Schweiz · 3.7.2026

Zermatt Sehenswürdigkeiten: 17 Highlights rund ums Matterhorn

Aktualizováno 17.9.2026

Zermatt ist einer der wenigen Orte, an denen der erste Eindruck alles schlägt, was danach kommt. Du steigst aus dem Zug, hebst den Blick – und über den Schindeldächern steht dieses eine Dreieck: das Matterhorn (4.478 m), der meistfotografierte Berg der Alpen. Kein Motorenlärm, kein Hupen, nur Elektrokarren, Pferdekutschen und das Rauschen der Matter Vispa.Wir haben die Zermatt Sehenswürdigkeiten so sortiert, wie man sie tatsächlich abläuft: zuerst die Aussichten, für die du eine Bergbahn brauchst, dann die Wege, die dich keinen Franken kosten. Dazu bekommst du die Anreise aus Deutschland (dein Auto bleibt in Täsch stehen, Zermatt ist autofrei), die echten Preise in Franken und die Tricks, mit denen wir in der teuersten Ecke der Alpen nicht pleitegegangen sind.

Zermatt Sehenswürdigkeiten im Überblick

  • Warum hin: das Matterhorn (4.478 m), ein autofreies Bergdorf und Wanderwege, für die du keinen Gipfel besteigen musst – dazu Skifahren bis ins Frühjahr.
  • Wann: Juni bis September zum Wandern und für die Bergseen, Dezember bis April zum Skifahren; Mai und November sind ruhig und am günstigsten.
  • Anreise: Zermatt ist autofrei. Mit dem Auto kommst du nur bis Täsch, dort ins Parkhaus, die letzten Kilometer fährt der Shuttlezug (16,40 CHF retour).
  • Mit der Bahn: aus Deutschland über Basel und Visp; ab Visp bringt dich die Matterhorn Gotthard Bahn in gut einer Stunde nach Zermatt.
  • Budget: gezahlt wird in Franken, nicht in Euro. Rechne mit rund 120–150 CHF pro Person und Tag, mit Hostel und eigener Küche deutlich weniger.
  • Sparen: Halbtax, Swiss Travel Pass oder der mehrtägige Peak Pass drücken die Preise für Züge und Bergbahnen spürbar.

Wann du nach Zermatt fahren solltest

Zermatt funktioniert das ganze Jahr, nur eben jedes Mal anders. Für uns als Rucksackreisende ist der Sommer und der frühe Herbst, also etwa Juni bis September, die beste Zeit: Die Wanderwege sind offen, die Bergseen haben Wasser und damit auch das Spiegelbild des Matterhorns, und das Wetter ist am stabilsten. Juli und August sind dafür die teuersten und vollsten Wochen des Jahres.Zum Skifahren kommst du von Dezember bis April her, dank Gletscher läuft der Betrieb am Klein Matterhorn aber praktisch rund ums Jahr – ja, auch im Juni. Am ruhigsten und günstigsten ist es im Mai und im November, dann stehen allerdings etliche Bahnen und Berghütten für die Revision still. Und rechne damit, dass das Wetter hier oben kippt: Auf dem Gornergrat kann es auch im August schneien.Wenn du vor allem wegen der Spiegelseen kommst (Stellisee, Riffelsee), zielst du auf Juli und August – dann sind die Wege schneefrei und die Seen voll. Für blühende Bergwiesen und Murmeltiere ist der Juni schön, für goldene Lärchen und halb leere Bahnen die zweite Septemberhälfte und der frühe Oktober. Pack in jedem Fall Zwiebellook ein, über 3.000 Metern ist es auch im Hochsommer kalt.
💡 Tipp: Das Matterhorn versteckt sich gern in Wolken. Leg dir Aussichten und Fotos auf den Vormittag, da ist der Himmel am klarsten; am Nachmittag zieht der Gipfel oft zu. Wer flexibel ist, schaut abends in die Webcams und entscheidet danach, welcher Berg morgen dran ist.

Zermatt in der Schweiz mit Blick aufs Matterhorn

Zermatt Anreise: so kommst du aus Deutschland hin

Das ist die erste Sache, die du klären musst, denn Zermatt ist autofrei. In den Gassen begegnen dir nur Elektrofahrzeuge, Pferdekutschen und die Müllabfuhr – und das ist volle Absicht: Das Dorf schützt damit seine berühmte saubere Bergluft und seine Ruhe.

Mit dem Auto – und wo du es stehen lässt

Mit dem eigenen Wagen kommst du nur bis ins Dorf Täsch, rund 5 km vor Zermatt. Dort stellst du das Auto ins überdachte Parkhaus Matterhorn Terminal (ab etwa 16 CHF pro Tag, rund 2.100 gedeckte Plätze) und fährst die letzten Kilometer mit dem Shuttlezug nach Zermatt. Er fährt alle 20 Minuten, braucht 12 Minuten und kostet für Erwachsene 16,40 CHF retour (8,20 CHF einfach); mit Halbtax die Hälfte.Die Anfahrt selbst ist aus Deutschland machbar, aber kein Katzensprung: Von Stuttgart sind es rund 440 km, von München etwa 480 km, von Frankfurt gut 650 km, von Düsseldorf rund 850 km und von Berlin über 1.000 km. Reine Fahrzeit heißt das grob sechs bis sieben Stunden aus dem Süden und zehn bis zwölf aus dem Norden – ohne Stau vor dem Gotthard und ohne die Pause, die du nach der Schweizer Grenze sowieso brauchst. Denk an die Autobahnvignette, ohne sie fährst du in der Schweiz keinen Meter Autobahn legal.

Mit dem Zug aus Deutschland

Ehrlich gesagt: Für Zermatt ist die Bahn die bessere Idee. Du fährst ohnehin autofrei ins Dorf, der Zug hält mitten im Ort, und du sparst dir Parkhaus und Shuttle. Aus dem Westen und Südwesten Deutschlands geht es über Basel SBB, aus dem Süden über Zürich; ab Frankfurt bist du mit dem ICE in rund drei Stunden in Basel. Weiter geht es über Bern oder Zürich nach Visp oder Brig – und ab dort übernimmt die schmalspurige Matterhorn Gotthard Bahn, die im Stundentakt in gut einer Stunde nach Zermatt hinauffährt. Ab Berlin bist du realistisch den ganzen Tag unterwegs (grob zwölf Stunden), ab München oder Frankfurt deutlich schneller.Die Tickets kaufst du am besten früh: Die DB-Sparpreise Europa Schweiz starten je nach Variante bei knapp 20 bzw. 25 Euro pro Strecke, solange das Kontingent reicht. Wichtig für alle, die es gewohnt sind: Das Deutschlandticket gilt in der Schweiz nicht, und auch die BahnCard rabattiert nur den deutschen Streckenteil. Innerhalb der Schweiz lohnt sich stattdessen ein Blick auf Halbtax oder Swiss Travel Pass – dazu unten mehr.Wer fliegt, landet am günstigsten in Zürich; von dort bist du in rund 3,5 Stunden mit dem Zug in Zermatt, ab Genf oder Basel dauert es etwa vier Stunden. Flüge und Verbindungen vergleichst du hier: Flüge in die Schweiz suchen →

Bahnfahren als Erlebnis: Glacier Express und Gornergrat

Wenn du Zeit hast, mach die Anreise zum Programmpunkt. Der berühmte Panoramazug Glacier Express verbindet Zermatt mit St. Moritz quer durch die Alpen und gehört zu den schönsten Bahnstrecken der Welt – Zermatt ist seine Endstation. Und direkt aus dem Dorf startet die Gornergrat Bahn, die höchste offene Zahnradbahn Europas, die seit 1898 fährt.

Unterkunft in Zermatt: wo du am besten schläfst

Zermatt hat über hundert Hotels in allen Kategorien, vom Fünf-Sterne-Haus mit Spa bis zur Berghütte und zum Hostel. Seien wir ehrlich: Billig ist hier nichts, aber auch mit kleinem Budget findest du etwas. Drei Anhaltspunkte, wo du suchst:
  • Zentrum rund um die Bahnhofstrasse – alles zu Fuß erreichbar, dafür am teuersten und am lautesten.
  • Quartier Winkelmatten und die Dorfränder – ruhiger, oft mit freiem Matterhornblick und etwas freundlicheren Preisen.
  • Hostels und Apartments mit Küche – der heilige Gral für Sparfüchse; Zermatt hat sowohl eine Jugendherberge als auch mehrere Backpacker-Unterkünfte, in denen du ein Vielfaches günstiger schläfst als im Hotel.
💡 Tipp: Eine Unterkunft mit eigener Küche spart dir in Zermatt mehr Geld als alles andere – Essen gehen ist hier der größte Posten nach der Übernachtung. Aktuelle Angebote und Preise schaust du dir hier an: Unterkünfte in Zermatt auf der Karte →

Berghütte an einem Wanderweg oberhalb von Zermatt

17 Zermatt Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest

Zermatt ist vor allem ein Ausgangspunkt. Hier sind die siebzehn Orte, für die sich die Anreise lohnt – von Aussichten, die dir eine Bahn abnimmt, bis zu Wegen, die du auf eigenen Beinen und gratis gehst. Und eine Faustregel gleich vorweg: Sobald du dich dort bewegst, wo keine Bahn hinfährt, hast du die Berge fast für dich allein.

1. Gornergrat – die beste Aussicht aufs Matterhorn

Wenn du nur für eine Sache Zeit hast, dann für den Gornergrat (3.089 m). Die Zahnradbahn zieht dich in rund 33 Minuten direkt aus dem Dorf hinauf, und oben klappt dir die Kinnlade herunter: das Matterhorn, der Gornergletscher und ringsherum 29 Viertausender, darunter das Monte-Rosa-Massiv mit der Dufourspitze. Die Retourfahrt kostet grob 96 CHF im Winter und rund 132 CHF im Sommer; mit Halbtax oder Swiss Travel Pass zahlst du die Hälfte.
💡 Tipp: Du musst nicht in beide Richtungen fahren. Nimm die Bahn nach oben und lauf einen Teil zu Fuß zurück – etwa zum Riffelsee, in dem sich das Matterhorn spiegelt. Du sparst Geld und siehst ein Vielfaches mehr.

2. Matterhorn Glacier Paradise (Klein Matterhorn) – Europas höchste Bergstation

Das Klein Matterhorn (3.883 m) ist die höchstgelegene Bergstation Europas, die du mit der Seilbahn erreichst. Vom Dorf bist du mit Umstiegen etwa 40 Minuten unterwegs, oben warten eine Aussichtsplattform, der Gletscherpalast mit Eishöhlen und Eisskulpturen und im Winter ganzjähriger Skibetrieb. Das Retourticket liegt je nach Saison bei 104 bis 132 CHF. Stell dich auf Kälte, dünne Luft und möglicherweise Höhenkopfschmerzen ein – du steigst vom Dorf aus fast 2.300 Höhenmeter auf, und das in wenigen Minuten.

Verschneite Gipfel und Gletscher rund um das Klein Matterhorn

3. Sunnegga und Rothorn – die Sonnenseite des Tals

Die unterirdische Standseilbahn bringt dich in wenigen Minuten auf die Sunnegga (2.288 m), von dort geht es mit Gondeln weiter aufs Rothorn (3.103 m). Das ist die sonnigste Ecke des Gebiets, ideal für Familien und für gemütliche Wanderungen. Gleich bei der Bergstation Sunnegga liegt der kleine Leisee mit Spielplatz – und bei Windstille mit noch einem schönen Matterhorn-Spiegelbild.Das Matterhorn über grünen Wiesen und Holzhäusern

4. 5-Seenweg und der Stellisee

Für uns die schönste Wanderung der Gegend. Der 5-Seenweg verbindet fünf Bergseen (Stellisee, Grindjisee, Grünsee, Moosjisee und Leisee), und der Star ist der Stellisee: An einem windstillen Morgen spiegelt sich das ganze Matterhorn in seiner Oberfläche – das ist das Foto, das du aus Zermatt mit nach Hause nimmst. Die Strecke misst rund 9 km, ist auch für Familien machbar und lässt sich mit den Bahnen auf Sunnegga und Blauherd bequem abkürzen. Zu Fuß ist der Weg selbst kostenlos.
💡 Tipp: Für die Spiegelung im Stellisee gehst du früh am Morgen los. Im Lauf des Vormittags kommt Wind auf, die Oberfläche kräuselt sich, und der Spiegel ist weg.

Bergsee am 5-Seenweg oberhalb von Zermatt

5. Schwarzsee – der schwarze See unter der Wand

Der Schwarzsee (2.552 m) ist ein kleiner Bergsee direkt am Fuß des Matterhorns, erreichbar mit der Gondel. Am Ufer steht eine weiße Kapelle, und der Berg wirkt von hier zum Greifen nah. Gleichzeitig ist das der Startpunkt für alle, die zur Hörnlihütte (3.260 m) hinauf wollen – der beliebte Höhenweg dorthin überwindet rund 700 Höhenmeter.

6. Gornerschlucht

Wenn du nach all den Aussichten von oben Abwechslung brauchst, steig hinunter in die Gornerschlucht. Über Holzstege gehst du durch eine enge Klamm, die sich das Wasser in den Fels gefräst hat: kühl, laut, und eine komplett andere Welt als die Gipfel darüber. Der Eintritt kostet ein paar Franken – im Vergleich zu den Bergbahnen ein symbolischer Betrag.Holzsteg in der Gornerschlucht bei Zermatt

7. Hinterdorf – der historische Dorfkern

Der älteste Teil von Zermatt, das Hinterdorf, ist eine Ansammlung alter Speicher und Stadel aus dunklem Lärchenholz, die auf runden Steinplatten stehen – den sogenannten Mausplatten, die verhindern sollten, dass Mäuse an die Vorräte kommen. Manche Bauten sind mehrere Hundert Jahre alt. Der Spaziergang durch die engen Gassen ist gratis und zeigt dir, wie Zermatt aussah, bevor es ein Weltkurort wurde.

8. Skifahren im Matterhorn Ski Paradise

Im Winter – und dank Gletscher auch im Sommer – gehört Zermatt zu den Top-Skigebieten der Alpen: rund 360 Pistenkilometer, und über den Grenzkamm fährst du bis ins italienische Cervinia. Der Skipass ist kein Schnäppchen, aber Größe und Schneesicherheit gehören zum Besten, was die Alpen zu bieten haben. Und über das Matterhorn Alpine Crossing kannst du zum Espresso mal eben nach Italien rüber – Ausweis nicht vergessen.Terrasse eines Bergrestaurants mit Blick auf verschneite Gipfel

9. Matterhorn Museum – Zermatlantis

Wenn das Wetter nicht mitspielt, verkriechst du dich ins unterirdische Matterhorn Museum – Zermatlantis mitten im Dorf (Eintritt rund 12 CHF). Es erzählt die Geschichte der ersten, tragischen Matterhorn-Besteigung von 1865, von der nur drei der sieben Bergsteiger zurückkamen. Ausgestellt ist auch das gerissene Seil dieser Expedition – Gänsehaut inklusive.

10. Zmutt – die älteste Siedlung unterm Matterhorn

Ein Stück oberhalb von Zermatt, etwa anderthalb gemütliche Gehstunden auf markiertem Weg, liegt Zmutt (1.936 m): ein Weiler aus rund zwanzig dunklen Holzhäusern, die hier seit über 500 Jahren stehen. Die Lärchenspeicher sitzen auf Steinscheiben, die einst die Mäuse fernhielten, und über den grünen Wiesen steht das Matterhorn wie hingestellt. Der Weg ist kostenlos, auch mit Kindern machbar, und oben kehrst du in einem der traditionellen Bergrestaurants ein.
💡 Tipp: Geh nicht denselben Weg zurück, sondern über Furi und die Gornerschlucht. Daraus wird eine schöne Runde, und du hast zwei Stationen in einem Ausflug erledigt.

11. Bergsteigerfriedhof

Direkt neben der Pfarrkirche St. Mauritius im Zentrum liegt der Bergsteigerfriedhof, ein stiller und berührender Ort mit Dutzenden Gräbern von Alpinisten, die am Matterhorn, am Weisshorn oder am Monte Rosa umgekommen sind. Auf den Grabsteinen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert steht oft auch die Todesursache: Absturz, Lawine, Steinschlag. Der Besuch ist kostenlos und erinnert dich daran, wie ernst die Berge rund um Zermatt tatsächlich sind.

12. Kirchbrücke – das Postkartenmotiv mitten im Dorf

Für einen der schönsten Blicke aufs Matterhorn musst du nirgends hinauffahren. Stell dich unten im Dorf auf die Kirchbrücke über die Matter Vispa, und du hast den Berg über den Schindeldächern der Holzhäuser. Das beste Licht gibt es früh am Morgen und in der Dämmerung, wenn es im Dorf ruhig ist und der Gipfel noch frei steht.

13. Riffelsee – der Spiegelsee eine Bahnstation entfernt

Für die berühmteste Spiegelung des Matterhorns brauchst du keine lange Tour. Der Riffelsee liegt nur ein paar Gehminuten von der Station Rotenboden an der Gornergrat-Strecke entfernt: aussteigen, kurz laufen, und schon steht der ganze Berg im Wasser. Wenn du nicht bis auf den Grat fahren willst, kostet das separate Retourticket nach Rotenboden orientierungshalber 78 CHF (einfach 39 CHF), mit Halbtax die Hälfte. Von dort wanderst du weiter hinunter nach Riffelberg und zur Riffelalp – einer der dankbarsten Abstiege im ganzen Gebiet.
💡 Tipp: Der See ist klein, und der Berg spiegelt sich nur bei absoluter Windstille. Es lohnt sich, die erste oder zweite Bahn zu nehmen – gegen Mittag ist das Wasser gekräuselt und die Spiegelung weg.

14. Matterhorn Alpine Crossing – mit der Seilbahn zum Mittagessen nach Italien

Seit 2023 kommst du ausschließlich mit Seilbahnen von Zermatt ins italienische Cervinia – ohne Klettern, ohne Auto. Das Matterhorn Alpine Crossing verbindet neun Stationen, die Überfahrt dauert rund anderthalb Stunden, und der höchste Punkt ist das Klein Matterhorn. Es ist der höchstgelegene Grenzübergang der Alpen und läuft ganzjährig, du kannst also auch im Winter auf einen Kaffee und einen Teller Pasta rüber. Das Retourticket kostet in der Sommerhochsaison rund 264 CHF, in der Zwischensaison 240 CHF und im Winter 208 CHF; Kinder bis neun Jahre fahren gratis, bis sechzehn zum halben Preis, und Halbtax wie Swiss Travel Pass gelten auf dem Schweizer Teil der Strecke.
💡 Tipp: Personalausweis oder Reisepass gehören ins Gepäck, du überquerst eine Staatsgrenze. Und behalte die letzte Bergfahrt im Blick: Nach Betriebsschluss kommst du nur noch über eine lange Umfahrung durch Italien zurück nach Zermatt.

15. Hörnlihütte – Wandern bis unter die Matterhornwand

Die Hörnlihütte (3.260 m) ist das Basislager aller, die aufs Matterhorn steigen – hinkommen kannst du aber auch ohne Kletterausrüstung. Der Höhenweg startet bei der Gondelstation Schwarzsee, misst knapp drei Kilometer und überwindet rund 700 Höhenmeter; rechne mit zwei bis zweieinhalb Stunden nach oben. Die Belohnung ist der Blick von unten auf den Hörnligrat, über den die klassische Aufstiegsroute führt, und das emsige Treiben der Bergsteiger, die vom Morgenaufstieg zurückkommen. Der Weg ist ausgesetzt und im oberen Teil bis Anfang Juli oft noch verschneit – prüf vorher den Zustand der Route.

16. Breithorn – der einfachste Viertausender der Alpen

Du willst auf einem Viertausender stehen, bist aber kein Alpinist? Das Breithorn (4.164 m) gilt genau wegen Zermatt als der zugänglichste Viertausender der Alpen: Die Bahn aufs Klein Matterhorn nimmt dir über 2.300 Höhenmeter ab, und von der Bergstation bleiben knapp 300 übrig. Ein Sonntagsspaziergang ist das trotzdem nicht. Die Route führt über den Gletscher, du brauchst also Steigeisen, Pickel, Seilschaft und Leute, die damit umgehen können – sonst nur mit Bergführer. Die örtlichen Bergführerbüros schreiben das Breithorn als Tagestour für Hochtouren-Einsteiger aus, idealerweise nach einem Akklimatisationstag.
💡 Tipp: Auch mit Bergführer gilt: Über 4.000 Metern atmet es sich schlecht. Fahr am Vortag auf den Gornergrat oder aufs Klein Matterhorn und gib deinem Körper Zeit, sich an die Höhe zu gewöhnen.

17. Charles Kuonen Hängebrücke – die längste Fußgängerbrücke der Alpen

Rund zehn Kilometer nördlich von Zermatt, oberhalb des Dorfes Randa, spannt sich über die wilde Grabengufer-Schlucht die längste Fußgänger-Hängebrücke der Alpen. Die Charles Kuonen Hängebrücke misst 494 Meter, hängt an ihrem höchsten Punkt 85 Meter über dem Boden und ist Teil des Europawegs von Grächen nach Zermatt. Bei der Eröffnung 2017 war sie Weltrekordhalterin; inzwischen gibt es längere Brücken, in den Alpen bleibt sie aber unangefochten. Die Überquerung dauert etwa zehn Minuten, vom Bahnhof Randa läufst du rund zwei Stunden hinauf. Wenn du mit Zug oder Auto anreist, passt das gut als Halbtagesstopp auf dem Weg – und es ist ein völlig anderes Erlebnis als Bergbahnen und Aussichtsplattformen.
Holzhäuser und Gassen des Bergdorfs Zermatt in der Schweiz
Die autofreien Gassen von Zermatt: nur Elektrofahrzeuge, Pferdekutschen und Holzduft. Foto: Winson Ng / Pexels

Zermatt Sehenswürdigkeiten im Winter: was du ohne Ski machst

Zermatt im Winter heißt nicht automatisch Piste. Ein paar Dinge, für die sich die Anreise auch ohne Ski lohnt:
  • Schlitteln von Rotenboden nach Riffelberg: die höchstgelegene Schlittelpiste der Alpen. Du fährst mit der Gornergrat Bahn hinauf, die Abfahrt dauert rund zehn Minuten, und zwischen den beiden Stationen liegen 234 Höhenmeter – du kannst also immer wieder von vorn anfangen. Schlitten mietest du oben.
  • Winterwanderwege und Schneeschuhe: Von Rotenboden nach Riffelberg führt ein einfacher Winterweg von rund 2,3 km, den auch Kinder schaffen. Rund um den Gornergrat gibt es ein ganzes Netz markierter Winter- und Schneeschuhrouten – mit demselben Matterhornblick, den die Skifahrer haben.
  • Gletscherpalast am Klein Matterhorn: Tunnel und Skulpturen, etwa fünfzehn Meter unter der Gletscheroberfläche in Eis geschnitten. Er hat ganzjährig offen und ist der ideale Plan B, wenn der Berg zuzieht.
  • Sommerskifahren: Umgekehrt gilt das auch. Auf dem Gletscher unter dem Klein Matterhorn wird selbst im Juli und August gefahren, allerdings nur vormittags und auf wenigen Pisten.

Essen in Zermatt: wo du hingehst und wie du sparst

Nach der Unterkunft ist Essen der größte Posten – es gibt aber vernünftige Wege. Im Dorf bekommst du klassisches Schweizer Fondue und Raclette, zum Beispiel in der rustikalen Whymper-Stube, benannt nach dem Erstbesteiger des Matterhorns. Am Hang über dem Dorf liegen dann die Bergrestaurants, für die man den Weg halb wegen des Essens und halb wegen der Aussicht macht: Chez Vrony im Weiler Findeln (1.996 m) mit Terrasse direkt gegenüber dem Matterhorn und Walliser Produkten aus dem eigenen Betrieb, der Findlerhof im selben Weiler oder die Fluhalp oberhalb von Blauherd, bei der du am 5-Seenweg vorbeikommst. Die meisten Bergrestaurants haben saisonal offen, etwa Juni bis Oktober und Dezember bis April – in der Zwischensaison also vorher nachfragen.
💡 Tipp: Das günstigste Mittagessen in Zermatt ist das, das du mitbringst. Im Coop beim Bahnhof kaufst du Brot, Käse und Obst für einen Bruchteil des Restaurantpreises, und ein Picknick mit Matterhornblick hat sowieso die beste Kulisse im Ort. Das Leitungswasser ist hier trinkbar und ausgezeichnet – Wasser in Flaschen zu kaufen ist rausgeworfenes Geld.

Zermatt in 1, 2 oder 3 Tagen

Wenn die Zeit knapp ist, geht es darum, eben nicht alles sehen zu wollen. So würden wir planen:
  • Ein Tag: morgens mit der Bahn auf den Gornergrat, Abstieg nach Rotenboden zum Riffelsee und weiter zu Fuß nach Riffelberg. Nachmittags Hinterdorf, Bergsteigerfriedhof und das Foto von der Kirchbrücke.
  • Zwei Tage: Tag eins wie oben, Tag zwei Sunnegga und Rothorn und ab Blauherd der 5-Seenweg mit Stopp am Stellisee. Wer statt Wandern lieber Aussichten sammelt, tauscht Tag zwei gegen das Klein Matterhorn und den Gletscherpalast.
  • Drei Tage: nimm das Klein Matterhorn oder gleich die Überfahrt Matterhorn Alpine Crossing nach Cervinia dazu, dazu einen Nachmittag in der Gornerschlucht und in Zmutt. Bei einer ganzen Woche passen auch noch die Tour zur Hörnlihütte und ein Stopp an der Charles Kuonen Hängebrücke in Randa auf dem Rückweg hinein.
💡 Tipp: Aussichten gehören an den Vormittag, Wanderungen an den Nachmittag. Das Matterhorn zieht typischerweise gegen zehn Uhr zu, und im Nebel nützt dir ein Ticket für hundert Franken gar nichts. Morgens sind außerdem die Bahnen halb leer.

Wissenswertes über Zermatt

  • Vom Grat des Gornergrat siehst du 29 Viertausender, darunter das Monte-Rosa-Massiv mit der Dufourspitze (4.634 m), dem höchsten Berg der Schweiz.
  • Direkt auf dem Grat steht das 3100 Kulmhotel Gornergrat, das höchstgelegene Hotel der Schweizer Alpen. Fertiggestellt wurde es 1907, und es hat ein eigenes Planetarium.
  • Das Riffelalp Resort auf 2.222 Metern wirbt mit dem höchstgelegenen Freibad eines Hotels in Europa, beheizt auf 35 °C.
  • Die Zahnradbahn auf den Gornergrat fährt seit 1898 und war die erste elektrische Zahnradbahn der Schweiz.
  • Rund um Zermatt liegen etwa 400 km markierte Wanderwege – auch nach einer Woche hast du hier noch etwas zu entdecken.
  • Über dem Dorf gibt es den Forest Fun Park, einen Seilpark mit Dutzenden Hindernissen und Seilrutschen, geöffnet von Juni bis Ende Oktober. Der Eintritt liegt je nach Alter grob zwischen 22 und 38 CHF und gilt für drei Stunden.

Was kostet Zermatt? Das Budget

Wir reden nicht drum herum: Die Schweiz ist eines der teuersten Länder Europas, und Zermatt legt als Premiumkurort noch etwas drauf. Ein Schnitzel im Restaurant schlägt locker mit 30–40 CHF zu Buche, Bergbahnen mit mehreren Dutzend bis über hundert Franken. Gezahlt wird in Schweizer Franken; ein Franken entspricht ungefähr einem Euro (Stand September 2026 rund 1,05 €), Karten werden fast überall akzeptiert. Hier unser Richtwert für einen Tag und eine Person:
PostenRichtwert pro Tag (1 Person)
Übernachtung (Hostel / Mehrbettzimmer)ab ~50–80 CHF
Übernachtung (Hotel, Doppelzimmer / Person)ab ~120 CHF aufwärts
Essen (Restaurant)50–80 CHF; mit eigener Küche deutlich weniger
Bergbahn / Zahnradbahn (1 Ausflug)~50–130 CHF je nach Ziel und Saison
Shuttlezug Täsch–Zermatt (retour)16,40 CHF
Gesamt (Rucksackreise)ca. ab 120–150 CHF pro Tag
Preise der Bergbahnen: Übersicht der Retourtickets Die Preise in Zermatt hängen an der Saison, die Sommerspitze ist am teuersten. Hier eine Übersicht der vollen Erwachsenenpreise für die Saison 2026/2027 (mit Halbtax oder Swiss Travel Pass zahlst du die Hälfte):
Ziel (retour ab Zermatt)HöheWinterZwischensaisonSommer (VII–VIII)
Sunnegga2.288 m26 CHF30 CHF33 CHF
Blauherd (Start 5-Seenweg)2.571 m51 CHF59 CHF65 CHF
Rothorn3.103 m70 CHF81 CHF89 CHF
Furi (zur Schlucht und nach Zmutt)1.867 m18 CHF21 CHF23 CHF
Schwarzsee2.552 m53 CHF61 CHF67 CHF
Trockener Steg2.939 m69 CHF79 CHF87 CHF
Matterhorn Glacier Paradise3.883 m104 CHF120 CHF132 CHF
Gornergrat (Zahnradbahn)3.089 m96 CHF132 CHF132 CHF
Rotenboden (zum Riffelsee)2.815 m78 CHF (einfach 39 CHF)
Peak2Peak (Gornergrat + Klein Matterhorn)165 CHF (Winter)212 CHF (Sommer)
Nimm die Preise als Richtwerte: Die Bahnen passen sie nach Saison an, und online gekauft zahlst du oft weniger als am Schalter. Die tagesaktuellen Tarife stehen auf den Seiten von Zermatt Bergbahnen und Gornergrat Bahn. Wie du in Zermatt sparst (Backpacker-Tricks):
  • Halbtax oder Swiss Travel Pass – beide geben 50 % Rabatt auf Züge und die meisten Bergbahnen. Ab der zweiten Bergfahrt hat sich das schnell gerechnet, und wenn du früh kaufst, wird es noch günstiger.
  • Peak Pass von Zermatt Bergbahnen – wenn du mehrere Bergfahrten planst (Gornergrat, Klein Matterhorn, Sunnegga), lohnt sich der mehrtägige Peak Pass. Im Sommer startet er orientierungshalber bei rund 212 CHF und deckt Bergbahnen, den Eintritt in den Gletscherpalast und den Shuttle ab Täsch ab; Preis und Umfang hängen von Saison und Tagesanzahl ab.
  • Unterkunft mit Küche nehmen und selbst kochen – die größte Ersparnis überhaupt. Kauf im Supermarkt ein (Coop, Migros) und frühstücke und iss abends zu Hause.
  • Zu Fuß gehen, wo es geht – Touren wie der 5-Seenweg, der Spaziergang nach Zmutt, das Hinterdorf oder der Weg zur Gornerschlucht sind gratis oder fast gratis.
  • Die Bahn nur in eine Richtung nehmen und die andere zu Fuß gehen – du sparst und siehst mehr.
  • Leitungswasser trinken – in Zermatt ist es hervorragend, gekauftes Wasser ist hier teuer.
💡 Tipp: Tickets für Bergbahnen und Erlebnisse kaufst du besser vorab, vor allem in der Hochsaison – dann stehst du nicht an der Kasse an. Schau dir das Angebot an: Ausflüge und Bergbahnen in Zermatt →

Womit du weiterplanst

  • Wetter in Zermatt Monat für Monat: Wann Schnee liegt, wann die Wege frei sind und wann die Bergbahnen Revisionspause haben – plan danach, nicht nach dem Ferienkalender.
  • Das Matterhorn selbst: Erstbesteigung 1865, Hörnligrat, Hörnlihütte und die Frage, was man als Wanderer davon realistisch mitbekommt.

Häufige Fragen zu Zermatt Sehenswürdigkeiten

Erlebnisse und Tickets in Zermatt

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Preise und Bewertungen sind Richtwerte (Quelle GetYourGuide), die aktuellen Angaben siehst du nach dem Klick.

Warum ist Zermatt autofrei? Zermatt verbietet Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor schon seit Jahrzehnten, um die saubere Bergluft und die Ruhe zu schützen. In den Gassen fahren nur Elektrofahrzeuge, Elektrobusse, Taxis und Pferdekutschen. Dein Auto lässt du im Dorf Täsch rund 5 km vor Zermatt stehen, die letzten Kilometer übernimmt der Shuttlezug.Wie kommst du aus Deutschland nach Zermatt? Am entspanntesten mit der Bahn: aus dem Westen und Südwesten über Basel SBB, aus dem Süden über Zürich, dann weiter nach Visp oder Brig und ab dort mit der Matterhorn Gotthard Bahn in gut einer Stunde nach Zermatt. Ab Frankfurt oder München bist du je nach Verbindung grob acht bis neun Stunden unterwegs, ab Berlin eher zwölf. Mit dem Auto sind es von München rund 480 km und von Berlin über 1.000 km – und zwar nur bis Täsch, weiter kommst du nicht.Wo lässt du das Auto, wenn Zermatt autofrei ist? Im überdachten Parkhaus Matterhorn Terminal im Dorf Täsch, das rund 2.100 gedeckte Plätze hat und ab etwa 16 CHF pro Tag kostet. Von dort fährt der Shuttlezug alle 20 Minuten in 12 Minuten nach Zermatt, das Retourticket kostet 16,40 CHF für Erwachsene, mit Halbtax die Hälfte.Was kostet die Gornergratbahn? Das Retourticket der Zahnradbahn auf den Gornergrat liegt orientierungshalber bei rund 96 CHF im Winter und rund 132 CHF in der Sommersaison. Mit Halbtax oder Swiss Travel Pass bekommst du 50 % Rabatt. Die Preise ändern sich nach Saison, nimm sie deshalb als Richtwerte und prüf den aktuellen Tarif vor der Fahrt.Was kostet die Fahrt aufs Klein Matterhorn (Matterhorn Glacier Paradise)? Das Retourticket von Zermatt aufs Klein Matterhorn (3.883 m) kostet je nach Saison 104 CHF im Winter, 120 CHF in der Zwischensaison und 132 CHF im Hochsommer. Auch hier gelten 50 % Rabatt mit Halbtax oder Swiss Travel Pass. Es ist die höchstgelegene Bergstation Europas, die mit der Seilbahn erreichbar ist – rechne mit Kälte und dünner Luft.Wann ist die beste Reisezeit für Zermatt? Zum Wandern, für die Bergseen und die Höhenwege sind Sommer und Frühherbst ideal, also Juni bis September. Zum Skifahren Dezember bis April, dank Gletscher wird am Klein Matterhorn ganzjährig gefahren. Frühjahr und Spätherbst sind am ruhigsten und günstigsten, dafür stehen etliche Bergbahnen wegen Revision still.Warum ist Zermatt so teuer? Zermatt gehört zu den teuersten Ferienorten der Schweiz: Alles muss per Bahn ins autofreie Dorf, die Lage ist exklusiv, und das Schweizer Preisniveau ist ohnehin hoch. Rechne mit rund 120–150 CHF pro Person und Tag. Sparen kannst du mit einer Unterkunft mit Küche, eigenem Kochen, dem Halbtax für die Bergbahnen und Wanderungen statt Bahnfahrten.Wie viele Tage solltest du für Zermatt einplanen? Für das Wichtigste reichen 2–3 Tage: einen Tag Gornergrat, einen Tag Klein Matterhorn oder Sunnegga mit den Seenwanderungen. Wenn du mehr wandern oder Ski fahren willst, nimm ruhig eine ganze Woche – die Gegend gibt deutlich mehr her.Lohnt sich der Swiss Travel Pass oder das Halbtax? Wenn du mehrere Bergfahrten machst und in der Schweiz auch Zug fährst, fast immer. Das Halbtax gibt 50 % Rabatt auf Züge und die meisten Bergbahnen, der Swiss Travel Pass deckt zusätzlich den öffentlichen Verkehr ab. Wer vor allem in Zermatt in die Berge fährt, rechnet auch den mehrtägigen Peak Pass von Zermatt Bergbahnen durch.Wie hoch ist das Matterhorn und auf welcher Höhe liegt Zermatt? Das Matterhorn misst 4.478 m und ist einer der bekanntesten Berge der Alpen. Das Dorf Zermatt selbst liegt auf rund 1.620 m im Kanton Wallis im Süden der Schweiz, nicht weit von der italienischen Grenze.Wo ist der beste Matterhorn-Aussichtspunkt? Das kommt darauf an, was du sehen willst. Das weiteste Panorama hast du vom Gornergrat, inklusive Gornergletscher und 29 Viertausendern ringsum. Die ikonischste Spiegelung bietet der Stellisee am 5-Seenweg, gleich danach der Riffelsee bei der Station Rotenboden – beides funktioniert allerdings nur an windstillen Morgen. Am nächsten unter der Wand stehst du am Schwarzsee, und direkt im Dorf ist die Kirchbrücke das beste Motiv.Kommst du von Zermatt mit der Seilbahn nach Italien? Ja. Seit 2023 gibt es das Matterhorn Alpine Crossing, die ganzjährige Überfahrt rein mit Seilbahnen von Zermatt ins italienische Cervinia über das Klein Matterhorn. Neun Stationen schaffst du in etwa anderthalb Stunden. Das Retourticket kostet in der Sommerhochsaison rund 264 CHF, in der Zwischensaison 240 CHF und im Winter 208 CHF. Nimm einen Ausweis mit, du überquerst eine Staatsgrenze.Was kostet die Bahn auf die Sunnegga oder aufs Rothorn? Das Retourticket auf die Sunnegga kostet 26 CHF im Winter und 33 CHF in der Sommerspitze, auf Blauherd 51 bis 65 CHF und ganz hinauf aufs Rothorn 70 bis 89 CHF. Das ist der günstigste Weg, in Zermatt hoch über das Dorf zu kommen, und ab der Bergstation kannst du zu Fuß weiter – die Bahn lässt sich also gut nur in eine Richtung nutzen.Was kannst du in Zermatt mit Kindern machen? Am dankbarsten ist die Sunnegga mit dem Leisee und dem Spielplatz, wohin dich die unterirdische Standseilbahn in wenigen Minuten bringt. Gut funktionieren auch die Gornerschlucht mit ihren Holzstegen, der Seilpark Forest Fun Park über dem Dorf und im Winter die Schlittelpiste von Rotenboden nach Riffelberg. Der 5-Seenweg ist mit rund 9 km lang, lässt sich aber mit den Bergbahnen auf einzelne Abschnitte kürzen.Was machst du in Zermatt bei schlechtem Wetter? Das klassische Schlechtwetterprogramm ist das Matterhorn Museum – Zermatlantis mitten im Dorf mit der Geschichte der Erstbesteigung von 1865. Ebenfalls wetterunabhängig ist der Gletscherpalast am Klein Matterhorn, sofern die Bahn fährt. Dazu kommen die Gornerschlucht, ein Bummel durchs Hinterdorf und ein langes Fondue – im Nebel lohnt sich keine Bergfahrt für über hundert Franken.Kannst du in Zermatt schlitteln? Ja, und zwar auf der höchstgelegenen Schlittelpiste der Alpen. Du fährst mit der Gornergrat Bahn nach Rotenboden hinauf und schlittelst nach Riffelberg hinunter: 234 Höhenmeter Unterschied, rund zehn Minuten Fahrt. Oben kannst du Schlitten mieten und beliebig oft wiederholen, die Bahn bringt dich jedes Mal zurück.Lohnen sich Peak2Peak oder der Peak Pass? Wenn du sowohl auf den Gornergrat als auch aufs Klein Matterhorn willst, kostet das Kombiticket Peak2Peak orientierungshalber 212 CHF im Sommer und 165 CHF im Winter – also weniger als zwei einzelne Retourtickets. Planst du mehr Bergfahrten und bleibst mehrere Tage, rechne den mehrtägigen Peak Pass von Zermatt Bergbahnen durch. Das Halbtax lohnt sich in beiden Fällen, weil es die Preise halbiert.

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