Indonesien · 24.1.2026

Nusa Penida Reisetipps: Klippen, Mantas, Tempelhöhle und wo du wohnst

ostrov Nusa Penida Bali

Aktualizováno 27.9.2026

Auf der Landkarte sieht Nusa Penida aus wie ein Anhängsel von Bali, und viele buchen die Insel auch genau so: als Tagesausflug zwischen Strandtag und Tempelbesuch. Wer dann oben an der Klippe von Kelingking steht, merkt schnell, dass das zu kurz gedacht ist. Trotz des Booms der letzten Jahre findest du hier noch wilde Steilküsten, Buchten tief unter den Felsen und Tempel in Höhlen, dazu Pisten, die eher an Feldwege erinnern, und ein Meer, das atemberaubend schön und im nächsten Moment unberechenbar sein kann. Die meisten kommen wegen der Unterwasserwelt: Schnorcheln und Tauchen mit Mantas oder, mit etwas Glück, mit dem Mondfisch. Und wenn du nicht im Wasser bist, surfst du, fährst mit dem Roller die Küste ab oder tust einfach gar nichts. In diesen Nusa Penida Reisetipps haben wir zusammengefasst, was wir auf der Insel gesehen haben, wo du am besten wohnst und worauf du dich einstellen solltest.

Warum Nusa Penida? Unsere Reisetipps vorab

Nusa Penida bildet zusammen mit den kleinen Nachbarn Nusa Lembongan und Nusa Ceningan eine Inselgruppe vor der Südostküste Balis, und alle drei ziehen vor allem Taucher an und Reisende, die einen ruhigeren Gegenpol zum Trubel auf der Hauptinsel suchen. Unter Wasser gehören die Spots hier zu den besten der Region, zum Schnorcheln sind die Bedingungen oft hervorragend, und über Wasser erwartet dich eine Küste, wie du sie so schnell nirgends sonst siehst.

Unser wichtigster Tipp gleich am Anfang: Miete dir einen Roller, such dir eine Unterkunft in einem kleinen Bungalow und lass dir Zeit. Viele Veranstalter auf Bali verkaufen Nusa Penida als Tagestour, aber dann siehst du vor allem die Windschutzscheibe eines Minibusses. Bleib mindestens ein paar Tage, du wirst es nicht bereuen.

Nusa Penida als Sträflingsinsel

Bevor die Instagram-Fotos kamen, hatte Nusa Penida einen ganz anderen Ruf. Lange Zeit schickte das balinesische Königreich Klungkung Verbrecher, politische Gegner und angebliche Schwarzmagier hierher in die Verbannung, auf niederländischen Karten um 1900 taucht die Insel sogar als „Bandit Island“ auf. Für die Balinesen ist sie bis heute der Sitz des gefürchteten Dämonenkönigs I Macaling (auch Ratu Gede Mecaling genannt), der Krankheit und Unheil über das Meer schicken soll. Genau deshalb ist einer der wichtigsten Tempel der Insel, Pura Dalem Penataran Ped, bis heute ein Wallfahrtsort für Hindus aus ganz Bali: Hier bittet man darum, dass der Dämon Ruhe gibt.

Nusa Penida: wo am besten übernachten

Bei der Wahl der Unterkunft auf Nusa Penida solltest du vor allem praktisch denken. Die Insel ist zwar nicht riesig, aber die Straßen sind langsam und oft in schlechtem Zustand, deshalb zählt die Lage mehr als die paar Euro, die du bei einem abgelegenen Zimmer sparst. Den besten Kompromiss bieten die Gegenden um Toyapakeh und Sampalan an der Nordküste. Von dort kommst du in vertretbarer Zeit sowohl in den Westen (Kelingking, Broken Beach, Crystal Bay) als auch in den Osten (Diamond Beach, Atuh, Raja Lima), und in Toyapakeh legen zudem die meisten Schnellboote aus Sanur an.

  • MĀUA Nusa Penida: Eine Stufe gehobener, für alle, die Ruhe, modernes Design und guten Service suchen. Passt vor allem zu Paaren und zu allen, die sich auf Penida auch erholen wollen und nicht nur von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt fahren.
  • Adiwana Warnakali Resort: Sehr beliebtes Resort mit schönem Blick aufs Meer.
  • Semabu Hills Hotel Nusa Penida: Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine praktische Lage im Inselinneren.
  • Semaya Beach Resort: Direkt am Meer, für alle, die Strandatmosphäre und ein langsameres Tempo wollen.
Bali, Ubud

Was du auf Nusa Penida sehen und erleben solltest

Wenn du Aussichten liebst, bekommst du hier einige der spektakulärsten der Welt zu sehen. Ob du einen Tag bleibst oder eine ganze Woche, langweilig wird es dir nicht. Die Insel hat schöne Strände und viel Natur, gute Restaurants und Unterkünfte, aber eine Regel gilt fast überall: Je schöner der Ort, desto schlechter die Straße dorthin. Am besten erkundest du Nusa Penida mit dem Roller, nur eben vorsichtig, denn der Asphalt verwandelt sich hier schneller in Schlaglöcher, als du „Wo ist die Bremse?“ sagen kannst.

Raja Lima und der Aussichtspunkt „Tausend Inseln“ bei Atuh Beach

Der Osten der Insel ist ein Fest für alle, die gern von oben aufs Meer schauen. Der Aussichtspunkt Tausend Inseln (Raja Lima) bei Atuh Beach zeigt dir eine Küste, die aussieht, als hätte sie jemand für einen Film gemeißelt. Felsnadeln ragen wie Skulpturen aus dem Ozean, und das Ganze wirkt ziemlich dramatisch, vor allem morgens, wenn das Licht weicher und das Meer ruhiger ist.

Angel’s Billabong, Broken Beach und Pasih Uug

Eines der berühmtesten Duos der Insel sind Angel’s Billabong und Broken Beach (auf Balinesisch Pasih Uug). Angel’s Billabong ist ein natürliches Becken im Fels, in dem du bei passenden Bedingungen smaragdgrünes Wasser in einem von Klippen eingerahmten „Pool“ bewunderst. Bei Flut und Brandung schlagen die Wellen allerdings über den Rand, dann gehst du besser nicht hinein. Gleich nebenan liegt Broken Beach, eine rundum von Felswänden eingeschlossene Bucht, die wie ein natürliches Amphitheater wirkt. Das Meer strömt nur durch eine einzige Öffnung herein, ein großes Felstor. Der Fels darüber bildet eine Art Brücke, über die du laufen und Fotos aus allen Blickwinkeln machen kannst.

Kelingking Beach: die berühmtesten Fotos von Nusa Penida

Sagt man Bali, denken die meisten sofort an den Kelingking Beach, den „T-Rex-Strand“, der in Wahrheit gar nicht auf Bali liegt, sondern eben auf Nusa Penida. Die rund 180 Meter hohe Kalksteinklippe in Form eines Dinosaurierkopfes und der Strand darunter sind das Wahrzeichen der Insel, und entsprechend viele Menschen kommen jeden Tag hierher. Jede Tagestour hält hier, und das zu Recht. Der Blick ist ohne Diskussion atemberaubend, und nebenbei ist es ziemlich unterhaltsam, den Leuten beim Posieren zuzuschauen … und den Affen, die Touristen die Flaschen aus dem Rucksack ziehen und sich dann geschickt selbst bedienen.

Vom Aussichtspunkt aus kannst du ein Stück den Pfad hinuntergehen und die Küste von weiter unten sehen. Wer mutig ist, steigt bis ganz zum Strand ab. Nur das obere Drittel hat richtige Betonstufen, darunter wird es zu einem steilen Pfad im Fels mit einem niedrigen Bambusgeländer. Rechne mit etwa 20 Minuten nach unten und eher mehr nach oben, geh früh am Morgen, nimm Wasser mit und bleib auf dem Weg: Immer wieder verunglücken hier Menschen, weil sie für ein Foto näher an die Kante gehen. Den viel diskutierten gläsernen Aufzug gibt es übrigens nicht. Der Bau wurde im Herbst 2025 gestoppt, seitdem wird vor Gericht um Genehmigung und Abriss gestritten (Stand September 2026), und nach unten kommst du nach wie vor nur zu Fuß.

TIPP: Auch wenn der Strand unten verlockend aussieht, geh dort nicht schwimmen. Die Brandung und die Strömungen sind extrem stark, nach tödlichen Badeunfällen ist das Baden hier seit 2023 offiziell verboten.

Nusa Penida: Kelingking Beach (T-Rex-Strand)

Diamond Beach, Atuh Beach und weitere Küstenschönheiten

Zu den fotogensten Orten gehören Diamond Beach und Atuh Beach, die du meist am selben Tag besuchst, weil sie direkt nebeneinander liegen. Zum Diamond Beach führt eine in den Fels gehauene Treppe, Atuh erreichst du über einen Pfad vom Parkplatz. Dazu kommen der schon erwähnte Pasih Uug rund um Broken Beach und eine Küste voller dramatischer Kalksteinwände und heller Strände. Nusa Penida ist in dieser Hinsicht ziemlich „geradlinig“: Die schönsten Aussichten hast du meist von oben, und die schönsten Strände liegen meist unter den Felsen.

Nusa Penida: Diamond Beach
Nusa Penida: Diamond Beach

Tempel: Pura Dalem Penataran Ped und der Höhlentempel Pura Goa Giri Putri

Fangen wir mit dem Ort an, den die Insel am ernstesten nimmt: Pura Dalem Penataran Ped, oft kurz Pura Dalem Ped genannt und manchmal als „Tempel des Todes“ bezeichnet. Die Menschen kommen hierher, um um Schutz vor Krankheiten und Dämonen zu bitten, und jeder Balinese sollte wenigstens einmal im Leben hier gewesen sein. Am Eingang gilt eine strenge Kleiderordnung, Tafeln zeigen genau, was Männer und Frauen tragen dürfen, einen Sarong solltest du auf jeden Fall dabeihaben. Die Atmosphäre prägen leuchtend rote Stoffbahnen, kunstvolle Dekorationen aus Bambus und Palmblättern und die typisch balinesische Mischung aus traditioneller Handwerkskunst und dem, was gerade zur Hand war (ja, auch mal ein Bürotacker).

Eine völlig andere Welt ist der Höhlentempel Pura Goa Giri Putri bei Suana an der Nordostküste. Hinein kommst du nicht durch ein Tor, sondern durch einen schmalen Spalt im Fels, gerade breit genug für einen schlanken Menschen. Erst fragst du dich, ob das eine gute Idee ist, dann öffnet sich die Höhle, und du stehst in einem Raum, der fast unwirklich wirkt. Die Höhle ist je nach Quelle 260 bis 300 Meter lang, und während der Zeremonien ist sie so erfüllt von Gesang, Glöckchen und dem Rauch der Räucherstäbchen, dass es einem fast den Atem nimmt. Für den Eintritt wird inzwischen eine feste Gebühr verlangt, der Sarong ist Pflicht und kann am Eingang geliehen werden.

Nusa Penida bei Bali

Crystal Bay: Schnorcheln, Baden und die Realität nach Jahren des Booms

Crystal Bay ist Strand und Bucht zugleich und gehörte lange zu den größten Attraktionen der Insel, vor allem, weil du hier direkt vom Ufer aus schnorcheln kannst. So unberührt wie auf alten Fotos ist sie heute allerdings nicht mehr: Einen Teil des Strandes belegt eine Reihe von Liegen, Sonnenschirmen und Warungs, die Palmen sind größtenteils verschwunden, und die einst außergewöhnlichen Korallen haben vor Jahren schwere Wellen beschädigt.

Trotzdem ist Crystal Bay nach wie vor einer der Orte, an denen du eine richtig schöne Zeit im Wasser verbringst, und zum Schnorcheln ist die Bucht weiterhin beliebt. Wenn du nicht mit einer Schnorcheltour herkommst, leih dir Flossen und Maske und geh auf eigene Faust ins Wasser. Wir haben jede Menge bunte Fische gesehen und sogar Schildkröten. Bleib dabei in der Bucht: Weiter draußen setzen oft starke Strömungen ein.

TIPP: Wenn du allein herkommst, rechne damit, dass der Strand fast bis ans Wasser mit kostenpflichtigen Liegen zugestellt ist und für Handtücher kaum Platz bleibt.

Nusa Penida bei Bali

Manta Point und Manta Bay: Nusa Penida schnorcheln mit Riffmantas

Das ist der Grund, warum Taucher immer wieder zurückkommen, und auch Leute, die sonst nur „im Urlaub mal“ schnorcheln. Manta Point vor der Südküste ist der bekannteste Spot zum Tauchen und Schnorcheln mit Mantas, und die Chance, hier einen Riffmanta mit bis zu fünf Metern Spannweite zu sehen, ist sehr hoch. Die Tiere kommen zu Putzerstationen, an denen kleine Fische sie von Parasiten befreien. Von oben wirkt so ein Manta wie ein elegantes Unterwasserflugzeug: lautlos, gleitend, völlig entspannt, während du selbst an der Oberfläche in deinen Schnorchel schnaufst wie eine Dampflok.

Angebote nach dem Motto „manta trip tomorrow“ hängen vor jedem Tauchshop. Das ergibt auch Sinn, denn Mantas siehst du hier das ganze Jahr. Manta Bay taucht ebenfalls bei vielen Bootstouren auf, meist kombiniert mit weiteren Stopps, etwa zuerst Crystal Bay und dann das Gebiet mit den Mantas. Vom Strand aus kannst du zu diesen Spots nicht hinschwimmen, du brauchst ein Boot, in der Regel mit einer organisierten Tour. Wichtig: Schwimm den Mantas nicht hinterher und fass sie nie an, ihre schützende Schleimschicht nimmt dabei Schaden.

TIPP: Wenn du zu den Mantas willst, buch die Tour am besten über GetYourGuide. Dort siehst du genau, wofür du zahlst, und kannst bis 24 Stunden vorher kostenlos stornieren.

Nusa Penida bei Bali

Wasserfall und Treppe von Peguyangan: ein Abenteuer mit Aussicht

Peguyangan ist für viele das „Erlebnis des Tages“. Dabei geht es weniger um das Ziel als um den Weg: Die abenteuerliche Route zum Wasserfall Peguyangan (genauer gesagt zu einer heiligen Quelle über dem Meer, ein richtiger Wasserfall ist es nicht) führt über eine blaue Treppe, die an der Steilküste klebt, mit großartigem Blick auf die Umgebung. Wenn du Orte magst, an denen sich wilde Küste und ein bisschen Adrenalin verbinden, bist du hier richtig. Mit Höhenangst eher nicht.

Tauchen und Schnorcheln auf Nusa Penida: Mantas, Mola Mola und Strömungstauchen

Die Riffe vor Nusa Penida und Nusa Lembongan ziehen Taucher aus aller Welt an. Sie kommen wegen der Mischung aus kräftigen Strömungen und einer enorm reichen Unterwasserwelt. Neben den Mantas kannst du hier dem berühmten Mondfisch (Mola Mola) begegnen, der sich normalerweise in großer Tiefe aufhält und nur dann näher an die Küste kommt, wenn kaltes Tiefenwasser aufsteigt.

Tauchen mit dem Mondfisch

Wenn du den Mola Mola sehen willst, lohnt sich ein Blick auf die Saison: Zwischen etwa Juli und Oktober steigt vor Nusa Penida kaltes Wasser aus der Tiefe auf, und genau dann stehen die Chancen am besten, dass du den Mondfisch in erreichbarer Tiefe siehst. Er kommt an die Riffkante, um sich an Putzerstationen von kleinen Fischen die Parasiten abknabbern zu lassen, bekannte Spots sind Crystal Bay und Blue Corner. Für viele Taucher aus Deutschland passt das gut, denn die Saison fällt genau in die Sommerferien. Der Mondfisch ist ein faszinierendes Tier: Mondfische gehören zu den schwersten Knochenfischen der Welt, große Exemplare wiegen mehr als zwei Tonnen. Und als wäre das nicht genug, hält er noch einen seltsamen Rekord: Ein Weibchen kann bis zu 300 Millionen Eier auf einmal ablegen. Rechne bei diesen Tauchgängen mit deutlich kühlerem Wasser als an der Oberfläche, ein dickerer Neoprenanzug ist dann keine schlechte Idee. Mola-Tauchgänge sind wegen der Strömungen und der Temperatursprünge eher etwas für Taucher mit Erfahrung.

Wer Action mag, kommt vor Lembongan beim Drift Diving auf seine Kosten, also beim Tauchen, bei dem du dich von der Strömung tragen lässt. Empfohlen wird zum Beispiel der Spot Mangrove Corner.

Vorschau der Ausflugsangebote nach Nusa Penida

Nusa Penida Wetter: wann du fährst und warum du vor Regen keine Angst haben musst

Die Inseln liegen in den Tropen, nur gut acht Grad südlich des Äquators, deshalb kannst du das ganze Jahr mit Tagestemperaturen von etwa 26 bis 32 °C rechnen. Jedes Jahr zieht der Monsun durch, bringt viel Niederschlag und eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 %. Grob gibt es zwei Jahreszeiten: die Trockenzeit (etwa April bis Oktober) und die Regenzeit (etwa November bis März). Die Übergänge verschieben sich von Jahr zu Jahr um ein paar Wochen.

Die gute Nachricht: Auch in der Regenzeit musst du keinen ganztägigen Dauerregen befürchten. Oft regnet es nachts oder du wirst von einem kurzen, heftigen Schauer überrascht, danach klart es wieder auf. Was du in der Regenzeit eher spürst, sind rauere See und schlammige Pisten. Hauptsaison ist etwa von Mitte Juni bis Mitte September und dann rund um Weihnachten und Neujahr, also genau dann, wenn in Deutschland Sommer- und Weihnachtsferien sind. In diesen Wochen solltest du Unterkunft und Boot früh buchen. Wie sich die Monate auf ganz Bali unterscheiden, haben wir ausführlich im Artikel über die beste Reisezeit für Bali beschrieben.

Anreise nach Nusa Penida: von Deutschland über Bali auf die Insel

Die Reise beginnt mit einem langen Flug: Einen Direktflug aus Deutschland nach Bali gibt es nicht. Ab Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf fliegst du mit einem Umstieg, etwa in Doha, Dubai, Istanbul oder Singapur, und landest nach meist 17 bis 20 Stunden am Flughafen Ngurah Rai (DPS) bei Denpasar. Plane den Bootstag nicht direkt nach der Landung, eine Nacht in Sanur oder im Süden Balis dazwischen erspart dir viel Stress. Auf Nusa Penida selbst zahlst du bei der Ankunft außerdem eine kleine Inselabgabe von 25.000 IDR pro Erwachsenem (Stand 2026), zusätzlich zur Touristenabgabe für Bali.

Am bequemsten und schnellsten geht es mit dem Schnellboot ab Sanur: Täglich fahren Dutzende Boote verschiedener Anbieter, die Überfahrt über die gut 20 Kilometer breite Badung-Straße dauert ungefähr 30 bis 45 Minuten, und die meisten Boote legen in Toyapakeh (Banjar Nyuh) an. Ein Ticket kostet pro Strecke ungefähr 170.000 bis 215.000 IDR, also grob 9 bis 12 €. Kürzer ist die Überfahrt ab Kusamba. Günstiger ist die Autofähre ab Padangbai, die zweimal täglich fährt, etwa anderthalb Stunden braucht und auch Roller und Autos mitnimmt. Wer mehr Komfort will, zahlt lieber den Aufpreis fürs Schnellboot.

Nach Nusa Lembongan fahren die Schnellboote ebenfalls ab Sanur, die Überfahrt dauert etwa gleich lang. Zwischen Lembongan und Penida pendeln kleinere Schnellboote, und nach Nusa Ceningan kommst du ganz einfach zu Fuß oder mit dem Roller über die Yellow Bridge von Lembongan aus. Bei hohem Wellengang solltest du keine Überfahrt antreten, und achte darauf, dass an Bord Schwimmwesten vorhanden sind. Das empfiehlt auch das Auswärtige Amt, weil es bei Bootsfahrten in Indonesien immer wieder zu Unfällen kommt.

Auf den Inseln kannst du Roller fahren, aber vor allem auf Penida und Ceningan gilt: Die Straßen sind oft in sehr schlechtem Zustand, steil, schmal und voller Schlaglöcher. Wenn du dir unsicher bist, ist es keine Schande, einen Fahrer zu nehmen. Außerdem gibt es Tagestouren mit dem Boot entlang der Küste oder Inselrundfahrten mit Fahrer.

Nusa Lembongan: kleine Insel, Dream Beach und Mangroven

Von Nusa Penida aus siehst du Lembongan fast schon zum Greifen nah, eine kurze Bootsfahrt über die Meerenge im Nordwesten. Die Insel ist wirklich winzig: etwa vier Kilometer lang und knapp drei Kilometer breit. Deshalb gibt es hier nur zwei Dörfer, Jungutbatu und Lembongan, aber das Angebot an Unterkünften ist überraschend vielfältig, von Luxushotels mit Spa bis zu einfachen Hütten. Der schönste Strand der Insel ist Dream Beach in einer kleinen Bucht mit weißem Sand. Nur Vorsicht: Die Strömungen können hier sehr stark sein.

Lembongan ist von Riffen geschützt, und in den ruhigen Lagunen dahinter wird seit Jahrzehnten Seetang angebaut. Die Algenfelder siehst du vor allem an der Küste zwischen Lembongan und Ceningan. Mit dem Tourismus ging der Anbau stark zurück, in den Pandemiejahren, als die Urlauber ausblieben, haben viele Familien wieder damit angefangen. Ein großer Teil der Ernte wird exportiert und landet unter anderem in der Kosmetikindustrie. Und neben dem Meer macht es auch Spaß, die Insel zu erkunden, zu Fuß oder mit einem Roller, den du gleich am Hafen für ein paar Euro mieten kannst.

Boote in einer Bucht auf Nusa Lembongan

Was du auf Nusa Lembongan sehen solltest

An der Nordostküste liegt der Mangrove Forest, durch den du mit einem traditionellen Boot zwischen den Mangroven hindurchgleiten kannst. Das Boot wird mit einer Bambusstange gestakt, und das Ganze ist überraschend ruhig, fast meditativ. Einen Besuch wert sind außerdem Devil’s Tear, wo die Brandung mit Wucht gegen die Felsen schlägt und Gischt in die Luft schießt, und die Mushroom Bay, eine Bucht mit hübschem Strand, in der Boote ankern und viele Restaurants liegen. Wenn dich Tempel interessieren, halt am Pura Empuaji, einem kleinen, aber besonders verehrten Tempel der Insel. Und wenn du einfach etwas Schönes ohne Menschenmassen suchst, geh an den Sunset Beach.

UNSER TIPP: Lass dir abends den Sonnenuntergang am Sunset Beach nicht entgehen. Die Sonne versinkt hier im Meer, und bei klarer Sicht siehst du im Norden über Bali den Vulkan Gunung Agung. Ein wunderschöner Anblick, der zu Lembongan einfach passt.

Auf Lembongan kommen auch Surfer und Fans von Stand-up-Paddling auf ihre Kosten. Und wenn du tauchst, probier Mangrove Corner aus, eben wegen des Drift Divings in der Strömung.

Nusa Ceningan: winzige Insel für Aussichten und Adrenalin

Nusa Ceningan ist noch kleiner und ruhiger als Lembongan: etwa vier Kilometer lang und rund einen Kilometer breit. Die Wege sind oft unbeschildert und in sehr schlechtem Zustand, deshalb besuchen viele die Insel eher als Abstecher von Lembongan aus. Am einfachsten gehst oder fährst du mit dem Roller über die Yellow Bridge, die gelbe Hängebrücke, die beide Inseln verbindet und ein beliebtes Fotomotiv ist. Die heutige Brücke wurde 2017 eröffnet, nachdem ihre Vorgängerin 2016 eingestürzt war.

Was du auf Nusa Ceningan sehen solltest

Surfer schätzen die Wellen am Ceningan Point. Vom Hügel Puncak Bogor hast du einen schönen Blick aufs Meer, auf Nusa Lembongan und die Südostküste Balis. Wenn du Adrenalin magst, fahr zum Mahana Point, wo du gegen eine kleine Gebühr von der Klippe ins Wasser springen kannst. Taucher kennen außerdem den Spot Ceningan Wall.

UNSER TIPP: Rund um Penida, Lembongan und Ceningan kannst du Tagestouren mit dem Boot entlang der Küste machen oder die Inseln mit einem Fahrer erkunden. Das lohnt sich vor allem, wenn du dich nicht mit dem Zustand der Straßen herumschlagen willst. Welche weiteren Inseln rund um Bali sich für einen Abstecher lohnen, von den Gilis bis Lombok, liest du in unserem Überblick über die Inseln um Bali.

Nusa Penida Wassertemperatur, Wassersport und Rücksicht auf die Korallen

Das Meer rund um Bali und die Nachbarinseln ist fast das ganze Jahr angenehm. In der Regenzeit ist das Wasser am wärmsten, an der Oberfläche meist um die 28 °C, und Baden wie Schnorcheln sind dann sehr komfortabel. Zwischen etwa Juli und Oktober kann es rund um Nusa Penida dagegen spürbar kühler werden, wenn Tiefenwasser aufsteigt, beim Tauchen erlebst du dann Temperatursprünge, die dich überraschen können. Dank der Riffe sind die Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln auf Nusa Penida, Lembongan und Ceningan hervorragend: Du siehst eine bunte Unterwasserwelt und oft auch große Felder mit Seetang.

Neben Tauchen, Schnorcheln, Surfen und Stand-up-Paddling ist auch Angeln beliebt. Du kannst ein Boot mieten, das dich an gute Stellen bringt. Wenn wir schon beim Wasser sind, gehört eine Sache fairerweise dazu: Sonnencremes können Korallenriffen schaden, und manche Inhaltsstoffe, darunter bestimmte UV-Filter, tragen zu ihrem Absterben bei. Wenn du schnorchelst oder tauchst, versuch, so rücksichtsvoll wie möglich mit der Natur umzugehen.

UNSER TIPP: Helfen können Cremes für empfindliche Haut (zum Beispiel mit natürlichem Buritiöl) oder Bio-Sonnencremes und -lotionen, bei denen der Hersteller die Unbedenklichkeit für Korallen garantiert. Du kannst auch die Inhaltsstoffe prüfen, und noch einfacher ist es, die direkte Sonne zu meiden oder dich mit einem Neoprenanzug oder Lycra-Shirt zu schützen.

Nusa Penida bei Bali

Impfungen für Bali: was du für Nusa Penida brauchst

Für die direkte Einreise aus Deutschland nach Indonesien, also auch nach Bali, Nusa Penida, Lembongan und Ceningan, sind keine Impfungen vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt aber Impfungen gegen Hepatitis A und Polio sowie aktuelle Standardimpfungen nach STIKO, vor allem gegen Masern. Je nach Reiseart und Dauer kommen Typhus, Tollwut, Hepatitis B, Denguefieber, Chikungunya und Japanische Enzephalitis dazu. Tollwut ist auf Bali ein echtes Thema, weil sie vor allem über Hunde übertragen wird, und auch die Affen am Kelingking solltest du nicht füttern. Was für dich persönlich sinnvoll ist, klärst du am besten ein paar Wochen vor der Abreise mit deiner Hausarztpraxis oder einer reisemedizinischen Beratung. Gegen Dengue hilft außerdem konsequenter Mückenschutz, tagsüber wie nachts.

Häufige Fragen zu Nusa Penida (FAQ)

Ist Nusa Penida gefährlich?

Die Insel selbst ist sicher, gefährlich sind vor allem das Meer, die Klippen und die Straßen. An Kelingking Beach ist das Baden verboten, Angel’s Billabong solltest du bei Flut und Brandung meiden, und an Aussichtspunkten gilt: auf dem Weg bleiben. Auf dem Roller fährst du langsam, mit Helm und nur, wenn du wirklich sicher fährst, sonst nimmst du einen Fahrer. Bei hohem Wellengang verzichtest du lieber auf die Bootsfahrt.

Was muss man auf Nusa Penida gesehen haben, wenn man wenig Zeit hat?

Die größten Highlights sind Kelingking Beach, Broken Beach (Pasih Uug), Angel’s Billabong und Crystal Bay, alle im Westen der Insel und an einem Tag gut kombinierbar. Für das beste Erlebnis im Wasser probierst du Manta Point und das Schnorcheln mit Riffmantas, dafür brauchst du praktisch immer ein Boot. Den Osten mit Diamond Beach und Atuh hebst du dir für einen zweiten Tag auf.

Wann ist die beste Reisezeit für Nusa Penida?

Die Temperaturen sind das ganze Jahr stabil (etwa 26 bis 32 °C). Meist unterscheidet man die Trockenzeit (etwa April bis Oktober) und die Regenzeit (etwa November bis März). Hauptsaison ist von Mitte Juni bis Mitte September und rund um Weihnachten und Neujahr. Regen fällt oft nachts oder als kurzer Schauer, in der Trockenzeit ist die See ruhiger und die Sicht unter Wasser besser.

Kann man auf Nusa Penida mit Mantas schnorcheln und Mola Mola sehen?

Ja. Riffmantas siehst du hier das ganze Jahr, die bekanntesten Spots sind Manta Point und Manta Bay, erreichbar nur per Boot. Den Mondfisch (Mola Mola) siehst du am ehesten, wenn kaltes Tiefenwasser aufsteigt, meist zwischen Juli und Oktober, und in der Regel nur beim Tauchen, nicht beim Schnorcheln.

Wie kommt man von Bali nach Nusa Penida und Lembongan?

Nusa Penida liegt gut 20 Kilometer vor Bali. Am schnellsten fährst du mit dem Schnellboot ab Sanur, die Überfahrt dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Günstiger, aber langsamer ist die Autofähre ab Padangbai (rund anderthalb Stunden). Zwischen Lembongan und Penida pendeln kleinere Schnellboote, nach Ceningan gehst oder fährst du über die Yellow Bridge. Bei der Ankunft zahlst du eine Inselabgabe von 25.000 IDR (Stand 2026).

Welche Impfungen braucht man für Bali und Nusa Penida?

Vorgeschrieben ist bei direkter Einreise aus Deutschland keine Impfung. Das Auswärtige Amt empfiehlt Impfungen gegen Hepatitis A und Polio sowie aktuelle Standardimpfungen, je nach Reise zusätzlich unter anderem gegen Typhus und Tollwut. Lass dich ein paar Wochen vor der Abreise reisemedizinisch beraten.

Potřebujete pomoct s cestováním?

  • Ubytování 🏨
    Vyberte si to nejlepší ubytování, ať už jste kdekoliv, přes Booking.com.
  • Půjčení auta 🚗
    Auto si snadno najdete přes Booking.com, kde máte často slevu díky ubytování, nebo Rentalcars.com, kde porovnáte nabídky většiny půjčoven.
  • Zážitky 🎟️
    Přes GetYourGuide.com si vyberete z nejrůznějších výletů i zážitků po celém světě, navíc se zrušením zdarma do 24 h předem.
← Zurück zu den Artikeln

Wo du uns sonst noch findest