Balearen · 26.3.2026

Schlangen auf Mallorca: Welche giftig sind und wie groß die Plage wirklich ist

Aktualizováno 22.9.2026

Keine Insel lieben wir Deutschen so sehr wie Mallorca: gut zwei Flugstunden, türkise Buchten, Mandelblüte im Februar, Steindörfer in der Serra de Tramuntana und abends ein Glas Wein auf der Terrasse. Und dann kommen jeden Frühling dieselben Schlagzeilen. „Schlangenplage“, „Schlangenalarm“, „Invasion“. Spätestens wenn dir jemand so einen Artikel in die Familiengruppe schickt, fragst du dich, ob du beim Wandern jetzt Gamaschen brauchst. Schlangen auf Mallorca gibt es tatsächlich, und es werden mehr. Giftig im Sinne von gefährlich ist aber keine einzige Art. Hier ist, was hinter den Überschriften steckt und worauf du im Urlaub wirklich achten solltest.

Schlangen auf Mallorca auf einen Blick

  • Auf Mallorca lebt keine Schlange, die für Menschen gefährlich ist. Seit Jahrhunderten heimisch geworden sind die Vipernatter und die kleine Kapuzennatter, seit den 2000er-Jahren kamen mit Zierbäumen vom Festland unter anderem die Hufeisennatter und die Treppennatter dazu. Die giftige Stülpnasenotter (Vipera latastei), mit der die Insel oft in Verbindung gebracht wird, lebt auf dem spanischen Festland und in Nordafrika, nicht auf den Balearen.
  • Die Schlangenplage ist real, spielt sich aber vor allem im Hinterland ab: in Olivenhainen, Gärten, Trockenmauern und rund um die unbewohnte Nachbarinsel Sa Dragonera. An vollen Badestränden begegnest du ihr so gut wie nie.
  • Wenn du einer Schlange begegnest: ruhig bleiben, Abstand halten, nicht anfassen, nicht in die Enge treiben. Auch ein Biss einer ungiftigen Natter gehört zum Arzt, weil sich die Wunde entzünden kann.
  • Beim Wandern trägst du feste, geschlossene Schuhe, bleibst auf markierten Wegen und greifst nicht blind in Steinmauern oder Holzstapel.
  • Mallorca bleibt trotz aller Schlangen-Schlagzeilen eine traumhafte Insel mit großartiger Natur, schönen Stränden und viel Kultur. Absagen musst du deswegen ganz sicher nichts.

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Sind die Schlangen auf Mallorca giftig?

Die ehrliche Antwort ist deutlich unspektakulärer als jede Schlagzeile. Zwei der Schlangen auf Mallorca haben tatsächlich ein schwaches Gift, beide tragen ihre Giftzähne aber weit hinten im Kiefer. Damit lähmen sie Eidechsen, einem Menschen können sie praktisch nichts anhaben. Die übrigen Arten sind völlig ungiftig. Dass sich eingeschleppte Nattern auf der Insel stark vermehren, ist ein Problem, allerdings eines für die Tierwelt der Insel und nicht für Urlauber. Damit du vorbereitet statt verunsichert fliegst, bekommst du hier alles, was du wissen musst: welche Arten es gibt, wann und wo du ihnen am ehesten begegnest, was du bei einem Biss tust und wo du auf Mallorca entspannt wohnst und wanderst.

Mallorca und die Schlangen: Wie hat das angefangen?

Wer sich die Schlangenplage auf Mallorca als geheimnisvolles Naturphänomen vorstellt, das über Nacht aufgetaucht ist, liegt daneben. Die Geschichte ist viel banaler, und angestoßen hat sie der Mensch. Mallorca ist die größte Insel der Balearen, und noch vor gut zwanzig Jahren bekam ein Urlauber hier praktisch nie eine Schlange zu Gesicht. Es gab zwar schon lange zwei kleine Arten, aber die lebten versteckt und fielen niemandem auf. Dann kam der Gartenboom.

Seit Anfang der 2000er-Jahre sind auf der Insel unzählige Privatgärten, Hotelanlagen und Fincas mit mediterranem Grün entstanden. Dafür wurden große, alte Olivenbäume und andere Zierbäume vom spanischen Festland herübergebracht. In den Hohlräumen der Wurzelballen und Stämme reisten Schlangen mit, die dort überwintert hatten. Nach Ibiza kamen die ersten so um 2003, auf Mallorca tauchten sie etwa ein Jahr später auf.

Milde Winter, ein immer trockeneres und wärmeres Klima und kaum natürliche Feinde haben den Neuankömmlingen den Rest leicht gemacht. Die eingeschleppten Nattern vermehrten sich ungestört und breiten sich seither Jahr für Jahr in neue Teile der Insel aus.

Stülpnasenotter (Vipera latastei), eine Giftschlange des spanischen Festlands, die auf Mallorca nicht vorkommt

Welche Schlangen auf Mallorca leben und welche die Insel gerade erobern

Beim Konsortium für die Wildtierrettung der Balearen COFIB (Consorci per a la Recuperació de la Fauna de les Illes Balears) und bei der Balearenregierung schrillen seit Jahren die Alarmglocken. Am schnellsten breiten sich die Hufeisennatter (Hemorrhois hippocrepis) und die Treppennatter (Zamenis scalaris) aus, beide sind mit den Bäumen vom Festland gekommen. Seltener gesichtet werden die Eidechsennatter (Malpolon monspessulanus), die 2006 zum ersten Mal auf Mallorca nachgewiesen wurde, und seit 2021 auch die Gelbgrüne Zornnatter (Hierophis viridiflavus). Schon viel länger auf der Insel, vermutlich seit Jahrhunderten, leben die Vipernatter (Natrix maura) und die kleine nachtaktive Kapuzennatter (Macroprotodon mauritanicus), die auf Eidechsen spezialisiert ist. Keine dieser Arten ist für Menschen gefährlich, harmlos sind sie deshalb aber nicht: Für die Inselnatur sind vor allem die Neuankömmlinge eine echte Bedrohung. Sie fressen Eidechsen, Jungvögel und seltene endemische Arten wie die Balearen-Eidechse (Podarcis lilfordi), die es nirgends sonst auf der Welt gibt.

Besonders beunruhigt hat die Fachleute ein Fund auf Sa Dragonera. Auf der unbewohnten kleinen Insel vor der Westküste, einem Naturpark und Rückzugsort der Balearen-Eidechse, hat Ende April 2025 eine Kamera von Forschern der Universität Oxford eine Hufeisennatter aufgenommen. Die Balearenregierung ließ daraufhin 95 Schlangenfallen aufstellen, 85 davon auf Sa Dragonera selbst, den Rest auf dem Inselchen Pantaleu und an der gegenüberliegenden Küste Mallorcas. Wie groß das Problem werden kann, zeigen die Nachbarinseln Ibiza und Formentera: Dort wurden allein 2025 mehr als 4.400 eingeschleppte Schlangen gefangen, meist in Gärten, unter Holzstapeln oder in Steinmauern.

TIPP: Du planst gerade deinen Mallorca-Urlaub? Wir haben in Palmanova gewohnt, die Unterkunft hat uns richtig gut gefallen und wir waren von dort schnell an fast allen Orten, die wir sehen wollten.

Sind die Schlangen auf Mallorca gefährlich?

Kurz gesagt: nein. Auf Mallorca lebt keine Schlange, deren Biss für einen Menschen ernsthaft gefährlich wäre. Die Stülpnasenotter (Vipera latastei), die in vielen Artikeln über Schlangen auf Mallorca herumgeistert, ist hier nicht zu Hause. Sie lebt in Portugal, auf dem spanischen Festland und in Nordafrika. Auf den Balearen gab es nur eine eigene Unterart auf Ibiza (Vipera latastei ebusitana), und die ist längst ausgestorben, man kennt sie nur aus Fossilfunden. Schwach giftig sind auf Mallorca nur die Kapuzennatter und die Eidechsennatter. Weil ihre Giftzähne hinten im Maul sitzen, kommen sie bei einem Abwehrbiss kaum zum Einsatz. Die Vipernatter hat trotz ihres Namens gar kein Gift, sie sieht einer Viper nur ein bisschen ähnlich.

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Wann und wo du Schlangen auf Mallorca am ehesten begegnest

Mallorca ist kein Dschungel, und hinter jeder Ecke lauert auch keine Natter. Es gibt aber Jahreszeiten und Orte, an denen eine Begegnung wahrscheinlicher ist. Wer das vorher weiß, erschrickt nicht.

Frühling und Sommer: Hauptsaison nicht nur für Urlauber

Schlangen sind wechselwarm, ihre Aktivität steigt mit der Temperatur. Im März, April und Mai kommen sie aus der Winterruhe, sind auf Futter- und Partnersuche und viel unterwegs. Genau dann melden die Behörden auf den Balearen die meisten Sichtungen, und genau dann erscheinen auch die meisten Schlangen-Schlagzeilen in deutschen Medien. Im Sommer ist auf der Insel am meisten los, dafür wird es den Tieren mittags zu heiß: Sie ziehen sich in den Schatten zurück und sind vor allem morgens und abends aktiv.

Am häufigsten sieht man Schlangen in Oliven- und Mandelhainen, rund um Fincas im Hinterland, in den typischen Trockenmauern und Steinzäunen und an den Rändern der Wanderwege in der Tramuntana. An vollen Stränden wie in Alcúdia, an der Playa de Palma oder in Magaluf ist die Wahrscheinlichkeit minimal. Zwischen Liegen, Sonnenschirmen und Musikboxen fühlt sich keine Natter wohl, auch nicht am Ballermann.

Berge über einem Stausee auf Mallorca

Herbst und Winter

Im September und Oktober wird es ruhiger, die Temperaturen sinken, die Schlangen bereiten sich auf die Winterruhe vor und sind seltener unterwegs. Spätestens im November ziehen sie sich in ihre Verstecke zurück und kommen erst im Frühjahr wieder heraus. Ausgeschlossen ist eine Begegnung im Herbst trotzdem nicht, die Hufeisennatter ist an warmen Tagen länger aktiv als die anderen Arten. Insgesamt ist das Risiko aber deutlich kleiner. Für Wanderer und Radfahrer ist der Herbst auf Mallorca ohnehin die schönste Zeit: weniger Trubel, weniger Schlangen, warmes Licht über der Landschaft.

TIPP: Wir waren sogar im Januar auf Mallorca. Die Insel ist dann angenehm leer, viele Wanderwege gehören dir fast allein, und Schlangen siehst du um diese Zeit praktisch keine.

Giftige Schlangen auf Mallorca: Was stimmt und was ist Panikmache?

Zeit, Fakten und Schauergeschichten auseinanderzusortieren.

Hufeisennatter: der größte Schreck der Insel

Die Hufeisennatter (Hemorrhois hippocrepis) ist die Schlange, um die sich die meisten Schlagzeilen drehen. Meist wird sie um einen Meter lang, auf den Balearen neigt sie aber zu Riesenwuchs, einzelne Tiere erreichen hier fast zwei Meter. Ähnlich groß kann die Treppennatter werden. Die Hufeisennatter ist schnell, wendig und beißt, wenn sie sich bedrängt fühlt, eher zu als andere Nattern. Giftig ist sie nicht, angenehm ist ein Biss von einem so großen Tier trotzdem nicht. Die Wunde kann sich entzünden und sollte ärztlich versorgt werden. Fachleute raten deshalb zu Respekt vor dieser Art, nicht wegen eines Gifts, sondern wegen ihrer Größe und Reizbarkeit.

Die Hufeisennatter hält sich am liebsten in Olivenhainen, Trockenmauern und an trockenen Hängen auf. Auf Ibiza und Formentera hat sie sich besonders stark ausgebreitet, auf Sa Dragonera wurde sie im April 2025 zum ersten Mal entdeckt. Für Urlauber gilt eine einfache Regel: Siehst du eine große Schlange, geh im Bogen um sie herum, statt stehen zu bleiben und sie wie im Fernsehen zu beobachten.

Vipernatter und Kapuzennatter: die stillen Alteingesessenen

Die Vipernatter (Natrix maura) ist kleiner, scheuer und geht Menschen viel zuverlässiger aus dem Weg. Sie lebt am Wasser, an Zisternen, Wasserbecken und Bächen, und frisst vor allem Amphibien und Fische. Gift hat sie keines, Bisse sind selten und für Menschen harmlos. Mit ihrer Zeichnung und der Art, wie sie bei Gefahr den Kopf abflacht, sieht sie einer Viper ähnlich, daher der Name. Ebenso unauffällig ist die Kapuzennatter (Macroprotodon mauritanicus), eine nachtaktive Schlange, die selten länger als einen halben Meter wird. Ihre hinteren Giftzähne braucht sie, um Eidechsen zu betäuben, für Menschen ist sie ungefährlich und auf Mallorca sogar geschützt. Beide Arten wurden vermutlich schon vor Jahrhunderten vom Menschen auf die Insel gebracht. Unproblematisch ist das nicht: Die Vipernatter frisst Kaulquappen und erwachsene Tiere der seltenen Mallorca-Geburtshelferkröte (Alytes muletensis), die es nur in den Schluchten der Tramuntana gibt, und hat deren Bestände in manchen Gewässern stark schrumpfen lassen.

Stülpnasenotter: warum du sie auf Mallorca nicht findest

Und jetzt zum Star der Gruselartikel: Die Stülpnasenotter ist wirklich giftig, auf Mallorca lebt sie aber nicht. Zu Hause ist sie auf der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika, wo sie steinige Landschaften, Hänge und lichte Wälder bewohnt. Sie ist klein, unauffällig und unverwechselbar an ihrem nach oben gebogenen Hörnchen auf der Nase zu erkennen. Mit den Balearen verbindet sie nur die Vergangenheit: Die Unterart Vipera latastei ebusitana lebte früher auf Ibiza und ist seit Langem ausgestorben.

Für deinen Urlaub heißt das: Die tatsächliche Gefahr durch Schlangen ist auf Mallorca sehr gering. Wenn du in wilderer Landschaft unterwegs bist, schau trotzdem, wohin du trittst, wohin du greifst und worüber du kletterst. Auch der Biss einer ungiftigen Natter kann sich entzünden.

TIPP: Die Drachenhöhlen (Coves del Drac) bei Porto Cristo solltest du dir auf Mallorca auf keinen Fall entgehen lassen. Der unterirdische See mit dem kleinen Konzert am Ende gehört zu den schönsten Erlebnissen der Insel.

Was tun, wenn du auf Mallorca einer Schlange begegnest?

Gut, Theorie ist das eine. Aber was machst du ganz konkret, wenn plötzlich eine Schlange vor dir auf dem Weg liegt?

So verhältst du dich richtig

Die erste und wichtigste Regel: Ruhe bewahren. Die Erschütterung deiner Schritte spürt eine Schlange lange, bevor du sie siehst, und meistens ist sie längst verschwunden, bevor du sie überhaupt bemerkst. Kommt es doch zu einer Begegnung, bleib stehen, reiz das Tier nicht, fass es nicht an und geh langsam rückwärts weg. Keine hektischen Bewegungen und bitte keine Schlange aus Neugier hochheben, auch eine ungiftige Natter verteidigt sich mit einem Biss, wenn sie sich bedroht fühlt.

Ein besonderes Auge solltest du auf Kinder haben. Kleine Entdecker sind neugierig und furchtlos, was eine wunderbare Eigenschaft ist, bei einer Schlange aber zum Problem werden kann. Erklär ihnen schon vor dem Urlaub, dass Schlangen Wildtiere sind, die man in Ruhe lässt und auf keinen Fall anfasst.

Wenn dich doch eine Schlange beißt, bleib ruhig, Panik macht alles nur schlimmer. Sauge die Wunde nicht aus, schneide und brenne nichts aus und binde nichts ab. Reinige die Bisswunde, stell den betroffenen Körperteil ruhig, halte ihn möglichst nicht über Herzhöhe und lass dich so bald wie möglich ärztlich untersuchen.

Siehst du eine Schlange, freuen sich die Behörden über eine Meldung. Zuständig ist das COFIB, im Zweifel hilft auch die örtliche Polizei oder die Notrufnummer 112 weiter. Mach aus sicherer Entfernung ein Foto von Kopf und Zeichnung, damit sich die Art bestimmen lässt. Jede bestätigte Sichtung hilft, die Ausbreitung der eingeschleppten Arten besser zu verfolgen.

Wann musst du zum Arzt?

Ganz einfach: nach jedem Schlangenbiss, egal ob die Schlange giftig war oder nicht. Auch ein harmlos wirkender Biss kann zu einer Wundinfektion, einer allergischen Reaktion oder anderen Komplikationen führen, vor allem bei Kindern, älteren Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Frag bei der Gelegenheit auch gleich, ob dein Tetanusschutz noch aktuell ist. Die Krankenhäuser in Palma, allen voran das Universitätsklinikum Son Espases, sind auf die Versorgung von Bissverletzungen voll eingestellt.

TIPP: Was gehört in den Koffer? Für Mallorca reichen feste Wanderschuhe, eine kleine Reiseapotheke mit sterilen Kompressen und Desinfektionsmittel und die Karte deiner Krankenkasse. Mehr brauchst du wegen der Schlangen nicht.

Wo du auf Mallorca wohnst, ohne dir wegen Schlangen Gedanken zu machen

Mallorca ist unglaublich vielseitig, und welche Ecke zu dir passt, hängt vor allem davon ab, was für einen Urlaub du suchst. Ein Paar, das Ruhe und Natur will, erlebt die Insel ganz anders als eine Familie mit Kindern oder eine Gruppe, die Strand und Nachtleben sucht. Grob gesagt sind der Südwesten und der Süden am beliebtesten, der Norden und das Inselinnere wirken ursprünglicher und ruhiger. Und wer ohnehin in einer Hotelanlage an der Küste wohnt, wird von Schlangen kaum etwas mitbekommen. Wenn du Mallorca wirklich kennenlernen willst, empfehlen wir dir einen Mietwagen, denn viele der schönsten Orte liegen abseits der großen Urlaubsorte.

Unsere Unterkünfte buchen wir meistens über Booking. Wir selbst haben in Palmanova gewohnt, es hat uns dort sehr gut gefallen und wir hatten es zu fast allen Orten, die wir sehen wollten, nicht weit. 

  • Palma de Mallorca: Wenn du Städte magst, ist Palma die sichere Wahl. Dich erwarten eine schöne Altstadt, enge Gassen, die Kathedrale und richtig gute Restaurants und Bars. Wir empfehlen das Puro Grand Hotel mitten im Zentrum und das Protur Naisa Palma Hotel, ein modernes Haus mit Wellnessbereich.
  • Palmanova und Magaluf: Zwei Nachbarorte, die unterschiedlicher kaum sein könnten. In Palmanova verbringst du einen ruhigeren Urlaub, der auch für Familien passt, Magaluf ist vor allem für Nachtleben und Party bekannt. Gemeinsam haben beide schöne Strände und eine gute Infrastruktur. Wir waren in Palmanova HIER und es war eine unserer besten Unterkünfte überhaupt.
  • Playa de Palma / Can Pastilla: Hier bekommst du den klassischen Badeurlaub. Ein langer Sandstrand, eine Promenade voller Restaurants, Cafés und Bars, alles nah beieinander und nur ein paar Minuten vom Flughafen entfernt.
    Wir empfehlen das Hipotels Playa de Palma Palace & Spa .
  • Alcúdia / Playa de Muro: Eine der beliebtesten Gegenden, vor allem bei Familien. Die Strände sind breit, der Sand ist fein und das Wasser wird nur ganz langsam tiefer, ideal also auch mit Kindern. Gut gefallen haben uns das Iberostar Selection Playa de Muro Village und das Hotel Astoria Playa, ein beliebtes Adults-only-Hotel.
  • Cala d’Or: Ein kleinerer, hübscher Urlaubsort im Südosten der Insel. Statt langer Strände findest du hier eher kleine Buchten mit türkisem Wasser, perfekt zum Baden. Klasse ist das Inturotel Cala Esmeralda.
  • Port de Sóller: Wenn du Ruhe, schöne Natur und ein etwas anderes Mallorca suchst, ist Port de Sóller genau richtig. Probier das Hotel Esplendido.

Aktuelle Preise und freie Zimmer vergleichst du am einfachsten über unsere Unterkunftssuche für Mallorca.

Ausflüge und Wandern: So bist du in der Natur sicher unterwegs

Mallorca ist ein Paradies zum Wandern, Radfahren und Entdecken kleiner Bergdörfer. Damit der Ausflug entspannt bleibt, reichen ein paar einfache Regeln. Zieh zum Wandern immer geschlossene Schuhe an, Sandalen sind am Strand prima, auf einem Bergpfad haben sie nichts verloren. Bleib auf markierten Wegen und sei vorsichtig, wenn du über Trockenmauern steigst, Äste zur Seite biegst oder Steine und Holz bewegst, denn genau dort halten sich Schlangen gern auf. Am Strand ist eine Begegnung sehr unwahrscheinlich, und das, was dir die Natur auf Mallorca bietet, wiegt jedes theoretische Risiko um ein Vielfaches auf.

Die Serra de Tramuntana, seit 2011 UNESCO-Welterbe, lockt mit atemberaubenden Panoramen und kurvigen Straßen durch Dörfer wie Valldemossa, Deià oder Sóller. Der Ausflug in die Bucht von Sa Calobra oder zum Cap de Formentor gehört zum Besten, was die Insel zu bieten hat, und mit ein bisschen Umsicht werden dir die Schlangen auf Mallorca dabei ganz sicher nicht gefährlich.

Mallorca im Januar und wohin es sich lohnt
Mallorca im Januar und wohin es sich lohnt

Essen, Märkte und Souvenirs: Mallorca jenseits der Schlangengeschichten

Es wäre wirklich schade, dir wegen ein paar Schlangen-Schlagzeilen die Lust auf das Beste zu verderben, was die mallorquinische Kultur zu bieten hat. Und das ist eine Menge. Auf der Insel mischen sich spanische, katalanische und mediterrane Traditionen zu einer Küche, die auch verwöhnte Feinschmecker in die Knie zwingt.

Fang im Mercat de l’Olivar in Palma an, einer Markthalle voller frischem Fisch, Inselkäse, Wurst, Gebäck und mallorquinischen Delikatessen. Probier ein paar Tapas, trink ein Glas Wein aus der Gegend um Binissalem und lass dich von der Atmosphäre treiben. Bei den Spezialitäten führt kein Weg an der Ensaïmada vorbei, dem luftigen Schneckengebäck mit Puderzucker, das zum Symbol der Insel geworden ist. Genauso typisch ist Pa amb oli, ein schlichtes Brot mit Olivenöl, Tomate und Salz, zu dem gern Käse oder Schinken kommt. In Valldemossa solltest du die Coca de patata probieren, ein süßes Kartoffelgebäck, das die ganze Gasse duften lässt.

Für Souvenirs lohnt sich der traditionelle Markt in Alcúdia, der jeden Dienstag und Sonntag stattfindet. Dort gibt es regionale Produkte, Keramik, kaltgepresstes Olivenöl und das berühmte Meersalz aus den Salinen bei Es Trenc. Wenn du etwas wirklich Besonderes mitbringen willst, schau bei einem der Familienweingüter rund um Binissalem oder in der Region Pla i Llevant vorbei und nimm eine Flasche Rotwein aus der Inselrebsorte Manto Negro mit, die außerhalb Mallorcas kaum angebaut wird.

Mallorca im Januar und wohin es sich lohnt
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Ausflüge in die Umgebung und was Mallorca sonst noch zu bieten hat

Mit nur rund 3.640 km² ist Mallorca erstaunlich abwechslungsreich. Am besten erkundest du die Insel mit einem Mietwagen.

Die Serra de Tramuntana bietet kurvige Bergstraßen mit Panoramablick und Steindörfer wie Fornalutx, das oft als eines der schönsten Dörfer Spaniens bezeichnet wird, oder das romantische Deià, in dem Künstler aus aller Welt Inspiration gesucht und gefunden haben. Die Altstadt von Alcúdia mit ihrer mittelalterlichen Stadtmauer begeistert Geschichtsfans, und der Strand Es Trenc im Süden erinnert mit türkisem Wasser und weißem Sand eher an die Karibik als ans Mittelmeer.

Wer Abenteuer mag, sollte die Buchten im Naturpark Mondragó im Südosten nicht auslassen oder durch die Schlucht Torrent de Pareis wandern, eine anstrengende, aber unvergessliche Tour, die direkt am Meer endet. Und für alle, die es wirklich wissen wollen: Die Straße hinunter nach Sa Calobra windet sich in unzähligen Haarnadelkurven die Steilküste hinab und wird von vielen deutschen Urlaubern nicht umsonst Schlangenstraße genannt. Ehrlich gesagt ist sie die einzige Schlange auf Mallorca, vor der wir echten Respekt haben.

Mallorca im Januar und wohin es sich lohnt
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Praktische Tipps für deine Reise nach Mallorca

Denk vor der Reise an deine Krankenversicherung. Als gesetzlich Versicherter bist du in Spanien über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite deiner Gesundheitskarte abgesichert, eine günstige Auslandsreisekrankenversicherung deckt aber auch Privatärzte und einen Rücktransport ab. Nach einem Schlangenbiss oder jedem anderen Unfall bist du dann schnell und ohne Sorge um die Rechnung versorgt. Nach Palma kommst du von fast allen großen deutschen Flughäfen direkt, unter anderem von Berlin, München, Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg. Der Flug dauert je nach Abflugort rund zwei bis zweieinhalb Stunden, und gerade für Ostern und die Sommerferien lohnt es sich, früh zu buchen.

Auf der Insel empfehlen wir dir einen Mietwagen, am besten für den ganzen Aufenthalt. Palma und die nähere Umgebung schaffst du auch ohne, aber die eigentliche Seele Mallorcas steckt in den Bergen und den kleinen Orten im Hinterland, wohin kaum ein Bus fährt. Offline-Karten auf dem Handy sind in den Bergen Gold wert, weil der Empfang dort oft wegbricht. Und das Leitungswasser gilt zwar als trinkbar, ist aber sehr kalkhaltig und schmeckt oft nach Chlor, deshalb trinken die meisten Wasser aus der Flasche oder gefiltert.

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Häufige Fragen zu Schlangen auf Mallorca (FAQ)

1. Gibt es giftige Schlangen auf Mallorca? Keine, die für Menschen gefährlich wäre. Die Kapuzennatter und die seltene Eidechsennatter haben ein schwaches Gift, ihre Giftzähne sitzen aber hinten im Kiefer und kommen bei einem Abwehrbiss kaum zum Einsatz. Die Stülpnasenotter, die oft mit der Insel in Verbindung gebracht wird, lebt auf dem spanischen Festland und in Nordafrika. Für Urlauber ist das Risiko minimal, wenn du auf markierten Wegen bleibst und in der Natur ein bisschen aufpasst.

2. Was tue ich, wenn mich auf Mallorca eine Schlange beißt? Ruhig bleiben, die Wunde reinigen, den betroffenen Körperteil ruhigstellen und nichts aussaugen, ausschneiden oder abbinden. Lass dich so bald wie möglich ärztlich untersuchen, die Krankenhäuser in Palma sind auf Bissverletzungen eingestellt. Im Notfall erreichst du den Rettungsdienst unter 112.

3. Wo gibt es die meisten Schlangen auf Mallorca? In Oliven- und Mandelhainen, an Trockenmauern, in Holzstapeln, in Gärten und an trockenen Berghängen im Hinterland. An den Badestränden und in den Städten sieht man sie so gut wie nie.

4. Kann ich trotz der Schlangen mit Kindern nach Mallorca fliegen? Ja, Mallorca ist ein tolles Ziel für Familien. Erklär deinen Kindern vorher, dass Schlangen Wildtiere sind, die man nicht anfasst. An den Stränden und in den Hotelanlagen ist eine Begegnung sehr unwahrscheinlich.

5. Ist die Hufeisennatter giftig? Nein. Die Hufeisennatter ist die größte eingeschleppte Schlange auf Mallorca und kann auf den Balearen fast zwei Meter lang werden, Gift hat sie aber keines. Sie beißt allerdings zu, wenn sie sich bedrängt fühlt, und so ein Biss kann sich entzünden. Deshalb gehört auch er zum Arzt.

6. Wann sind die Schlangen auf Mallorca am aktivsten? Im Frühling von März bis Mai und im Sommer morgens und abends, wenn es nicht so heiß ist. Im Herbst lässt die Aktivität nach, und im Winter ziehen sich die Tiere in ihre Verstecke zurück.

7. Wo melde ich eine Schlange auf Mallorca? Beim COFIB (Consorci per a la Recuperació de la Fauna de les Illes Balears), das auf den Balearen für die Bekämpfung der eingeschleppten Schlangen zuständig ist, oder bei der örtlichen Polizei. Ein Foto aus sicherer Entfernung hilft bei der Bestimmung der Art.

8. Gibt es auf Mallorca Schlangen am Strand oder im Meer? An beliebten Badestränden sind Schlangen eine absolute Ausnahme. Seeschlangen gibt es im Mittelmeer nicht. Die Vipernatter schwimmt zwar gut, hält sich aber an Bächen, Zisternen und Süßwasserbecken auf und nicht zwischen den Badegästen im Meer.

9. Brauche ich wegen der Schlangen eine spezielle Versicherung? Nein. Eine normale Auslandsreisekrankenversicherung reicht völlig. Sie übernimmt die Behandlung bei jedem Unfall oder jeder Krankheit, also auch nach einem Schlangenbiss, und zusätzlich einen medizinisch nötigen Rücktransport.

10. Was packe ich wegen der Schlangen für Mallorca ein? Feste, geschlossene Schuhe für Wanderungen sind Pflicht. Dazu eine kleine Reiseapotheke mit sterilen Kompressen und Desinfektionsmittel, und merk dir die europäische Notrufnummer 112. Auf Touren durch die Natur sind lange Hosen sinnvoll, und bei Steinmauern und Holzstapeln greifst du besser nicht blind hinein.

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