Rumänien Sehenswürdigkeiten: 25 Orte von Siebenbürgen bis ans Schwarze Meer
Aktualizováno 27.9.2026
Frag in Deutschland nach Rumänien, und du hörst zwei Dinge: Dracula und Schlaglöcher. Beides greift zu kurz. Wer sich die Rumänien Sehenswürdigkeiten einmal der Reihe nach anschaut, findet Städte, die Siebenbürger Sachsen vor 800 Jahren gegründet haben und die heute noch deutsche Namen tragen, eine Passstraße, die ein britischer Autojournalist zur besten der Welt erklärt hat, mehr Braunbären als irgendwo sonst in der EU und ein Preisniveau, bei dem du im Restaurant zweimal auf die Rechnung schaust. Seit Januar 2025 gehört Rumänien außerdem voll zum Schengenraum, die Grenzkontrollen auf dem Landweg sind weggefallen. Am besten erkundest du das Land mit dem Auto, und kaum ein Tag vergeht ohne Überraschung.
Rumänien Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
Das Herz des Landes: Siebenbürgen mit Kronstadt (Brașov), Törzburg (Bran), Hermannstadt (Sibiu), Schäßburg (Sighișoara) und Schloss Peleș.
Für Autofahrer: zwei legendäre Hochstraßen, Transfagarasan und Transalpina, beide nur im Sommer ganz befahrbar.
Natur: die Karpaten mit Bären, das Donaudelta (UNESCO) und der Kratersee Sfânta Ana.
Einzigartig: das Salzbergwerk Salina Turda, die Holzkirchen der Maramuresch und die bemalten Klöster der Bukowina.
Reisezeit: am besten Juni bis September, die Hochstraßen sind grob von Juli bis Oktober offen.
Reisezeit und Anreise: Rumänien mit dem Auto (und dem Transfagarasan)
Die beste Zeit für Rumänien liegt zwischen Ende Mai und Ende September. Im Juni blüht alles und die Berge sind satt grün, Juli und August sind am heißesten und am Schwarzen Meer am vollsten, im September wird es ruhiger und das Licht weicher. Entscheidend ist aber etwas anderes: Wenn du die berühmten Passstraßen fahren willst, bestimmt die Saison deine Route. Der Transfagarasan ist in der Regel vom 1. Juli bis 31. Oktober auf ganzer Länge offen, außerhalb dieser Monate bleibt der hohe Abschnitt wegen Schnee gesperrt. Für die Transalpina gilt ein ähnlicher Rhythmus. Alles über Öffnungszeiten, Route und Stopps haben wir im Artikel zum Transfagarasan zusammengetragen.Unterwegs bist du in Rumänien am besten mit dem Auto. Die Entfernungen sind groß, die Sehenswürdigkeiten weit verstreut und Bus und Bahn langsam. Mit eigenem oder gemietetem Wagen bist du deutlich flexibler. Die Straßen sind in den letzten Jahren spürbar besser geworden, Autobahnen gibt es aber immer noch wenige, und die Hauptrouten über die Berge sind kurvig und zäh. Rechne mit einem niedrigeren Schnitt, als du es aus Deutschland gewohnt bist. Wer aus Deutschland selbst fährt, kommt über Österreich und Ungarn: Von München bis Temeswar (Timișoara) im Westen des Landes sind es laut Routenplaner rund 960 Kilometer, bis Kronstadt gut 1.350, von Berlin nach Kronstadt gut 1.550 Kilometer. Schneller geht es mit dem Flugzeug nach Bukarest, Hermannstadt, Klausenburg oder Temeswar und dort mit dem Mietwagen weiter.
💡 Tipp: Für Autobahnen und Nationalstraßen brauchst du die elektronische Vignette „rovinietă“. Für Pkw gibt es sie für 1, 10 und 30 Tage oder 12 Monate, eine 7-Tage-Variante gibt es nicht. Die Tarife werden in Euro festgelegt und in Lei bezahlt: grob 3,50 € für einen Tag, 6 € für zehn Tage und 9,50 € für 30 Tage. Kauf sie vorab online auf der offiziellen Seite oder an der ersten Tankstelle hinter der Grenze, sonst droht ein Bußgeld.
Wir haben die Orte grob nach Regionen sortiert, damit du dir leichter eine Route zusammenstellen kannst: Wir beginnen in Siebenbürgen, fahren über die Berge nach Süden bis Bukarest, dann hoch in den Norden in die Maramuresch und die Bukowina und enden an der Donau und am Meer. Also, was solltest du in Rumänien gesehen haben?
1. Kronstadt (Brașov), das Tor nach Siebenbürgen
Kronstadt ist die ideale Basis und zugleich eine der schönsten Städte des Landes. Das sächsische Zentrum mit dem Marktplatz Piața Sfatului, die gotische Schwarze Kirche (oft als größte gotische Kirche zwischen Wien und Istanbul bezeichnet) und die Strada Sforii, die Seilgasse, eine der schmalsten Gassen Europas. Über der Stadt leuchtet der Hollywood-artige Schriftzug „BRASOV“, zu dem du mit der Seilbahn auf die Zinne (Tâmpa) fährst. Plan für Kronstadt ruhig zwei Tage ein, denn von hier liegen die Törzburg, Rosenau (Râșnov) und Schloss Peleș in bequemer Reichweite.Unterkünfte in Kronstadt →
2. Törzburg (Bran): das „Dracula-Schloss“
Die berühmteste Sehenswürdigkeit Rumäniens. Bram Stoker war nie hier, und Vlad III., genannt der Pfähler, hat die Burg allenfalls kurz betreten, der Stimmung tut das keinen Abbruch. Bran ist schmal, steil und sitzt genau so auf dem Felsen, wie man sich ein Vampirschloss vorstellt. Stell dich aber auf Menschenmassen und einen Souvenirmarkt unterhalb der Burg ein. Warum Bran nur eine von drei Burgen ist, die sich mit Dracula schmücken, liest du in unserem Artikel über das Dracula-Schloss in Rumänien.Das Standardticket für Erwachsene kostet 120 Lei (rund 23 €), Kinder von 5 bis 17 Jahren zahlen 60 Lei. Folterkammer und „Zeittunnel“ gibt es gegen Aufpreis im Paket mit Fast Pass. Von April bis Anfang November ist dienstags bis sonntags von 9 Uhr geöffnet, montags erst ab 12 Uhr, letzter Einlass um 19 Uhr.
💡 Tipp: Komm direkt zur Öffnung um 9 Uhr oder erst gegen Abend, um die Mittagszeit rollen hier die Reisebusse an. Touren und Tickets über GetYourGuide →
3. Hermannstadt (Sibiu), die Stadt mit den „Augen“
Hermannstadt ist für uns die schönste Stadt Rumäniens, und 2007 war sie gemeinsam mit Luxemburg Kulturhauptstadt Europas. Drei ineinander übergehende Plätze, bunte Bürgerhäuser der Siebenbürger Sachsen und ihre berühmten Dachgauben, die wie halb geschlossene Augen von den Dächern auf dich herabschauen. Vergiss die Lügenbrücke und einen Spaziergang an der Stadtmauer nicht. Kurz vor der Stadt liegt das Freilichtmuseum ASTRA, eines der größten ethnografischen Museen unter freiem Himmel in Europa.
4. Schäßburg (Sighișoara), mittelalterlich wie im Märchen
Schäßburg gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgstädten Europas, die bis heute bewohnt sind, und steht auf der UNESCO-Welterbeliste. Über der Altstadt thront der Stundturm mit beweglichen Figuren, die Pflastergassen säumen bunte Häuser. In einem davon soll Vlad III. der Pfähler zur Welt gekommen sein, das historische Vorbild für Dracula. Die Burg ist klein, in ein paar Stunden hast du sie gesehen, aber am Abend, wenn die Tagesausflügler weg sind, ist sie zauberhaft.
5. Bukarest und der Parlamentspalast
Die Hauptstadt überrascht: Boulevards im Stil des „kleinen Paris“, eine lebendige Altstadt voller Bars und ein gewaltiges kommunistisches Erbe. Dessen größtes Stück ist der Parlamentspalast, nach gängigen Angaben das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt nach dem Pentagon, erbaut unter Diktator Ceaușescu. Die Zahlen sind atemberaubend: Tausende Räume, Tonnen von Marmor und Kristall.Hinein kommst du nur mit Führung. Laut Besucherzentrum kostet die Standardtour 85 Lei (rund 17 €), Studierende zahlen 55 Lei, Kinder von 7 bis 18 Jahren 40 Lei. Kleine Gruppen melden sich telefonisch mindestens 24 Stunden vorher an, und du brauchst deinen Personalausweis oder Reisepass im Original, der Führerschein reicht nicht. Lass auch das Athenäum, den Konzertsaal der Stadt, und die quirlige Lipscani-Straße nicht aus.
6. Transfagarasan, die dramatischste Straße Europas
Die DN7C klettert in unzähligen Serpentinen über das Fogarascher Gebirge auf über 2.000 Meter Höhe. Jeremy Clarkson nannte sie in Top Gear „die beste Straße der Welt“, und nachdem wir sie gefahren sind, nehmen wir ihm das nicht übel. Oben liegt der Gletschersee Bâlea Lac, zu dem du im Winter mit der Kabinenseilbahn hinauffährst. Befahrbar ist die Strecke aber nur in der Saison, grob von Juli bis Oktober.
💡 Tipp: Fahr früh morgens los, am Nachmittag ziehen über den Kämmen oft Wolken auf, und der Nebel nimmt dir die Aussicht und den Spaß am Fahren. Für Aussichtspunkte und Fotos brauchst du viel Zeit, die Serpentinen selbst fährst du ohnehin im Schritttempo.
7. Transalpina, die höchste Straße Rumäniens
Weniger berühmt, für viele aber die noch schönere Schwester des Transfagarasan. Die Transalpina (DN67C) führt durch das Parâng-Gebirge und steigt noch höher, am Urdele-Pass auf gut 2.100 Meter, und zwar durch offene Almlandschaft mit Schafen und Sennhütten statt durch Waldtunnel. Sie ist ruhiger und wilder. Ideal ist es, beide Straßen zu einer großen Bergrunde zu verbinden.
8. Karpaten: Fogarasch, Retezat, Königstein
Die rumänischen Karpaten nehmen rund ein Drittel des Landes ein und sind ein Paradies zum Wandern. Der höchste Gipfel, der Moldoveanu (2.544 m), liegt im Fogarascher Gebirge, dessen Kammweg zu den anspruchsvollsten in Europa zählt. Der Nationalpark Retezat lockt mit Dutzenden Gletscherseen, der Königstein (Piatra Craiului) mit einem scharfen Kalkgrat unweit von Kronstadt. Die Natur ist hier rau und stellenweise richtig wild. Welche Gebirge sich für welche Tour eignen, steht in unserem Überblick über die Berge in Rumänien.
9. Schloss Peleș in Sinaia
Hat Bran den Ruf, dann hat Peleș die Schönheit. Das Neorenaissance-Schloss im Bergstädtchen Sinaia war die Sommerresidenz der rumänischen Könige, und die holzvertäfelten Säle, die Waffenkammer und die rund 160 Räume gehören zu den prächtigsten Schlossinterieurs Europas. Es steht im Wald unter den Bergen, schon die Umgebung ist ein Erlebnis. Tickets gibt es für feste Zeitfenster, am besten kaufst du sie vorab online, denn die Kapazität ist begrenzt.
10. Maramuresch, Holzkirchen und der Fröhliche Friedhof
Im Norden des Landes läuft die Zeit langsamer. In der Maramuresch (Maramureș) siehst du noch Männer, die Wiesen mit der Sense mähen, Pferdefuhrwerke und Dörfer voller spitzer Holzkirchen, acht davon gehören zum UNESCO-Welterbe. Unvergesslich ist der Fröhliche Friedhof in Săpânța mit bunten Holzkreuzen und witzigen Versen über das Leben der Verstorbenen. Nirgendwo sonst sieht der Tod so heiter aus.
11. Die Moldauklöster der Bukowina (Voroneț)
Im Nordosten, in der Bukowina, steht eine Gruppe orthodoxer Klöster, deren Fresken auf die Außenmauern gemalt sind, eine Besonderheit, die du so nirgendwo sonst findest. Am berühmtesten ist das Kloster Voroneț, wegen seines satten Blautons, des „Voroneț-Blaus“, auch „Sixtinische Kapelle des Ostens“ genannt. Zusammen mit weiteren Klöstern wie Humor, Moldovița und Sucevița steht es auf der UNESCO-Liste.
12. Donaudelta, Wildnis für Vogelbeobachter
Wo die Donau ins Schwarze Meer mündet, liegt ihr Delta, das zweitgrößte Europas nach dem der Wolga, ein UNESCO-Biosphärenreservat und eine der letzten großen Wildnisse des Kontinents. Hier leben über 300 Vogelarten, darunter Pelikane. Von Tulcea aus fährst du mit dem Boot durch ein Labyrinth aus Flussarmen, Seen und Schilf. Das ist ein völlig anderes Rumänien, flach, still und voller Leben.
13. Salina Turda, ein Salzbergwerk wie ein Raumschiff
Eines der skurrilsten und zugleich eindrucksvollsten Erlebnisse im Land. Das ehemalige Salzbergwerk Salina Turda bei Klausenburg ist heute ein unterirdischer Freizeitpark: Tief unter der Erde findest du in einer riesigen Kammer ein Riesenrad, eine Minigolfanlage und einen See mit Ruderbooten, alles beleuchtet von futuristischen Lampen. Es sieht aus wie eine Science-Fiction-Kulisse. Laut Betreiber kostet der Eintritt für Erwachsene unter der Woche 75 Lei (rund 15 €), am Wochenende und an Feiertagen 90 Lei; Kinder und Senioren zahlen weniger, Riesenrad und Boote kosten extra.
14. Burg Corvin in Eisenmarkt (Hunedoara)
Wenn Rumänien eine „echte“ Märchenburg hat, dann die Burg Corvin (Castelul Corvinilor) in Eisenmarkt. Die wuchtige gotische Festung mit Zugbrücke, Türmen und bunten Dächern sieht genau so aus, wie sich ein Kind Draculas Schloss vorstellt. Sie gilt als eine der schönsten Burgen Europas, und das zu Recht, finden wir.
15. Kratersee Sfânta Ana (St.-Annen-See)
Der einzige Kratersee Rumäniens, versteckt im erloschenen Vulkan Ciomad im Osten Siebenbürgens. Der Lacul Sfânta Ana ist fast kreisrund, sein Wasser klar wie in einem Regenfass (er wird nur von Niederschlägen gespeist), und ringsum steht dichter Wald. Baden ist seit einigen Jahren verboten. Ein stiller, etwas geheimnisvoller Ort abseits der Massen und ein guter Zwischenstopp auf dem Weg von Kronstadt Richtung Osten.
16. Temeswar (Timișoara), „Klein-Wien“ und Wiege der Revolution
Temeswar im Westen des Landes war 2023 Kulturhauptstadt Europas. Prächtige Plätze mit Barock und Jugendstil, eine der ersten Städte Europas mit elektrischer Straßenbeleuchtung und der Ort, an dem im Dezember 1989 die Revolution gegen Ceaușescu begann. Die Stadt ist ein Zentrum der Banater Schwaben, und wer aus Deutschland mit dem Auto über Ungarn anreist, macht hier oft den ersten großen Halt.
17. Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen (Deutsch-Weißkirch, Birthälm, Tartlau)
Über die Landschaft Siebenbürgens verstreut stehen Dutzende Kirchenburgen, die sich die sächsischen Siedler als Zuflucht vor Überfällen gebaut haben. Sieben Dörfer mit Kirchenburgen gehören zum UNESCO-Welterbe. Am schönsten sind Birthälm (Biertan), Tartlau (Prejmer) mit seinen ausgeklügelten Vorratskammern im Mauerring und das malerische Deutsch-Weißkirch (Viscri), ein Dorf, dessen Erhalt auch der britische König Charles III. unterstützt und in dem die Zeit stehen geblieben ist.
18. Klausenburg (Cluj-Napoca), das studentische Herz Siebenbürgens
Die zweitgrößte Stadt Rumäniens ist jung, lebendig und voller Cafés, mit einer der größten Universitäten des Landes. Klausenburg hat eine schöne Altstadt mit der gotischen Michaelskirche, einen Botanischen Garten und eine hervorragende Restaurantszene. Eine gute Basis für Ausflüge zur Salina Turda und ins Apuseni-Gebirge.
19. Bigăr-Wasserfall und die Nera-Klamm
Im Südwesten, im Banat, liegt der Bigăr-Wasserfall: Das Wasser rinnt hier über eine moosbewachsene Kuppel aus Kalktuff wie über einen natürlichen Brunnen. (Achtung: Im Juni 2021 ist ein Teil der Kuppel unter dem Gewicht von Moos und Kalk eingestürzt, fotogen ist der Ort trotzdem.) Er liegt im Nationalpark Cheile Nerei-Beușnița, der mit türkisfarbenen Gumpen und Schluchten lockt, einem wilden Winkel, in den sich noch vergleichsweise wenige Touristen verirren.
20. Banat, Decebal-Kopf und die Wassertalbahn in Oberwischau
Drei kleinere, aber unvergessliche Tipps in einem. Der Kopf des Decebal an der Donau bei Orschowa (Orșova) ist mit 55 Metern das höchste Felsrelief Europas, das Gesicht des letzten Dakerkönigs, gemeißelt in eine Felswand. Das Banat versteckt außerdem alte Dörfer, die tschechische Siedler im 19. Jahrhundert gegründet haben (etwa Sfânta Elena und Gârnic) und in denen man bis heute Tschechisch spricht. Mehr dazu in unserem Artikel über die tschechischen Dörfer in Rumänien. Und die Wassertalbahn (Mocănița) in Oberwischau (Vișeu de Sus) in der Maramuresch bringt dich mit der Dampflok durch das tiefe Tal der Vaser, eine Waldbahn, die Zipser Deutsche bis heute prägen.
21. Schwarzes Meer: Constanța und Mamaia
Rumänien hat auch eine Küste. Constanța gilt als älteste Stadt des Landes (von Griechen als Tomis gegründet) und hat ein archäologisches Museum und ein prächtiges Jugendstil-Kasino direkt am Wasser, das nach jahrelangem Verfall restauriert wurde und wieder besichtigt werden kann. Nebenan liegt der Badeort Mamaia mit langem Sandstrand und lebhaftem Nachtleben. Mit der Adria kann das nicht mithalten, als Abschluss der Reise oder als Stopp in Verbindung mit dem Donaudelta ergibt es aber Sinn.
22. Apuseni-Gebirge, Eishöhle Scărișoara und Cetățile Ponorului
Im Nordwesten des Landes erstreckt sich das Apuseni-Gebirge, ein stiller Karst voller Höhlen, Schluchten und unterirdischer Flüsse. Die Eishöhle Scărișoara (Peștera Ghețarul de la Scărișoara) birgt einen der größten unterirdischen Gletscher Europas, das Eis ist stellenweise über 15 Meter dick und liegt seit Jahrtausenden dort. Nicht weit entfernt liegen die Cetățile Ponorului („Burgen des Ponor“), in die eines der größten Felsportale Europas führt (an der höchsten Stelle je nach Quelle rund 70 Meter). Ein wilder Winkel für Naturfans, nichts für Eilige.
23. Kloster Horezu, Meisterwerk des Brâncoveanu-Stils
In der Walachei, südlich der Berge, steht das Kloster Horezu (Mănăstirea Hurezi), einer der schönsten orthodoxen Bauten des Landes und seit 1993 UNESCO-Welterbe. Gegründet hat es 1690 Fürst Constantin Brâncoveanu, der einem ganzen Kunststil den Namen gab: reich verzierte Steinsäulen, geschnitzte Portale und feine Fresken sind typisch für den „Brâncoveanu-Stil“. Wer von der Transalpina nach Süden hinunterfährt, hat es fast auf dem Weg.
24. Schlammvulkane bei Berca, ein Stück fremder Planet
Die Vulcanii Noroioși bei Berca in der Nähe von Buzău sehen aus wie eine Science-Fiction-Kulisse. Aus kleinen Kegeln quellen kalter grauer Schlamm und Gas aus der Tiefe, die Landschaft ringsum erinnert an eine Mondoberfläche ohne Grün. Ein unkomplizierter Stopp für ein paar Stunden und bei Kindern wie Fotografen einer der beliebtesten „seltsamen“ Orte Rumäniens. Der Eintritt ist nur symbolisch.
25. Der heliothermische Bärensee in Sovata
Im Kurort Sovata liegt der Salzsee Ursu (Bärensee), dessen Umriss ein wenig an ein ausgebreitetes Bärenfell erinnert. Er gehört zu den größten heliothermischen Seen Europas: Die unterschiedlich salzigen Wasserschichten speichern die Sonnenwärme, sodass sich das Wasser unter der Oberfläche im Sommer auf über 30 °C erwärmen kann. Das Baden im dichten Salzwasser gilt als wohltuend, die Badesaison dauert grob von Mai bis September.
Natur und Karpaten: die Bären in Rumänien
In den Karpaten lebt die größte Braunbärenpopulation Europas außerhalb Russlands. Lange wurde von rund 6.000 Tieren gesprochen, eine landesweite DNA-Studie, die das rumänische Umweltministerium im April 2025 vorgestellt hat, kommt auf 10.400 bis 12.800 Bären. Einem Bären zu begegnen ist in den Bergen (und leider auch an Straßen, wo Abfälle sie anlocken) eine reale Möglichkeit, vor allem am Transfagarasan, wo die Tiere gelernt haben, bei Touristen um Futter zu betteln.Es gilt eine klare Regel: Füttere Bären nie und geh nicht auf sie zu, das ist für dich und für sie gefährlich, und seit Ende 2025 drohen dafür empfindliche Bußgelder. Im Auto bleibst du sitzen, beim Wandern machst du Lärm, und Essen lagerst du nicht im Zelt. Wer Bären sicher sehen will, geht mit einem örtlichen Guide in einen Beobachtungsstand („bear hide“) in der Umgebung von Kronstadt. Neben Bären leben in den rumänischen Bergen auch Wölfe und Luchse, es ist eine der letzten echten Wildnisse Europas. Alles zu Zahlen, Regeln und sicherer Beobachtung findest du in unserem Artikel über Bären in Rumänien.
Essen
Die rumänische Küche ist deftig, günstig und überraschend gut. Das solltest du unbedingt probieren:
Sarmale, gefüllte Kraut- (oder Wein-)blätter mit Hackfleisch und Reis, das Nationalgericht.
Mămăligă, Maisbrei (ähnlich wie Polenta), oft mit Käse und saurer Sahne; Beilage zu allem.
Mici / mititei, gegrillte Hackfleischröllchen ohne Darm, der Klassiker zum Bier.
Ciorbă, säuerliche Suppe (etwa ciorbă de burtă, Kuttelsuppe), die Grundlage jedes rumänischen Mittagessens.
Papanași, frittierte Quarkkrapfen mit Schmand und Heidelbeermarmelade; das beste Dessert des Landes.
Dazu trinkst du einheimischen Wein (Rumänien hat eine lange Weinbautradition) oder den Pflaumenschnaps țuică, den man dir auf dem Dorf praktisch überall einschenkt. Ein Hauptgericht in einem normalen Lokal kostet oft 30 bis 50 Lei (grob 6 bis 10 €).
Was kostet Rumänien? (Budget)
Rumänien gehört zu den günstigsten Ländern der EU. Ein grobes Tagesbudget für zwei Personen, die mit dem Auto unterwegs sind (außerhalb der absoluten Hochsaison):
Posten
Grob pro Tag (2 Personen)
Unterkunft (Pension / Apartment)
150–300 Lei (≈ 30–60 €)
Essen (Lokale + eigenes Frühstück)
100–180 Lei (≈ 20–36 €)
Transport (Sprit, Parken)
80–150 Lei (≈ 16–30 €)
Eintritte (Burgen, Salina Turda…)
60–160 Lei (≈ 12–32 €)
Gesamt
ca. 390–790 Lei (≈ 80–160 €) / Tag
Backpacker, die im Hostel schlafen und Bus fahren, kommen gut mit weniger als der Hälfte aus. Die Eintritte für die Top-Sehenswürdigkeiten bleiben angenehm niedrig, selbst die berühmte Törzburg kostet im Standardticket für Erwachsene 120 Lei, also rund 23 €.
💡 Tipp: Mit Karte zahlst du fast überall, hab aber etwas Bargeld in Lei für kleine Lokale, Parkplätze und Dorfmärkte dabei. Automaten von „Euronet“ mit zweifelhaften Gebühren lässt du besser links liegen und hebst lieber an einem Bankautomaten ab. Bietet dir ein Automat die Umrechnung in Euro an, lehne ab und lass in Lei abrechnen.
Wo übernachten in Rumänien?
Rumänien ist groß, eine einzige Basis reicht nicht. Kronstadt deckt Siebenbürgen, die Törzburg und das Butschetsch-Gebirge (Bucegi) ab, Hermannstadt das Fogarascher Gebirge und die Kirchenburgen, Klausenburg den Norden und das Apuseni-Gebirge und Bukarest den Süden. Die Preise gehören zu den niedrigsten in Europa.
Am günstigsten: ein Bett im Hostel kostet grob 15 bis 25 € pro Person und Nacht.
Mittelklasse: ein Doppelzimmer in der Pension grob 45 bis 75 € mit Frühstück.
Auf dem Land: Pensionen in sächsischen Dörfern und in der Maramuresch, wo du Hausmannskost und das beste Verhältnis von Preis und Erlebnis bekommst.
Praktischer Hinweis: In kleineren Pensionen wird bar in Lei bezahlt, Karte geht nicht überall.
Preise und Bewertungen sind Richtwerte (Quelle GetYourGuide), die aktuellen siehst du nach dem Klick.
Was muss man in Rumänien gesehen haben, wenn man nur eine Woche hat?
Konzentrier dich auf Siebenbürgen und die Berge. Die klassische Rundreise für eine Woche: Kronstadt (mit Törzburg und Schloss Peleș) → Hermannstadt → Schäßburg → Salina Turda bei Klausenburg → und über den Transfagarasan zurück. Mit dem Auto schaffst du das entspannt in sieben Tagen und siehst das Beste des Landes. Wer von Deutschland aus selbst fährt, sollte für An- und Abreise zusätzlich je rund zwei Tage einplanen.Wann ist die beste Reisezeit für Rumänien?
Am besten von Ende Mai bis Ende September. Wenn du den Transfagarasan oder die Transalpina fahren willst, peil Juli bis Oktober an, außerhalb dieser Monate sind die hohen Abschnitte wegen Schnee meist gesperrt. Juli und August sind am heißesten und am Schwarzen Meer am vollsten, der September ist ruhiger und oft noch sonnig.Lohnt sich eine Rumänien-Rundreise mit dem Auto?
Auf jeden Fall. Die Sehenswürdigkeiten sind weit verstreut, Bus und Bahn langsam, und die schönsten Straßen wie Transfagarasan und Transalpina erlebst du ohne Auto gar nicht. Denk an die elektronische Vignette „rovinietă“: Für Pkw gibt es sie für 1, 10 oder 30 Tage oder ein Jahr, zehn Tage kosten grob 6 €. Eine 7-Tage-Vignette gibt es nicht.Ist Bran wirklich das Schloss von Dracula?
Nur der Legende nach. Bram Stoker war nie hier, und Vlad III. der Pfähler, das historische Vorbild für Dracula, hat die Burg allenfalls kurz besucht. Für Vampirstimmung ist sie trotzdem ideal, und dieselbe Rolle der „echten“ Märchenburg spielt auch die Burg Corvin in Eisenmarkt (Hunedoara).Was kostet der Eintritt in Schloss Bran?
Das Standardticket für Erwachsene kostet 120 Lei (rund 23 €), Kinder von 5 bis 17 Jahren zahlen 60 Lei. Das Paket mit Fast Pass, Folterkammer und „Zeittunnel“ kostet mehr, mit Führung noch einmal mehr. Von April bis Anfang November ist dienstags bis sonntags ab 9 Uhr geöffnet, montags ab 12 Uhr, letzter Einlass um 19 Uhr.Ist Rumänien sicher für Touristen?
Ja, Rumänien ist für Reisende ein sicheres Land. Die größten Risiken sind schlecht ausgeschilderte Bergstraßen und Begegnungen mit Bären am Straßenrand; streunende Hunde und Bären fütterst du nicht und gehst nicht auf sie zu. In den Städten reicht die übliche Vorsicht vor Taschendieben wie überall.Wie gefährlich sind die Bären in Rumänien?
In den Karpaten lebt die größte Braunbärenpopulation Europas außerhalb Russlands, nach der DNA-Studie von 2025 über 10.000 Tiere. An Straßen, vor allem am Transfagarasan, haben Bären gelernt, um Futter zu betteln. Füttere sie nie, bleib im Auto und mach beim Wandern Lärm. Sicher siehst du sie von einem Beobachtungsstand mit Guide.Kann man in Rumänien mit Euro bezahlen?
In der Regel nicht, Landeswährung ist der Rumänische Leu (RON, im Alltag „Lei“). Einzelne Hotels oder Autovermietungen nennen Preise in Euro, bezahlt wird aber meist in Lei. Ein Euro entspricht grob 5 Lei. Mit Karte zahlst du fast überall, für Dörfer und kleine Lokale hast du etwas Bargeld dabei.Was kann man in Rumänien außer Burgen sehen?
Eine Menge: das Salzbergwerk Salina Turda wie aus einem Science-Fiction-Film, die Holzkirchen und den Fröhlichen Friedhof in der Maramuresch, die bemalten Klöster der Bukowina, das Donaudelta voller Vögel, den Kratersee Sfânta Ana und die wilden Karpaten mit ihren Bären.
Potřebujete pomoct s cestováním?
Ubytování 🏨
Vyberte si to nejlepší ubytování, ať už jste kdekoliv, přes Booking.com.
Půjčení auta 🚗
Auto si snadno najdete přes Booking.com, kde máte často slevu díky ubytování, nebo Rentalcars.com, kde porovnáte nabídky většiny půjčoven.
Zážitky 🎟️
Přes GetYourGuide.com si vyberete z nejrůznějších výletů i zážitků po celém světě, navíc se zrušením zdarma do 24 h předem.
Abychom poskytli co nejlepší služby, používáme k ukládání a/nebo přístupu k informacím o zařízení, technologie jako jsou soubory cookies. Souhlas s těmito technologiemi nám umožní zpracovávat údaje, jako je chování při procházení nebo jedinečná ID na tomto webu. Nesouhlas nebo odvolání souhlasu může nepříznivě ovlivnit určité vlastnosti a funkce.
Funkční
Immer aktiv
Technické uložení nebo přístup je nezbytně nutný pro legitimní účel umožnění použití konkrétní služby, kterou si odběratel nebo uživatel výslovně vyžádal, nebo pouze za účelem provedení přenosu sdělení prostřednictvím sítě elektronických komunikací.
Předvolby
Technické uložení nebo přístup je nezbytný pro legitimní účel ukládání preferencí, které nejsou požadovány odběratelem nebo uživatelem.
Statistiky
Technické uložení nebo přístup, který se používá výhradně pro statistické účely.Technické uložení nebo přístup, který se používá výhradně pro anonymní statistické účely. Bez předvolání, dobrovolného plnění ze strany vašeho Poskytovatele internetových služeb nebo dalších záznamů od třetí strany nelze informace, uložené nebo získané pouze pro tento účel, obvykle použít k vaší identifikaci.
Marketing
Technické uložení nebo přístup je nutný k vytvoření uživatelských profilů za účelem zasílání reklamy nebo sledování uživatele na webových stránkách nebo několika webových stránkách pro podobné marketingové účely.