Aktualizováno 27.9.2026
Wer im deutschen November über den Rhein oder die Spree ins Grau schaut, versteht sofort, warum so viele nach Madeira fliegen. Nach rund vier Stunden landest du auf einer Insel, auf der die Nachmittage auch im Januar noch T-Shirt-warm sind und die im August nie so drückend wird wie das spanische Festland. Die Frage nach der Madeira beste Reisezeit ist deshalb weniger „ob“ als „wofür“. Und sie hat einen Haken, den kaum ein Klimadiagramm zeigt: Am selben Vormittag kannst du im Süden am Pool liegen und eine Stunde später auf einem Bergkamm im Nebel stehen und frieren.
Genau darum geht es hier. Du bekommst das Wetter auf Madeira Monat für Monat mit den amtlichen Mittelwerten des portugiesischen Wetterdienstes IPMA, dazu Wassertemperatur und Regen. Vor allem aber erklären wir, was uns auf der Insel am meisten überrascht hat: das Mikroklima. Warum der Süden trocken ist und der Norden grün, warum die Berge eine eigene Welt sind und wann du fliegen solltest, je nachdem, ob du baden, Levadas wandern oder frühmorgens auf dem Pico do Arieiro über einem Wolkenmeer stehen willst.
Madeira beste Reisezeit auf einen Blick
- Frühling das ganze Jahr: In Funchal liegen die Tageswerte im Winter bei rund 20 bis 21 °C und von Juli bis Oktober bei 25 bis 27 °C. Echte Extreme sind selten.
- Baden: Am wärmsten ist das Meer von August bis Oktober (23 bis 24 °C). Über 20 °C hat es ungefähr von Juni bis November.
- Levadas und Wandern: Am besten April bis Juni und September. Dann ist es im Süden trocken, die Insel blüht und die Temperaturen passen zum Gehen. Der Oktober ist noch warm, bringt aber schon deutlich mehr Regen.
- Norden und Süden sind zwei Welten: Der Süden ist trocken und sonnig, der Norden (Porto Moniz, São Vicente) spürbar nasser und windiger.
- In den Bergen ist es ein anderes Klima: Auf dem Pico do Arieiro (1.818 m) ist es rund 8 bis 12 °C kühler als unten in Funchal, im Winter auch mal unter null.
- Die nasseste Zeit: Oktober bis Februar, am meisten Regen fällt im Dezember. Selbst dann regnet es aber selten den ganzen Tag, meist sind es Schauer.
Madeira Wetter: Frühling das ganze Jahr, Mikroklima zwischen Nord und Süd, Küste und Bergen
Madeira liegt mitten im Atlantik, ungefähr auf der Höhe von Casablanca. Weil rundherum nur Ozean ist, wird es hier weder richtig heiß noch richtig kalt. Das nennt man subtropisch-ozeanisches Klima, und wie gleichmäßig es ist, zeigen die Zahlen von IPMA: Zwischen dem kühlsten Monat (Februar, Tagesmittel 16,8 °C) und dem wärmsten (August, 23,7 °C) liegen in Funchal nicht einmal 7 Grad. Der Beiname „Insel des ewigen Frühlings“ ist also keine Werbefloskel, sondern ziemlich genau.
Wichtig ist aber etwas anderes: Auf Madeira gibt es nicht das eine Wetter. Die Insel ist klein, aber extrem zerklüftet. In der Mitte ragen Gipfel über 1.800 Meter auf, und sie wirken wie eine natürliche Mauer. Genau diese Mauer macht das Wetter auf Madeira zur Lotterie, manchmal schon innerhalb eines einzigen Tages.
Süden gegen Norden
Das ist Regel Nummer eins. Der Süden der Insel (Funchal, Câmara de Lobos, Calheta) ist trocken und sonnig, weil die Berge die Wolken abfangen, die der Nordostwind heranschiebt. Der Norden (Porto Moniz, São Vicente, Santana) ist dafür grüner, nasser und windiger: Die Wolken bleiben an den Kämmen hängen und regnen genau dort ab. Wenn es im Süden regnet, fahr einfach durch einen der Tunnel auf die andere Seite, oder umgekehrt. Erstaunlich oft klappt das.
Küste gegen Berge
Regel Nummer zwei: Je höher du kommst, desto kühler und wolkiger wird es. Während unten am Meer die Sonne scheint, hängt zwischen etwa 1.000 und 1.500 Metern oft ein Wolkengürtel. Manchmal musst du nur darüber hinausfahren, und schon stehst du in der Sonne „über den Wolken“. Genau das ist der Zauber der Gipfel auf Madeira.
Derselbe Wolkengürtel bedeutet auch Nebel auf den Levadas, vor allem auf denen im Gebirge und im Norden. Wege wie der Caldeirão Verde bei Santana, 25 Fontes und Rabaçal oder die Waldabschnitte rund um Ribeiro Frio liegen oft selbst dann im Nebel, wenn im Süden die Sonne scheint. Manchmal ist das richtig stimmungsvoll (siehe den Nebelwald von Fanal), manchmal kostet es dich die Aussicht. Aussichtsreiche Touren startest du deshalb besser am Vormittag, wenn der Himmel meist klarer ist.
Wind
Der dritte Faktor, den man leicht unterschätzt, ist der Wind. Madeira liegt im Bereich der Passatwinde, und aus Nordost weht es hier den größten Teil des Jahres. Am stärksten spürst du ihn auf den ausgesetzten Kämmen und auf der Halbinsel Ponta de São Lourenço, wo es keinen Windschatten gibt, und an der Nordküste (Porto Moniz, São Vicente), wo Wind und Brandung auch darüber entscheiden, ob die Naturschwimmbecken geöffnet sind. Starker Wind kann außerdem den Flughafen Funchal lahmlegen: Verspätete oder umgeleitete Flüge gehören hier fast zur Folklore, rechne damit vor allem im Winterhalbjahr und plane bei der Rückreise nach Deutschland lieber etwas Puffer ein. Für Kammwege und Aussichtspunkte gehört eine Windjacke auch im Sommer in den Rucksack.
Mikroklima im Vergleich: Süden, Norden und Berge
Damit du siehst, wie stark sich das Wetter auf Madeira je nach Ort unterscheidet, haben wir die drei wichtigsten Zonen in einer Tabelle zusammengefasst. Die Unterschiede zwischen ihnen sind oft größer als die zwischen den Jahreszeiten.
| Region | Typisches Wetter | Tagestemperaturen | Gut für |
|---|---|---|---|
| Süden (Funchal, Câmara de Lobos, Calheta) | Am trockensten und sonnigsten, die Berge halten die Wolken ab | ca. 20–27 °C | Baden, Entspannen, Stadt |
| Norden (Santana, São Vicente, Porto Moniz) | Grüner, feuchter und windiger, mehr Schauer und Nebel | 1–3 °C kühler als im Süden | Levadas, Natur, Naturschwimmbecken |
| Berge (Pico do Arieiro, Pico Ruivo, 1.800+ m) | Kühl und wechselhaft, oft Wolken und Inversion, im Winter Frost und Schnee | 8–12 °C kühler als in Funchal | Sonnenaufgänge, Kammwanderungen |
💡 Tipp: Verlass dich nicht auf eine einzige Vorhersage für „Madeira“. Schau getrennt nach Funchal (Süden), Porto Moniz (Norden) und Pico do Arieiro (Berge). Zur selben Stunde kann es an einem Ort sonnig sein und am anderen durchregnen.

Madeira Klimatabelle: das Wetter Monat für Monat
Die Tabelle zeigt, was du vom Wetter auf Madeira in jedem Monat erwarten kannst. Luft, Regen und Regentage sind die amtlichen Klimanormalwerte des portugiesischen Wetterdienstes IPMA für das Observatorium Funchal (58 m, Zeitraum 1991–2020), als Regentag zählt ein Tag mit mindestens 1 mm. Die Wassertemperatur sind satellitengestützte Durchschnittswerte für die Küste vor Funchal, keine amtlichen Werte. Alles gilt für die Südküste; im Norden und in der Höhe rechnest du kühler und feuchter. Und es sind langjährige Mittelwerte, keine Garantie für deine Urlaubswoche.
| Monat | Tag (°C) | Nacht (°C) | Meer (°C) | Regen (mm) | Regentage |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 20 | 14 | 18,5 | 67 | 6,2 |
| Februar | 20 | 14 | 18 | 72 | 5,5 |
| März | 21 | 14 | 17,5 | 62 | 5,8 |
| April | 21 | 15 | 18 | 45 | 4,7 |
| Mai | 22 | 16 | 19 | 27 | 3,3 |
| Juni | 24 | 18 | 20,5 | 8 | 1,0 |
| Juli | 25 | 20 | 22 | 2 | 0,3 |
| August | 27 | 21 | 23 | 1 | 0,4 |
| September | 27 | 20 | 24 | 23 | 3,1 |
| Oktober | 25 | 19 | 23 | 91 | 7,0 |
| November | 23 | 17 | 21,5 | 80 | 7,3 |
| Dezember | 21 | 16 | 20 | 95 | 8,6 |
Was heißt das für deine Planung? In Funchal fallen im Jahr rund 575 mm Regen, gut ein Viertel weniger als im deutschen Mittel (knapp 800 mm) und ungefähr so viel wie in Berlin und Brandenburg. Fast alles davon kommt im Winterhalbjahr herunter: Am nassesten ist der Dezember mit rund 95 mm, gleich danach folgt schon der Oktober, während Juli und August mit 1 bis 2 mm praktisch trocken sind. Selbst in den nassen Monaten regnet es an nur sechs bis neun Tagen, und meist in Schauern statt den ganzen Tag. Sonne hast du im Süden im Hochsommer gut sieben Stunden am Tag, im Dezember und Januar etwa viereinhalb bis fünf.
💡 Tipp: Wenn es dir nur ums Baden geht, nimm August, September oder Oktober, dann ist das Meer mit 23 bis 24 °C am wärmsten. Im Frühling (März bis Mai) ist das Wasser dagegen paradoxerweise am kühlsten, obwohl die Luft schon angenehm warm ist.
Madeira beste Reisezeit: Wandern, Baden, Levadas und Wale
Die gute Nachricht zuerst: Einen schlechten Monat gibt es auf Madeira praktisch nicht, nur unterschiedliche Monate für unterschiedliche Dinge. So sieht unsere Empfehlung aus, je nachdem, was du von der Reise erwartest:
- Wandern und Levadas: am besten April bis Juni und September, mit Abstrichen auch der Oktober. Es ist trocken, die Insel ist grün und blüht, zum Gehen hast du ideale 21 bis 24 °C, und die großen Ferienwellen sind noch nicht oder nicht mehr da. Im Mai kommt in Funchal das Blumenfest dazu.
- Baden und Strand: Juli bis Oktober, wenn das Meer 22 bis 24 °C hat. Sandstrände hat Madeira kaum (eher Kiesel und die Naturschwimmbecken von Porto Moniz), man fliegt also nicht in erster Linie „ans Meer“ hierher, aber baden kannst du richtig angenehm.
- Wale und Delfine: das ganze Jahr, die beste Zeit ist aber April bis Oktober. Delfine und Grindwale leben hier dauerhaft, im Frühling kommen durchziehende Pottwale und Furchenwale dazu. Die Boote legen in Funchal ab, und die Touren am Vormittag haben meist die besten Chancen.
- Ruhe und Winterflucht: November bis März. Es ist feuchter, aber tagsüber immer noch 20 bis 23 °C, und abseits der Feiertage ist auf der Insel spürbar weniger los. Rund um Weihnachten und Silvester sieht es anders aus: Das berühmte Feuerwerk über der Bucht von Funchal zieht viele Besucher an, Flüge und Unterkünfte buchst du dafür besser früh.
Ende September ist auf Madeira ein Volltreffer: warmes Meer, klare Tage für Touren und die Marina in Funchal, an der du abends lange draußen sitzen kannst. Walbeobachtung und Levada-Touren buchst du über GetYourGuide →
💡 Tipp: Du willst weder Gedränge noch Hitze und trotzdem ziemlich sicher trockenes Wetter? Setz auf den September: Das Meer ist so warm wie sonst nie im Jahr, es regnet wenig, und nach der Augustspitze wird es ruhiger. Behalte nur die Herbstferien in den einzelnen Bundesländern im Blick, dann sind wieder mehr Familien unterwegs.

Wetter in den Bergen (Pico do Arieiro) und Wolken
Diesen Teil unterschätzen viele, und dann frieren sie oben in kurzen Hosen. Der Pico do Arieiro ist mit 1.818 Metern der dritthöchste Gipfel Madeiras, und das Wetter dort hat mit dem unten am Meer wenig zu tun. Als Faustregel gilt: Auf dem Gipfel ist es rund 8 bis 12 °C kühler als in Funchal. Im Sommer misst du oben also oft nur 10 bis 15 °C, am frühen Morgen noch weniger, und im Winter liegen die Temperaturen um den Gefrierpunkt oder darunter, gelegentlich mit Schnee oder Raureif.
Der zweite Punkt sind die Wolken. Die Berge „machen“ sich ihre Wolken selbst: Feuchte Luft vom Ozean steigt an ihnen auf, kühlt ab und kondensiert. So kann es passieren, dass die halbe Insel unter Wolken liegt, du aber mit dem Auto über den Wolkengürtel fährst (ungefähr ab 1.500 m) und plötzlich in der Sonne über einem Wolkenmeer stehst. Das ist der berühmte Blick von den Postkarten.
Wann hast du die besten Chancen? Früh am Morgen, am besten zum Sonnenaufgang. Morgens ist die Luft meist am klarsten, und die Inversion (Wolken unter dir, Gipfel darüber) ist dann am wahrscheinlichsten. Nur ändert sich das Wetter in den Bergen von Minute zu Minute: An einem Morgen ist alles glasklar, am nächsten stehst du „in der Milchsuppe“ und siehst keine fünf Meter weit.

💡 Tipp: Bevor du zum Pico do Arieiro hochfährst oder die Tour Arieiro → Ruivo gehst, schau dir die Bergvorhersage und die Webcams an (mountain-forecast.com oder die Live-Kameras am Gipfel). Das erspart dir eine vergebliche Fahrt in den Nebel. Und pack immer mehrere Schichten ein, auch im August.
Was du einpacken solltest
Das Zauberwort für Madeira heißt Zwiebelprinzip. Das Wetter wechselt mit der Höhe und mit der Inselseite, also willst du Auswahl im Koffer haben. Unsere bewährte Grundausstattung für jede Jahreszeit:
- Leichte Regenjacke: auch im Sommer, wegen der Schauer im Norden und in den Bergen.
- Zusätzliche Schichten (Pullover, Fleece): für Ausflüge in die Berge, wo es deutlich kühler ist.
- Bequeme Wanderschuhe mit gutem Profil: Die Levadas sind oft nass und rutschig.
- Badesachen und Sonnencreme: Die Sonne im Süden brennt auch im Winter, die UV-Strahlung ist stärker, als du denkst.
- Stirnlampe: wenn du zum Sonnenaufgang auf den Pico do Arieiro willst oder Levadas mit Tunneln gehst.
- Lange Hose und Langarmshirt: für die kühleren Abende, im Winter gehen die Nächte an der Küste auf rund 14 °C zurück.
Die Unterkunft suchst du am besten danach aus, was du vorhast: Für Sonne und Komfort den Süden rund um Funchal, zum Wandern und für Ruhe den Norden. Welche Orte sich als Basis eignen, haben wir im Beitrag Madeira wo übernachten: 12 Orte zwischen sonnigem Süden und grünem Norden zusammengestellt. Unterkünfte in Funchal und Umgebung findest du hier →
Wie es weitergeht
- Madeira Sehenswürdigkeiten: was du auf der Insel sehen solltest
- Madeira: die schönsten Orte der Insel
- Madeira wo übernachten: die besten Orte für deine Unterkunft
Welche Orte du dann nicht verpassen solltest, zeigt Madeira Sehenswürdigkeiten.
Häufige Fragen zur besten Reisezeit für Madeira
Wie ist das Klima auf Madeira übers Jahr? Subtropisch und sehr mild, nicht umsonst heißt Madeira „Insel des ewigen Frühlings“. In Funchal liegen die Tageshöchstwerte laut IPMA im Winter bei rund 20 bis 21 °C und von Juli bis Oktober bei 25 bis 27 °C, echte Hitze oder Kälte gibt es an der Küste kaum. Zwischen dem kühlsten und dem wärmsten Monat liegen beim Tagesmittel nicht einmal 7 Grad.
Wann ist die beste Reisezeit für Madeira? Das hängt davon ab, was du vorhast. Zum Wandern und für die Levadas sind April bis Juni und September ideal (trocken, blühende Insel, angenehme Temperaturen), der Oktober ist warm, aber schon regnerischer. Zum Baden eignen sich August bis Oktober, wenn das Meer am wärmsten ist. Für Ruhe und Winterflucht die Monate von November bis März außerhalb der Feiertage. Einen wirklich schlechten Monat gibt es nicht.
Wie warm ist das Meer auf Madeira? Am wärmsten ist der Atlantik von August bis Oktober mit rund 23 bis 24 °C. Am kühlsten ist er im Frühling (März und April) mit etwa 17,5 bis 18 °C. Über 20 °C hat das Wasser ungefähr von Juni bis November, im Mai und Dezember liegt es knapp darunter. Wer nicht empfindlich ist, badet aber fast das ganze Jahr.
Hat Madeira eine Regenzeit? Eine echte Regenzeit nicht, aber ein deutlich nasseres Winterhalbjahr. In Funchal fallen im Jahr rund 575 mm, weniger als im deutschen Mittel von knapp 800 mm. Am meisten regnet es von Oktober bis Februar, der nasseste Monat ist der Dezember, während Juli und August fast trocken sind. Auch im Winter regnet es selten den ganzen Tag, meist sind es Schauer.
Wo ist es auf Madeira am wärmsten und warum ist der Norden anders? Am wärmsten und trockensten ist die Südküste zwischen Funchal, Câmara de Lobos und Calheta. Schuld sind die Berge in der Inselmitte: Der Nordostwind treibt feuchte Luft vom Ozean heran, sie staut sich an den hohen Kämmen und regnet im Norden (Porto Moniz, São Vicente) ab. Im Süden kommt dann trockene, sonnige Luft an. Deshalb ist der Süden wärmer und sonniger, der Norden grüner und nasser.
Wie ist das Wetter auf dem Pico do Arieiro? Deutlich kühler als unten. Auf dem Gipfel (1.818 m) ist es rund 8 bis 12 °C kälter als in Funchal, im Sommer oft nur 10 bis 15 °C, im Winter auch unter null mit Schnee oder Raureif. Pack warme Schichten und eine Windjacke ein, auch im Sommer, und schau vorher auf die Bergvorhersage und die Webcams.
Was ist das Wolkenmeer auf Madeira und wann siehst du es? Das ist eine Inversion: Die Wolkendecke liegt unter den Gipfeln, und du stehst darüber in der Sonne. Am häufigsten erlebst du sie früh am Morgen, am besten zum Sonnenaufgang auf dem Pico do Arieiro. Garantiert ist sie aber nicht, das Wetter in den Bergen ändert sich innerhalb von Minuten, deshalb lohnt sich der Blick auf Bergvorhersage und Webcams.
Ist Madeira im Winter warm? Ja, zumindest an der Küste. Tagsüber hast du in Funchal von Dezember bis Februar rund 20 bis 21 °C, nachts etwa 14 °C, das Meer hat 18 bis 20 °C. Es ist feuchter als im Sommer und in den Bergen kalt, aber zum Wandern und als Flucht vor dem deutschen Winter ist Madeira ideal. Nur rund um Weihnachten und Silvester wird es voll.
Wann sollte man lieber nicht nach Madeira reisen? Einen wirklich schlechten Monat gibt es nicht. Wenn du aber sicher im warmen Meer baden willst, meide den Frühling (März und April), dann ist das Wasser am kühlsten. Wer Gedränge nicht mag, lässt die Augustspitze und die Tage um Silvester aus. Der September bietet genauso warmes Meer bei mehr Ruhe.
Wann ist die beste Reisezeit für Madeira zum Wandern? Für Touren und Levadas sind April bis Juni und September am besten: trocken, angenehme 21 bis 24 °C und eine grüne Insel. Der Oktober geht auch, bringt aber schon deutlich mehr Regen. Denk daran, dass viele Levadas über die feuchtere Nordseite und durchs Gebirge führen, also nimm auch bei Sonne im Süden eine Regenjacke und feste Schuhe mit.
Gibt es auf Madeira Schnee? An der Küste nie, in den höchsten Bergen schon. Auf den Gipfeln um 1.800 Meter (Pico do Arieiro, Pico Ruivo) gibt es in manchen Wintermonaten Schnee und Raureif. Für die Leute aus Funchal, wo es zur selben Zeit um die 20 °C hat, ist das ein beliebter Tagesausflug.
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