle, die sich für Geschichte interessieren, und von Ksamil sind es nur etwa vier Kilometer. Das Gelände steht auf der UNESCO-Welterbeliste und vereint griechische Tempelreste, ein römisches Theater mit toller Akustik und ein Baptisterium mit Mosaiken. Der Eintritt kostet für ausländische Besucher laut offiziellem Ticketportal 1.000 Lek, also grob zehn Euro. Von April bis Oktober öffnet der Park um 8:30 Uhr, und genau dann solltest du da sein, bevor die Busgruppen kommen. Von der venezianischen Festung auf dem Hügel hast du die besten Fotos vom ganzen Areal zwischen See und Meer.

TIPP: Zypern Sehenswürdigkeiten: die 38 schönsten Orte der Insel

Blue Eye (Syri i Kaltër): Eiskaltes türkises Wunder

Eine faszinierende Karstquelle, die aussieht wie eine riesige blaue Pupille. Taucher sind hier bis auf etwa 50 Meter hinabgestiegen, den Grund hat bisher niemand erreicht. Das Wasser hat das ganze Jahr über nur rund 10 °C, Baden im Quelltopf ist also eher etwas für Abgehärtete, im Flüsschen etwas weiter unten kühlen sich aber viele ab. Unter den Bäumen ist es angenehm schattig, und mit dem Auto bist du von Ksamil in knapp einer Stunde dort. Der Eintritt ist mit ungefähr 50 Lek fast symbolisch, fürs Parken zahlst du extra. Im Restaurant an der Quelle solltest du unbedingt frische Forelle probieren.

Blue Eye in Albanien
Blue Eye in Albanien

Korfu: In einer halben Stunde nach Griechenland

Vom nahen Saranda bringt dich die Fähre in rund 30 Minuten nach Korfu, mit langsameren Schiffen dauert es etwas länger. Ein Ticket kostet je nach Anbieter und Saison grob 10 bis 25 Euro pro Strecke, aktuelle Preise und Abfahrten findest du bei den Reedereien. Die Altstadt von Korfu steht auf der UNESCO-Liste und erinnert an Venedig. Zu den größten Highlights gehören das Achilleion, der Sommerpalast von Kaiserin Sisi, und die türkisen Buchten von Paleokastritsa. Denk an deinen Personalausweis oder Reisepass, denn zwischen Albanien und Griechenland wird kontrolliert. Auf der Insel bist du mit Mietwagen oder Roller am flexibelsten.

TIPP: Albanien Sehenswürdigkeiten: 35 Orte, die du gesehen haben musst

Burg Lëkurësi: Der beste Blick auf Saranda

Die osmanische Festung aus dem 16. Jahrhundert thront direkt über Saranda. Von den Mauern siehst du die ganze Küste und Korfu wie auf dem Präsentierteller, und bei unserem Besuch war der Zutritt frei. Für uns ist das der beste Ort in der Gegend, um den Sonnenuntergang zu erleben.

Kloster der Vierzig Heiligen: Ruinen mit Geschichte

Ein historischer Ort über Saranda, dem die Stadt ihren Namen verdankt: „Saranda“ geht auf die griechischen Agioi Saranta, die Vierzig Heiligen, zurück. Vom Kloster sind heute vor allem malerische Ruinen übrig, aber der Ort hat eine starke Atmosphäre, und du hast einen ruhigen, schönen Ausblick weit weg vom Trubel der Promenade.

Die Promenade von Saranda: Hier spielt das Nachtleben

Eine lange Uferpromenade voller Restaurants, Bars und kleiner Läden. Abends ist sie der Treffpunkt für den traditionellen Spaziergang, den Xhiro, bei dem du Einheimische und Urlauber gleichermaßen triffst. Wenn du nach einem Strandtag Abendunterhaltung oder gutes Essen suchst, bist du hier richtig.

Was du in Albanien unbedingt ausprobieren musst

Die Küche auf dem Balkan ist hervorragend und wird dich garantiert überraschen. Trau dich an lokale Spezialitäten und ungewohnte Gerichte. Fisch und Meeresfrüchte werden nach Gewicht verkauft und direkt vor deinen Augen zubereitet. Wenn du es klassisch magst, probier das Restaurant Ksamil am Strand oder den Familienbetrieb Te Vasili mit gemütlicher Atmosphäre und hervorragendem Lamm. Fürs Nachtleben fährst du aber besser nach Saranda: Dort liegen im Sommer Partyboote vor Anker, und Clubs, die bis in den Morgen offen haben, findest du an jeder Ecke.

Was du in Albanien probieren solltest

  • Tavë Kosi: Das Nationalgericht, Lamm im Joghurt überbacken. Cremig und köstlich.
  • Byrek: Herzhafte Teigtasche aus Filo- oder Blätterteig mit Käse oder Fleisch. Du bekommst sie in jeder Bäckerei für wenig Geld.
  • Desserts: Unbedingt Baklava oder Trileçe probieren (ein extrasüßer Kuchen, getränkt in drei Sorten Milch).
  • Kaffee: Wird stark getrunken, ähnlich wie türkischer Mokka. Mit Zucker heißt das me sheqer, ohne pa sheqer.
Albanische Vorspeisenplatte mit Frikadellen, gefüllten Weinblättern und Feta

Geld und praktische Tipps

Bezahlt wird in Lek (ALL). Euro werden zwar fast überall angenommen, aber meist zu einem schlechteren Kurs, heb also lieber am Geldautomaten ab (und achte auf die Gebühren des Automatenbetreibers). Karten nehmen die Hotels, für Eis oder den Markt brauchst du aber Bargeld. Wichtig: Leitungswasser solltest du nicht trinken, kauf lieber Wasser in Flaschen. Albanien ist für uns ein sehr sicheres Reiseland, am Strand solltest du nur deine Sachen im Auge behalten.

Anreise nach Ksamil und unterwegs vor Ort

Von Deutschland aus fliegst du am bequemsten nach Korfu: In der Saison gibt es Direktflüge unter anderem ab Berlin, München, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn und Stuttgart, von dort geht es mit der Fähre nach Saranda. Alternativ landest du in Tirana, dann liegen aber noch rund 260 Straßenkilometer und gut vier Stunden Fahrt vor dir. Mit dem eigenen Auto sind es ab München gut 1.900 Kilometer. Den aktuellen Flugplan und die Preise schaust du am besten direkt bei den Airlines nach.

Ksamil selbst erkundest du entspannt zu Fuß. Für längere Ausflüge leihst du dir am besten einen Roller (grob 25 Euro am Tag), im örtlichen Verkehr ist das am praktischsten. Ein Auto ist teurer, und die Straßen sind oft in schlechterem Zustand, als du es von zu Hause kennst. Zwischen Ksamil und Saranda fährt ungefähr stündlich ein günstiger Bus, ein Ticket kostet nur ein paar Euro.

Häufige Fragen zu Ksamil (FAQ)

Ist Ksamil sicher für Touristen?

Ja, Ksamil und Albanien insgesamt gelten als sehr sicher für Urlauber. Gewaltkriminalität ist selten und Touristen sind willkommen. Pass einfach auf deine Wertsachen am Strand und im Bus auf, wie in jedem anderen Badeort auch. Die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amts solltest du vor der Abreise trotzdem kurz lesen.

Brauche ich für Albanien einen Reisepass oder ein Visum?

Als deutscher Staatsbürger brauchst du für Aufenthalte bis zu 90 Tagen kein Visum, und der Personalausweis reicht für die Einreise. Er genügt auch für einen Tagesausflug nach Korfu, du musst ihn an der Grenze aber vorzeigen. Die aktuellen Einreisebestimmungen findest du beim Auswärtigen Amt.

Wie kommt man nach Ksamil?

Die meisten reisen über Korfu an: Direktflug aus Deutschland, dann rund 30 Minuten mit der Fähre nach Saranda. Von dort fährt ungefähr stündlich ein Bus Richtung Butrint, der in Ksamil hält, die Haltestelle liegt im Zentrum von Saranda in Hafennähe. Mit dem Taxi zahlst du für die rund 14 Kilometer ungefähr 15 bis 20 Euro. Wer nach Tirana fliegt, muss noch gut vier Stunden Fahrt einplanen.

Gibt es in Ksamil Strände ohne Liegen?

Ja, aber sie sind knapp. An den zentralen Stränden von Ksamil sind im Sommer fast alle Plätze mit Liegen belegt, die du mieten musst. Mit eigenem Handtuch und Sonnenschirm kommst du am ehesten am Paradiesstrand am Südrand des Ortes unter, auf den Inseln oder an abgelegeneren Buchten wie Laguna Beach. Am meisten Platz hast du vor Mitte Juni und ab Mitte September.

Wo sind die schönsten Strände in Albanien?

Die schönsten liegen an der Albanischen Riviera im Südwesten, und die Ksamil Strände gehören ganz nach vorn. Außerdem lohnen sich der wilde Gjipe Beach am Ende einer Schlucht und der lange Kiesstrand von Borsh. An der Riviera sind viele Strände kiesig, was das Wasser auch in der Hochsaison so klar hält. Feinen Sand findest du am Kallm Beach bei Durrës, und im Norden bei Shëngjin wartet die Sanddüne Rana e Hedhun.

Wann ist die beste Reisezeit für Ksamil?

Am besten sind Juni und September: Das Meer ist warm, das Wetter stabil, und du entgehst den größten Menschenmassen und den höchsten Preisen. Wenn du Hitze über 30 °C und viel Trubel magst, wähle Juli oder August.

Was kostet ein Urlaub in Ksamil?

Ksamil ist immer noch vergleichsweise günstig. Apartments bekommst du ab etwa 40 Euro pro Nacht, ein Essen im Restaurant kostet grob 10 bis 20 Euro. Für eine Woche vor Ort solltest du ohne Flug mit ungefähr 500 bis 800 Euro pro Person rechnen, je nach Saison und Ansprüchen.

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