Altvatergebirge wandern: 10 Touren vom Altvater bis ins Hochmoor
Aktualizováno 2.10.2026
Vom Altvater aus siehst du an klaren Herbstmorgen das Riesengebirge, die Beskiden und mit etwas Glück sogar die Hohe Tatra. Trotzdem kennen ihn in Deutschland die wenigsten, obwohl das Altvatergebirge (Hrubý Jeseník) das zweithöchste Gebirge Tschechiens ist und mit dem Altvater (Praděd, 1.491 m) den höchsten Berg Mährens hat. Wer im Altvatergebirge wandern will, bekommt lange, kahle Kammwege mit Fernsicht, einen Canyon mit Leitern und Wasserfällen, ein uraltes Hochmoor und ein Wetter, das an einem Julinachmittag innerhalb einer Stunde von Sommer auf November umschalten kann.Damit du nicht mit einer halben Karte anreist, haben wir zehn Touren Abschnitt für Abschnitt aufgeschrieben: mit Kilometern, Höhenmetern, Markierungsfarben, Parkplätzen, Hütten und dem Hinweis, wo du gehen darfst und wo nicht. Die Spanne reicht vom zweistündigen Spaziergang zum Moorsee bis zum langen Aufstieg durch den Divoký důl. Weil die meisten Tourenangaben im Netz voneinander abschreiben, haben wir die Strecken selbst anhand der markierten Wege in OpenStreetMap und eines Geländemodells nachgemessen. Wo die Wegweiser andere Werte nennen, schreiben wir das dazu.Nadelwald und Bergkämme von oben. Symbolfoto: Pexels
Altvatergebirge wandern auf einen Blick
Wo: im Nordosten Tschechiens an der Grenze zu Polen, im Landschaftsschutzgebiet CHKO Jeseníky (744 km², seit 1969). Von Dresden sind es knapp 400 Straßenkilometer, von Berlin gut 450, von Wien rund 280.
Die höchsten Gipfel: Altvater 1.491 m, Hohe Heide (Vysoká hole) 1.465 m, Peterstein (Petrovy kameny) 1.447 m, Glaserberg (Keprník) 1.423 m, Maiberg (Velký Máj) 1.385 m.
Das Rückgrat: der rot markierte Hauptkammweg von Ramzová über Šerák, Keprník, den Rotbergsattel und den Altvater bis zum Sattel Skřítek.
Der kürzeste Weg auf den Altvater: ab dem Parkplatz Ovčárna gut 3,5 Kilometer auf Asphalt, rund 190 Höhenmeter.
Die strengste Regel: In den nationalen Naturschutzgebieten darfst du die markierten Wege das ganze Jahr nicht verlassen. Auf den Peterstein darfst du überhaupt nicht.
Parken: Hvězda 130 Kč am Tag (gut 5 €), die Zufahrt zur Ovčárna 800 Kč im Sommer und 900 Kč im Winter (etwa 32 bis 36 €).
Winter: Die Bergwacht gibt für das Altvatergebirge Lawinenwarnstufen heraus, auf dem Kamm helfen dir nur noch Stangenmarkierungen, und der Canyonweg der Weißen Oppa ist gesperrt.
Wie du die Markierungen im Altvatergebirge liest
Wenn du schon im Riesengebirge oder im Böhmerwald unterwegs warst, kennst du das tschechische System: drei Streifen, weiß außen, farbig in der Mitte, dazu gelbe Wegweiser mit Zeiten und Kilometern. Die Wegweiser sind nur tschechisch beschriftet. Deshalb nennen wir in diesem Artikel immer zuerst den tschechischen Namen, der auf dem Schild steht, und den deutschen nur zur Orientierung.Rot ist der Hauptkamm. Der Weg zieht von Ramzová über Šerák, Keprník und den Rotbergsattel (Červenohorské sedlo) zum Altvater und weiter über die Hohe Heide und die Jelení studánka bis zum Sattel Skřítek. Fast jede Rundtour im Gebirge berührt ihn irgendwo. Oberhalb der Waldgrenze läuft er durch offenes Gelände: bei Sonne großartig, bei Nebel unangenehm.Blau und Grün führen meist aus den Tälern hinauf. Du startest in Kouty nad Desnou, Karlova Studánka, Ramzová, Vrbno, Karlov oder Vernířovice und steigst zum Kamm auf. Rechne dabei fast immer mit 500 bis 900 Metern Anstieg. Es gibt Ausnahmen: Zwischen Rotbergsattel und Kamzík verläuft die blaue Markierung als Hangweg unterhalb des Kamms.Gelb ist oft ein Verbindungsweg oder führt zu einer Sehenswürdigkeit, etwa durch den Canyon der Weißen Oppa (Bílá Opava).Dazu kommen Lehrpfade mit eigener Markierung, weißes Quadrat mit grünem Schrägstrich: NS Bílá Opava, NS Rejvíz, NS Velká kotlina und NS Se Skřítkem okolím Pradědu. Sie verlaufen meist parallel zu den Farbmarkierungen, verlaufen kannst du dich auf ihnen kaum.
💡 Tipp: Die Entfernungen im Altvatergebirge täuschen. Der Kamm ist flach und breit, auf der Karte wirkt alles nah, bei Sturm und Nebel schaffst du aber drei Kilometer in der Stunde oder weniger. Rechne auf den oberen Abschnitten immer einen Puffer zur Zeit vom Wegweiser dazu.
Naturschutzgebiete: wo du im Altvatergebirge nicht gehen darfst
Diesen Teil verschweigen die meisten Tourenportale, dabei ist er der wichtigste. Ein großer Teil der Kämme liegt in nationalen Naturschutzgebieten (NPR), in denen du die markierten Wege ganzjährig nicht verlassen darfst. Das ist keine freundliche Empfehlung, sondern tschechisches Naturschutzrecht, und die Ranger der Schutzgebietsverwaltung kontrollieren das.
Die NPR Praděd ist mit gut 2.000 Hektar das größte nationale Naturschutzgebiet Tschechiens. Sie umfasst die Gipfelregion vom Malý Děd über den Altvater, den Peterstein, die Hohe Heide und den Maiberg bis zum Jelení hřbet, dazu den Canyon der Weißen Oppa sowie den Großen und den Kleinen Kessel.
Auf den Peterstein darfst du gar nicht. Auf den Felsen wachsen Endemiten wie die Altvater-Glockenblume (zvonek jesenický), und das Verbot wird so oft ignoriert, dass die Schutzgebietsverwaltung die Stelle bewacht. Fotografier den Felsen also vom markierten Weg aus und kletter nicht hinauf.
In den Großen Kessel (Velká kotlina) führt nur ein erlaubter Weg, der blau markierte Lehrpfad NS Velká kotlina von Karlov herauf. Außerhalb dieses Pfades ist das Gletscherkar tabu. Hier wachsen rund 350 Arten höherer Pflanzen, es gilt als botanisch reichste Stelle Tschechiens.
Die NPR Šerák-Keprník hat knapp 800 Hektar und umfasst Šerák, Vozka und Keprník. Der Schutz hat Tradition: Ein erstes Reservat gab es hier schon Anfang des 20. Jahrhunderts. Der eigentliche Gipfel des Šerák ist nicht zugänglich, die Markierung führt unterhalb vorbei.
Die NPR Rejvíz schützt ein Hochmoor, das seit dem Ende der letzten Eiszeit wächst. Du gehst ausschließlich auf dem Bohlenweg. Der Kleine Moorsee (Malé mechové jezírko) ist für Besucher gesperrt, zu ihm führt kein Weg.
Die NPR Rašeliniště Skřítek mit 166 Hektar liegt direkt an der Straße I/11 im Sattel. Das Moor ist nass, auch hier geht es über Bohlen.
Für die Planung heißt das ganz praktisch: Abkürzungen funktionieren im Altvatergebirge nicht. Wenn dir die Karten-App einen Pfad abseits der Markierung vorschlägt, schlägt sie dir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Ordnungswidrigkeit vor.
Altvatergebirge wandern: welche Tour zu dir passt
Diese grobe Einteilung hat sich für uns im Altvatergebirge bewährt:
Bis zwei Stunden und mit Kindern: Rejvíz und der Große Moorsee, die Runde zu den Tři kameny vom Sattel Přemyslovské sedlo, der Altvater von der Ovčárna.
Halber Tag (3 bis 5 Stunden): die Kammrunde vom Rotbergsattel zur Švýcárna, der Hohe Fall (Vysoký vodopád) vom Videlské sedlo, Vozka und Červená hora.
Ganzer Tag (5 bis 8 Stunden): Weiße Oppa und Altvater ab Karlova Studánka, Skřítek und Jelení studánka, Šerák und Keprník ab Ramzová.
Für Trainierte (um 20 km und mehr als 750 Höhenmeter): durch den Divoký důl auf den Altvater, der Große Kessel mit der Überschreitung von Hoher Heide und Maiberg.
Altvatergebirge wandern: 10 Touren, die sich lohnen
Zu jeder Tour findest du die wichtigsten Eckdaten, eine Wegpunkt-Tabelle mit Kilometern, den Verlauf nach Markierungen, Anreise und Parken, Einkehr und Wasser und das, wofür es sich unterwegs anzuhalten lohnt. Die Kilometer sind auf markierten Wegen gemessen und gerundet. Die Wegweiser vor Ort weichen davon oft um ein paar hundert Meter ab, und das ist normal.
1. Altvater von der Ovčárna: der kürzeste Weg auf das Dach Mährens
Länge: knapp 7 km hin und zurück · Höhenmeter: rund 190 m hinauf und hinunter · Zeit: 2 bis 2,5 Stunden · Schwierigkeit: leicht, kinderwagen- und rollstuhltauglich · Start und Ziel: Parkplatz Ovčárna (rund 1.300 m) · Typ: hin und zurückSchneller kommst du nicht auf den Altvater. Von der Ovčárna sind es laut den Infozentren in Jeseník und Vrbno 3,5 bis 3,7 Kilometer, nach unserer Messung gut 3,3, und du steigst nur knapp 200 Meter, weil dir die Straße vom Sattel Hvězda den größten Teil des Höhenunterschieds abnimmt. Den Rundweg über den Peterstein, den manche Portale beschreiben, gibt es nicht: Vom Gipfel führt kein erlaubter Pfad direkt dorthin. Du gehst also auf demselben Weg zurück.
Wegpunkt
Kilometer
Ovčárna, Parkplatz und Bushaltestelle
0,0 km
U Barborky, Wegkreuzung
ca. 1,0 km
Pod Pradědem, Wegkreuzung
ca. 2,2 km
Praděd / Altvater, Gipfel (1.491 m)
ca. 3,4 km
Pod Pradědem
ca. 4,6 km
Ovčárna
ca. 6,8 km
Der Weg: Vom Parkplatz folgst du der roten und grünen Markierung auf der Asphaltstraße, die den Hang quert und an der Abzweigung zur Hütte Barborka vorbeiführt. An der Kreuzung U Barborky treffen sich Rot, Grün und Blau, es ist der belebteste Knoten der ganzen Gegend. Über Pod Pradědem geht es in Kehren hinauf, das letzte Stück läuft über den offenen Kamm zum Sendeturm. Verlaufen kannst du dich nur bei dichtem Nebel, wenn Straße und Böschung gleich aussehen.Anreise und Parken: Mit dem Auto fährst du normalerweise zum Parkplatz Hvězda (130 Kč am Tag, 50 Kč pro angefangene Stunde, also etwa 5 € bzw. 2 €), Plätze lassen sich über Parkum.cz reservieren. Von dort ist die Straße zur Ovčárna rund 5,5 Kilometer lang, und darauf fährt ein Pendelbus. Er startet nach Angaben der Stadt Jeseník zur vollen Stunde von 7 bis 17 Uhr und fährt jeweils zur halben Stunde von 7:30 bis 17:30 Uhr hinunter. Die Fahrkarte kostet je nach Quelle 50 bis 80 Kč (2 bis 3 €) pro Person und Richtung. Mit dem eigenen Auto hochfahren geht auch, doch der Parkplatz Ovčárna hat nur rund 40 Plätze inklusive Hotelgästen, reservieren kannst du nicht, und die Zufahrt kostet 800 Kč am Tag im Sommer und 900 Kč im Winter. Auch für Privatautos gilt dabei der Takt: hinauf zur vollen, hinunter zur halben Stunde. Über Nacht ist Parken an der Ovčárna verboten.Einkehr und Wasser: An der Ovčárna und auf dem Gipfel gibt es Restaurants, knapp unterhalb die Hütte Barborka und die Kurzovní chata. Wasser nachfüllen ist kein Problem, es ist der am besten versorgte Teil des Gebirges.Unterwegs: Der Sendeturm auf dem Altvater ist 146,5 Meter hoch (bis 1993 waren es 162 m), die verglaste Aussichtsplattform liegt 73 Meter über dem Boden, auf 1.562,8 m. Nach der Schneekoppe ist das der zweithöchste Aussichtspunkt Tschechiens, und hinauf fährt ein Aufzug. Der Eintritt kostet laut Betreiber 180 Kč für Erwachsene (gut 7 €) und 100 Kč für Kinder von 4 bis 11 Jahren, kleinere Kinder sind frei. Geöffnet ist bei gutem Wetter vom 1. April bis 31. Oktober von 8 bis 18 Uhr und im Winterhalbjahr von 8 bis 16 Uhr. Vom 24. August bis 12. Oktober 2026 ist die Plattform wegen Umbau geschlossen, das Restaurant im Turm hat ganzjährig auf.
💡 Tipp: Zwischen Parken an der Hvězda und der Zufahrt zur Ovčárna liegen rund 670 Kč am Tag, also gut 25 €. Zwei Bustickets kosten dich nur einen Bruchteil davon. Wenn du nicht mit Schwerbehindertenausweis oder sehr kleinen Kindern unterwegs bist, lohnt sich das Hochfahren schlicht nicht.
Altvatergebirge wandern
2. Durch das Tal der Weißen Oppa von Karlova Studánka auf den Altvater
Länge: knapp 17 km · Höhenmeter: rund 730 m · Zeit: 6 bis 6,5 Stunden · Schwierigkeit: mittel, Leitern und Stege · Start und Ziel: Karlova Studánka (Bad Karlsbrunn, gut 800 m) · Typ: RundwegDer schönste Weg auf den Altvater und der einzige, auf dem du durch einen Canyon mit Wasserfällen steigst. Die Bílá Opava schneidet sich auf rund 2,5 Kilometern tief in den Fels und überwindet den Höhenunterschied in Kaskaden, Stromschnellen und Fällen. Der größte davon ist der Velký vodopád, der Große Wasserfall, etwa auf halbem Weg durch die Schlucht.
Wegpunkt
Kilometer
Karlova Studánka, Parkplatz am Restaurant Hubertus
0,0 km
Na Paloučku, Wegkreuzung (Gelb und Blau trennen sich)
ca. 2,0 km
Velký vodopád
ca. 3,7 km
Hütte Barborka (rund 1.320 m)
ca. 6,0 km
Praděd / Altvater, Gipfel
ca. 8,5 km
U Barborky, Wegkreuzung
ca. 10,9 km
Karlova Studánka
ca. 16,7 km
Der Weg: Vom Kurort gehst du gemütlich talaufwärts bis zur Kreuzung Na Paloučku. Hier entscheidest du dich. Gelb führt direkt durch den Canyon, über Stege, Treppen und Metallleitern, stellenweise mit Ketten gesichert, und ist natürlich die schönere Variante. Blau umgeht die Schlucht auf einem bequemen Waldweg und passt, wenn du keine Leitern magst oder mit kleinen Kindern unterwegs bist. Oben treffen sich beide an der Hütte Barborka, und du gehst weiter zum Gipfel. Für den Rückweg nimmst du ab U Barborky die blaue Markierung bergab bis Na Paloučku. Wir empfehlen hinauf auf Gelb, hinunter auf Blau: Der Abstieg über nasse Leitern ist die riskanteste Stelle der ganzen Tour.Anreise und Parken: Nach Karlova Studánka fahren Busse aus Bruntál, Vrbno pod Pradědem und über das Videlské sedlo aus Jeseník. Mit dem Auto parkst du auf einem der drei gebührenpflichtigen Parkplätze im Ort, am bequemsten am Restaurant Hubertus. Zurück kommst du an denselben Ort.Einkehr und Wasser: In Karlova Studánka gibt es Restaurants und Kurbuffets, oben Barborka, Ovčárna, Kurzovní chata und das Restaurant am Gipfel. Im Canyon selbst gibt es nichts, rechne mit zwei bis drei Stunden ohne Einkehr.Unterwegs: Karlova Studánka ist ein kleiner Kurort aus dem späten 18. Jahrhundert mit vielen Holzbauten, gut 800 Meter hoch und unter Denkmalschutz. Der Canyon der Weißen Oppa gehört zur NPR Praděd, sein unterer Teil war früher ein eigenes Schutzgebiet.
💡 Tipp:Im Winter ist der gelbe Weg durch den Canyon unpassierbar und gesperrt. Leitern und Stege über dem Bachbett vereisen, und der Weg darüber ist lebensgefährlich. Außerhalb der Hauptsaison fragst du am besten bei der Schutzgebietsverwaltung (Správa CHKO Jeseníky) oder im Infozentrum nach dem aktuellen Stand und planst mit der blauen Umgehung.
Wanderwege im Altvatergebirge
3. Kammrunde vom Rotbergsattel zur Švýcárna
Länge: gut 13 km · Höhenmeter: rund 380 m · Zeit: 4 Stunden · Schwierigkeit: leicht bis mittel, ab etwa 8 Jahren · Start und Ziel: Červenohorské sedlo / Rotbergsattel (1.013 m) · Typ: RundwegDas beste Verhältnis von Aussicht zu Aufwand im ganzen Gebirge. Du startest schon auf über tausend Metern, steigst also wenig und läufst trotzdem über den Hauptkamm, dessen höchster Punkt auf dieser Runde der Velký Jezerník mit gut 1.300 Metern ist. Achtung, viele Beschreibungen vertauschen hier die Farben: Der rote Kammweg führt über Výrovka und die beiden Jezerník-Gipfel, die Skalní tabule und die Kreuzung Kamzík liegen dagegen am blauen Hangweg.
Wegpunkt
Kilometer
Červenohorské sedlo, Parkplatz
0,0 km
Výrovka (1.167 m)
ca. 2,5 km
Malý Jezerník, Wegkreuzung
ca. 4,1 km
Velký Jezerník (gut 1.300 m)
ca. 5,4 km
Hütte Švýcárna (Schweizerei)
ca. 6,0 km
Kamzík, Wegkreuzung
ca. 8,0 km
Skalní tabule
ca. 9,9 km
Červenohorské sedlo
ca. 13,3 km
Der Weg: Vom Sattel gehst du auf dem roten Kammweg über die Výrovka und den Malý Jezerník zum Velký Jezerník und weiter zur Hütte Švýcárna, die unterhalb des Malý Děd liegt. Zurück nimmst du zuerst Grün bis zur Kreuzung Kamzík und dann Blau, einen Hangweg, der den Kamm auf der Südseite umgeht und deutlich sanfter ist. Die blaue Strecke von Kamzík über die Skalní tabule zum Sattel misst gut fünf Kilometer, und ihr großer Vorteil: Bei Wind ist sie unter der Kammkante geschützt. Teile des Weges sind nass bis matschig, stell dich darauf ein.Anreise und Parken: Der Rotbergsattel liegt an der Straße I/44 zwischen Kouty nad Desnou und Domašov, Busse fahren von beiden Seiten, auch aus Kouty nad Desnou, wo die Bahnstrecke 293 aus Šumperk endet. Der Parkplatz im Sattel ist gebührenpflichtig, du kommst an denselben Ort zurück.Einkehr und Wasser: Im Sattel gibt es Hotel und Restaurant, unterwegs die Švýcárna mit Quelle. Zwischen Sattel und Švýcárna erwartet dich sonst nichts.Unterwegs: Der Rotbergsattel ist die markanteste Senke des Hauptkamms, und genau deshalb ziehen hier Vögel durch. Seit 2010 beringen Ornithologen im Sattel Zugvögel, in den ersten Jahren kamen Zehntausende Tiere aus über hundert Arten zusammen.
4. Durch den Divoký důl von Kouty nad Desnou auf den Altvater
Länge: gut 20 km · Höhenmeter: rund 920 m · Zeit: 7,5 bis 8 Stunden · Schwierigkeit: sehr anspruchsvoll, nur für Trainierte · Start und Ziel: Kouty nad Desnou (Winkelsdorf), Haltestelle Most · Typ: RundwegDie härteste der üblichen Touren im Altvatergebirge. Der Divoký důl, der „Wilde Grund“, ist ein tief eingeschnittenes Tal, in dem du zwischen Felsen und Bächen im Fichtenwald über 600 Meter aufsteigst, und das richtig steil.
Wegpunkt
Kilometer
Kouty nad Desnou, Brücke (Bushaltestelle Most)
0,0 km
U Kamenné chaty, Wegkreuzung
ca. 5,9 km
Divoký důl, oberes Ende an der Kreuzung Pod Pradědem
ca. 9,2 km
Praděd / Altvater, Gipfel
ca. 10,2 km
Švýcárna
ca. 13,9 km
Kamzík, Wegkreuzung
ca. 15,9 km
Petrovka
ca. 17,5 km
Kouty nad Desnou
ca. 20,4 km
Der Weg: Von der Brücke folgst du der blauen Markierung die Divoká Desná hinauf bis zur Kreuzung U Kamenné chaty, knapp sechs Kilometer mit gut 250 Höhenmetern. Hier biegt der Weg in den Divoký důl ab und wird steil: Auf gut vier Kilometern bis zum Gipfel kommen über 600 Höhenmeter zusammen. Blau bringt dich über Pod Pradědem bis ganz hinauf. Zur Švýcárna gehst du auf dem roten Kammweg, gut dreieinhalb Kilometer bergab, und von dort grün markiert über Kamzík und Petrovka zurück ins Tal. Allein das letzte Stück ab Petrovka verliert noch gut 400 Höhenmeter und geht in die Knie. Im unteren Teil des Divoký důl kann dich Hochwasser aufhalten, der Bach wird gequert.Anreise und Parken: Kouty nad Desnou ist Endstation der Bahnstrecke 293 aus Šumperk, du kommst also auch mit dem Zug her. Mit dem Auto parkst du an der Brücke oder im gebührenpflichtigen Skigebiet Kouty. Die Runde endet am Start.Einkehr und Wasser: In Kouty nad Desnou Restaurants am Skigebiet, unterwegs dann nichts bis zur Gipfelregion. Oben hast du Altvater, Švýcárna und Barborka. Die letzte sichere Wasserstelle ist Kouty, nimm zwei Liter pro Person mit.Unterwegs: Das Pumpspeicherkraftwerk Dlouhé stráně mit seinem Unterbecken im Tal der Divoká Desná, der eiszeitlich geformte Divoký důl und die Tatsache, dass die ganze Gipfelregion zur NPR Praděd gehört. Die Markierung verlässt du hier also keine Minute.Verschneiter Kamm unter klarem Himmel. Symbolfoto: Pexels
5. Großer Kessel, Hohe Heide und Maiberg ab Karlov
Länge: gut 21 km · Höhenmeter: rund 780 m · Zeit: 7 Stunden · Schwierigkeit: anspruchsvoll, für geübte Wanderer · Start und Ziel: Karlov pod Pradědem · Typ: RundwegDie Tour für alle, die die botanisch wertvollste Stelle Tschechiens sehen und einen langen Abschnitt des südlichen Kamms laufen wollen. Der Große Kessel (Velká kotlina) ist ein Gletscherkar, in dem Lawinen abgehen und der Schnee sich oft bis in den Frühsommer hält.
Wegpunkt
Kilometer
Karlov pod Pradědem, Wegweiser im Ort
0,0 km
Karlov (Moravice), Wegkreuzung
ca. 1,0 km
Nad Velkým kotlem, oberer Rand des Kessels
ca. 6,9 km
Vysoká hole / Hohe Heide (1.465 m)
ca. 8,8 km
unterhalb des Velký Máj / Maiberg (1.385 m)
ca. 11,0 km
Jelení studánka
ca. 12,7 km
Alfrédka
ca. 15,2 km
Mravencovka
ca. 18,2 km
Karlov pod Pradědem
ca. 21,6 km
Der Weg: Ab der Kreuzung Karlov (Moravice) gehst du am Fluss entlang blau markiert, auf dem Lehrpfad NS Velká kotlina. Nach einigen Kilometern beginnt der steile Aufstieg in den Kessel, allein bis zum oberen Rand kommen gut 600 Höhenmeter zusammen. Oben an der Kreuzung Nad Velkým kotlem erreichst du den Kamm. Den Peterstein siehst du von hier im Norden, der Weg führt aber nicht zu ihm. Du wendest dich nach Süden und gehst auf Rot über die Hohe Heide und den Kamzičník, am Maiberg vorbei, bis zur Jelení studánka. Der Gipfel des Maibergs bleibt dabei rund 200 Meter neben der Markierung. Hinunter geht es über die Alfrédka und die Mravencovka, erst gelb und grün, dann grün und blau zurück nach Karlov.Anreise und Parken: Karlov pod Pradědem gehört zur Gemeinde Malá Morávka, mit dem Bus kommst du aus Bruntál her. Geparkt wird am Skigebiet Karlov. Rundweg, du endest am Start.Einkehr und Wasser: In Karlov und Malá Morávka gibt es Gasthäuser und Pensionen, auf dem Kamm nur die steinerne Schutzhütte an der Jelení studánka (ein Unterstand, kein Imbiss). Sonst ist der ganze Kamm ohne Versorgung. Das Wasser aus den Quellen am Weg solltest du nur abgekocht oder gefiltert trinken.Unterwegs: Im Großen Kessel wachsen rund 350 Arten höherer Pflanzen, darunter seltene sudetische Endemiten. Hier leben auch Gämsen, die 1913 aus den österreichischen Alpen hergebracht wurden. Auf der Hohen Heide steht ein barocker Grenzstein aus Sandstein von 1681, und im Zweiten Weltkrieg bauten die Deutschen hier oben eine Radarstation.
💡 Tipp: Geh diese Tour nicht allein und nicht bei Nebel. Der Kamm zwischen Hoher Heide und Jelení studánka ist flach, baumlos und ohne Orientierungspunkte, bei schlechter Sicht verlaufen sich dort auch Leute, die den Weg zehnmal gegangen sind.
6. Skřítek, Ztracené kameny und Jelení studánka
Länge: 16,5 km · Höhenmeter: rund 570 m · Zeit: 5 Stunden · Schwierigkeit: mittel, ab etwa 10 Jahren · Start und Ziel: Sattel Skřítek (rund 870 m) · Typ: RundwegDas Südende des Kammwegs, deutlich ruhiger als die Gegend um den Altvater. Der Start ist bequem, denn Skřítek ist ein flacher Sattel direkt an der Straße I/11 von Šumperk nach Rýmařov, geparkt wird am Motorest.
Wegpunkt
Kilometer
Skřítek, Parkplatz am Motorest
0,0 km
Ztracené kameny
ca. 3,0 km
Pecný / Pecny (1.334 m)
ca. 3,9 km
Jelení studánka
ca. 5,9 km
Alfrédka
ca. 8,4 km
Mravenčí sedlo
ca. 9,0 km
Pod Josefínkou
ca. 10,9 km
Skřítek
ca. 16,5 km
Der Weg: Die ersten Meter gehst du flach an der Skřítek-Figur vorbei, dann steigst du rot und grün markiert durch den Wald hinauf, und das ist gleich der anstrengendste Teil der ganzen Runde: Bis zu den Ztracené kameny kommen auf drei Kilometern gut 350 Höhenmeter zusammen. Weiter geht es auf Rot über den Pecný und über den weiten Kamm zur Jelení studánka. Hinunter nimmst du Gelb und Grün zur Alfrédka, von dort sind es nur ein paar hundert Meter zum Mravenčí sedlo. Zurück zum Start läufst du auf Gelb knapp sechs Kilometer als Hangweg unter dem Kamm, über Pod Josefínkou bis zur Kreuzung Pod Ztracenými kameny, und das letzte Stück auf dem Anstiegsweg hinunter.Anreise und Parken: Busse halten direkt im Sattel an der Haltestelle Motorest Skřítek, mit dem Auto parkst du neben dem Motorest. Du kommst an denselben Ort zurück.Einkehr und Wasser:Das Motorest Skřítek gleich am Start, unterwegs nur die Schutzhütte an der Jelení studánka und die Quelle dort. Nimm dein Wasser also schon unten mit.Unterwegs: Gleich am Parkplatz liegt die NPR Rašeliniště Skřítek mit 166 Hektar, geschützt seit den 1950er-Jahren, um den Torfabbau zu stoppen. An der Einfahrt steht eine Skulptur des Berggeists, nach dem der Sattel benannt ist. Die Straße über den Sattel entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, und früher stand hier ein Gasthaus mit dem Namen Berggeist.
7. Šerák und Keprník ab Ramzová
Länge: rund 14 km hin und zurück · Höhenmeter: rund 700 m · Zeit: 5 Stunden · Schwierigkeit: mittel, ab etwa 10 Jahren · Start und Ziel: Ramzová (rund 770 m) · Typ: hin und zurück, auf Wunsch mit SesselliftDas Nordende des Hauptkamms und die beste Tour für alle, die mit dem Zug kommen. Der Keprník (Glaserberg, 1.423 m) ist der höchste Gipfel der Keprník-Gruppe, der Šerák (Hochschar, 1.351 m) sein bekannterer Nachbar mit Hütte.
Wegpunkt
Kilometer
Ramzová, Parkplatz an der Seilbahn
0,0 km
Quelle Dobrá voda mit Kapelle
unterwegs
Čerňava, Mittelstation des Sessellifts (1.063 m)
ca. 2,5 km
Šerák (1.351 m), Chata Jiřího (rund 1.320 m)
ca. 5,1 km
Keprník (1.423 m)
ca. 7,1 km
Chata Jiřího
ca. 9,1 km
Ramzová
ca. 14,1 km
Der Weg: Vom Parkplatz gehst du rot markiert durch den Wald an der Piste und der Talstation entlang, an der Quelle Dobrá voda mit Kapelle vorbei, zur Mittelstation Čerňava. Dann kommt das härteste Stück: gut 2 km und 250 Höhenmeter über steiniges Gelände an den Hängen der Mračná hora. Oben bist du an der Chata Jiřího und gehst auf dem Kamm weiter zum Keprník, noch einmal rund 130 Höhenmeter. Zurück geht es auf demselben Weg, oder du lässt dich vom Šerák mit dem Sessellift hinunterbringen. Das Trojmezí, das manche Beschreibungen zwischen Šerák und Keprník einordnen, liegt übrigens erst knapp einen Kilometer südlich hinter dem Keprník.Anreise und Parken: Das ist der beste Einstieg ins Altvatergebirge ohne Auto. Der Haltepunkt Ramzová liegt an der Bahnstrecke Šumperk–Jeseník–Krnov, und vom Zug sind es rund 700 Meter bis zur Talstation. Der Sessellift Ramzová–Šerák hat zwei Abschnitte mit der Mittelstation Čerňava, fährt grundsätzlich ganzjährig und wird von der Firma Bonera betrieben. Revisionspausen und aktuelle Betriebszeiten prüfst du am besten vor der Anreise beim Betreiber.Einkehr und Wasser: In Ramzová Gasthäuser und Pensionen, auf dem Kamm die Chata Jiřího, ein Steinbau vom Ende des 19. Jahrhunderts, der an der Stelle einer älteren Holzhütte steht. Die letzte Quelle auf dem Weg ist Dobrá voda unterhalb der Čerňava.Unterwegs: Der Šerák liegt auf der europäischen Hauptwasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Ostsee. Schnee liegt hier rund 180 Tage im Jahr, die Jahresmitteltemperatur beträgt 2,2 °C. Auf dem Gipfel des Keprník findest du Frostschuttterrassen mit Felsburgen und kleine Erdbuckel, sogenannte Thufure. Achtung: Auf den eigentlichen Gipfel des Šerák darfst du nicht, die Markierung führt unterhalb vorbei.
8. Vozka und Červená hora vom Rotbergsattel
Länge: 14 km · Höhenmeter: rund 565 m · Zeit: 4 bis 4,5 Stunden · Schwierigkeit: mittel, ab etwa 10 Jahren · Start und Ziel: Červenohorské sedlo / Rotbergsattel · Typ: RundwegDer beste Rundblick im Altvatergebirge für den geringsten Preis. Die Vozka (Fuhrmannstein, 1.377 m) ist der achthöchste Gipfel des Hrubý Jeseník, ihre Gipfelfelsen aus Glimmerschiefer ragen sieben Meter auf.
Wegpunkt
Kilometer
Červenohorské sedlo, Parkplatz
0,0 km
Bílý Sloup, Wegkreuzung
ca. 2,5 km
Červená hora, Kreuzung unter dem Gipfel (Gipfel 1.333 m)
ca. 3,7 km
Sedlo pod Vřesovkou
ca. 4,5 km
Trojmezí (rund 1.320 m)
ca. 6,2 km
Vozka (1.377 m)
ca. 7,7 km
Sedlo pod Vřesovkou
ca. 9,6 km
Vřesová studánka
ca. 10,5 km
Červenohorské sedlo
ca. 14,0 km
Der Weg: Vom Sattel steigst du rot markiert über den Bílý Sloup hinauf und durch das Naturschutzgebiet Sněžná kotlina zur Červená hora. Weiter geht es in den Sattel unter der Vřesovka und auf dem Kamm hinauf zum Trojmezí. Von dort zweigt der markierte Weg zur Vozka ab, gut eineinhalb Kilometer, und er lohnt sich: Von den Gipfelfelsen siehst du das ganze Altvatergebirge und bei guter Sicht auch Riesengebirge, Beskiden oder Tatra. Hinunter gehst du grün markiert zurück in den Sattel unter der Vřesovka und dann an der Vřesová studánka vorbei auf Rot zum Rotbergsattel.Anreise und Parken: Wie bei Tour 3: Busse aus Kouty nad Desnou und aus Jeseník, gebührenpflichtiger Parkplatz im Sattel.Einkehr und Wasser: Hotel und Restaurant im Sattel. Unterwegs gibt es keinen Imbiss, die Kapelle an der Vřesová studánka ist ein Wallfahrtsort, keine Einkehr. Nimm dein Wasser aus dem Sattel mit.Unterwegs: Die Vozka gehört zur NPR Šerák-Keprník, zwischen 1.310 und 1.340 Metern liegt an ihren Hängen ein Moor. Der Sage nach ist hier ein Fuhrmann versteinert, der im Moor stecken blieb und Brotlaibe unter die Räder schob. Im Oktober 2021 stellten Unbekannte ohne Genehmigung ein Holzkreuz auf den Gipfel, das wieder weg musste, weil es gegen das Naturschutzgesetz verstieß.
9. Rejvíz und der Große Moorsee
Länge: 2,5 km pro Richtung, 5 km hin und zurück · Höhenmeter: kaum, rund 25 m je Richtung · Zeit: 1,5 bis 2 Stunden · Schwierigkeit: leicht, auf Bohlen · Start und Ziel: Rejvíz (Reihwiesen, rund 780 m) · Typ: hin und zurückDie einzige Tour in dieser Auswahl, die wirklich jeder schafft, und gleichzeitig einer der spannendsten Orte im ganzen Gebirge. Das Hochmoor ist nach dem Ende der letzten Eiszeit entstanden und wächst seit Jahrtausenden.
Wegpunkt
Kilometer
Rejvíz, Parkplatz gegenüber der Pension
0,0 km
Pod Rejvízem, Beginn des Lehrpfads mit Kasse
ca. 0,8 km
Velké mechové jezírko, Aussichtsterrasse
ca. 2,5 km
zurück in Rejvíz
ca. 5,0 km
Der Weg: Von der Pension gehst du gelb markiert Richtung Moor. Am Holzhäuschen des Lehrpfads zahlst du einen kleinen Beitrag zur Instandhaltung, zuletzt rund 30 Kč (gut 1 €), und von dort führt ein Bohlenweg aus Holz bis zur Aussichtsterrasse am See. Unterwegs erklären Tafeln der Naturschutzbehörde das Moor. Zurück gehst du auf demselben Weg.Anreise und Parken: Rejvíz liegt acht Kilometer östlich von Jeseník an der Straße nach Zlaté Hory und gilt als höchstgelegenes Dorf im tschechischen Schlesien. Der gebührenpflichtige Parkplatz liegt gegenüber der Pension am Beginn des Weges, halt Bargeld bereit.Einkehr und Wasser: Gegenüber vom Parkplatz ein Imbiss, im Ort Pensionen und Hütten. Auf dem Lehrpfad selbst gibt es nichts.Unterwegs:Der Große Moorsee hat eine Fläche von rund 1.700 m² und ist knapp drei Meter tief. Um ihn wachsen Moorkiefer, Torfmoos und der fleischfressende Rundblättrige Sonnentau, und hier lebt die Hochmoor-Mosaikjungfer. Der Kleine Moorsee liegt rund zweieinhalb Kilometer weiter östlich, ist fast vollständig zugewachsen und nicht zugänglich, es führt kein Weg zu ihm. Wer dir einen „Weg zum Kleinen See“ empfiehlt, schickt dich abseits der Markierung ins Schutzgebiet. Der Lehrpfad ist in der Regel von Frühling bis Herbst geöffnet.
💡 Tipp: Am schönsten ist das Moor früh am Morgen oder nach Regen, wenn Nebel über dem Wasser steht. Die Bohlen sind dann aber glatt wie Eis, Turnschuhe mit glatter Sohle bleiben besser im Auto.
10. Hoher Fall über die Miliónová cesta vom Videlské sedlo
Länge: 10 km · Höhenmeter: rund 530 m · Zeit: 3,5 Stunden · Schwierigkeit: mittel, ab etwa 10 Jahren · Start und Ziel: Videlské sedlo (930 m) · Typ: RundwegDer Vysoký vodopád (Hoher Fall) ist mit 28 Metern der höchste Wasserfall im Altvatergebirge und einer der höchsten in Tschechien. Vor 1880 soll er sogar 45 Meter frei gefallen sein, dann verschüttete ein Hangrutsch bei einem Hochwasser die Stelle, an der das Wasser aufschlug.
Wegpunkt
Kilometer
Videlské sedlo (Videlský kříž), Parkplatz
0,0 km
Nad Vysokým vodopádem, Wegkreuzung
ca. 4,4 km
Vysoký vodopád
ca. 4,8 km
Nad Vysokým vodopádem
ca. 5,2 km
Švýcárna (rund 1.300 m)
ca. 7,2 km
Videlské sedlo
ca. 10,0 km
Der Weg: Die ersten gut vier Kilometer ab dem Sattel gehst du auf der Miliónová cesta, einer breiten Forststraße, die als Radweg ausgeschildert ist und fast ohne Steigung durch den Wald zieht. An der Kreuzung Nad Vysokým vodopádem nimmst du die blaue Markierung und steigst an der Sokolí skála vorbei zum Wasserfall ab. Danach zurück hinauf und auf Blau zur Švýcárna, gut zwei Kilometer und knapp 200 Höhenmeter. Von der Hütte bringt dich Gelb unterhalb des Malý Děd in knapp drei Kilometern und gut 400 Höhenmetern bergab zurück zum Parkplatz. Wer mag, geht von der Švýcárna noch auf den Altvater, das sind knapp vier Kilometer auf Rot.Anreise und Parken: Über das Videlské sedlo führt die Straße von Jeseník über Vidly nach Karlova Studánka, hier fahren Busse. Der Parkplatz liegt direkt im Sattel, du kommst dorthin zurück. Im Winter kann die Straße über den Sattel zeitweise gesperrt sein.Einkehr und Wasser: Bis zur Švýcárna gibt es nichts. Sonst findest du Einkehr in Vidly und Karlova Studánka. Nimm Wasser mit.Unterwegs: Der Wasserfall liegt im Naturschutzgebiet Vysoký vodopád, 1982 auf 141,4 Hektar ausgewiesen, um Bergwald und seltene Moosgesellschaften zu schützen. In der Gegend ist auch der Luchs nachgewiesen.
Alle Touren im Überblick
Tour
Länge
Höhenmeter
Zeit
Start
Altvater von der Ovčárna
ca. 7 km
ca. 190 m
2–2,5 h
Ovčárna
Weiße Oppa und Altvater
ca. 17 km
ca. 730 m
6 h
Karlova Studánka
Kammrunde zur Švýcárna
ca. 13 km
ca. 380 m
4 h
Červenohorské sedlo
Divoký důl auf den Altvater
ca. 20 km
ca. 920 m
7,5 h
Kouty nad Desnou
Großer Kessel und Hohe Heide
ca. 21,5 km
ca. 780 m
7 h
Karlov pod Pradědem
Skřítek und Jelení studánka
16,5 km
ca. 570 m
5 h
Sattel Skřítek
Šerák und Keprník
ca. 14 km
ca. 700 m
5 h
Ramzová
Vozka und Červená hora
14 km
ca. 565 m
4–4,5 h
Červenohorské sedlo
Rejvíz und Großer Moorsee
5 km
ca. 50 m
1,5–2 h
Rejvíz
Hoher Fall
10 km
ca. 530 m
3,5 h
Videlské sedlo
Anreise, Parken und Pendelbus zur Ovčárna
Beim Verkehr kannst du im Altvatergebirge überraschend viel Geld liegen lassen. Die wichtigsten Preise auf einen Blick, umgerechnet mit rund 25 Kč pro Euro:
Ort
Preis
Hinweis
Parkplatz Hvězda
130 Kč / Tag, 50 Kč / Stunde (ca. 5 € / 2 €)
mit Behindertenausweis 50 Kč / Tag, Reservierung über Parkum.cz
Pendelbus Hvězda–Ovčárna
je nach Quelle 50 bis 80 Kč pro Person und Fahrt (2 bis 3 €)
hinauf zur vollen Stunde, hinunter zur halben
Zufahrt Ovčárna, Pkw
800 Kč Sommer / 900 Kč Winter (ca. 32 / 36 €)
rund 40 Plätze, keine Reservierung, über Nacht verboten
Zufahrt Ovčárna, Motorrad
450 Kč / Tag (ca. 18 €)
Sommertarif
Zufahrt Ovčárna, Wohnmobil
1.400 Kč / Tag (ca. 56 €)
Kleinbus 1.600 Kč, Reisebus 2.800 Kč (Sommer)
Aussichtsplattform Altvater
180 Kč Erwachsene / 100 Kč Kinder
Kinder unter 4 frei, Aufzug; 24. 8. bis 12. 10. 2026 geschlossen
Rejvíz, Lehrpfad
rund 30 Kč (gut 1 €)
dazu gebührenpflichtiger Parkplatz, Bargeld einstecken
Sessellift Ramzová–Šerák
laut Preisliste des Betreibers
ganzjährig, mit Revisionspausen
Aus Deutschland mit dem Auto fährst du von Dresden rund 390 Kilometer bis Karlova Studánka (knapp 5 Stunden), von Berlin rund 465 (5,5 Stunden) und von München rund 655 (7,5 Stunden). Aus Sachsen und Berlin führt die schnellste Route über die polnische A4 Richtung Wrocław und dann über Nysa ins Gebirge. Auf tschechischer Seite fährst du dann nur Landstraßen, für die du keine Vignette brauchst. Aus Bayern und aus Österreich (von Wien sind es rund 280 Kilometer) kommst du über tschechische Autobahnen, dafür brauchst du die digitale Vignette, die du vorab auf edalnice.cz kaufst. Das ist nichts für einen Tagesausflug, plane mindestens ein langes Wochenende ein.Mit dem Zug kommst du am besten nach Ramzová (Strecke Šumperk–Jeseník–Krnov) und nach Kouty nad Desnou (Endstation der Strecke 293 aus Šumperk). Von Kouty fahren Busse zum Rotbergsattel. Nach Karlova Studánka und zum Sattel Skřítek kommst du mit dem Bus.
💡 Tipp: Die Parkgebühren ändern sich, und im Winter sind sie höher. Prüf den aktuellen Stand vor der Abfahrt, die rund vierzig Plätze an der Ovčárna sind am Wochenende oft belegt, bevor du ankommst. Ob noch etwas frei ist, erfährst du am Schlagbaum an der Hvězda.
Winterwandern im Altvatergebirge: was anders ist
Der Winter im Altvatergebirge ist nicht alpin, aber nach dem Riesengebirge der rauste in Tschechien, und der Kamm verhält sich dann ganz anders als im Sommer. Auf dem Šerák liegt rund 180 Tage im Jahr Schnee, und oberhalb der Waldgrenze gibt es keinerlei Schutz.Bewaldete Hügel mit Lichtungen. Symbolfoto: Pexels
Hier gehen wirklich Lawinen ab. Die tschechische Bergwacht (Horská služba) gibt für das Altvatergebirge Warnstufen nach der europäischen fünfstufigen Skala heraus und beobachtet die Lawinenhänge. Besonders gefährdet sind die Kare wie der Große Kessel. Ab Stufe drei, also erheblicher Gefahr, rät die Bergwacht ausdrücklich davon ab, sich in diesen Lagen zu bewegen.
Den Lawinenlagebericht findest du auf der Website der Bergwacht unter Jeseníky, er erscheint aber nur in der Saison. Die Notrufnummer der Bergwacht ist 1210, der europäische Notruf 112 funktioniert natürlich auch.
Der gelbe Weg durch die Weiße Oppa ist im Winter gesperrt. Leitern und Stege vereisen, hinauf gehst du dann auf der blauen Umgehung.
Die Markierungen auf dem Kamm verschwinden unter dem Schnee. In den baumlosen Abschnitten gibt es Stangenmarkierungen, aber nicht überall und nicht lückenlos. Ohne Karte, Kompass und geladenes Handy mit Offline-Karte gehst du im Winter nicht auf den Kamm.
Der Wind ist der eigentliche Gegner. Hohe Heide, Altvater und Peterstein sind völlig offen, der Wind formt den Schnee zu harten Wechten. Zu Schneefall kommt fast immer Wind, der in wenigen Stunden einen halben Meter Schnee in die Leehänge verfrachtet.
Die Straße I/44 über den Rotbergsattel ist im Winter oft nur mit Ketten befahrbar oder gesperrt, auch die Verbindung über das Videlské sedlo kann zeitweise blockiert sein.
Im Winter darfst du rund um den Peterstein die markierten Pisten nicht verlassen, der Schutz des Reservats gilt auch unter der Schneedecke.
Welche Touren aus dieser Auswahl im Winter sinnvoll sind: der Altvater von der Ovčárna (bei gutem Wetter und passend zum Pendelbus), der Šerák ab Ramzová mit dem Sessellift und der blaue Hangweg vom Rotbergsattel Richtung Kamzík, der unter der Kammkante geschützt ist. Hohe Heide, Großer Kessel und Divoký důl hebst du dir für den Sommer auf, wenn du nicht passend ausgerüstet und erfahren bist. Wenn du im Winter lieber Spuren als Schnee im Schuh willst, schau in unseren Artikel über Langlauf in Tschechien, wo wir auch erklären, wo du den aktuellen Loipenzustand findest.
Hütten, Einkehr und Wasser unterwegs
Das Altvatergebirge hat ein dichtes Netz an Berghütten, aber es ist ungleich verteilt. Rund um den Altvater bist du bestens versorgt: Ovčárna, Barborka, Kurzovní chata, Švýcárna und das Restaurant direkt auf dem Gipfel. Der Südkamm zwischen Hoher Heide und Skřítek ist dagegen fast leer, einzige Anlaufstelle ist die steinerne Schutzhütte an der Jelení studánka, ein Unterstand und kein Imbiss.
Barborka (rund 1.320 m) steht am Südhang des Altvaters an der Quelle der Weißen Oppa, gleich bei der Kreuzung U Barborky, wo Rot, Grün und Blau zusammenlaufen. Hier wurde nach dem Krieg die Bergwacht des Altvatergebirges gegründet.
Die Chata Jiřího auf dem Šerák (rund 1.320 m) ist ein Steinbau vom Ende des 19. Jahrhunderts. Die ursprüngliche Holzhütte an dieser Stelle baute ein deutscher Gebirgsverein.
Die Švýcárna liegt unterhalb des Malý Děd und ist der Knotenpunkt zwischen Rotbergsattel, Altvater und Videlské sedlo. Neben der Hütte gibt es eine Quelle.
Das Motorest Skřítek steht am Start der südlichen Runde, direkt am Parkplatz.
Die Regel fürs Wasser: Die letzte sichere Quelle ist immer im Tal oder an einer benannten Quelle (Dobrá voda unter der Čerňava, Jelení studánka, die Quelle an der Švýcárna). Auf dem Kamm selbst gibt es kein Wasser. Für eine Tagestour nimm zwei Liter pro Person mit.
Wo du übernachtest, wenn du das Altvatergebirge richtig erwandern willst
Für zwei oder drei Touren aus dieser Auswahl lohnt sich eine Übernachtung, denn die Fahrten zwischen den Ausgangspunkten dauern, und aus Deutschland fährst du ohnehin einen halben Tag an. Als Basis für die Südseite eignen sich Karlova Studánka und Malá Morávka, für den Norden Ramzová und Jeseník, für den Westen Kouty nad Desnou und Loučná nad Desnou.Unterkunft in Karlova Studánka finden → · Unterkunft in Ramzová → · Unterkunft in Jeseník →
Was du auf eine Tour im Altvatergebirge mitnimmst
Windjacke und eine zweite Schicht, auch im Sommer. Auf dem Kamm ist es oft acht bis zehn Grad kälter als im Tal, und es weht.
Schuhe mit ordentlicher Sohle. Die Steinpfade oberhalb der Čerňava, die nassen Bohlen in Rejvíz und die Leitern in der Weißen Oppa sind in Turnschuhen Glückssache.
Zwei Liter Wasser für eine Tagestour. Auf dem Kamm kannst du nichts nachfüllen.
Karte und geladenes Handy mit Offline-Karte. Der flache Kamm hat bei Nebel keine Orientierungspunkte, und das Mobilnetz ist in den Tälern lückenhaft.
Tschechische Kronen in bar. An manchen Parkplätzen, Kassen und Hütten zahlst du bar, Euro werden nicht überall genommen.
Im Winter zusätzlich Grödel oder Steigeisen, Stirnlampe, warme Handschuhe und ein Blick in den Lawinenlagebericht vor dem Aufbruch.
Die häufigsten Fehler im Altvatergebirge
Mit dem Auto bis zur Ovčárna fahren. Für 800 Kč am Tag und die unsichere Parkplatzlage lohnt sich das nicht, wenn von der Hvězda ein Bus fährt.
Abkürzungen abseits der Markierung. In der NPR Praděd und der NPR Šerák-Keprník ist das eine Ordnungswidrigkeit, und die Ranger ahnden sie.
Auf den Peterstein steigen. Ganzjährig verboten, dort wachsen seltene endemische Pflanzen.
Bei Nässe oder im Winter auf Gelb durch die Weiße Oppa absteigen. Die häufigste Unfallursache in der Gegend.
Den Wind auf dem Kamm unterschätzen. Ein schöner Morgen in Karlova Studánka sagt nichts darüber, wie es auf der Hohen Heide aussieht.
Den Kleinen Moorsee suchen. Er ist zugewachsen, gesperrt, und kein Weg führt hin.
Welche Wanderungen im Altvatergebirge sind die schönsten?
Am meisten Landschaft für den geringsten Aufwand bieten die Kammrunde vom Rotbergsattel zur Švýcárna (gut 13 km, rund 380 Höhenmeter) und die Runde über Vozka und Červená hora (14 km, rund 565 Höhenmeter), von der du bei guter Sicht bis ins Riesengebirge oder zur Tatra schaust. Die eindrucksvollste Talwanderung ist der Canyon der Weißen Oppa ab Karlova Studánka mit Stegen, Leitern und dem Großen Wasserfall.Welche Rundwanderungen gibt es im Altvatergebirge?
Fast alle Touren in dieser Auswahl kannst du als Runde mit Rückkehr zum Parkplatz gehen. Klassiker sind die Runde vom Rotbergsattel über die Švýcárna (gut 13 km), die Runde vom Sattel Skřítek über die Ztracené kameny und die Jelení studánka (16,5 km) und die Runde ab Karlov durch den Großen Kessel über Hohe Heide und Maiberg (gut 21 km). Nur auf den Altvater von der Ovčárna und auf den Keprník ab Ramzová gehst du hin und zurück auf demselben Weg.Wie komme ich auf den Altvater und was kostet das?
Mit dem Auto fährst du zum Parkplatz Hvězda (130 Kč am Tag, gut 5 €), von dort fährt ein Pendelbus zur Ovčárna, hinauf zur vollen und hinunter zur halben Stunde, für 50 bis 80 Kč pro Fahrt. Von der Ovčárna sind es gut 3,5 Kilometer auf Asphalt zum Gipfel. Selbst zur Ovčárna hochzufahren geht auch, kostet aber 800 Kč im Sommer und 900 Kč im Winter, und es gibt nur rund 40 Plätze ohne Reservierung.Ist der Canyon der Weißen Oppa das ganze Jahr begehbar?
Nein. Der gelbe Weg direkt durch den Canyon über Stege, Treppen und Metallleitern ist im Winter unpassierbar und gesperrt. Im Winter und außerhalb der Saison gehst du auf der blauen Umgehung ab der Kreuzung Na Paloučku. Den aktuellen Stand erfährst du bei der Schutzgebietsverwaltung CHKO Jeseníky oder im Infozentrum.Wo darf man im Altvatergebirge die Wege nicht verlassen?
In den nationalen Naturschutzgebieten Praděd, Šerák-Keprník, Rejvíz und Rašeliniště Skřítek darfst du die markierten Wege das ganze Jahr nicht verlassen. Auf den Peterstein darfst du überhaupt nicht, in den Großen Kessel nur auf dem Lehrpfad NS Velká kotlina, und der Kleine Moorsee bei Rejvíz ist für Besucher gesperrt.Kann man im Altvatergebirge im Winter wandern, und worauf muss man achten?
Ja, am vernünftigsten sind der Altvater von der Ovčárna, der Šerák ab Ramzová mit dem Sessellift und der blaue Hangweg vom Rotbergsattel. Die Bergwacht gibt für das Altvatergebirge Lawinenwarnstufen auf der fünfstufigen Skala heraus, gefährdet sind vor allem die Kare wie der Große Kessel. Auf dem Kamm helfen dir nur Stangenmarkierungen, die Notrufnummer der Bergwacht ist 1210.Gibt es eine Wanderkarte für das Altvatergebirge, und wie funktionieren die Markierungen?
Das Rückgrat ist der rot markierte Kammweg von Ramzová über Šerák, Keprník, den Rotbergsattel und den Altvater bis Skřítek. Blaue und grüne Markierungen führen meist aus den Tälern herauf, gelbe sind Verbindungen und Abstecher. Dazu kommen die Lehrpfade Bílá Opava, Rejvíz, Velká kotlina und Se Skřítkem okolím Pradědu. Die Wegweiser sind nur tschechisch beschriftet, eine Offline-Karte auf dem Handy mit den markierten Wegen ist deshalb die beste Wanderkarte.Gibt es im Altvatergebirge Wanderungen mit Kindern?
Ja. Am einfachsten ist der Lehrpfad in Rejvíz zum Großen Moorsee (2,5 km pro Richtung, kaum Höhenunterschied) auf Bohlen. Dazu kommen die Runde zu den Tři kameny vom Přemyslovské sedlo (gut 4,5 km, rund 150 Höhenmeter) und der Altvater von der Ovčárna, der sogar mit Kinderwagen geht. Durch die Weiße Oppa gehst du mit kleinen Kindern auf der blauen Variante, nicht auf der gelben mit den Leitern.
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