Aktualizováno 17.9.2026
Die Klippe in Form eines Dinosaurierkopfes, die auf jedem zweiten Indonesien-Foto auftaucht, liegt gar nicht auf Bali. Sie liegt auf der Nachbarinsel, eine gute halbe Stunde mit dem Boot ab Sanur, und die meisten merken das erst, wenn die Reise längst gebucht ist. Rund um Bali liegt eine Handvoll Inseln, die sich stärker voneinander unterscheiden, als die Karte vermuten lässt: Auf der einen rumpelst du über aufgerissene Pisten, auf der anderen gibt es weder Autos noch Roller. Wir haben die Inseln um Bali zusammengetragen, die den Umweg wert sind: womit jede einzelne punktet, wie lange die Überfahrt dauert, wie viele Tage sie braucht und welche als Tagesausflug schlicht keinen Sinn ergibt.
Kurz gefasst: die Inseln um Bali
- Nusa Penida ist die größte: 202,8 km² und rund 65.800 Einwohner. Hier stehen die spektakulärsten Klippen und liegen die mit Abstand schlechtesten Straßen.
- Nusa Lembongan und Nusa Ceningan sind klein, ruhig und ohne Mühe zu umrunden. Verbunden sind sie durch eine gelbe Brücke, über die du zu Fuß oder mit dem Roller kommst.
- Die Gili Inseln vor Lombok kennen weder Autos noch Motorräder. Unterwegs bist du zu Fuß, mit dem Rad oder in der Pferdekutsche.
- Lombok ist ein eigenes Reiseziel mit dem Vulkan Rinjani, kein Tagesausflug.
- Nusa Penida an einem einzigen Tag ist ein Fehler. Das Landesinnere ist hügelig, der höchste Punkt liegt bei 524 Metern und die Fahrten ziehen sich endlos.
- Das Klima ist trockener als auf Bali, und auf Penida siehst du das auf den ersten Blick.
- Die Boote fahren ab Sanur und ab Padangbai, bei starkem Seegang fallen sie aus.

Welche Inseln um Bali sind die beliebtesten
Indonesien hat Inseln im Überfluss. Ein paar davon liegen nur eine Bootsfahrt entfernt und lassen sich in eine ganz normale Bali-Reise einbauen. Andere verlangen einen echten Umweg und eigene Tage im Plan, dafür siehst du dort kaum noch jemanden.
| Insel | Was sie ausmacht | Wie viele Tage | Für wen |
|---|---|---|---|
| Nusa Penida | Klippen, Kelingking, Mantas | 2 bis 3 | Fotografen, Abenteurer |
| Nusa Lembongan | Ruhe, Schnorcheln, Mangroven | 2 | Paare, Familien |
| Nusa Ceningan | Blaue Lagune, kleine Runde | halber Tag | Ausflug von Lembongan |
| Gili Trawangan | Leben, Bars, Tauchen | 2 bis 3 | junge Leute, Taucher |
| Gili Air und Gili Meno | Stille, Schildkröten | 2 | wer Ruhe sucht |
| Lombok | Vulkan Rinjani, leere Strände | 5 und mehr | eigenständiger Urlaub |
| Menjangan | Korallenwand, Hirschinsel | 1 bis 2 | Taucher und Schnorchler |
| Serangan | Schildkrötenstation, Kitesurfen | halber Tag | Ausflug aus dem Süden Balis |
| Geheime Gilis vor Lombok | Nanggu, Sudak, Kedis, Leere | 1 bis 2 | wer Gili ohne Massen will |
| Gili Asahan und Gili Gede | Bucht von Sekotong, Stille | 2 | Paare, lange Aufenthalte |
| Sumbawa und Moyo | Wellen am Lakey Peak, Wildnis | 4 und mehr | Surfer und Langzeitreisende |
| Komodo und Flores | Warane, Padar, Pink Beach | 3 bis 5 | wer hinfliegt statt hinzuschippern |
Nusa Penida
Die größte der drei Inseln vor der Ostküste Balis: 202,8 Quadratkilometer und rund 65.800 Einwohner. Dazwischen liegt die Badung-Straße, und hinüber kommst du von vier verschiedenen Häfen aus.
Das Landesinnere ist hügelig, der höchste Punkt misst 524 Meter, und das Klima ist deutlich trockener als auf Bali. Die Landschaft wirkt dadurch rauer und weit weniger tropisch, als du es von Bali kennst. Kurios ist auch die Sprache: Die Einheimischen sprechen ein balinesisches Idiom, das Leute von der Hauptinsel nicht verstehen.
Was du auf Nusa Penida sehen solltest
- Kelingking Beach. Die Klippe in Form eines Dinosaurierkopfes, mit dem Strand zwischen den Zähnen. Der meistfotografierte Ort Indonesiens. Der Abstieg führt über eine steile, leiterartige Treppe und ist bei Hitze anstrengend, der Rückweg nach oben noch mehr. Den vieldiskutierten gläsernen Panorama-Aufzug gibt es bis heute nicht: Der Bau wurde 2025 gestoppt, um Genehmigungen und Abriss wird weiter gestritten, und hinunter kommst du nach wie vor nur zu Fuß.
- Angel’s Billabong. Ein natürliches Becken in der Klippe, das sich bei Ebbe umrunden lässt. Bei Flut und Wellengang ist es lebensgefährlich. Wenn die Brandung gegen den Fels schlägt, steig nicht hinein.
- Broken Beach. Ein kreisrunder Einschnitt in der Klippe mit einem natürlichen Felsbogen, durch den das Meer in die Lagune strömt.
- Crystal Bay. Der beste Strand zum Baden und gleichzeitig der Ausgangspunkt für die Touren zu den Mantas.
- Diamond Beach und Atuh. Buchten im Osten mit weißem Sand und aufragenden Felsnadeln.
- Wasserfall Peguyangan. Eine blaue Treppe, die an der Klippe klebt und zu den Quellen über dem Meer führt. Nichts für Leute mit Höhenangst.
- Tauchen mit Mantas. Der Manta Point gehört zu den besten Spots Asiens, am stärksten ist die Saison in der Trockenzeit.
Der häufigste Fehler bei Nusa Penida: einen Tagesausflug buchen. Die Insel ist groß, die Straßen schmal und kaputt, und zwischen dem westlichen und dem östlichen Zipfel sitzt du über eine Stunde im Auto. An einem Tag schaffst du zwei bis drei Orte und verbringst den Rest hinter der Windschutzscheibe. Rechne mit zwei bis drei Tagen und übernachte auf der Insel.

Nusa Lembongan und Nusa Ceningan
Die kleineren Nachbarn von Penida, untereinander verbunden durch eine gelbe Brücke, die du zu Fuß überquerst oder mit dem Roller befährst. Beide Inseln sind winzig, die Straßen ordentlich, und alles lässt sich an einem Vormittag abfahren. Das genaue Gegenteil von Penida also.
- Dream Beach und Devil’s Tear auf Lembongan, wo sich die Wellen an der Klippe brechen und als hohe Wassersäulen hochschießen.
- Der Mangrovenwald im Norden, durch den es mit dem Boot oder dem Kajak geht.
- Die Blue Lagoon auf Ceningan, türkises Wasser unter steilen Felsen.
- Schnorcheln vor der Mushroom Bay und der Crystal Bay, wo dir mit etwas Glück Mantas begegnen.
- Die Algenfarmen. Traditionelle Einnahmequelle der Einheimischen, bei Ebbe gut zu sehen.
Lembongan ist die richtige Wahl, wenn du Inselruhe ohne Organisationsaufwand willst. Zwei Tage passen genau.
Gili Inseln
Das Trio vor der Küste Lomboks hat eine entscheidende Besonderheit: Hier gibt es weder Autos noch Motorräder. Bewegt wird sich zu Fuß, mit dem Rad oder in der Pferdekutsche, und dadurch herrscht eine Stille, die du sonst nirgendwo in Indonesien erlebst.
- Gili Trawangan ist die größte und lebhafteste, mit Bars, Restaurants und Tauchbasen.
- Gili Air ist der Kompromiss: Infrastruktur ja, Trubel nein.
- Gili Meno ist die kleinste und leiseste, gut für Paare und für alle, die wirklich nichts vorhaben.
Der Hauptgrund für die Anreise ist das Schnorcheln mit Meeresschildkröten, die hier ganz selbstverständlich im flachen Wasser vor dem Strand unterwegs sind. Dazu kommen die Unterwasserskulpturen vor Gili Meno und richtig gute Tauchplätze.
Praktischer Hinweis: Von Padangbai im Osten Balis dauert die Überfahrt mit dem Schnellboot anderthalb bis zwei Stunden, aus dem Süden über Serangan eher zweieinhalb bis drei. Bei Seegang wird das unangenehm. Wer seekrank wird, nimmt rechtzeitig vorher etwas ein.

Lombok
Die große Nachbarinsel ist kein Ausflug, sondern ein eigener Urlaub. Sie ist größer, weniger touristisch und überwiegend muslimisch, die Atmosphäre also eine völlig andere als auf dem hinduistischen Bali.
- Der Vulkan Rinjani, einer der anspruchsvollsten und schönsten Treks Indonesiens. Rechne mit zwei bis drei Tagen und einem Guide.
- Die Strände im Süden rund um Kuta Lombok, leer und mit guten Wellen.
- Die Wasserfälle Sendang Gile und Tiu Kelep im Norden.
- Die Dörfer der Sasak mit traditioneller Architektur und Webkunst.

Menjangan: die besten Korallen vor Bali
Während alle nach Osten zu Penida fahren, liegt die beste Korallenwand auf der genau entgegengesetzten Seite. Menjangan ist eine unbewohnte Insel rund acht Kilometer nordwestlich von Bali und gehört zum Nationalpark Bali Barat. Der Name bedeutet auf Balinesisch wie auf Indonesisch Hirsch, und das ist wörtlich gemeint: Nach Auskunft der Einheimischen schwimmen die Rudel saisonal über die zwei Kilometer breite Meerenge herüber.

- Warum hierher: einer der intaktesten Korallengärten der Region. Die Wand fällt senkrecht in die Tiefe ab und beginnt wenige Meter vom Ufer, davon hat also auch der Schnorchler etwas und nicht nur der Taucher.
- Wann: von April bis November ist die Sicht am besten. In der Regenzeit drückt der Eintrag vom Festland sie nach unten.
- Wie du hinkommst: mit dem Boot aus dem Dorf Sumberkima oder aus Pemuteran, die Überfahrt dauert rund eine halbe Stunde. Du betrittst einen Nationalpark, es fällt also Eintritt an und du fährst mit einem registrierten Guide.
- Wo du schläfst: in Pemuteran an der Nordwestküste Balis. Ein ruhiges Dorf mit Tauchbasen, in dem du obendrein direkt vom Strand aus über dem künstlichen Riffprojekt Biorock schnorcheln kannst.
- Auf der Insel stehen drei hinduistische Tempel, dazu lebt dort eine Handvoll Mönche. Weder Unterkunft noch Laden.
Warum hier fast niemand auftaucht: Aus dem Süden Balis sind es vier Stunden Fahrt über die Berge. Genau deshalb ist es hier leer. Es lohnt sich, das mit dem Norden zu verbinden, also mit Lovina und den Wasserfällen rund um Munduk, statt es als Tagesausflug von Kuta aus durchzuprügeln.
Serangan: die Schildkröteninsel vor den Toren Denpasars
Die nächstgelegene Insel zu Südbali, und zwar so nah, dass sie seit 1990 über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Du fährst also mit dem Auto oder dem Roller hin. Sie taugt als halbtägiger Abstecher, nicht als Ziel für eine Übernachtung.
- Die Schildkrötenstation. Auf der Insel arbeitet eine Auffangstation für Meeresschildkröten, die verletzte Tiere pflegt und Jungtiere aussetzt. Das ist der Gegenentwurf zum früheren Ruf der Insel, auf der mit Schildkröten gehandelt wurde.
- Kitesurfen und Windsurfen. Die flache Lagune mit Seitenwind ist der beste Ort im Süden Balis, um damit anzufangen.
- Der Tempel Pura Sakenan, einer der bedeutenden Tempel Südbalis, an dem große Feste stattfinden.
- Bootsabfahrten. Ab Serangan legen Schnellboote nach Nusa Penida und Lembongan ab, meist günstiger als ab Sanur.
Die geheimen Gilis vor Südwest-Lombok
Die berühmten Gili Inseln sind drei an der Zahl. Das Wort gili heißt in der Sprache der Sasak aber schlicht kleine Insel, und rund um Lombok gibt es davon Dutzende. Die interessanten liegen in der Bucht von Sekotong im Südwesten, wo so gut wie niemand hinfährt.
- Gili Nanggu. Die bekannteste aus diesem Trio, mit weißem Sand und einem Riff direkt vor dem Ufer. Als Tagestour mit dem Boot vom Festland machbar.
- Gili Sudak. Noch kleiner, mit einem einzigen Restaurant und einer flachen Lagune.
- Gili Kedis. Ein Eiland, das du in fünf Minuten umrundest. Dort ist nichts, und genau das ist der Sinn der Sache.
- Wie du hinkommst: mit dem Boot vom Anleger in Sekotong, die Fahrt dauert je nach Insel ein paar Minuten bis eine halbe Stunde. Abgesprochen wird das mit den einheimischen Fischern oder über die Unterkunft.
Stell dich darauf ein, dass es hier weder Geldautomaten noch eine Apotheke noch verlässlichen Empfang gibt. Das ist ein Ausflug zum leeren Strand, nicht zur Ausstattung.
Gili Asahan und Gili Gede: die Gilis für den längeren Aufenthalt
In derselben Bucht von Sekotong liegen zwei größere Inseln, die als einzige dieser Gruppe echte Unterkünfte haben und sich für mehrere Nächte eignen.
- Gili Gede ist die größte davon, mit Dörfern, in denen du zwischen den Häusern hindurchgehen und den ganz normalen Alltag sehen kannst, dazu ein paar Ökoresorts.
- Gili Asahan ist kleiner und ruhiger, mit einem Aussichtspunkt auf dem Hügel und Sonnenuntergängen über Bali.
- Anreise: mit dem Boot ab Sekotong, rund fünfzehn Minuten Fahrt. Vom Flughafen Lombok bis zum Anleger ist es etwa eine Stunde.
- Für wen: für alle, die Gili-Atmosphäre ohne Bars und ohne Masse wollen, und für Langzeitreisende, denen langsames Tempo liegt.
Sumbawa und Moyo: wohin der Tourismus nicht reicht
Hinter Lombok beginnt Sumbawa, eine Insel deutlich größer als Bali, auf die es nur ein Bruchteil der Besucher schafft. Das ist kein Ausflug, das ist eine eigene Reise.
- Der Lakey Peak zählt zu den besten Surfwellen Indonesiens, drumherum ist eine ganze kleine Surfersiedlung entstanden.
- Moyo, die Insel vor der Nordküste Sumbawas, mit Wasserfällen, Flughunden und einem Luxusresort, das durch den Aufenthalt von Prinzessin Diana in den Neunzigern berühmt wurde.
- Der Vulkan Tambora, dessen Ausbruch 1815 die stärkste je aufgezeichnete Eruption war und das sogenannte Jahr ohne Sommer auslöste. Mit Guide ist die Besteigung möglich.
- Wie du hinkommst: mit der Fähre von Lombok nach Poto Tano oder per Flug nach Bima oder Sumbawa Besar.
Komodo und Flores: die Inseln, zu denen man fliegt
Das sind keine Inseln mehr „um Bali“ im üblichen Sinn, aber sie gehören zu den häufigsten verlängerten Abstechern und landen bei vielen im Reiseplan. Von Denpasar aus ist es rund eine Flugstunde nach Labuan Bajo am Westzipfel von Flores, von wo alle Boote ablegen.

- Der Nationalpark Komodo besteht aus drei großen Inseln, nämlich Komodo, Padar und Rinca, dazu 26 kleinere. Seit 1991 steht er auf der UNESCO-Liste.
- Komodowarane. Schätzungen sprechen von rund 1.700 Tieren auf Komodo und 1.300 auf Rinca. Auf Padar sind sie ausgestorben. Unterwegs bist du immer mit einem Ranger, nie allein.
- Padar ist der meistfotografierte Ort ganz Indonesiens: Der Aufstieg auf den Grat zeigt dir drei Buchten mit unterschiedlich gefärbtem Sand auf einen Blick.
- Der Pink Beach. Der Sand schimmert rosa, weil sich feine Bruchstücke roter Korallen unter den weißen Sand mischen.
- Tauchen. Manta Alley, Batu Bolong und Crystal Rock gehören zu den besten Spots des Landes, allerdings herrschen hier kräftige Strömungen. Kein Revier für Anfänger.
- Wie du das angehst: entweder mit ein- bis zweitägigen Touren ab Labuan Bajo oder mit einem sogenannten Liveaboard, also einer mehrtägigen Fahrt mit Übernachtung an Bord. Die zweite Variante ist teurer, aber die einzige, die Sinn ergibt, wenn du mehr als zwei Stopps sehen willst.
Wie viele Tage du einplanen solltest: mindestens drei, ideal vier bis fünf. Ein Tag bringt gar nichts, weil allein Hin- und Rückflug zwei halbe Tage verschlingen und die Boote früh am Morgen ablegen.
Wie du zu den Inseln um Bali kommst
- Ab Sanur fahren Schnellboote nach Nusa Penida und Lembongan, die Überfahrt dauert je nach Anbieter und Anleger dreißig bis fünfundvierzig Minuten.
- Ab Padangbai im Osten geht es nach Penida, nach Lombok und zu den Gilis.
- Zu den Gilis rechne ab Padangbai mit anderthalb bis zwei Stunden, ab Serangan im Süden eher mit zweieinhalb bis drei.
- Buche vorher, besonders in der Hochsaison und für die Morgenverbindungen.
- Bei starkem Seegang fallen die Boote aus. Plane die Rückfahrt nicht auf den Abflugtag, das Risiko ist real.
- Nach Menjangan geht es ab Pemuteran oder ab Sumberkima im Nordwesten Balis, rund dreißig Minuten Fahrt. In den Nordwesten sind es aus dem Süden der Insel vier Stunden mit dem Auto.
- Nach Serangan kommst du mit dem Auto oder dem Roller über den Damm, ganz ohne Boot.
- In die Bucht von Sekotong im Südwesten Lomboks fährst du vom Flughafen Lombok etwa eine Stunde mit dem Auto, weiter dann per Boot, je nach Insel wenige Minuten bis eine halbe Stunde.
- Nach Sumbawa mit der Fähre von Lombok nach Poto Tano oder per Flug nach Bima oder Sumbawa Besar.
- Nach Komodo per Flug von Denpasar nach Labuan Bajo, rund eine Stunde, und von dort mit dem Boot. Über Lombok und Sumbawa mit Fähren dauert dasselbe mehrere Tage.
Ausgangspunkt für all das ist Denpasar. Einen regulären Direktflug von Deutschland nach Bali gibt es nicht, du fliegst ab Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf mit einem Umstieg, typischerweise in Doha, Dubai, Istanbul, Singapur oder Kuala Lumpur, und bist mit rund 17 bis 20 Stunden Gesamtreisezeit unterwegs. Die Zeitverschiebung nach Bali beträgt im deutschen Sommer sechs, im Winter sieben Stunden. Plane den ersten Tag nach der Landung deshalb nicht als Bootstag ein.
Wo du übernachtest
Jede Insel hat ihre eigene Logik. Auf Nusa Penida schläft man meist im Norden am Anleger von Toyapakeh, weil die Fahrten von dort am kürzesten sind. Auf Lembongan ist Jungutbatu das Zentrum, auf Gili Trawangan zieht sich die Unterkunft an der Küste entlang.
- Backpacker: ein Bett im Hostel oder ein einfacher Bungalow für etwa 150.000 bis 300.000 IDR (rund 7 bis 15 €) pro Person und Nacht.
- Mittelklasse: Zimmer mit Pool ab 500.000 bis 1.000.000 IDR (rund 25 bis 50 €).
- Auf Penida: Das Angebot ist kleiner und in der Saison ausgebucht, reserviere mit Vorlauf.
- Praktischer Rat: Prüfe, ob die Unterkunft durchgehend Strom und warmes Wasser hat. Auf den kleineren Inseln ist das keine Selbstverständlichkeit.
- Für Menjangan schläfst du in Pemuteran auf Bali, wo es Pensionen ab etwa 300.000 IDR (rund 15 €) und Resorts mit Spa gibt. Auf der Insel selbst existiert keine Unterkunft.
- In der Bucht von Sekotong sind Gili Gede und Gili Asahan am weitesten entwickelt, dort haben Ökoresorts Zimmer ab etwa 400.000 IDR (rund 20 €). Nach Nanggu, Sudak und Kedis fährt man nur für einen Tag.
- In Labuan Bajo findest du alles vom Hostel bis zum Fünfsternehotel, aber die Preise liegen rund ein Drittel über Bali, weil dort alles herangeschafft werden muss.
Aktuelle Preise und Verfügbarkeit vergleichst du über das Unterkunftsangebot auf den Inseln um Bali.
Häufige Fragen zu den Inseln um Bali
Welche Insel um Bali soll ich wählen?Nusa Penida, wenn es dir um die dramatischen Klippen und um Kelingking Beach geht. Nusa Lembongan, wenn du Ruhe willst und eine Insel, die sich mühelos abfahren lässt. Die Gili Inseln fürs Schnorcheln mit Schildkröten und für die Stille ohne Autos. Und Lombok als eigenständigen Urlaub mit dem Vulkan Rinjani.
Reicht für Nusa Penida ein Tagesausflug, oder sollte man übernachten?Übernachten. An einem Tag siehst du zwei bis drei Orte und verbringst den Rest im Auto. Die Insel misst über 200 Quadratkilometer, das Landesinnere ist hügelig und die Straßen sind schmal und aufgerissen. Rechne mit zwei bis drei Tagen und schlaf vor Ort.
Wie lange dauert die Überfahrt von Bali nach Nusa Penida?Ab Sanur je nach Reederei und Zielhafen dreißig bis fünfundvierzig Minuten mit dem Schnellboot, ab Serangan eher fünfundvierzig bis sechzig. Zu den Gili Inseln rechne ab Padangbai mit anderthalb bis zwei Stunden. Bei starkem Seegang werden die Verbindungen gestrichen, plane den Rückweg also nicht auf den Abflugtag.
Gibt es auf den Gili Inseln Autos?Nein, und Motorräder auch nicht. Unterwegs bist du zu Fuß, mit dem Rad oder in der Pferdekutsche, und dadurch herrscht dort eine Stille, die du sonst nirgends in Indonesien findest.
Wo kann man mit Mantarochen schwimmen?Vor Nusa Penida, wo der Manta Point einer der besten Spots Asiens ist. Die Boote starten meist in der Crystal Bay, und am stärksten ist die Saison in der Trockenzeit.
Ist Nusa Penida gefährlich?Gefährlich sind zwei Dinge, und beide lassen sich vermeiden. Erstens Angel’s Billabong: Das natürliche Becken ist nur bei Ebbe und ruhiger See sicher, bei Flut und Wellengang schlägt das Wasser hinein und es wird lebensgefährlich. Wenn die Brandung gegen den Fels donnert, steig gar nicht erst hinunter. Zweitens der Verkehr: Die Straßen sind schmal, steil und kaputt, und der Roller ist hier ein anderes Kaliber als in Ubud. Wer wenig Übung hat, nimmt besser Fahrer und Auto.
Was unterscheidet Nusa Lembongan von Nusa Penida?Lembongan ist viel kleiner, ruhiger und hat ordentliche Straßen, du fährst sie an einem Vormittag komplett ab. Penida ist groß, rau und mit zerfahrenen Pisten, dafür stehen dort die spektakulärsten Klippen und liegen die besten Tauchplätze.
Lohnt sich Lombok von Bali aus?Nur wenn du fünf Tage oder mehr hast. Lombok ist kein Ausflug, sondern ein eigenes Reiseziel: größer, weniger touristisch und überwiegend muslimisch, die Stimmung also eine ganz andere als auf dem hinduistischen Bali.
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