Reisen · 29.6.2026

Schönste Orte Italien am Meer: 15 Küstenorte, Inseln und Traumstrände

Aktualizováno 28.9.2026

Baden kannst du in Italien fast überall. Die Frage ist eher, wo du am Abend auf der Hafenmauer sitzt und denkst: Genau dafür bin ich hergefahren. Je nach Messmethode hat das Land zwischen 7.500 und gut 8.000 Kilometer Küste, und kaum ein Abschnitt gleicht dem anderen. In Ligurien kleben bunte Häuser an den Klippen, auf Sardinien leuchtet das Wasser so türkis, dass Fotos bearbeitet aussehen, und in Kalabrien steht eine ganze Altstadt auf einem Felsen über dem Strand. Wer nach den schönsten Orten in Italien am Meer sucht, sucht also weniger einen Badeplatz als eine Kulisse, die man nicht vergisst.

Genau darum geht es hier. Wir haben fünfzehn Küstenorte, Inseln und Buchten ausgewählt, die für uns zum Schönsten gehören, was Italien am Wasser zu bieten hat: von den Dörfern der Cinque Terre über die Steilküste bei Positano bis zu den Stränden Sardiniens und Siziliens. Zu jedem Ort erfährst du, was ihn besonders macht, wie der Strand wirklich ist und für wen er passt. Und weil schön und praktisch sich nicht ausschließen, steht ganz oben, wann du am besten fährst und wie du aus Deutschland hinkommst.

Schönste Orte Italien am Meer auf einen Blick

  • Die Postkartenkulisse schlechthin: Cinque Terre und die Amalfiküste mit Positano, bunte Häuser über steilen Klippen.
  • Die schönsten Strände: La Pelosa und Cala Goloritzé (Sardinien), San Vito lo Capo (Sizilien), Spiaggia dei Conigli (Lampedusa).
  • Ruhiger und ursprünglicher: Apulien (Salento, Polignano a Mare), Tropea in Kalabrien, die Insel Elba.
  • Am schnellsten mit dem Auto aus Süddeutschland: die nördliche Adria mit dem Lido di Venezia, ab München rund sechs Stunden.
  • Reisezeit: zum Baden Juni bis September, für Kulisse und Ruhe Mai, Juni und September.
  • Budget: ab rund 70 € pro Tag (Süden, Camping) bis 150 € und mehr (Amalfiküste, Capri).
Bunte Häuser der Cinque Terre über dem Meer in Ligurien
Foto: Domenico Adornato / Pexels

Wann fahren und wie du aus Deutschland ans italienische Meer kommst

Die Badesaison am italienischen Meer läuft ungefähr von Mitte Juni bis Mitte September. Am heißesten und am teuersten ist der August: Rund um Ferragosto am 15. August machen die Italiener selbst Urlaub, und Orte wie Cinque Terre, Capri oder Amalfi platzen aus allen Nähten. Dazu kommen in diesem Monat die Sommerferien der meisten deutschen Bundesländer. Wenn dir Kulisse und Ruhe wichtiger sind als die höchste Wassertemperatur, fahr lieber im Mai, Juni oder September. Das Wetter ist angenehm, das Meer im Süden schon (oder noch) warm, und auf deinen Fotos stehen keine Menschenmassen.

💡 Tipp: Im Süden Italiens (Apulien, Kalabrien, Sizilien) kannst du oft bis Mitte Oktober baden. Das Wasser hält dort die Sommerwärme lange, und nach der Saison fallen die Unterkunftspreise deutlich. Für die Herbstferien ist das eine gute Alternative zu den Kanaren.

Mit dem Auto lohnt sich vor allem der Norden. Aus Süddeutschland ist die italienische Adria erstaunlich nah: Von München nach Lignano oder Bibione sind es rund 500 Kilometer und etwa fünfeinhalb bis sechs Stunden, bis zum Parkplatz Tronchetto in Venedig, von wo die Fähren zum Lido ablegen, ähnlich weit. An die ligurische Küste und zu den Cinque Terre rechnest du ab München mit knapp 700 Kilometern und sieben bis acht Stunden. Aus Frankfurt kommen an die Adria gut 900 Kilometer zusammen, aus Berlin über 1.100. Plane unterwegs die österreichische Vignette beziehungsweise die Streckenmaut am Brenner und die italienische Autobahnmaut ein. Wer die Anreise mit einem Platz direkt am Strand verbinden will, findet in unserem Überblick über die Campingplätze in Italien am Meer passende Adressen.

Mit dem Flugzeug kommst du schneller in den Süden und auf die Inseln. Von den großen deutschen Flughäfen gibt es, je nach Saison und Airline, Direktflüge nach Bari (Apulien), Lamezia Terme (Kalabrien), Catania und Palermo (Sizilien), Olbia und Cagliari (Sardinien) und nach Neapel, dem Tor zur Amalfiküste und nach Capri. Welche Strecke gerade ab deinem Flughafen bedient wird, ändert sich jedes Jahr, schau also in den aktuellen Flugplan. Vor Ort brauchst du fast überall einen Mietwagen (in der Nebensaison oft ab rund 30 € am Tag), denn der öffentliche Nahverkehr ist im Süden eher dünn.

15 Tipps: die schönsten Orte Italiens am Meer

Die Reihenfolge ist unsere ganz persönliche: erst die Ikonen, die man einmal im Leben gesehen haben sollte, dann die Inseln, zum Schluss die ruhigeren Tipps. Keiner dieser Orte ist „besser“ als der andere, jeder ist auf seine eigene Art schön.

1. Cinque Terre, bunte Dörfer auf den Klippen

Fünf Fischerdörfer hängen hier an der ligurischen Steilküste: Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Seit 1997 stehen sie auf der Welterbeliste der UNESCO, und kaum ein Ort in Italien wird häufiger fotografiert. Ocker, Rosa und Terrakotta stapeln sich die Häuser über den Felsen bis ans Wasser, und zwischen den Dörfern verläuft der berühmte Küstenweg Sentiero Azzurro. Sein bekanntestes Stück ist die „Via dell’Amore“ zwischen Riomaggiore und Manarola. Sie ist nach jahrelanger Sperrung wieder offen, aber nur mit Ticket und in festen Zeitfenstern mit begrenzter Personenzahl.

  • Was begeistert: die Postkartenkulisse bunter Häuser über türkisem Wasser und die Wanderungen von Dorf zu Dorf.
  • Strand: Der größte und am leichtesten erreichbare Sand-Kies-Strand liegt in Monterosso al Mare, sonst badest du eher von Felsen und in kleinen Buchten.
  • Für wen: Kulissenliebhaber, Wanderer, Paare, Fotografen. Für einen bequemen Strandurlaub weniger geeignet.

💡 Tipp: Zwischen den Dörfern fährst du am besten mit dem Regionalzug (in der Saison etwa alle Viertelstunde bis halbe Stunde) oder mit dem Boot. In die Orte selbst darfst du mit dem Auto praktisch nicht hinein, und Parken ist teuer. Es lohnt sich die Cinque Terre Card: In der Variante mit Zug deckt sie die Regionalzüge zwischen Levanto und La Spezia und den Eintritt auf die Küstenwege ab. Unterkünfte in den Cinque Terre →

2. Amalfiküste: Positano und Amalfi

Rund fünfzig Kilometer Serpentinen über einem glitzernden Meer, und an den Hängen kleben pastellfarbene Städtchen: Die Amalfiküste ist Dolce Vita in Reinform. Positano fällt in Kaskaden den Berg hinunter bis zum Strand und ist so fotogen, dass es fast wehtut. Amalfi selbst lockt mit dem Dom Sant’Andrea und seinem lebhaften Hafen. Hoch über beiden verläuft der legendäre Wanderweg Sentiero degli Dei, der „Pfad der Götter“, mit Ausblicken, die du nicht mehr vergisst.

  • Was begeistert: dramatische Steilküste, pastellfarbene Orte und die berühmteste Küstenstraße Italiens.
  • Strand: meist dunklere Kiesstrände unter den Felsen (Spiaggia Grande in Positano, Marina Grande in Amalfi). Liegen kosten fast immer Geld, und zwar nicht wenig.
  • Für wen: Paare, Romantiker und alle, die wegen der Kulisse kommen und nicht auf den Preis schauen. Eine der teuersten Ecken Italiens.
Pastellfarbene Orte der Amalfiküste über dem Meer
Foto: Luca Musella / Pexels

💡 Tipp: Im Sommer geht es auf der Küstenstraße SS163 oft nur im Schritttempo voran, und einen Parkplatz zu finden ist ein Albtraum. Zwischen den Orten nimmst du besser die Fähren (saisonale Linien Positano–Amalfi–Salerno): Sie sind schneller, und der Blick vom Wasser auf die Küste ist gratis dabei. Ausflüge und Bootstouren kannst du über GetYourGuide → buchen, Unterkünfte über Stay22 in Amalfi →.

3. Capri, Insel der Eleganz und der Blauen Grotte

Die Felseninsel im Golf von Neapel steht schon seit den römischen Kaisern für Luxus. Ihre bekannteste Attraktion ist die Grotta Azzurra, die Blaue Grotte, in der sich das Licht so bricht, dass das Wasser in einem unwirklich satten Blau leuchtet. Vor der Küste ragen die Felsnadeln der Faraglioni aus dem Meer, das Wahrzeichen der Insel, und ein Sessellift bringt dich von Anacapri auf den Monte Solaro, von dem du über den ganzen Golf schaust.

  • Was begeistert: die Blaue Grotte, die Faraglioni, das elegante Städtchen Capri und der Hauch von Jetset.
  • Strand: Die Insel ist felsig, gebadet wird eher von Plattformen und in kleinen Buchten (Marina Piccola, Bagni di Tiberio).
  • Für wen: Paare, Kulissenliebhaber und Tagesausflügler aus Neapel oder Sorrent. Rechne mit hohen Preisen und vielen Menschen.

💡 Tipp: Fahr für einen ganzen Tag früh am Morgen mit der Fähre aus Neapel oder Sorrent hinüber, am Nachmittag merkst du die Gruppen von den Ausflugsbooten deutlich. Ob die Blaue Grotte geöffnet ist, hängt vom Wetter ab, bei Wellengang bleibt sie zu.

4. Sardinien: Costa Smeralda und der Strand La Pelosa

Sardinien ist Italiens Antwort auf die Karibik, nur ohne Langstreckenflug. Die Costa Smeralda, die „Smaragdküste“ im Nordosten, lockt mit edlen Buchten, deren Wasser von Türkis bis Smaragdgrün alle Töne durchspielt. Am anderen Ende der Insel liegt La Pelosa bei Stintino, einer der schönsten Strände Europas: schneeweißer Sand, flaches Wasser und ein alter Wachturm auf der vorgelagerten Klippe. Und dann ist da noch die versteckte Cala Goloritzé im Golf von Orosei mit ihrer 143 Meter hohen Felsnadel. Hin kommst du nur zu Fuß, auf einem Pfad von der Hochebene von Golgo mit rund 470 Höhenmetern und etwa anderthalb Stunden Gehzeit. Boote dürfen seit 2007 nicht näher als 200 Meter an die Küste.

  • Was begeistert: glasklares türkises Wasser und Granitfelsen, das farbigste Meer ganz Italiens.
  • Strand: feiner weißer Sand (La Pelosa, Spiaggia del Principe) mit flachem Einstieg, an der Cala Goloritzé dagegen kleine weiße Kiesel.
  • Für wen: Strandliebhaber und Schnorchler, Familien wie Paare. Ohne Auto kommst du auf der Insel kaum voran.

💡 Tipp: An den bekanntesten Stränden ist der Zugang in der Saison begrenzt und nur mit Online-Reservierung möglich. An La Pelosa gilt das 2026 vom 15. Mai bis 15. Oktober: höchstens 1.500 Besucher am Tag, 3,50 € pro Person, Kinder unter zwölf brauchen keine Reservierung, und das Handtuch darf nur auf einer Matte liegen. Ein Teil der Plätze wird erst am Vortag um 9 Uhr freigeschaltet. Plane also einen Tag voraus und komm früh.

5. Sizilien: San Vito lo Capo, Taormina und Scala dei Turchi

Die größte Insel des Mittelmeers bietet drei völlig verschiedene Arten von Schönheit, allerdings jede in einer anderen Ecke, an einem Tag schaffst du sie also nicht. San Vito lo Capo an der Westspitze (Provinz Trapani) ist eine Bucht wie aus dem Bilderbuch, weißer Sand und türkises Wasser unter dem Monte Monaco. Jedes Jahr findet hier auch das bekannte Couscous-Festival statt. Taormina am entgegengesetzten, östlichen Ende schwebt auf einem Felsen über dem Meer, mit einem antiken Theater griechischen Ursprungs und dem Ätna als Kulisse. Zwischen Taormina und San Vito lo Capo liegen mit dem Auto rund 370 Kilometer und etwa fünf Stunden. Die Scala dei Turchi an der Südküste bei Agrigent (knapp drei Stunden von Taormina) ist eine blendend weiße Steilküste aus weichem Mergel, die wie eine natürliche Treppe ins Meer hinabsteigt. Seit 2023 verwaltet sie der Archäologische Park Valle dei Templi, und der Zugang kostet Eintritt.

  • Was begeistert: die Mischung aus Stränden, antiken Stätten, dem Vulkan Ätna und großartigem Streetfood.
  • Strand: feiner Sand in San Vito lo Capo, Kies und Buchten unterhalb von Taormina (Isola Bella), die weiße Felsküste an der Scala dei Turchi.
  • Für wen: alle, die Meer und Kultur verbinden wollen, Genießer und jeden, der mehr will als nur am Strand zu liegen.

Wie du die Insel am besten mit dem Mietwagen umrundest, beschreiben wir in unserer Sizilien Rundreise. Wer den Vulkan hinter Taormina selbst erleben will, findet alles Nötige unter Ätna auf eigene Faust.

Küste und Meer auf Sizilien

6. Apulien: Polignano a Mare, Salento und Gargano

Der Absatz des italienischen Stiefels ist ursprünglicher, günstiger und liegt noch immer ein wenig abseits der großen Touristenströme. Bedenke aber, dass die drei Orte weit auseinanderliegen: Vom Gargano im Norden bis an die Südspitze des Salento sind es gut 400 Kilometer, sieh sie also als Tipps für verschiedene Teile der Region und nicht als Tagesprogramm. Polignano a Mare in der Mitte der Küste steht auf einer Kalksteinklippe über dem kleinen Strand Lama Monachile, der in einer Schlucht zwischen den Häusern eingeklemmt ist. Berühmt ist der Ort auch für die Klippenspringer, die sich direkt unter der Altstadt ins Meer stürzen. Das Salento ganz im Süden (rund um Lecce) hat Strände, die man die „Malediven des Salento“ nennt, etwa Pescoluse mit weißem Sand und flachem türkisem Wasser. Im Norden ragt die grüne Halbinsel Gargano ins Meer, mit Klippen, Pinienwäldern und dem weißen Städtchen Vieste auf einem Felssporn.

  • Was begeistert: weiße Städtchen, Klippen über dem Meer und Strände wie in der Karibik zu freundlichen Preisen.
  • Strand: von der Felsbucht in Polignano bis zu den langen Sandstränden des Salento (Pescoluse, Torre dell’Orso).
  • Für wen: Backpacker und Sparfüchse, Familien, Paare, alle, die Schönheit ohne Amalfi-Preise suchen.

7. Tropea, die Perle Kalabriens

Tropea sieht aus wie gemalt: Die Häuser stehen direkt an der Kante einer hohen Klippe, und darunter breitet sich ein heller Strand mit türkisem Wasser aus. Vor dem Strand erhebt sich ein Felsen mit dem Kloster Santa Maria dell’Isola, eines der fotogensten Motive in ganz Süditalien. Tropea liegt an der Costa degli Dei, der „Küste der Götter“, und Kalabrien gehört noch immer zu den günstigsten Küstenregionen Italiens.

  • Was begeistert: die spektakuläre Stadt auf der Klippe, das Kloster auf dem Felsen und der helle Strand darunter.
  • Strand: feiner heller Sand und klares Wasser direkt unterhalb der Altstadt.
  • Für wen: Paare, Familien und Sparfüchse, ein sehr gutes Verhältnis von Schönheit und Preis.

💡 Tipp: Am günstigsten ist Kalabrien außerhalb des Augusts. Im Juni und September ist das Meer warm, die Unterkünfte kosten weniger, und am Strand findest du Platz. Unterkünfte in Tropea →

8. Elba, die Insel mit über hundert Stränden

Italiens drittgrößte Insel liegt nur eine Fährstunde vor der toskanischen Küste und fühlt sich trotzdem wie eine andere Welt an. Elba hat weit über hundert Strände, von feinem Sand über Kiesel bis zu Granitfelsen, dazu Pinienwälder, klares Wasser und Berge im Hintergrund. Die Insel ist deutlich ruhiger und günstiger als die mondänen Ziele im Süden, und zum Schnorcheln und Tauchen ist sie hervorragend.

  • Was begeistert: die Vielfalt an Stränden auf kleiner Fläche, grüne Natur und Ruhe ohne Massen.
  • Strand: ein Mix aus Sandstränden (Procchio, Marina di Campo) und Kiesbuchten mit sauberem Wasser.
  • Für wen: Familien, Schnorchler, Ruhesuchende und Reisende mit mittlerem Budget.

💡 Tipp: Die Fähren von Piombino nach Portoferraio brauchen etwa eine Stunde. Wenn du mit dem Auto auf die Insel willst, reserviere die Fähre im Sommer früh, die Plätze sind schnell weg. Ab München sind es bis Piombino rund 800 Kilometer, Elba passt also gut ans Ende einer Toskana-Tour.

9. Portofino, die noble Fischerbucht Liguriens

Eine winzige Bucht, pastellfarbene Häuser rund um den Hafen, Jachten vor Anker und steile grüne Hügel im Rücken: Portofino ist einer der elegantesten Orte an Italiens Küste. Ein Stück weiter versteckt sich im Grün die Abtei San Fruttuoso, die du nur mit dem Boot oder zu Fuß erreichst. Vor ihr steht unter Wasser die berühmte Christusstatue „Cristo degli Abissi“.

  • Was begeistert: die Postkartenbucht, die pastellfarbenen Fassaden und das noble Flair Liguriens.
  • Strand: In Portofino selbst badet man kaum, dafür fährt man mit dem Boot in die Buchten der Umgebung (San Fruttuoso, Paraggi).
  • Für wen: Paare, Kulissen- und Fotoliebhaber. Eher eines der teureren Ziele.

10. Lampedusa: Spiaggia dei Conigli

Die kleine Insel liegt näher an Afrika als an Sizilien (rund 150 gegenüber gut 200 Kilometern) und verbirgt einen der schönsten Strände des ganzen Mittelmeers, die Spiaggia dei Conigli, den „Kaninchenstrand“. Feiner weißer Sand fällt sanft in ein Meer ab, das so klar ist, dass die Boote darüber zu schweben scheinen. Der Strand gehört zu einem Naturschutzgebiet, und im Sommer legen hier Meeresschildkröten (Caretta caretta) ihre Eier ab. Deshalb erreichst du ihn nur über Land und nur tagsüber, etwa von 8:30 bis 19:30 Uhr, in der Schutzzone vor dem Strand ist Bootsverkehr verboten.

  • Was begeistert: einer der schönsten Strände Europas mit unglaublich durchsichtigem Wasser und wilder Natur.
  • Strand: feiner weißer Sand, flaches Wasser, keine Betonburgen, Schutzgebiet.
  • Für wen: Liebhaber unberührter Strände und der Ruhe, denen eine längere Anreise nichts ausmacht (Flug aus Palermo oder Catania, Fähre ab Porto Empedocle rund acht Stunden).

11. Toskana, die wilde Maremma

Bei der Toskana denken die meisten an Zypressen und Weinhügel. Die Region hat aber auch eine Küste, und die Maremma im Süden ist ihr wildester und am wenigsten bebauter Teil. Strände mit Pinienwald im Rücken, der Naturpark Parco della Maremma und malerische Buchten wie die Cala Violina im Naturreservat Bandite di Scarlino, zu der du nur auf einem Waldweg kommst und wo der Sand unter den Füßen tatsächlich „singt“. Ausgangspunkte sind die gebührenpflichtigen Parkplätze bei Scarlino (Pian d’Alma oder Puntone), danach gehst du je nach Startpunkt eine halbe Stunde oder länger durch den Wald. Vom 1. Juni bis 30. September dürfen nur 700 Besucher am Tag in die Bucht, und der Eintritt muss vorab gebucht werden.

  • Was begeistert: wilde Natur, Pinien bis an den Strand und Ruhe weit weg von überfüllten Badeorten.
  • Strand: lange Sandstrände (Marina di Alberese) und versteckte Buchten (Cala Violina) mit begrenztem Zugang.
  • Für wen: Naturfreunde und Ruhesuchende, die das Meer mit Ausflügen ins toskanische Hinterland verbinden wollen.

12. Lido di Venezia, der Strand vor den Toren Venedigs

Die schmale Insel zwischen der Lagune von Venedig und der Adria ist für viele aus Bayern und Österreich der nächstgelegene „große“ italienische Strand und zugleich ein vornehmes Seebad mit über hundertjähriger Geschichte (jedes Jahr lockt das Filmfestival die Stars hierher). Vormittags badest du am langen Sandstrand, nachmittags fährst du mit dem Vaporetto zum Markusplatz. Diese Kombination bekommst du sonst nirgends.

  • Was begeistert: Strandurlaub plus Venedig und das elegante Flair der Belle Époque.
  • Strand: ein langer Sandstrand mit flachem Einstieg, ein Teil ist öffentlich, ein Teil gehört zu den Hotels.
  • Für wen: Familien und Paare, die Meer und Kultur wollen und mit dem Auto über die Alpen kommen.

Was du in der Lagunenstadt nicht verpassen solltest, steht in unserem Artikel Venedig Sehenswürdigkeiten.

Venedig: Sehenswürdigkeiten und was du unbedingt probieren solltest

13. Porto Venere, die bunte Schwester der Cinque Terre

Ein kleines Stück südlich der Cinque Terre, an der Spitze einer ligurischen Halbinsel, liegt Porto Venere (Portovenere). Hohe, bunte Häuser reihen sich wie eine Theaterkulisse am Hafen, und auf einem Felsvorsprung über dem Meer steht die gotische Kirche San Pietro. Direkt darunter liegen die Klippen und Höhlen der Grotta di Byron, benannt nach dem romantischen Dichter. Zusammen mit den Cinque Terre und den vorgelagerten Inseln steht Porto Venere seit 1997 auf der Welterbeliste der UNESCO, und trotzdem verirren sich hierher weniger Menschen als in die berühmten fünf Dörfer.

  • Was begeistert: die bunte Häuserfront am Hafen, die Kirche auf dem Felsen und der Blick aufs Ligurische Meer ohne die Massen der Cinque Terre.
  • Strand: Der Ort ist felsig, gebadet wird eher von Plattformen und in kleinen Buchten, für Sandstrände fährst du mit dem Boot oder in die Umgebung.
  • Für wen: Paare, Kulissenliebhaber und Fotografen, die die Stimmung der Cinque Terre in einer ruhigeren Ausgabe suchen.

💡 Tipp: In der Saison legen in Porto Venere Boote in Richtung Cinque Terre ab. So verbindest du beides an einem Tag und siehst die Küste vom Wasser aus. Unterkünfte in Porto Venere →

14. Ischia, die grüne Insel der Thermalbäder

Die Vulkaninsel im Golf von Neapel ist die größere, grünere und ruhigere Nachbarin von Capri. Ischia ist für ihre Thermalquellen und Thermalgärten bekannt (am berühmtesten sind die Giardini Poseidon), vor Ischia Ponte erhebt sich auf einer Felseninsel das märchenhafte Castello Aragonese, und im Süden liegt das malerische Fischerdorf Sant’Angelo mit dem langen Sandstrand Maronti gleich nebenan. Im Vergleich zu Capri findest du hier mehr echte Strände und freundlichere Preise.

  • Was begeistert: grüne Vulkanlandschaft, Thermen und Wellness, die Burg auf dem Felsen und eine entspanntere Stimmung als auf Capri.
  • Strand: Sand- und Kiesstrände (Maronti, Citara, San Montano), viele mit flachem Einstieg ins Wasser.
  • Für wen: Familien, Paare und Wellnessfans, die Meer und Thermalbad verbinden wollen.

💡 Tipp: Für Ischia solltest du mehrere Tage einplanen, die Insel ist groß, und ein Tagesausflug wäre schade. Fähren und Schnellboote fahren ab Neapel, Pozzuoli und von der Nachbarinsel Procida. Unterkünfte auf Ischia →

15. Cefalù, normannisches Städtchen mit Strand auf Sizilien

An der Nordküste Siziliens, rund eine Stunde von Palermo, liegt Cefalù: Alte Gassen laufen hinunter zu einem Sandstrand, und über der Stadt thront die mächtige normannische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert, Teil des UNESCO-Welterbes „Arabisch-normannisches Palermo und die Kathedralen von Cefalù und Monreale“. Hinter der Stadt steigt der Felsen La Rocca auf, mit Resten einer Festung und Blick über Dächer und Meer. Cefalù verbindet Strandurlaub mit Sehenswürdigkeiten und der Atmosphäre eines echten sizilianischen Städtchens.

  • Was begeistert: ein Sandstrand direkt an der Altstadt, die normannische Kathedrale und die Aussicht vom Felsen La Rocca.
  • Strand: ein langer Sandstrand entlang der Altstadt mit flachem Einstieg, teils frei, teils mit kostenpflichtigen Lidos.
  • Für wen: Familien wie Paare, die das Meer in Reichweite der Kultur wollen und für den Strand nicht aus der Stadt fahren möchten.
Positano an der Amalfiküste: bunte Häuser über dem Meer
Foto: Pixabay / Pexels

Die schönsten Strände Italiens

Wenn es dir nur um den Strand geht, um Sand unter den Füßen und türkises Wasser, in das du dich fallen lässt, hier ist unsere Auswahl der allerschönsten. Die meisten liegen auf den Inseln und im Süden, wo das Meer die klarste Farbe hat:

  • La Pelosa (Sardinien): schneeweißer Sand, flaches Wasser und ein alter Turm, einer der schönsten Strände Europas. In der Saison begrenzter Zugang mit Reservierung.
  • Cala Goloritzé (Sardinien): versteckte Bucht mit weißen Kieseln und einer Kalksteinnadel, nur zu Fuß erreichbar. Die Besucherzahl ist in der Saison begrenzt.
  • Spiaggia dei Conigli (Lampedusa): der „Kaninchenstrand“ mit glasklarem Wasser und Meeresschildkröten.
  • San Vito lo Capo (Sizilien): eine Bucht wie aus dem Märchen, weißer Sand unter dem Berg.
  • Pescoluse, die „Malediven des Salento“ (Apulien): langer Sandstrand mit flachem türkisem Wasser.
  • Cala Violina (Toskana, Maremma): „singender“ Sand und ein Waldweg statt Beton, im Sommer höchstens 700 Besucher am Tag.
  • Tropea (Kalabrien): heller Strand unter der Stadt auf der Klippe mit dem Kloster auf dem Felsen.

💡 Tipp: Bei geschützten Stränden (La Pelosa, Cala Goloritzé, Cala Violina) solltest du die Zugangsregeln vorher prüfen: Oft gibt es eine Obergrenze für Besucher, Eintritt oder Vorschriften wie die Mattenpflicht an La Pelosa, die den Sand schützen sollen. Und noch etwas, das Italien-Neulinge überrascht: Viele Strände sind in Abschnitte der Lidos aufgeteilt, wo du Liege und Schirm bezahlst. Freie Strandabschnitte heißen „spiaggia libera“.

Romantische Küstenorte in Italien

Manche Orte sind nicht wegen des Strandes schön, sondern wegen der Kulisse: Gassen, Hafen, der Blick beim Sonnenuntergang. Diese italienischen Küstenorte gehören für uns zu den romantischsten:

  • Positano (Amalfiküste): pastellfarbene Häuser, die in Kaskaden zum Meer fallen, die Ikone der Dolce Vita.
  • Vernazza und Manarola (Cinque Terre): bunte Dörfer auf den Klippen, am schönsten in der Abenddämmerung.
  • Polignano a Mare (Apulien): weiße Stadt auf einer Kalksteinklippe über dem kleinen Strand in der Schlucht.
  • Tropea (Kalabrien): Klippe, Kloster auf dem Felsen und heller Strand in einem einzigen Bild.
  • Portofino (Ligurien): noble Bucht mit Jachten und pastellfarbenen Fassaden.
  • Taormina (Sizilien): Städtchen auf der Klippe mit antikem Theater und dem Ätna im Hintergrund.
  • Porto Venere (Ligurien): bunte Häuserfront über dem Hafen und eine Kirche auf dem Felssporn.
  • Cefalù (Sizilien): normannische Kathedrale und Sandstrand direkt an der Altstadt.

Übernachten an den schönsten Orten Italiens am Meer

Italien ist lang, und Preis wie Charakter der Unterkünfte ändern sich, je weiter du nach Süden fährst. Die Faustregel ist einfach: Je nördlicher und je berühmter der Ort, desto teurer. Ligurien, die Cinque Terre und die Amalfiküste gehören zu den teuersten Küsten Europas, Kalabrien, Apulien und Sizilien kosten nur einen Bruchteil davon.

  • Am günstigsten: ein Zimmer in einer Pension oder eine Ferienwohnung in Kalabrien und Apulien, außerhalb der Hauptsaison etwa 45 bis 70 € für ein Doppelzimmer.
  • Mittelklasse: ein Hotel am Meer in der Toskana, auf Sardinien oder Sizilien, etwa 90 bis 150 € für ein Zimmer mit Frühstück.
  • Die teuerste Küste: Cinque Terre, Amalfi und Portofino, wo du im August schnell über 250 € pro Nacht zahlst und ein halbes Jahr im Voraus buchst.
  • Die günstigste Variante direkt am Wasser: Campingplätze mit Mobilheimen, die es entlang der ganzen Küste gibt und die meist gut ausgestattet sind. Die besten stellen wir in unserem Überblick Campingplätze Italien am Meer vor.

Entscheidend ist der Termin. Im August machen die Italiener selbst Urlaub, die Preise springen auf das Doppelte, und alles ist voll. Juni und September sind deutlich günstiger. Aktuelle Preise und Verfügbarkeit vergleichst du über unser Angebot an Unterkünften am italienischen Meer.

Wie geht es weiter

Häufige Fragen zu den schönsten Orten Italiens am Meer

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Wo ist Italien am Meer am schönsten? Zu den schönsten Orten Italiens am Meer zählen wir die Cinque Terre, die Amalfiküste mit Positano, Capri, Sardinien (La Pelosa, Costa Smeralda), Sizilien (San Vito lo Capo, Taormina), Apulien, Tropea in Kalabrien, die Inseln Elba und Ischia sowie Lampedusa. Im Norden kommen der Lido di Venezia, Portofino und Porto Venere dazu, auf Sizilien außerdem das Städtchen Cefalù.

Wo ist der schönste Strand Italiens? Zu den schönsten gehören La Pelosa und Cala Goloritzé auf Sardinien, die Spiaggia dei Conigli auf Lampedusa, San Vito lo Capo auf Sizilien und Pescoluse in Apulien. Sie haben weißen Sand oder hellen Kies und glasklares türkises Wasser. An vielen davon brauchst du in der Saison eine Reservierung, und die Besucherzahl ist begrenzt.

Wo in Italien ist das Wasser am klarsten? Das klarste Wasser hat Italien auf den Inseln und im Süden: Sardinien, Sizilien, Lampedusa, Apulien und Kalabrien. Die nördliche Adria (etwa Bibione, Caorle oder der Lido di Venezia) ist wärmer, aber trüber und flacher, dafür ideal für Familien mit kleinen Kindern.

Welches italienische Meer ist am nächsten an Deutschland? Am nächsten liegt die nördliche Adria mit Lignano, Bibione, Caorle und dem Lido di Venezia. Ab München sind es rund 500 Kilometer und etwa sechs Stunden Fahrt. Zur ligurischen Küste und den Cinque Terre rechnest du ab München mit knapp 700 Kilometern. In den Süden und auf die Inseln fliegst du besser.

Wann ist die beste Reisezeit für Italien am Meer? Zum Baden Juni bis September, mit dem Höhepunkt im August, dann sind aber auch die Preise am höchsten und die Strände am vollsten. Für Kulisse und Ruhe fährst du im Mai, Juni oder September. Im Süden (Apulien, Kalabrien, Sizilien) kannst du oft bis in den Oktober hinein baden.

Wo ist Urlaub am Meer in Italien günstig? Das beste Verhältnis von Schönheit und Preis bietet der Süden: Kalabrien (Tropea), Apulien (Salento, Gargano) und Teile Siziliens. Am teuersten sind dagegen die Amalfiküste, Capri, Portofino und die Costa Smeralda auf Sardinien.

Eignen sich die Cinque Terre für einen Badeurlaub? Eher nicht. In den Cinque Terre geht es um die Kulisse, um Wanderungen von Dorf zu Dorf und um Fotos, Strände gibt es nur wenige. Der größte und am besten erreichbare liegt in Monterosso al Mare. Zum klassischen Faulenzen am Meer wählst du besser Sardinien, Apulien oder die nördliche Adria.

Brauche ich an Italiens Küste ein Auto? An der nördlichen Adria und in den Cinque Terre kommst du dank Zügen und Fähren ohne Auto aus. Im Süden und auf den Inseln (Sardinien, Sizilien, Apulien) ist ein Auto fast Pflicht, der Nahverkehr ist dünn, und die schönsten Strände erreichst du ohne eigenen Wagen nur schwer.

Wohin in Italien ans Meer mit Kindern? Für Familien sind die flachen Sandstrände der nördlichen Adria (Lido di Jesolo, Bibione, Caorle), die Insel Elba oder die Strände Apuliens ideal. Sie haben einen sanften Einstieg ins Wasser und gute Infrastruktur. Felsige Orte wie die Cinque Terre, Capri oder die Amalfiküste sind mit kleinen Kindern anstrengender.

Was kostet ein Urlaub am Meer in Italien? Das hängt von der Region ab. Im Süden und auf dem Campingplatz kommt ein Paar mit etwa 70 bis 100 € am Tag für Unterkunft, Essen und Transport aus. An der Amalfiküste, auf Capri oder an der Costa Smeralda rechnest du mit 150 € und mehr pro Tag. Sparen kannst du außerhalb des Augusts und in einer Unterkunft mit eigener Küche.

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