Aktualizováno 22.10.2026
Wer beim Weihnachtsmarkt Linz nur an einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Wien denkt, verpasst einen der entspanntesten Adventmärkte Österreichs. Linz an der Donau (nicht zu verwechseln mit Linz am Rhein) hat eine kompakte Innenstadt: Vom barocken Hauptplatz über die Landstraße bis zum Volksgarten am Bahnhof und zum neugotischen Mariendom gehst du überall zu Fuß. Das Gedränge ist deutlich kleiner als in Wien oder Salzburg, und die Märkte unterscheiden sich spürbar voneinander: am Hauptplatz Kunsthandwerk, im Volksgarten Märchenfiguren und eine Krippe für Kinder, vor dem Dom eine Lichtshow auf der Fassade. Die großen Weihnachtsmärkte in Linz öffnen 2026 am Samstag, 21. November, und laufen bis 23. Dezember, an Heiligabend haben die Stände freiwillig von 9 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Aus Passau oder Salzburg bist du in rund anderthalb Stunden da, aus München oder Wien sitzt du zwei bis drei Stunden im Auto. Unten findest du Hotels in der Innenstadt, einen Plan fürs lange Wochenende, die Öffnungszeiten aller fünf Märkte, die Anreise aus Deutschland und Österreich und zehn Tipps, was du in Linz im Winter unternehmen kannst.

Weihnachtsmarkt Linz kurz & knapp
- Termine 2026: Christkindlmarkt am Hauptplatz und Weihnachtsmarkt im Volksgarten von Samstag, 21.11., bis Mittwoch, 23.12.2026, an Heiligabend freiwillig 9:00–16:00 Uhr. Advent am Dom und Wintermarkt am Pfarrplatz 21.11.–23.12., Winterzauber im Stiegl-Klosterhof 13.11.–31.12.
- Wo: Hauptplatz an der Donau, Volksgarten beim Hauptbahnhof, Domplatz vor dem Mariendom, Pfarrplatz und der Garten des Stiegl-Klosterhofs an der Landstraße. Vom Hauptplatz zum Volksgarten gehst du über die Einkaufsstraße Landstraße etwa 20 Minuten.
- Öffnungszeiten: Am Hauptplatz und im Volksgarten haben die Stände mindestens 11:00–19:00 Uhr geöffnet, höchstens 9:00–22:00 Uhr. Advent am Dom Dienstag bis Sonntag 11:00–20:00 Uhr, montags geschlossen. Details weiter unten.
- Eintritt: frei. Einzige Ausnahme ist der Winterzauber im Stiegl-Klosterhof, dort zahlst du 5 € inklusive eines Heißgetränks (ab 20:30 Uhr gratis).
- Zwischen den Märkten: An den Adventwochenenden (Freitag bis Sonntag, 21.11.–20.12.2026, 15:00–19:00 Uhr) fährt alle 30 Minuten gratis der gelbe Weihnachtszug Linz City Express.
- Bezahlen: Euro wie zu Hause. Ein paar Münzen und Scheine solltest du trotzdem dabeihaben, für das Häferl-Pfand und für Stände ohne Kartenzahlung.
- Übernachten: in der Innenstadt zwischen Hauptplatz und Dom, von dort erreichst du alle Märkte zu Fuß. Hoteltipps gleich unten.
- Ideal für: ein langes Wochenende mit Übernachtung. Aus Passau, Salzburg oder Wien geht auch ein Tagesausflug, aus München, Regensburg oder Nürnberg wird es an einem Tag lang. Plan Freitag bis Sonntag.
Übernachten beim Weihnachtsmarkt Linz: unsere Hotels
Gerade weil Linz so gut erreichbar ist, hetzen viele Besucher nur zwischen Reisebus und letztem Glühwein durch die Stadt. Wir würden daraus ein langes Wochenende machen und übernachten. Am schönsten ist die Innenstadt nach Einbruch der Dunkelheit, wenn der Baum am Hauptplatz leuchtet und auf der Domfassade die Lichtinstallation läuft, also genau dann, wenn Tagesbesucher zum Auto oder zum Zug aufbrechen. Wer in der Stadt schläft, muss nach dem Punsch nicht mehr ans Steuer, schlendert am Freitagabend in Ruhe über die Märkte und hat am Sonntagvormittag, bevor die Ausflügler kommen, an den Ständen viel mehr Platz als am Samstagnachmittag.
Am besten wohnst du in der Innenstadt, also im Streifen zwischen Hauptplatz, Landstraße und Mariendom. Von dort sind alle fünf Märkte zu Fuß erreichbar, zum Bahnhof und zum Volksgarten sind es ein paar Haltestellen mit der Straßenbahn. Wer mit dem Auto kommt, nimmt am besten ein Hotel mit Garage oder eigenem Parkplatz, als Gast stehst du im Zentrum nicht lange auf der Straße. Diese Hotels haben wir auf Booking geprüft:
- Austria Classic Hotel Wolfinger (Hauptplatz 19): ein historisches Haus aus dem 15. Jahrhundert direkt am Hauptplatz, der Christkindlmarkt liegt dir also buchstäblich zu Füßen. Die Zimmer sind im Biedermeierstil eingerichtet, ein Teil geht auf den ruhigen Innenhof. Für alle, die Klassik und eine unschlagbare Lage wollen. Plus: Das Frühstücksbuffet gibt es bis 11 Uhr, am Sonntag musst du dich also nicht beeilen.
- Motel One Linz-Hauptplatz (Hauptplatz 10): Designhotel ein paar Häuser weiter, mit Bar und durchgehend besetzter Rezeption. Für Paare und Freunde, die am Hauptplatz wohnen wollen, aber zu vernünftigeren Preisen. Plus: Direkt am Hauptplatz fährt die Bahn auf den Pöstlingberg ab.
- Hotel Schwarzer Bär (Herrenstraße 9–11): Familienhotel in einer ruhigen Gasse, etwa drei Gehminuten vom Hauptplatz, mit einer Geschichte bis ins 15. Jahrhundert (hier wurde der Tenor Richard Tauber geboren). Für alle, die mit dem Auto kommen, denn das Haus hat eine eigene Garage. Plus: Dachterrasse mit Bar und das Restaurant Bärenstub’n mit österreichischer Küche.
- Hotel Am Domplatz (Stifterstraße 4): Vier-Sterne-Boutiquehotel nur für Erwachsene direkt neben dem Mariendom, also unmittelbar am Advent am Dom. Für Paare, die Ruhe und ein schönes Wochenende zu zweit suchen, Kinder unter 16 Jahren können hier nicht übernachten. Plus: Wellnessbereich und Tiefgarage mit direktem Zugang.
- Stadtoase Kolping Hotel Linz (Gesellenhausstraße 5): ruhiges Hotel ein paar Minuten von Landstraße und Dom, zum Bahnhof und Volksgarten gehst du etwa zehn Minuten. Für alle, die mit dem Zug anreisen und es zu beiden großen Märkten nah haben wollen. Plus: Frühstücksbuffet mit Bio-Produkten, das Gäste auf Booking als hervorragend bewerten.
Weitere Hotels, Pensionen und Apartments findest du im gesamten Unterkunftsangebot in Linz. Buch früh, zuerst sind die Zimmer an den Adventsamstagen und die Hotels direkt am Hauptplatz weg. Ist die Innenstadt voll, kannst du auch in Urfahr auf der anderen Donauseite schlafen, von dort bist du über die Nibelungenbrücke in ein paar Minuten am Hauptplatz.
Weihnachtsmarkt Linz als langes Wochenende
Ganz ehrlich: Linz gehört zu den Weihnachtsmärkten, die man auch an einem Tag schafft. Aus Passau bist du mit dem Auto in gut 75 Minuten da, aus Salzburg in gut anderthalb Stunden, ein Tagesausflug ergibt also Sinn. Aus München sind es rund 245 km und knapp drei Stunden pro Strecke, aus Regensburg etwa 235 km, aus Nürnberg rund 340 km. Machbar ist das, aber du verbringst einen großen Teil des Tages unterwegs, und die beleuchteten Märkte nach Einbruch der Dunkelheit, wegen derer man herkommt, erlebst du mit einem Auge auf der Uhr. Deshalb empfehlen wir, zu übernachten und das Ganze so aufzuteilen:
Freitag: Ankunft und erster Abend am Hauptplatz
Fahr am frühen Nachmittag los, dann bist du aus München, Wien oder Regensburg gegen Abend in Linz, mit dem Zug über Salzburg, Passau oder die Westbahn ähnlich. Check ein und geh auf den Hauptplatz, wo am Freitagabend viel los ist, aber nicht so ein Gedränge herrscht wie am Samstag. Dann ein paar Schritte zum Wintermarkt am Pfarrplatz an die Feuerstellen und zum Abendessen in den Stiegl-Klosterhof oder ins Café Meier direkt am Pfarrplatz (wo du dich aufwärmst).
Samstag: Volksgarten, Mariendom und Lichter am Domplatz
Vormittags in den Volksgarten mit Krippe und Handwerk, dann über die Landstraße zurück ins Zentrum, unterwegs in die Konditorei Jindrak auf eine Linzer Torte. Um 14 Uhr Turmführung im Mariendom, die Krippe in der Krypta und nach Einbruch der Dunkelheit der Advent am Dom mit der Lichtshow auf der Fassade. Abends entweder Winterzauber im Stiegl-Klosterhof oder eine Adventschifffahrt auf der Donau (Abendfahrten gibt es auch am 5., 12. und 19.12.). Wer die Märkte schon am Freitag gesehen hat, kann den Samstag einem Ausflug nach Steyr und zum Postamt Christkindl widmen.
Sonntag: Pöstlingberg und Ars Electronica
Der Sonntag passt perfekt für die Pöstlingbergbahn: An Adventsonntagen fährt sie von 10 bis 17 Uhr alle 15 Minuten, und oben hat die Grottenbahn geöffnet, die im Advent sonst nicht fährt. Nach dem Mittagessen fährst du wieder hinunter und gehst über die Brücke ins Ars Electronica Center oder ins Lentos. Am Sonntagvormittag ist es auf den Märkten ruhig, wer noch etwas besorgen will, hat jetzt die letzte Chance, und am Nachmittag geht es mit Zug oder Auto heim.
Warum sich der Weihnachtsmarkt Linz lohnt
Linz hat weder den Ruhm Wiens noch die Postkartenkulisse Salzburgs, und genau das ist sein Vorteil. Die Stadt ist überschaubar, du gehst alles zu Fuß, und die fünf Märkte sind so verschieden, dass dir nicht langweilig wird: der Handwerksmarkt am Hauptplatz unter barocken Fassaden, der märchenhafte Volksgarten für Kinder, Advent am Dom mit Qualitätssiegel und Licht auf der Kathedrale, der kleine Pfarrplatz mit Feuerstellen und der Brauereigarten des Klosterhofs. Dazwischen fährt am Wochenende gratis ein Bummelzug. Nimm noch die Bergbahn auf den Pöstlingberg, die Linzer Torte und das Museum der Zukunft dazu, und du hast ein Wochenendprogramm, bei dem du nicht hetzen musst.
Anreise zum Weihnachtsmarkt Linz aus Deutschland und Österreich
- Mit dem Zug: Linz Hauptbahnhof liegt an der Westbahn zwischen Salzburg und Wien und an der Strecke Passau–Wien, auf der auch ICE-Züge aus Frankfurt, Nürnberg und Regensburg fahren. Aus Wien und Salzburg bist du mit Railjet oder Westbahn in gut einer Stunde da, aus München je nach Verbindung über Salzburg oder Passau. Fahrpläne und Sparpreise findest du auf bahn.de, oebb.at und westbahn.at. Am 13.12.2026 tritt der neue Fahrplan in Kraft, prüf die Zeiten vor der Reise. Vom Hauptbahnhof gehst du in ein paar Minuten zum Volksgarten.
- Mit dem Auto: Aus Passau sind es über die A8 (Innkreisautobahn) und die A1 rund 80 km und gut 75 Minuten, aus München über Salzburg und die A1 etwa 245 km und knapp drei Stunden, aus Salzburg rund 135 km, aus Wien gut 180 km und rund zwei Stunden, aus Regensburg etwa 235 km. Auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen brauchst du eine Vignette: Die Eintages-Vignette kostet 9,60 €, die 10-Tages-Vignette 12,80 € (Tarife der ASFINAG, digital auf asfinag.at).
- Mit dem Fernbus oder der Busreise: Linz wird auch von Fernbussen angefahren, und im Advent haben viele Busreiseveranstalter in Bayern und Österreich Tagesfahrten zum Linzer Christkindlmarkt im Programm. Bequem, aber du hast in der Stadt nur ein paar Stunden.
- Umweltzone: Eine Umweltzone für Pkw, für die du eine Plakette kaufen müsstest, haben wir in Linz nicht gefunden. Auf der A1 bei Linz gilt aber bei schlechter Luft ein variables Tempolimit von 100 km/h (IG-L), achte auf die Anzeigen.
Parken in Linz und unterwegs in der Stadt
Der Veranstalter empfiehlt die Anfahrt über die A7 Richtung Linz Zentrum. Zum Hauptplatz geht es dann über die B139 an die Donau und am Fluss entlang nach rechts, parken kannst du in der Tiefgarage direkt unter dem Hauptplatz oder in der rund um die Uhr geöffneten Garage am Pfarrplatz (Pfarrplatz 9). Zum Volksgarten biegst du Richtung Hauptbahnhof ab und parkst am Bahnhof oder in der Blumauergarage, von dort sind es nur ein paar Schritte zum Markt. Die Garagenpreise ändern sich, prüf sie beim Betreiber. Wir würden das Auto das ganze Wochenende in der Hotelgarage lassen und mit der Straßenbahn fahren.
In der Stadt bringen dich die Straßenbahnen der Linz AG überall hin. Vom Hauptbahnhof fahren die Linien 1, 2 und 3 zum Hauptplatz (Linie 1 tagsüber alle fünf Minuten), zum Volksgarten ist die Haltestelle Goethekreuzung. Das MIDI-Ticket für eine Fahrt kostet 3,20 €, das MAXI-Tagesticket 6,40 €. Die Linz-Card für 24, 48 oder 72 Stunden (18, 30 oder 39 €) enthält die Öffis im Zentrum und den Eintritt in Museen wie Ars Electronica Center und Lentos, die Pöstlingbergbahn aber nur in der 48- und 72-Stunden-Version.

Weihnachtsmarkt Linz 2026: Termine und Orte
Die beiden großen Märkte, der Christkindlmarkt am Hauptplatz und der Weihnachtsmarkt im Volksgarten, werden vom selben Veranstalter organisiert und beginnen immer am vorletzten Samstag im November. 2026 ist das Samstag, der 21. November, also eine Woche vor dem ersten Adventsonntag (29.11.). Am selben Tag öffnen auch der Advent am Dom vor dem Mariendom und der Wintermarkt am Pfarrplatz. Am frühesten startet der Winterzauber im Stiegl-Klosterhof, und er ist auch der einzige, der bis Silvester läuft.
| Markt | Wo | Termin 2026 | Geöffnet | Eintritt |
|---|---|---|---|---|
| Christkindlmarkt am Hauptplatz | Hauptplatz | 21.11.–23.12. | mindestens 11:00–19:00, höchstens 9:00–22:00; 24.12. freiwillig 9:00–16:00 | frei |
| Weihnachtsmarkt im Volksgarten | Volksgarten beim Hauptbahnhof | 21.11.–23.12. | mindestens 11:00–19:00, höchstens 9:00–22:00; 24.12. freiwillig 9:00–16:00 | frei |
| Advent am Dom | Domplatz vor dem Mariendom | 21.11.–23.12. | Di–So 11:00–20:00, montags geschlossen | frei |
| Wintermarkt am Pfarrplatz | Pfarrplatz an der Stadtpfarrkirche | 21.11.–23.12. | 11:00–21:00 | frei |
| Winterzauber im Stiegl-Klosterhof | Landstraße 30 | 13.11.–31.12. | Mo–Fr 15:00–21:30, Sa–So 13:00–21:30; 24.12. 11:00–14:00 | 5 € inkl. Heißgetränk, ab 20:30 und am 24.12. frei |
| Weihnachtszug Hop-On Hop-Off | zwischen allen fünf Märkten | 21.11.–20.12., Fr–So | 15:00–19:00 alle 30 Minuten | gratis |
Die Termine haben wir auf der Website des Veranstalters christkindlmarkt-linz.at, auf adventamdom.at und im Veranstaltungskalender von Oberösterreich Tourismus (oberoesterreich.at) geprüft, Stand 14.10.2026.
Öffnungszeiten der Stände
Am Hauptplatz und im Volksgarten gibt der Veranstalter nur einen Rahmen vor: Die Stände dürfen ab 9 Uhr und höchstens bis 22 Uhr öffnen, sicher geöffnet sind sie aber täglich zwischen 11 und 19 Uhr. In der Praxis heißt das: Vormittags und spätabends ist nur ein Teil der Stände offen, Punsch und Essen gibt es am längsten. Das Tourismusportal Oberösterreich nennt beim Hauptplatz 10 Uhr als Beginn und 21 Uhr als Ende. An Heiligabend, dem 24.12., ist das Öffnen freiwillig, von 9 bis 16 Uhr, mit einem vollen Markt solltest du also nicht rechnen.
Der Advent am Dom hat feste Zeiten: vom 21. November bis 23. Dezember täglich außer montags von 11 bis 20 Uhr. Wer nur am Montag Zeit hat, muss ihn auslassen. Der Wintermarkt am Pfarrplatz öffnet um 11 und schließt um 21 Uhr. Der Winterzauber im Stiegl-Klosterhof hat laut Website des Klosterhofs werktags von 15:00 bis 21:30 Uhr geöffnet, an Wochenenden und am 8.12. von 13:00 bis 21:30 Uhr, an Heiligabend von 11 bis 14 Uhr (der Kalender von Oberösterreich Tourismus nennt 10 Uhr) und am 30. und 31.12. von 13:00 bis 21:30 Uhr. Am Freitag, 18.12., öffnet er erst um 19 Uhr.
Eröffnung und Lichterzünden am Christbaum
Der Baum am Hauptplatz wird traditionell am Eröffnungstag des Markts feierlich übergeben und erleuchtet, am Nachmittag auf der Bühne unter dem Baum, und damit beginnt der Linzer Advent. Im Volksgarten ist die offizielle Eröffnung meist einen Tag später, am Sonntagnachmittag. Die genaue Uhrzeit der Eröffnung und das Kulturprogramm für 2026 hat der Veranstalter noch nicht veröffentlicht, sobald sie da sind, ergänzen wir sie hier.
Weihnachtsmarkt Linz 2026: Programm
Jeder Linzer Markt hat seinen eigenen Charakter, deshalb lohnt es sich, mehr als einen anzuschauen. Wer nur zwei schafft, nimmt den Hauptplatz wegen der Stimmung und den Volksgarten wegen der Kinder, oder den Advent am Dom wegen der Lichter auf der Kathedrale.
Christkindlmarkt am Hauptplatz: der Markt der Kunsthandwerker
Den Linzer Hauptplatz säumen barocke Bürgerhäuser, in der Mitte steht die Dreifaltigkeitssäule. Rund um den großen Christbaum stehen Dutzende Stände mit flachem Dach und leuchtender Pyramide, so aufgestellt, dass du ohne Gedränge zu jedem kommst. Der Veranstalter setzt hier von Anfang an auf Kunsthandwerk: Keramik und Glas, Schmuck, Mützen und warme Mäntel, Kerzen, Olivenholz, Krippen und Christbaumschmuck. Wer ein Geschenk sucht, das es nicht im Einkaufszentrum gibt, fängt am besten hier an.
Direkt unter dem Baum steht eine Bühne, auf der mehrmals pro Woche ab 17 Uhr Live-Musik spielt, sonntags ab 15 Uhr. Uns gefällt am besten der Blick von der Nibelungenbrücke, wenn im Dunkeln plötzlich der ganze beleuchtete Platz auftaucht. Vom Hauptplatz fährt außerdem die historische Bahn auf den Pöstlingberg, den Markt kannst du also wunderbar mit dem Blick über die Stadt verbinden (mehr in Tipp 1).
Volksgarten: Familienmarkt mit lebensgroßer Krippe
Der Markt im Volksgarten, gleich neben dem Hauptbahnhof und vor dem Musiktheater, ist der älteste Linzer Weihnachtsmarkt, und der Veranstalter bezeichnet ihn selbst als traditionellen Familienmarkt. Die Stände stehen zwischen den Bäumen, es duftet nach Lebkuchen, gebrannten Mandeln, Maroni und Würsteln. Für Kinder gibt es hier am meisten zu sehen:
- Krippe mit lebensgroßen Figuren. Die handbemalten Figuren stehen auf rund 12 m² in einem überdachten Holzhaus, und der Veranstalter nennt sie die wohl größte Krippe auf einem Weihnachtsmarkt in Österreich. Täglich von 15 bis 20 Uhr erwacht sie jede halbe Stunde in einem siebenminütigen Licht- und Tonspiel über die Geburt Jesu, samt Blitz und Donner.
- Märchenhäuschen mit beweglichen, lebensgroßen Figuren: Hänsel und Gretel, Frau Holle, Aschenputtel, Rumpelstilzchen, Schneewittchen und Tischlein deck dich mit dem Goldesel.
- Handwerk Live auf dem Platz vor dem Musiktheater, täglich 12–18 Uhr: Drechseln, Filzen, Töpfern, Schnitzen, Schmieden. Kinder können selbst drechseln oder an einer alten Kurbelbohrmaschine ein Werkstück bohren.
- Holz-Lehrpfad (täglich 10–19 Uhr) mit mehr als 280 Holzarten aus aller Welt, zwei Quizzen und einem Holz-Xylophon.
- Karussells, Kindereisenbahn und ein nostalgisches Riesenrad, das in den letzten Jahren bei der Linde mitten im Markt stand.
- Christkind-Briefkasten neben der Krippe, in den Kinder vom Kindergarten bis zum Ende der Volksschule Gedichte und Zeichnungen fürs Christkind werfen. Zum Ende des Markts bereitet der Veranstalter Geschenke für sie vor.
Auf der Bühne vor dem Musiktheater spielt mehrmals pro Woche ab 17 Uhr und sonntags ab 15 Uhr Musik, von Jazz bis Schlager. Der Nikolaus kommt meist am 6. Dezember. Wer mit dem Zug anreist, hat den Volksgarten ein paar Gehminuten vom Bahnsteig entfernt als erste Station, und mit Kindern würden wir genau hier anfangen.

Advent am Dom: Lichter an der größten Kirche Österreichs
Vor dem neugotischen Mariendom, der größten Kirche Österreichs, steht ein Markt für regionales Handwerk und gute Gastronomie. Advent am Dom ist der einzige Adventmarkt in Oberösterreich mit dem österreichischen Gütesiegel für Kunst und Handwerk, und die Aussteller wechseln jede Woche, ein zweiter Besuch lohnt sich also. Ab dem Nachmittag läuft auf der Domfassade eine Lichtinstallation mit Schneeflocken und Motiven der Glasfenster, deshalb kommen wir vor allem nach Einbruch der Dunkelheit her.
Zum Programm gehören Live-Musik am Domplatz, Konzerte im Dom, an den Wochenenden ein Kinderprogramm mit Basteln, Adventkranzbinden, eine Rätselrallye und Kinderführungen durch den Dom. In der Krypta des Mariendoms kannst du aus Bienenwachs deine eigene Kerze ziehen (Linzer Kerzenziehen) und mit 3D-Brille eine virtuelle Krippe anschauen. Im Dom steht der „Weihnachtswald der Herzenswünsche“, ein Wald aus Bäumchen, an die Kärtchen mit Wünschen gehängt werden. Der Nikolaus kommt am 6. Dezember auf den Domplatz, 2026 ist das ein Sonntag.
Wintermarkt am Pfarrplatz und Winterzauber im Stiegl-Klosterhof
Der Wintermarkt am Pfarrplatz ist ein kleiner Markt ein paar Minuten vom Hauptplatz, auf dem Bauern, Handwerker und Künstler ihre eigenen Produkte verkaufen und die Leute mit Punsch um die Feuerstellen sitzen. Er ist ruhiger als die großen Märkte, und wir würden hierher ausweichen, wenn am Samstagnachmittag am Hauptplatz kein Durchkommen ist.
Der Winterzauber im Stiegl-Klosterhof an der Landstraße 30 ist kein Budenmarkt, sondern der Gastgarten des Brauereirestaurants, verwandelt in einen Winterwald mit Tausenden Lichtern und Kugeln, in dem Blasmusik spielt. Im Eintritt ist ein Heißgetränk enthalten (Glühwein, Punsch oder Kinderpunsch), mit derselben Karte kommst du nicht noch einmal hinein, Gruppenrabatte gibt es keine. Der Eintritt 2026 kostet 5 €, ab 20:30 Uhr und an Heiligabend ist er frei. Eine Besonderheit: Hier kannst du Wärmeflaschen ausleihen. Am Montag, 7. Dezember, schauen laut Programm des Klosterhofs um 17 Uhr die Linzer Perchten vorbei (der Veranstaltungskalender von Oberösterreich Tourismus nennt für den Krampuslauf 17:30 Uhr).
Der Weihnachtszug zwischen den Märkten
Vom 21. November bis 20. Dezember 2026 fährt von Freitag bis Sonntag zwischen 15 und 19 Uhr jede halbe Stunde der geschmückte gelbe Bummelzug Linz City Express. Die Fahrt ist gratis, ein- und aussteigen kannst du an jeder der fünf beschilderten Haltestellen: Hauptplatz, Neuer Dom, Volksgarten, Landstraße beim Klosterhof und Pfarrplatz. Mit kleinen Kindern ist das eine Erlösung, wenn sie nicht mehr laufen wollen.

Nikolaus, Krampusse und Programm bis Weihnachten
- Sa 21.11.: Eröffnung der Märkte am Hauptplatz, im Volksgarten, am Domplatz und am Pfarrplatz, erste Fahrt des Weihnachtszugs.
- So 29.11.: erster Adventsonntag.
- So 6.12.: Nikolaus am Domplatz.
- Mo 7.12., 17:00 Uhr: Besuch der Linzer Perchten im Stiegl-Klosterhof.
- Di 8.12.: Mariä Empfängnis, in Österreich gesetzlicher Feiertag. Die Österreicher haben frei, und viele kommen in die Innenstadt.
- So 20.12.: letzte Fahrt des Weihnachtszugs.
- Mi 23.12.: letzter Tag aller Märkte außer dem Winterzauber, am 24.12. nur freiwillig bis 16 Uhr.
Das Konzertprogramm der Bühnen am Hauptplatz und im Volksgarten für 2026 ist noch nicht erschienen, sobald der Veranstalter es veröffentlicht, ergänzen wir es hier.
Was du probieren solltest
Der Veranstalter rühmt sich, auf den Linzer Märkten gebe es den besten Punsch, die köstlichsten Bauernkrapfen und die besten Würstel, und genau diese drei Dinge würden wir als Pflichtprogramm nehmen:
- Punsch und Glühwein: Fruchtpunsch, Glühwein, Metpunsch und für Kinder und Fahrer Kinderpunsch. Getrunken wird aus Keramikhäferln.
- Bauernkrapfen: flacher, in Fett herausgebackener Germteig-Krapfen mit dünner Mitte, meist mit Marmelade oder nur mit Zucker bestreut. Im Volksgarten hat sie 1979 Peter Oberaigner, einer der Gründer des Markts, eingeführt, und sie wurden zum Renner.
- Bratwürstel: vom Holzkohlegrill, am besten mit Senf und Kren.
- Gebrannte Nüsse und Maroni, Lebkuchen, Raclette, Palatschinken und Schokospieße, im Volksgarten auch die Erdäpfelhütte und Elsässer Baguettes.
- Linzer Torte: mit Haselnüssen oder Mandeln, Ribiselmarmelade und dem Teiggitter obendrauf. Auf den Märkten bekommst du sie auch, aber ihretwegen würden wir in die Konditorei gehen (Tipp 6).
Preise: Die Veranstalter veröffentlichen die Preise für Punsch und Essen nicht im Voraus, jeder Stand legt sie selbst fest. Die Preise für den Advent 2026 ergänzen wir, sobald die Märkte geöffnet haben. Auf das Häferl zahlst du in der Regel Pfand, das du zurückbekommst, wenn du es abgibst, oder du behältst es als Andenken.
Ein bisschen Geschichte
Die Linzer Märkte gehen auf den mittelalterlichen Nikolomarkt zurück, der am 5. und 6. Dezember stattfand. Der allererste Linzer Christkindlmarkt fand 1894 statt, damals nur an zwei Tagen, am 23. und 24. Dezember. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden beide Traditionen 1946 an verschiedenen Orten der Stadt wiederbelebt und verschmolzen nach und nach zu einem Weihnachtsmarkt, der ab 1952 fest vom 3. Dezember bis 1. Januar lief. Verkauft wurde am Hessenplatz und am Bernaschekplatz.
In den Volksgarten zog der Markt am 3. Dezember 1956. Er begann mit einem Dutzend beleuchteter Bäume, ein paar Märchengruppen und etwa 25 Ständen, an denen neben Würsteln, Spielzeug und Keksen vor allem warme Wäsche verkauft wurde. Die Krippe mit den lebensgroßen Figuren bekam 2006 ein neues Holzhaus, und mit dem Bau des Musiktheaters 2013 kamen die Handwerkszone und der Holz-Lehrpfad dazu.
Der Markt am Hauptplatz ist jünger. 1979 wurde der Platz umgebaut und großteils autofrei, noch im selben Jahr versuchten es hier rund zehn Händler mit einem kleinen Probemarkt, und seit 1980 findet der Christkindlmarkt am Hauptplatz im Auftrag der Stadt statt. Die heutigen Stände mit flachem Dach und Zierpyramide stehen hier seit 2003.
Wo du dich nach den Märkten aufwärmst
- Café Traxlmayr (Promenade 16): traditionelles Kaffeehaus nach Wiener Art, seit 1847 in der Hand derselben Familie. Mo–Sa 8:00–22:00, sonn- und feiertags 9:00–19:00 Uhr. Vom Hauptplatz fünf Minuten zu Fuß.
- Café Meier (Pfarrplatz 7): direkt am Wintermarkt am Pfarrplatz und lange offen (Mo–Sa 8:00–24:00, So 9:00–24:00 Uhr), also auch nach Schließung der Stände ein guter Halt.
- Stiegl-Klosterhof (Landstraße 30): großes Wirtshaus der Brauerei Stiegl mit österreichischer Küche, warme Küche von 11:00 bis 21:30 Uhr. Im Advent wird der Gastgarten zum Winterzauber.
- Konditorei Jindrak (Herrenstraße 22): für ein Stück Linzer Torte und Kaffee, das Café hat sonntags geschlossen, das Geschäft nicht. Mehr in Tipp 6.
- Josef (Landstraße 49): großes Wirtshaus mit Restaurant, Vinothek, Café und Bar an der Haupteinkaufsstraße zwischen Hauptplatz und Volksgarten, Hausmannskost aus regionalen Zutaten.
Worauf du achten solltest
- Samstagnachmittag und 8. Dezember: Am vollsten ist es am Samstagnachmittag und nach Einbruch der Dunkelheit sowie am Feiertag 8.12. (2026 ein Dienstag). Wer Ruhe will, kommt am Freitagabend, unter der Woche oder am Sonntagvormittag.
- Montag: Advent am Dom hat montags geschlossen, Ars Electronica Center, Lentos und die KZ-Gedenkstätte Mauthausen ebenfalls. Der Montag ist der Tag für Hauptplatz, Volksgarten und Pöstlingberg.
- Öffnungszeiten der Stände: Auf den großen Märkten sind sie nur zwischen 11 und 19 Uhr sicher offen. Morgens oder nach 21 Uhr findest du nur einen Teil der Stände.
- Heiligabend: Am 24.12. ist das Öffnen freiwillig und nur bis 16 Uhr, Advent am Dom und Pfarrplatz sind dann schon vorbei. Zu Weihnachten selbst lohnt sich die Fahrt wegen der Märkte nicht.
- Häferl und Bargeld: Auf den Punschbecher zahlst du meist Pfand. Hab auch ein paar Euro in bar dabei, nicht jeder Stand nimmt Karten.
- Taschendiebe: Im Gedränge an den Punschständen und im Bummelzug pass auf Geldbörse und Handy auf, wie auf allen großen Märkten.
- Autofahren: In Österreich gilt wie in Deutschland die 0,5-Promille-Grenze, nach dem Punsch setz dich aber gar nicht ans Steuer. Noch ein Grund zu übernachten.
- Vignette: Ohne sie fahr nicht auf die Innkreisautobahn A8, die A1, die S10 oder die A7. Kontrollen sind häufig und die Strafen hoch.
10 Tipps, was du in Linz im Winter machen kannst
Linz ist eine Industriestadt mit Stahlwerk, und wer zum ersten Mal herkommt, erwartet oft nur ein paar Buden und graue Straßen. Wir mögen Linz gerade deshalb, weil es überrascht: mit einer der steilsten Bergbahnen der Welt, einer märchenhaften Grottenbahn, einem Museum für digitale Kunst und Konditoreien mit einer über 300 Jahre alten Torte. Die Preise sind Richtwerte nach den für 2026 gültigen Tarifen, sofern nicht anders angegeben.
1. Mit der Pöstlingbergbahn zum Aussichtspunkt über der Stadt
Die Linie 50 startet direkt am Hauptplatz und klettert in rund 20 Minuten auf den Pöstlingberg. Die Strecke ist 4,14 km lang, überwindet 255 Höhenmeter mit bis zu 11,6 % Steigung und gehört zu den steilsten Adhäsionsbahnen (ohne Zahnrad) der Welt, in Betrieb seit 1898. Oben steht die Wallfahrtsbasilika, und vom Aussichtspunkt siehst du ganz Linz mit der Donau, bei klarem Wetter auch die Alpen. Sie fährt jede halbe Stunde, an Adventsonntagen und am 8.12. zwischen 10 und 17 Uhr alle 15 Minuten, die letzte Bahn nach oben fährt um 22 Uhr. Berg- oder Talfahrt kostet 5,40 €, hin und zurück 9,00 €, das normale Öffi-Tagesticket gilt hier nicht. Die Linz-Card enthält sie nur in der 48- und 72-Stunden-Version. Wir würden am Nachmittag hinauf- und nach Einbruch der Dunkelheit hinunterfahren, wenn die Stadt unter dir leuchtet.

2. Die Grottenbahn mit dem Drachen Lenzibald
Auf dem Pöstlingberg (Am Pöstlingberg 16) fährt seit 1906 die Grottenbahn, ein Zug in Gestalt des Drachen Lenzibald, der Kinder und Erwachsene durch einen ehemaligen Befestigungsturm ins Reich der Zwerge und Märchen bringt. Im Winter ist sie nur an Adventsonntagen und am 8. Dezember von 10 bis 17 Uhr sowie an Heiligabend von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6,70 € für Erwachsene, 4,00 € für Kinder, das Familienticket 18,10 €. Wer mit Kindern kommt, hebt sich den Pöstlingberg am besten für den Sonntag auf.
3. Mariendom: Turm, Krippe in der Krypta und Licht auf der Fassade
Der neugotische Dom zur Unbefleckten Empfängnis ist die größte Kirche Österreichs, sein Turm misst 134 Meter. Geöffnet ist täglich von 8 bis 19 Uhr. Zur Turmgalerie auf 68 Metern führen 395 Stufen, Führungen gibt es samstags, sonntags und feiertags um 14 Uhr für 7,50 €. In der Krypta steht seit 1921 die Krippe von Sebastian Osterrieder mit rund 80 Figuren auf 12 × 5 Metern. Komm vor Einbruch der Dunkelheit her und geh dann auf den Domplatz, wenn auf der Fassade die Lichtinstallation des Advent am Dom angeht. Das Kerzenziehen aus Bienenwachs findet während des Adventmarkts in der Krypta statt.
4. Ars Electronica Center und Deep Space 8K
Linz ist UNESCO City of Media Arts, und sein Schaufenster ist das Ars Electronica Center am Donauufer in Urfahr, über die Brücke vom Hauptplatz. Drinnen gibt es interaktive Ausstellungen zu künstlicher Intelligenz, Robotik und Biotechnologie und den Deep Space 8K mit Projektionen auf Wand und Boden in 8K-Auflösung. Im Advent wird hier auch eine virtuelle Krippe gezeigt. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag 10–17 Uhr, montags geschlossen, ebenso am 24., 25. und 31.12. und am 1.1. Der Eintritt für Erwachsene kostet 14 €, mit Linz-Card frei. Ideal für einen verregneten Nachmittag, an dem man nicht über die Märkte bummeln mag.
5. Lentos und ein Spaziergang an der Donaulände
Gegenüber der Ars Electronica, am Südufer, steht der Glaskubus des Kunstmuseums Lentos, der nach Einbruch der Dunkelheit in den Fluss leuchtet. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr, montags sowie am 24. und 25.12. geschlossen, Eintritt 12 €. Auch ohne Museumsbesuch empfehlen wir einen Spaziergang an der Donaulände zwischen Lentos und Nibelungenbrücke: Von der Brücke hast du den schönsten Blick auf den beleuchteten Hauptplatz und auf die Ars Electronica am anderen Ufer.
6. Linzer Torte in der Konditorei Jindrak
Die Linzer Torte wird stolz als ältestes bekanntes Tortenrezept vermarktet, das nach einer Stadt benannt ist: Die älteste Aufzeichnung stammt von 1653 aus einem Kochbuch, das im Stift Admont aufbewahrt wird. Am bekanntesten ist die Konditorei Jindrak, deren Stammhaus in der Herrenstraße 22 nahe dem Dom steht (Mo–Sa 8:30–18:00, So 9:00–18:00 Uhr). Weitere Filialen gibt es an der Landstraße 70, in Urfahr an der Hauptstraße 35 und oben auf dem Pöstlingberg (Am Pöstlingberg 12, Mittwoch bis Sonntag). Die Torte lässt sich gut transportieren, nimm also eine ganze mit nach Hause, sie hält ein paar Tage.
7. Adventschifffahrt auf dem Kristallschiff
Die Reederei Wurm + Noé schickt im Advent vom Anleger im Donaupark beim Lentos das „Kristallschiff“ los, geschmückt mit Tausenden Swarovski-Kristallen. Die Abendfahrt Weihnachtszauber mit Buffet und Live-Musik (19–23 Uhr) kostet 67 € und findet an ausgewählten Tagen vom 13. November bis 19. Dezember 2026 statt. Die Mittags-Buffetfahrt gibt es an Adventsonntagen und am 8.12. von 12:00 bis 15:30 Uhr, ebenfalls für 67 €. Günstiger ist die eindreiviertelstündige Rundfahrt am 3., 10. und 16. Dezember ab 14 Uhr für 21 €. Die Abendfahrten würden wir vorab reservieren, die Wochenendtermine sind schnell voll.
8. Eislaufen im Parkbad
Auf den Linzer Märkten gibt es keine Eisbahn, Schlittschuh laufen kannst du aber im Parkbad an der Donau (Untere Donaulände 11), etwa zehn Minuten zu Fuß vom Hauptplatz. Die Parkbad Eishalle hat Saison von Mitte September 2026 bis Mitte März 2027 und ist für die Öffentlichkeit mittwochs, samstags und sonntags geöffnet. Die Freiluft-Eisfläche und der Eislaufweg öffnen etwa ab Ende November, je nach Wetter. Der Eintritt für Erwachsene kostet 5,80 €.
9. Adventkonzert im Brucknerhaus oder im Musiktheater
Linz ist die Stadt Anton Bruckners, und das Konzerthaus Brucknerhaus an der Donaulände hat im Dezember 2026 unter anderem „Salzburger Advent“ (2.12.) und „Italienische Weihnacht“ (12.12.) im Programm. Im Musiktheater beim Volksgarten spielt Viktor Gernot am 6.12. sein Weihnachtsprogramm „A Night Before Christmas“. Karten gibt es auf den Websites beider Häuser. Wer keine Tickets kaufen will, hört Orgel oder Chöre bei den Adventkonzerten im Dom.
10. Ausflug nach Steyr und zum Postamt Christkindl
Rund 50 Minuten mit dem Direktzug vom Linzer Hauptbahnhof liegt Steyr, eine mittelalterliche Stadt am Zusammenfluss von Enns und Steyr mit einem Adventdorf am Stadtplatz. An ihrem Rand liegt der Wallfahrtsort Christkindl mit barocker Kirche und im Advent einem eigenen Postamt am Christkindlweg 6, das jeden Brief mit einem Weihnachtsstempel versieht. 2026 hat das Postamt Christkindl ab 27.11. geöffnet: bis 23.12. werktags 10–16 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen 10–17 Uhr, an Heiligabend 9–12 Uhr. Vom Zentrum Steyrs fährt ein Stadtbus hin. Wer will, dass der Gruß vom Christkind vor Weihnachten in Deutschland ankommt, schickt den Brief spätestens Anfang Dezember ab. Auf dem Weg zwischen Linz und Steyr liegt auch das barocke Stift St. Florian, wo am 8.12.2026 um 16:30 Uhr die berühmten St. Florianer Sängerknaben ein Adventkonzert singen.
Was wir anders machen würden
Linz verleitet dazu, an einem Wochenende alle fünf Märkte, den Pöstlingberg, den Dom, das Museum und die Donauschifffahrt abzuhaken. Lass das. Am besten gefallen uns die Momente, die in keinem Programm stehen: ein Punsch am Feuer am Pfarrplatz, wenn am Hauptplatz kein Durchkommen mehr ist, oder ein Halt auf der Nibelungenbrücke, von der du den ganzen beleuchteten Platz siehst und dahinter die Ars Electronica leuchtet.
Probier Dinge, die du nicht kennst. Statt des dritten Glühweins nimm einen Bauernkrapfen, einen Metpunsch oder ein Stück Linzer Torte, und statt in eine Kette geh in ein Wirtshaus, von dem du noch nie gehört hast. Bieg von der Landstraße in die Seitengassen der Altstadt ab, wo es weder Buden noch Gedränge gibt. Und wenn es dunkel wird und auf der Domfassade die Lichtshow beginnt, steck das Handy weg. Fotos dieser Fassade gibt es im Netz tausende, diesen Abend hast du nur einmal.
Häufige Fragen (FAQ)
Wann ist der Weihnachtsmarkt Linz 2026?
Die großen Märkte am Hauptplatz und im Volksgarten finden von Samstag, 21. November, bis Mittwoch, 23. Dezember 2026 statt, an Heiligabend haben die Stände freiwillig von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Advent am Dom vor dem Mariendom und der Wintermarkt am Pfarrplatz laufen vom 21.11. bis 23.12., der Winterzauber im Stiegl-Klosterhof vom 13.11. bis 31.12.2026.
Welche Öffnungszeiten hat der Christkindlmarkt Linz?
Am Hauptplatz und im Volksgarten haben die Stände mindestens von 11 bis 19 Uhr geöffnet, höchstens von 9 bis 22 Uhr. Advent am Dom ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 20 Uhr geöffnet, montags geschlossen. Der Wintermarkt am Pfarrplatz hat von 11 bis 21 Uhr offen, der Winterzauber im Stiegl-Klosterhof werktags ab 15 Uhr und an Wochenenden ab 13 Uhr, jeweils bis 21:30 Uhr.
Wo sind die Weihnachtsmärkte in Linz?
Linz hat fünf Adventmärkte im Zentrum: den Christkindlmarkt am Hauptplatz an der Donau, den Weihnachtsmarkt im Volksgarten beim Hauptbahnhof, Advent am Dom vor dem Mariendom, den Wintermarkt am Pfarrplatz und den Winterzauber im Garten des Stiegl-Klosterhofs an der Landstraße 30. Alle liegen in Gehweite, an den Adventwochenenden verbindet sie gratis ein Weihnachtszug.
Wo parke ich beim Weihnachtsmarkt Linz?
Für den Hauptplatz parkst du in der Tiefgarage direkt unter dem Platz oder in der rund um die Uhr geöffneten Garage am Pfarrplatz (Pfarrplatz 9). Für den Volksgarten parkst du am Hauptbahnhof oder in der Blumauergarage. Als Gast stehst du im Zentrum nicht lange auf der Straße, am einfachsten ist deshalb ein Hotel mit Garage und dann weiter mit der Straßenbahn.
Wie komme ich aus Deutschland zum Weihnachtsmarkt Linz?
Mit dem Zug erreichst du Linz Hauptbahnhof über Passau (auch mit ICE aus Frankfurt, Nürnberg und Regensburg) oder über Salzburg auf der Westbahn. Mit dem Auto sind es aus Passau rund 80 km und gut 75 Minuten, aus München etwa 245 km und knapp drei Stunden. Auf österreichischen Autobahnen brauchst du eine Vignette (Eintages-Vignette 9,60 €, 10-Tages-Vignette 12,80 €).
Lohnt sich der Weihnachtsmarkt Linz als Tagesausflug?
Aus Passau, Salzburg oder Wien auf jeden Fall, von dort bist du in ein bis zwei Stunden da. Aus München, Regensburg oder Nürnberg ist es machbar, du sitzt aber hin und zurück fünf Stunden und mehr im Auto. Deshalb empfehlen wir, zu übernachten und aus den Märkten ein langes Wochenende mit Pöstlingberg und Mariendom zu machen.
Kostet der Weihnachtsmarkt Linz Eintritt?
Nein, Hauptplatz, Volksgarten, Advent am Dom und Pfarrplatz sind gratis. Einzige Ausnahme ist der Winterzauber im Stiegl-Klosterhof, dort kostet der Eintritt 2026 5 € inklusive eines Heißgetränks, ab 20:30 Uhr und an Heiligabend ist er frei.
Hat der Weihnachtsmarkt Linz an Heiligabend geöffnet?
Nur teilweise. Am Hauptplatz und im Volksgarten dürfen die Stände am 24.12. freiwillig von 9 bis 16 Uhr öffnen, Advent am Dom und der Wintermarkt am Pfarrplatz enden am 23.12. Der Winterzauber im Stiegl-Klosterhof hat an Heiligabend bis 14 Uhr geöffnet und läuft bis Silvester.
Wie geht es weiter?
Linz lässt sich wunderbar mit weiteren Märkten in der Umgebung verbinden. Der österreichische Advent geht mit den Weihnachtsmärkten in Salzburg und in Wien weiter, zurück in Bayern wartet das romantische Regensburg, und den Überblick über das ganze Land findest du in unserem Artikel über die Weihnachtsmärkte in Deutschland. Und weil die tschechische Grenze von Linz nur eine knappe Autostunde entfernt ist: Neben Prag und Brünn lohnen sich die Märkte, die wir in unserem Überblick über die schönsten Weihnachtsmärkte in Tschechien gesammelt haben, zum Beispiel in Pilsen.
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