Sri Lanka · 8.10.2026

Sigiriya Löwenfelsen: Eintritt, Aufstieg, Pidurangala und unsere Tipps

Sigiriya Srí Lanka. Co vidět v okolí?

Aktualizováno 8.10.2026

Ein Felsklotz, rund 200 Meter hoch, ragt aus dem flachen Dschungel, und ganz oben liegen die Mauerreste eines Königspalasts: Als wir den Sigiriya Löwenfelsen zum ersten Mal gesehen haben, mussten wir sofort an Machu Picchu denken. Auf Sri Lanka kannst du Delfine beobachten, zu tosenden Wasserfällen wandern und dir eine lange Bucket List zusammenstellen. Wenn du aber den absoluten Höhepunkt suchst, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn, dann ist es Sigiriya. Geschichte und Fernblick gehen hier Hand in Hand. Für uns war die Felsenfestung einer der eindrucksvollsten Orte der ganzen Reise. Hier erfährst du, was Sigiriya eigentlich ist, was der Eintritt kostet, wie du hinkommst und was du oben auf keinen Fall verpassen solltest.

  • Eintritt: 35 US-Dollar für ausländische Erwachsene (aktuell rund 11.760 LKR, also etwa 30 Euro), Kinder von 6 bis 12 Jahren 20 US-Dollar, Kinder unter 6 Jahren frei. Das Museum ist inklusive.
  • Öffnungszeiten: Tickets gibt es bis 17 Uhr, normalerweise geht es um 7 Uhr los, und in manchen Zeiträumen öffnet die Anlage für den Sonnenaufgang schon im Morgengrauen.
  • Aufstieg: etwa 1.200 Stufen, nach oben brauchst du 30 bis 60 Minuten, für die ganze Anlage solltest du 2 bis 3 Stunden einplanen.
  • Übernachten: direkt im Dorf Sigiriya oder am benachbarten Pidurangala-Felsen, Hoteltipps findest du weiter unten.

Was ist der Sigiriya Löwenfelsen und warum solltest du ihn sehen?

Sigiriya, auf Deutsch meist Löwenfelsen genannt, ist ein etwa 200 Meter hoher Monolith mitten auf der Insel. Ein schöner Felsen allein wäre allerdings keine lange Anreise wert. Besonders ist, was hier zusammenkommt: Geschichte und Mythos, königlicher Stolz und buddhistische Demut, Natur und menschliches Können. Auf dem Gipfel stand nämlich einst der Palast von König Kassapa I., und seine Grundmauern kannst du bis heute ablaufen.

Sigiriya gehört zu den bedeutendsten historischen Stätten Asiens und steht seit 1982 auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Das merkst du auch am happigen Eintritt, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Der Felsen liegt im sogenannten Kulturdreieck, zusammen mit Anuradhapura, Polonnaruwa und Dambulla, du kannst ihn also gut mit weiteren Sehenswürdigkeiten verbinden.

Eingang zur Felsenfestung Sigiriya auf Sri Lanka

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Sigiriya: was du am Löwenfelsen sehen kannst 

Die Felsenfestung Sigiriya thront über dem Dschungel, als hätte jemand eine Spielfigur auf einen grünen Teppich gestellt. Dabei ist der Felsen von königlichen Gärten mit einem einzigartigen Wassersystem umgeben, und an der Felswand findest du Fresken und Inschriften, die über tausend Jahre alt sind. 

Die Anlage von Sigiriya

Auch wenn Sigiriya auf den ersten Blick nur wie ein riesiger Stein wirkt, verbirgt sich rundherum eine ganze Menge. Der Weg führt genau in dieser Reihenfolge an allem vorbei, du kannst die Liste also als Karte für deinen Aufstieg nehmen.

  • Wassergärten: Der Felsen ist von mehreren Gärten mit einem ungewöhnlichen Bewässerungssystem umgeben, die als einige der ältesten erhaltenen Landschaftsgärten der Welt gelten. Das Wasser kam über ein ausgeklügeltes Netz aus Kanälen und unterirdischen Leitungen, und in der Regenzeit sprudeln manche Brunnen bis heute.
  • Felsblock- und Terrassengärten: Zwischen den riesigen Felsblöcken unterhalb des Felsens standen einst Pavillons und Klöster, die in den Stein gehauenen Fundamente und Treppen sind noch zu sehen. Hier beginnt der eigentliche Aufstieg.
  • Die Wolkenmädchen-Fresken: Diese uralten Malereien verstecken sich in einem Überhang der Felswand, zu dem eine Wendeltreppe aus Metall hinaufführt. Ursprünglich waren es vielleicht bis zu 500 Figuren, erhalten sind rund zwanzig. Sie entstanden im 5. Jahrhundert und wurden auf eine Putzschicht direkt auf dem Fels gemalt. Die Fresken zeigen Frauen, vielleicht Königinnen, vielleicht himmlische Wesen, und gelten als Paradebeispiel singhalesischer Kunst. Fotografieren ist verboten, und das Personal passt genau auf.
  • Spiegelmauer: Direkt unter den Fresken führt ein Weg an einer Mauer entlang, die einst so glatt poliert war, dass man sich darin spiegeln konnte. Ab dem 8. Jahrhundert ritzten Besucher Verse über die Fresken hinein, und heute gehören diese Inschriften zu den ältesten Zeugnissen singhalesischer Dichtung. Fass die Mauer nicht an, sie steht unter Schutz.
  • Das Löwentor, der Aufgang zum Gipfel: Das Löwentor ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Sigiriya. Es handelt sich um den Rest einer gewaltigen Löwenstatue, deren Pranken bis heute erhalten sind und den Zugang zum Gipfel bilden. Früher stieg man direkt durch das Maul des Löwen nach oben. Der Löwe sollte die Feinde des Königs einschüchtern und seine Macht und Stärke zeigen.
  • Das Gipfelplateau: Die Fläche oben misst etwa 1,6 Hektar. Du findest dort die Grundmauern des Palasts, Terrassen, einen steinernen Thron und ein großes, in den Fels gehauenes Becken, das Regenwasser sammelte. Die Aussicht reicht in alle Richtungen, an klaren Tagen bis zu den Bergen im Landesinneren.
  • Sigiriya-Museum: Es steht am Haupteingang und ist im Ticket enthalten. Geh am besten vor dem Aufstieg hinein, denn dort siehst du, wie der Palast ausgesehen haben könnte, und oben stellst du dir dann mehr vor als nur ein paar Steine.

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Wassergärten am Fuß des Löwenfelsens Sigiriya

TIPP: Spannend ist, dass die Fresken bis heute ihre ursprünglichen Farben behalten haben. Und wer die abgebildeten Schönheiten sind, weiß niemand. 

Wo liegt Sigiriya und wie kommst du hin?

Die Felsenfestung Sigiriya liegt im Zentrum der Insel, etwa 15 Kilometer Luftlinie von Dambulla und rund 90 Straßenkilometer von Kandy entfernt. Mit dem Bus kommst du bequem bis zur Haltestelle Sigiriya Rock Bus Station (Local Bus). Die meisten Fernbusse aus Colombo, Kandy oder Anuradhapura fahren allerdings nur bis Dambulla, wo du dir auch die wunderschönen Höhlentempel ansehen kannst. Von Dambulla geht es mit dem lokalen Bus (Linie 549) oder dem Tuk-Tuk weiter nach Sigiriya, die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. In der Nähe liegt außerdem das Dorf Kimbissa, wo regelmäßig Busse halten.

Wenn du lieber mit dem Zug fährst: Der nächste Bahnhof ist Habarana, etwa 15 bis 20 Kilometer von Sigiriya entfernt. Die Züge fahren aber selten, für die meisten ist der Bus bequemer. Sobald du aus dem lokalen Bus steigst, musst du zur Unterkunft wahrscheinlich zu Fuß gehen oder ein Tuk-Tuk nehmen. Tuk-Tuks und Autos mit Fahrer kannst du über die App PickMe bestellen, bei einem Tuk-Tuk von der Straße handelst du den Preis vorher aus.

Aus Deutschland landest du in aller Regel am Flughafen Bandaranaike in Katunayake bei Colombo, meist mit einem Umstieg am Golf oder in Istanbul. Viele reisen dann mit einem gemieteten Fahrer über die Insel. Vom Flughafen bis Sigiriya brauchst du mit dem Auto etwa 4 Stunden, von Kandy rund 2,5 Stunden. Welche Route wir genommen und wie wir die einzelnen Orte verbunden haben, beschreiben wir in unserem Reisebericht über Sri Lanka.

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Sigiriya besteigen: so kommst du auf den Löwenfelsen

Wir sind die 1.270 Stufen (je nach Quelle sind es 1.200 bis 1.270) ausgerechnet in der größten Mittagshitze hochgestiegen, und das war nicht gerade die beste Idee. Schwer ist der Aufstieg nicht, aber Sonne und Hitze setzen dir tagsüber richtig zu. Nimm also vor allem genug Wasser und etwas für den Kopf mit, sonst wirst du da oben gegrillt. Ohne längere Pausen sind fitte Leute in einer halben Stunde oben, mit Fotostopps und Verschnaufpausen rechnest du eher mit einer Stunde.

Treppen beim Aufstieg auf den Sigiriya Löwenfelsen

Beste Reisezeit für Sigiriya

Sigiriya ist das ganze Jahr über schön, das angenehmste Wetter hast du aber meist von Januar bis September. Der Felsen liegt in der Trockenzone der Insel, und laut dem srilankischen Wetterdienst regnet es hier von Oktober bis Dezember am meisten, wenn die Zwischenmonsunzeit und der Nordostmonsun kommen. Dann können die Stufen rutschig sein und der Gipfel in den Wolken hängen. Mehr dazu liest du in unserem Artikel über das Wetter auf Sri Lanka.

Geh möglichst früh am Morgen los oder erst am Nachmittag gegen 15 Uhr. Mittags ist es am Felsen am heißesten, und genau dann rollen auch die Reisebusse an. Am Wochenende und an buddhistischen Feiertagen (den Vollmondtagen, Poya genannt) sind viele einheimische Ausflügler unterwegs. Tickets werden bis 17 Uhr verkauft, normalerweise öffnet die Anlage um 7 Uhr. Der Central Cultural Fund, der die Stätte verwaltet, lässt Besucher in manchen Zeiträumen aber schon im Morgengrauen hinein, damit sie den Sonnenaufgang vom Gipfel aus erleben können. Prüf die aktuellen Zeiten vor deiner Reise.

Sigiriya Eintritt und Rundweg

Tja, vielleicht wirst du kurz schlucken, aber der Eintritt in die Anlage und auf den Gipfel kostet 35 US-Dollar. Laut der offiziellen Preisliste des Central Cultural Fund sind das aktuell rund 11.760 LKR, also etwa 30 Euro. Kinder von 6 bis 12 Jahren zahlen 20 US-Dollar, Kinder unter 6 Jahren kommen gratis hinein. Für diesen Betrag hättest du auf Sri Lanka Unterkunft und Essen für mehrere Tage. Trotzdem hat es sich gelohnt, denn so etwas siehst du nicht alle Tage (die Eintrittspreise für Touristen sind auf Sri Lanka allgemein sehr hoch, vor allem an den UNESCO-Stätten).

Tickets kaufst du an einem Häuschen kurz vor dem Eingang (keine Sorge, das findest du garantiert). Der Preis ist in Dollar angegeben, bezahlt wird aber in Rupien zum Tageskurs, meist geht es auch mit Karte. Bargeld schadet trotzdem nicht, die Terminals streiken manchmal. Du kannst das Ticket auch vorab über das offizielle E-Ticketing des Central Cultural Fund kaufen und die Bestätigung vor Ort gegen ein Papierticket tauschen. Das Ticket gilt nur am Ausstellungstag und für einen einzigen Eintritt, hab deinen Reisepass dabei.

Danach geht es durch das Gelände rund um den Felsen. Vom Eingang läufst du an Bewässerungskanälen und Gärten vorbei, zwischen den Felsblöcken hindurch bis zum Löwentor und von dort über die Treppen nach oben. Fresken und Spiegelmauer liegen auf dem Weg nach oben, der Abstieg verläuft auf einer anderen Route, und Schilder führen dich zum Ausgang für Ausländer mit kleinen Läden, Imbissständen und dem Parkplatz.

Aussicht vom Gipfel des Sigiriya Felsens über den Dschungel

Wie lange dauert der Besuch am Löwenfelsen?

Plane für diesen Ausflug mindestens 2 bis 3 Stunden ein (je nachdem, wie schnell du die vielen Stufen hinaufkraxelst), mit Museum und Gärten ruhig einen halben Tag. Auf dem Gelände bieten außerdem oft Guides ihre Dienste an, die du bezahlen kannst (oder Männer mit Flöten und lebenden Schlangen, an denen du kaum unbemerkt vorbeikommst). Einen Guide brauchst du nicht, und wenn du doch einen nimmst, sprich Preis und Dauer der Führung vorher ab. Vom Gipfel aus hast du dann einen Blick bis zum Horizont.

Worauf du dich beim Aufstieg einstellen solltest

  • Wasser und Toiletten: Oben kannst du nichts kaufen, und Toiletten gibt es nur am Eingang und am Ausgang. Nimm mindestens anderthalb Liter Wasser pro Person mit.
  • Wespen: Am Felsen leben riesige Wespen und Hornissen. Wenn sie aufgeschreckt sind, stoppt das Personal den Aufstieg und alle warten in Schutzkäfigen aus Drahtgeflecht. Verzichte auf Parfüm, schrei nicht und mach keine hektischen Bewegungen. An windigen Tagen wird deswegen manchmal ein Teil der Strecke gesperrt.
  • Höhenangst: Das letzte Stück führt über Metalltreppen, die an den Fels geschraubt sind, und du siehst durch die Stufen in die Tiefe. Wer Probleme mit der Höhe hat, kann am Löwentor umkehren und sieht trotzdem die Gärten, die Fresken und die Spiegelmauer.
  • Kleidung und Schuhe: Leichte Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnencreme und feste Schuhe. In Flip-Flops läuft es sich auf den Stufen schlecht.
  • Affen: In den Gärten leben Makaken. Trag dein Essen nicht in einer Plastiktüte oder in den Hosentaschen.
  • Drohnen: Ohne schriftliche Genehmigung des Central Cultural Fund sind sie über der Stätte verboten.

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Die Geschichte von Sigiriya: was dem Löwenfelsen seine besondere Aura gibt

Sigiriya hat eine faszinierende Geschichte, die bis ins 5. Jahrhundert nach Christus zurückreicht. Laut der Chronik Culavamsa kam König Kassapa I. an die Macht, indem er seinen Vater, König Dhatusena, stürzte und töten ließ. Danach verlegte er seinen Sitz aus strategischen Gründen und zum eigenen Schutz von Anuradhapura auf den Gipfel dieses Felsens. Kassapa war für seinen Hunger nach Macht und Luxus bekannt, und Sigiriya sollte das Symbol seines Reichtums und seiner Macht werden. Beim Bau der Festung ging es aber nicht nur um Macht, sondern auch um Schutz, denn Kassapa fürchtete die Rache seines Bruders Moggallana, des rechtmäßigen Thronerben, der nach Indien geflohen war.

Kassapa regierte hier ungefähr von 477 bis 495. Dann kehrte Moggallana mit einem Heer zurück, Kassapa verlor die Schlacht und nahm sich laut Chronik selbst das Leben. Moggallana machte Anuradhapura wieder zur Hauptstadt und übergab den Felsen buddhistischen Mönchen.

Nach Kassapas Tod verlor Sigiriya nach und nach seine Bedeutung als Königssitz. Für buddhistische Mönche blieb der Ort trotzdem wichtig, sie lebten hier bis ins 14. Jahrhundert. Danach verschluckte ihn der Dschungel, bis ihn die Briten im 19. Jahrhundert wiederentdeckten. Als Erster kam 1831 Major Jonathan Forbes hierher, systematische Ausgrabungen begann Ende des 19. Jahrhunderts der Archäologe H. C. P. Bell. Manche Historiker bezweifeln übrigens, dass Sigiriya vor allem eine Festung war, und sehen darin eher ein Kloster mit Palastanlage. Sicher weiß es niemand, und genau das macht den Ort noch geheimnisvoller.

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Sonnenuntergang am Pidurangala Rock

Weil Sigiriya zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes gehört, lohnt es sich unbedingt, in der Gegend zu übernachten und zum Sonnenuntergang auch auf den Pidurangala Rock zu steigen, der etwa einen Kilometer nördlich des Löwenfelsens liegt. Gerade vom Pidurangala Rock hast du den schönsten Blick auf Sigiriya selbst, und es sind deutlich weniger Leute unterwegs, sodass du die Aussicht bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang in Ruhe genießen kannst.

Der Aufstieg beginnt am buddhistischen Tempel Pidurangala Vihara, wo du 1.000 LKR Eintritt zahlst (etwa 2,60 Euro). Weil der Weg durch das Tempelgelände führt, sollten Schultern und Knie bedeckt sein, ein Tuch kannst du dir auch vor Ort umlegen. Nach oben brauchst du 30 bis 45 Minuten, zuerst über Steinstufen, unterwegs kommst du an einem liegenden Buddha aus Ziegeln vorbei, und die letzten Meter kraxelst du über Felsblöcke, wo du die Hände frei haben solltest. Zum Sonnenaufgang ist es oben oft voll, beim Sonnenuntergang geht es ruhiger zu. In der Umgebung sind wilde Elefanten unterwegs, lauf im Dunkeln also nicht zu Fuß die Straße entlang, sondern organisier dir lieber ein Tuk-Tuk für Hin- und Rückweg.

Panorama des Löwenfelsens Sigiriya über dem Dschungel

Was tun rund um Sigiriya: die Höhlentempel von Dambulla

Wenn du rund um Sigiriya noch einen Tag oder einen Nachmittag übrig hast: Ganz in der Nähe liegt der große Höhlentempel von Dambulla, ebenfalls UNESCO-Welterbe. Insgesamt fünf Höhlen bergen uralte Statuen und Wandmalereien, ein einzigartiges Zeugnis der spirituellen Geschichte Sri Lankas. Am bedeutendsten sind die Höhle des Göttlichen Königs mit einem 14 Meter langen liegenden Buddha und die Höhle der Großen Könige mit Dutzenden Buddha-Statuen.

Die Höhlen liegen auf einem Hügel über der Stadt, die Treppen hinauf brauchst du etwa 15 Minuten. Der Eintritt für Ausländer liegt bei ungefähr 2.000 LKR (etwa 5 Euro), die Angaben gehen aber auseinander, und bezahlt wird meist bar. Tickets gibt es bis 17 Uhr, vor den Höhlen ziehst du die Schuhe aus, und Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Die Kasse ist unten am Eingang neben dem Goldenen Tempel mit der großen Buddha-Statue, lauf also nicht daran vorbei.

Safari mit Elefanten rund um Sigiriya

Sigiriya ist auch ein guter Ausgangspunkt für eine Safari. Höchstens 45 Minuten entfernt liegen die Nationalparks Minneriya und Kaudulla und der kleinere Hurulu Eco Park bei Habarana. In Minneriya versammeln sich in der Trockenzeit, etwa von Juli bis September, Hunderte Elefanten gleichzeitig am Stausee, die Einheimischen nennen das „The Gathering“. In welchem Park gerade die meisten Elefanten unterwegs sind, hängt vom Wasser ab, hör also auf die Jeepfahrer, die jeden Tag rausfahren. Den Jeep kannst du über deine Unterkunft organisieren, den Parkeintritt zahlst du extra.

Sigiriya: wo übernachten?

Am besten schläfst du direkt im Dorf Sigiriya oder in der Nähe von Pidurangala. Dann bist du morgens am Felsen, bevor die Busse ankommen, und schaffst abends noch den Sonnenuntergang. Hier ein paar bewährte Tipps für unterschiedliche Budgets:

  • Flower Inn (günstig): Einfache Pension im Dorf Sigiriya mit Garten, eigenem Bad, WLAN und kostenlosem Parkplatz. Für alle, die vor allem gut schlafen und morgens früh zum Felsen wollen.
  • Back of Beyond, Jungle Hideaway Pidurangala (mittel): Unterkunft mitten im Wald, einen Kilometer vom Löwenfelsen, mit Zimmern im traditionellen Stil und Holzmöbeln. Pidurangala hast du gleich um die Ecke, und die Unterkunft organisiert auch Safaris nach Minneriya oder Kaudulla.
  • Hotel Sigiriya (mittel bis gehoben): Klimatisierte Zimmer, Außenpool, Blick auf den Löwenfelsen, Ayurveda-Spa und Frühstücksbuffet. Wer sich nach dem Aufstieg abkühlen will, ist hier richtig.
  • Jetwing Vil Uyana (Luxus): Villen mit Balkon und Teakholzböden in einem künstlich angelegten Feuchtgebiet, mit Spa, Fitnessraum und Innenpool. Für eine besondere Nacht oder die Flitterwochen.

Wenn du nicht schon wieder umziehen willst, kannst du Sigiriya auch als Tagesausflug von Dambulla oder Kandy aus besuchen. Damit verpasst du aber das Beste, nämlich die Morgen- und Abendstunden am Felsen.

Was wir heute anders machen würden

Wir würden nicht mittags auf den Löwenfelsen steigen. Die Hitze haben wir uns selbst eingebrockt, heute würden wir gleich morgens losgehen, uns oben auf einen Stein setzen und uns Zeit lassen. Und wir würden mindestens zwei Nächte in Sigiriya bleiben, denn Löwenfelsen, Pidurangala, Dambulla und Safari an einem Tag sind zu viel.

Außerdem würden wir weniger durchplanen. Die schönsten Momente stehen hier auf keiner Liste: Reis mit Curry in einer Familienpension, wo dir die Gastgeberin acht Schälchen hinstellt und du nicht weißt, was drin ist, eine Tuk-Tuk-Fahrt zwischen Reisfeldern oder der Blick auf Sigiriya von einem ganz normalen Weg hinter dem Dorf, wo niemand fotografiert. Wir würden sogar eine der Sehenswürdigkeiten auslassen und uns stattdessen einen Nachmittag am Pool gönnen.

Und oben auf dem Pidurangala würden wir das Handy für eine Weile wegstecken. Ein Foto von Sigiriya im Sonnenuntergang hat im Internet jeder, aber den Moment, in dem sich der Dschungel unter dir orange färbt und die Vögel loslegen, kannst du sowieso nicht fotografieren.

Häufige Fragen zum Sigiriya Löwenfelsen (FAQ)

Was ist der Sigiriya Löwenfelsen?

Sigiriya, auch Löwenfelsen genannt, ist ein etwa 200 Meter hoher Felsen im Zentrum Sri Lankas, auf dessen Gipfel die Reste eines Königspalasts aus dem 5. Jahrhundert stehen. Heute gehört er zum UNESCO-Welterbe, und rund um den Felsen liegt eine große Anlage mit königlichen Gärten, einem alten Bewässerungssystem und dem Weg bis hinauf auf den Gipfel.

Wie viele Stufen hat Sigiriya?

Zum Gipfel der Felsenfestung Sigiriya führen etwa 1.200 Stufen, je nach Quelle sind es 1.200 bis 1.270. Das letzte Stück ab dem Löwentor geht über Metalltreppen, die am Fels befestigt sind. Der Aufstieg dauert je nach Tempo und Pausen 30 bis 60 Minuten.

Was kostet der Eintritt in Sigiriya?

Ausländische Erwachsene zahlen 35 US-Dollar, Kinder von 6 bis 12 Jahren 20 US-Dollar, und Kinder unter 6 Jahren kommen gratis hinein. Bezahlt wird in Rupien zum Tageskurs, aktuell rund 11.760 LKR, also etwa 30 Euro. Das Sigiriya-Museum ist im Ticket enthalten. Der benachbarte Pidurangala-Felsen kostet 1.000 LKR.

Wie lange dauert der Aufstieg auf Sigiriya?

Der Aufstieg zum Gipfel dauert 30 bis 60 Minuten, der Abstieg etwa eine halbe Stunde. Mit Gärten, Fresken, Gipfel und Museum solltest du für den ganzen Besuch 2 bis 3 Stunden einplanen. Am besten gehst du gleich morgens los oder nachmittags nach 15 Uhr, Tickets werden bis 17 Uhr verkauft.

Sigiriya oder Pidurangala, was lohnt sich mehr?

Wenn dich Geschichte, die Fresken und der Palast auf dem Gipfel interessieren, steig auf Sigiriya. Willst du vor allem den Blick auf den Löwenfelsen selbst, ist der günstigere Pidurangala die bessere Wahl. Am schönsten ist beides zusammen: morgens Sigiriya, abends Sonnenuntergang auf dem Pidurangala.

Was kann man rund um Sigiriya sehen?

Rund um die Felsenfestung Sigiriya erwarten dich wunderschöne Natur und Dschungel, Safaris mit Elefanten in den Nationalparks Minneriya und Kaudulla, der nahe Höhlentempel von Dambulla und der Pidurangala Rock, von dem du bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang einen herrlichen Blick auf den Sigiriya Rock hast.

Wo liegt Sigiriya?

Sigiriya liegt im Zentrum der Insel, im Kulturdreieck, etwa 15 Kilometer von Dambulla und 90 Kilometer von Kandy entfernt. Fernbusse fahren meist bis Dambulla, von dort geht es mit dem lokalen Bus oder dem Tuk-Tuk weiter. Der nächste Bahnhof ist Habarana, etwa 15 bis 20 Kilometer von Sigiriya entfernt. Direkt an der UNESCO-Stätte liegt die Bushaltestelle Sigiriya Rock Bus Station (Local Bus).

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