Aktualizováno 9.10.2026
Morgens Wale vor der Küste, nachmittags ein Tee zwischen nebligen Bergen und am nächsten Tag ein Felsen, auf dem vor rund 1.500 Jahren ein König seinen Palast gebaut hat. Auf Sri Lanka liegen solche Gegensätze oft nur ein paar Stunden Fahrt auseinander, und genau das hat uns an der Insel gepackt. Ob du im Süden surfen, im Dschungel vergessene Tempel entdecken oder einfach eine Woche am Strand liegen willst, hier findet jeder sein Ding. In diesem Artikel haben wir die Sri Lanka Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, die sich für uns wirklich gelohnt haben, dazu, was der Eintritt kostet, wie du dich auf der Insel fortbewegst und wo du am besten übernachtest.
Wetter und Monsun: Wann du wohin fahren solltest
Bevor du losfliegst, solltest du eines wissen: Auf Sri Lanka gibt es Monsun, theoretisch kannst du die Insel aber das ganze Jahr über bereisen, denn der Regen trifft nie alle Landesteile gleichzeitig. Der Südwestmonsun bringt ungefähr von Mai bis September Regen an die Südwestküste und ins Hochland, der Nordostmonsun etwa von November bis Februar in den Norden und an die Ostküste. Am nassesten sind meist die Übergangsmonate Oktober und November, in denen es fast überall regnen kann. Die Realität ist aber oft freundlicher, als es klingt: tagsüber eher kurze Schauer, ab und zu ein ordentlicher Guss, dazwischen meistens schönes Wetter.
Ganz grob: Im europäischen Winter (Dezember bis März) fährst du in den Süden, an die Südwestküste und ins Kulturdreieck, im europäischen Sommer (Mai bis September) ist die Ostküste mit Trincomalee und Arugam Bay die beste Wahl. Wie das Wetter Monat für Monat aussieht, zeigen wir dir ausführlich im Artikel Sri Lanka Wetter.
Wir selbst sind im Juli losgeflogen und haben einen ganzen Monat auf der Insel verbracht. Obwohl Regenzeit sein sollte, hat uns der Monsun nur ein einziges Mal richtig erwischt, und zwar gleich am ersten Tag, sozusagen als Begrüßung. Danach gab es nur ab und zu kurze Schauer, und die waren ehrlich gesagt völlig in Ordnung.

Warum ausgerechnet Sri Lanka?
Ganz ehrlich: Am Anfang standen ein günstiger Flug und die Tatsache, dass man hierher auch im Sommer reisen kann, wenn bei uns Urlaubszeit ist. Inzwischen gehört Sri Lanka zu unseren absoluten Lieblingszielen. Auf der Insel findest du unberührte Natur, traumhafte Strände und eine reiche Kultur, in der sich Buddhismus und Hinduismus mischen. Unterwegs laufen dir Elefanten über den Weg, du fährst mit dem Tuk-Tuk übers Land und kannst in den Bergen stundenlang wandern.
Ein bisschen Geschichte Sri Lankas
Sri Lanka blickt auf über zweitausend Jahre schriftlich überlieferte Geschichte zurück. Laut der alten Chronik Mahavamsa brachte der Mönch Mahinda, ein Sohn des indischen Herrschers Ashoka, im 3. Jahrhundert v. Chr. den Buddhismus auf die Insel. Erstes großes Zentrum war Anuradhapura, über tausend Jahre lang die Hauptstadt. Als die südindischen Chola es Anfang des 11. Jahrhunderts eroberten, zogen die Könige nach Polonnaruwa, das im 12. Jahrhundert seine größte Blüte erlebte. Ein Kapitel für sich ist Sigiriya: Im 5. Jahrhundert ließ sich König Kashyapa auf dem Gipfel des Felsens einen Palast bauen, nach seinem Sturz fiel der Ort wieder an buddhistische Mönche.
Ab dem 16. Jahrhundert stritten sich die Europäer um die Insel. Zuerst kamen die Portugiesen, Mitte des 17. Jahrhunderts verdrängten sie die Niederländer von der Küste (ihre Spuren siehst du am besten in der Festung von Galle), und um 1800 übernahmen die Briten. Sie eroberten 1815 auch das letzte unabhängige Königreich Kandy und machten die Insel, die damals Ceylon hieß, zur Kolonie mit Kaffee- und später Teeplantagen. Als Arbeiter holten sie tamilische Familien aus Südindien, deren Nachfahren bis heute im Hochland leben.
Die Unabhängigkeit kam 1948, den Namen Sri Lanka gibt es seit 1972. Aus der jüngeren Geschichte begegnen dir unterwegs vor allem zwei Dinge: der Bürgerkrieg zwischen Regierung und tamilischen Separatisten (1983–2009), wegen dem der Norden und Osten lange abseits der Touristenrouten lagen, und der Tsunami vom Dezember 2004, der große Teile der Süd- und Ostküste verwüstet hat.
Sri Lanka Sehenswürdigkeiten: 16 Highlights, die sich lohnen
Die meisten Reisenden fahren eine klassische Runde, die in Colombo an der Westküste beginnt und dann über das Landesinnere in den Süden führt. Wir sind sie andersherum gefahren: Als wir ankamen, hatten wir weder einen Rückflug noch einen Plan, nur eine Unterkunft für die erste Nacht, und im Süden war gerade schönes Wetter. Also haben wir dort angefangen.
Für eine richtige Sri Lanka Rundreise brauchst du mindestens drei bis vier Wochen. Hast du weniger Zeit, such dir die Highlights danach aus, was dich am meisten reizt (Strände, Berge, Städte und so weiter). Wir haben so ziemlich alles mitgenommen. Die Tipps sind ungefähr so sortiert, wie wir gereist sind: von den Stränden im Süden über die Berge und das Kulturdreieck bis nach Colombo.
1. Mirissa – Paradies für Surfer und Walbeobachter
Nach einer langen Anreise, den Abschlussprüfungen und einer ziemlich stressigen Zeit wollten wir erst mal ein paar Tage nur am Strand liegen. Mirissa ist ein kleines Fischerdorf, hat aber einige der schönsten Strände Sri Lankas. Surfer kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Strandfaulenzer und Naturfans, denn von November bis April kannst du vor der Küste Wale beobachten. Praktisch ist auch die Anreise: Von Colombo fährt ein klimatisierter Bus direkt hierher, und nach ein paar Fahrten mit den normalen Linienbussen weißt du das sehr zu schätzen.
Die Whale-Watching-Touren starten früh am Morgen und dauern meist mehrere Stunden. Die billigsten Boote sind oft überfüllt und fahren viel zu nah an die Tiere heran. Es lohnt sich also, ein paar Euro mehr zu zahlen und einen Anbieter zu wählen, der Abstand zu den Walen hält. Das Meer im Süden kann ganz schön schaukeln, nimm deine Tablette gegen Seekrankheit also schon vor dem Ablegen. Zum Sonnenuntergang geht man auf den Coconut Tree Hill, einen kleinen Palmenhügel am Rand des Strandes. Weitere Strände im Süden und Osten vergleichen wir im Artikel Sri Lanka Strände.
TIPP: Tierrettungsstation auf Sri Lanka – Wohin fließt das Geld der Touristen und wie funktioniert der Schutz der Meeresschildkröten?

2. Unawatuna – Badebucht mit Sonnenuntergang
Nicht weit von Mirissa liegt die nächste Strandoase: Unawatuna, mit langen Sandstränden, Palmen und wunderschönen Sonnenuntergängen. Beliebt sind hier Schnorcheln und Tauchen, und du kannst direkt vor Ort einen Tauch- oder Surfkurs machen. Früher waren die Strände deutlich breiter, doch 2004 traf der Tsunami die Küste, und heute reicht das Meer bei manchen Hotels bis fast an die Terrasse. Die Bucht ist geschützt, die Wellen sind deshalb kleiner als an der offenen Küste. Ein Stück weiter liegt der ruhigere Strand Dalawella mit der Palmenschaukel, die du garantiert schon auf Instagram gesehen hast.
3. Galle – niederländische Festung am Ozean (UNESCO)
Nur ein paar Kilometer von Unawatuna entfernt liegt Galle, die am besten erhaltene europäische Festung in Südasien und UNESCO-Welterbe. Gegründet haben sie die Portugiesen, ihre heutige Form mit den mächtigen Bastionen bekam sie aber im 17. Jahrhundert von den Niederländern. Innerhalb der Mauern versteckt sich eine kleine Stadt mit engen Gassen, Kolonialhäusern, Kirchen, Cafés und kleinen Läden. Der Eintritt in die Festung ist frei.
Am schönsten ist ein Spaziergang auf den Festungsmauern am späten Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr so brennt. Den Sonnenuntergang wartest du dann am weißen Leuchtturm ab. Für Galle reichen dir ein halber bis ganzer Tag. Wer die Stimmung in der Festung abends erleben will, wenn die Tagesausflügler weg sind, kann auch hier übernachten (Hoteltipps findest du weiter unten im Abschnitt zu den Unterkünften).
4. Yala Nationalpark
Wenn dich die Wildnis reizt, solltest du den Yala Nationalpark nicht auslassen, auch wenn dir rund um den Park schon auf der Straße jede Menge Tiere begegnen. Yala ist einer der größten und ältesten Nationalparks Sri Lankas und Heimat vieler Tierarten, darunter Elefanten, Leoparden und Krokodile (die siehst du wahrscheinlich auch außerhalb des Parks), aber auch Schlangen wie Kobras.
Warst du allerdings schon auf Safari in Afrika, wird dich Yala vermutlich nicht vom Hocker hauen. Und eine Garantie, dass du wirklich etwas siehst, gibt es auch nicht.

Safari zu Elefanten, Leoparden und Kobras
Eine Safari in Yala vergisst du nicht so schnell. Stell dir vor, du fährst im offenen Jeep durch die Savanne, suchst nach Spuren, und plötzlich steht eine Elefantenherde vor dir oder sogar ein Leopard in seinem natürlichen Lebensraum. Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, an denen du so eine Chance hast.
Die Realität sieht manchmal etwas anders aus: Sobald ein Jeep einen Elefanten entdeckt, rücken alle anderen Gruppen nach, stell dich also auf einen kleinen Stau ein. Und wenn du Glück hast und einen Leoparden siehst, ist er wahrscheinlich ziemlich weit weg. Trotzdem fährst du durch unberührte Natur und siehst unterwegs auch wilde Strände, die mich wirklich beeindruckt haben.
Praktisch: Den Jeep mit Fahrer organisierst du in Tissamaharama oder über deine Unterkunft, losgefahren wird im Morgengrauen oder am Nachmittag. Der Parkeintritt wird getrennt vom Jeep bezahlt und kostet für Ausländer mit allen Gebühren und Steuern ungefähr 40 bis 45 US-Dollar pro Person (rund 35 bis 40 €). Die meisten Jeeps fahren in Block 1, dort sind die Chancen auf einen Leoparden am größten. Wegen der Trockenzeit ist der Park ungefähr von September bis Mitte Oktober teilweise oder ganz geschlossen, prüf in dieser Zeit den Termin also vorher.
Die ruhigere Alternative: Udawalawe
Wer vor allem Elefanten sehen will und weniger Autos um sich herum haben möchte, kann statt Yala den Udawalawe Nationalpark wählen, der auf dem Weg zwischen Hochland und Südküste liegt. Elefanten siehst du hier fast bei jeder Safari, der Eintritt ist ähnlich wie in Yala. Direkt neben dem Park liegt das Elephant Transit Home, eine Station, die verwaiste Elefantenbabys aufzieht und später wieder auswildert. Die Fütterung kannst du von einer Aussichtsplattform aus beobachten. Für uns ist das die bessere Wahl als das Elefanten-„Waisenhaus“ in Pinnawala, wo die Tiere ihr ganzes Leben in Gefangenschaft bleiben.
5. Tangalle
Ein weiteres beliebtes Küstenstädtchen ist Tangalle. Hierher kommen deutlich weniger Leute, weil es schon ein ganzes Stück von Colombo entfernt ist (rund 200 km). Du kannst Meeresschildkröten beobachten, dir das Blowhole von Hummanaya ansehen, Yoga machen oder einen Ausflug zu einem Elefantenschutzprojekt einplanen. Beliebt sind auch nächtliche Touren, bei denen du kleinen Schildkröten beim Schlüpfen zusehen kannst, zum Beispiel am Strand von Rekawa östlich der Stadt. Die Strände sind lang und fast menschenleer, rechne aber mit starker Brandung, das Baden ist nicht überall sicher.
6. Ella – Teeplantagen und die berühmteste Brücke der Insel
Ella ist ein kleiner Ort in den Bergen, umgeben von Teeplantagen, Wasserfällen und buddhistischen Tempeln. Hier steht auch eine der Ikonen Sri Lankas, die Nine Arch Bridge, zu der wirklich jeder Reisende pilgert. Wir haben vor allem den angenehmen Wetterwechsel genossen (im Yala Nationalpark hatten wir ständig über 40 °C) und natürlich die Berge, die wir so lieben. Am Ende sind wir ganze fünf Tage geblieben.
Rund um Ella gibt es Touren durch Teeplantagen und Teefabriken (wir haben dort einen ganzen Berg Tee gekauft und ihn danach durch drei weitere Länder geschleppt), und zu den Wasserfällen und auf die Aussichtsberge der Umgebung kommst du ganz leicht. Zu den beliebtesten Wanderungen und Ausflügen gehören Ella Rock, Little Adam’s Peak, die Ravana Falls und noch viele weitere Orte. Zur Nine Arch Bridge kommst du kostenlos, am ruhigsten ist es dort frühmorgens.
Mit dem Zug nach Ella: Die Bergstrecke durch die Teeplantagen gehört zu den schönsten Erlebnissen auf der Insel, Ende November 2025 hat sie der Zyklon Ditwah aber schwer beschädigt. Der Abschnitt Nanu Oya – Ella – Badulla ist wieder in Betrieb, ein durchgehender Zug von Kandy nach Ella fährt aber noch nicht, weil die Strecke zwischen Kandy und Nanu Oya weiterhin repariert wird (Stand Anfang Oktober). In der Praxis fährst du von Kandy mit dem Auto oder Bus nach Nuwara Eliya, von dort ist es nur ein kurzes Stück zum Bahnhof Nanu Oya, und den schönsten Teil der Strecke nimmst du dann mit dem Zug. Den aktuellen Stand und die Fahrpläne prüfst du auf der Website der Sri Lanka Railways (railway.gov.lk) oder fragst in deiner Unterkunft nach.
TIPP: Ella auf Sri Lanka: Teeplantagen, Berge und Wasserfälle

7. Nuwara Eliya – das „Little England“ Sri Lankas
Nuwara Eliya, auch „Little England“ genannt, hat sich bis heute seinen kolonialen Charme bewahrt (Sri Lanka war ziemlich lange britische Kolonie). Es ist schon seltsam: Eben warst du noch zwischen Tempeln unterwegs, in denen sich Buddhismus und Hinduismus mischen, und plötzlich stehst du in einer Kolonialstadt, in der du dich fast wieder wie in Europa fühlst.
Die Stadt liegt auf fast 1.900 Metern, pack also einen Pulli ein: Tagsüber ist es angenehm, nachts fallen die Temperaturen aber deutlich, und kleinere Pensionen heizen oft nicht. In der Umgebung gibt es Teefabriken, in denen du siehst, wie Tee verarbeitet wird, und ihn natürlich auch probieren kannst. Nuwara Eliya ist außerdem der nächste Ausgangspunkt für den Horton Plains Nationalpark.
8. Horton Plains und World’s End
Der Horton Plains Nationalpark ist eine Hochebene auf über 2.000 Metern, auf der du statt Dschungel Graslandschaften, Nebelwälder und den Wasserfall Baker’s Falls findest. Das Hauptziel ist World’s End, eine Steilwand, die rund 870 Meter ins Tal abfällt. Der Rundweg ist etwa 9 km lang und in drei bis vier Stunden gemütlich zu schaffen.
Brich so früh wie möglich auf, denn nach zehn Uhr zieht unter World’s End oft Nebel auf, und statt der Aussicht siehst du nur noch eine weiße Wand. Der Eintritt für Ausländer liegt inklusive Steuer bei ungefähr 35 US-Dollar (rund 30 €). Am Eingang wird nach Plastik kontrolliert, Einwegverpackungen können dir abgenommen werden. In den Park fährst du mit dem Auto oder Tuk-Tuk von Nuwara Eliya aus oder vom Bahnhof Ohiya.
9. Adam’s Peak (Sri Pada) – nachts auf den heiligen Berg
Der Adam’s Peak, auf Singhalesisch Sri Pada, ist 2.243 Meter hoch und einer der heiligsten Orte der Insel. Auf dem Gipfel gibt es eine Felsformation, die an einen Fußabdruck erinnert: Buddhisten sehen darin den Fußabdruck Buddhas, Hindus den von Shiva, Muslime und Christen den von Adam. Deshalb pilgern Menschen aller Religionen hierher.
Aufgestiegen wird nachts vom Dorf Dalhousie (Nallathanniya) über Tausende Stufen, damit du zum Sonnenaufgang oben bist. Rechne mit drei bis vier Stunden für den Aufstieg und damit, dass es auf dem Gipfel kalt ist. Die Pilgersaison dauert ungefähr vom Vollmond im Dezember bis Mai, dann ist der Weg beleuchtet und unterwegs haben Teestuben geöffnet. Außerhalb der Saison ist der Aufstieg möglich, aber ohne Beleuchtung, oft im Regen und mit Blutegeln. Der Eintritt ist frei, Pilger geben eine freiwillige Spende.
10. Felsenfestung Sigiriya – der Löwenfelsen (UNESCO)
Eines der bekanntesten Wahrzeichen Sri Lankas ist die antike Felsenfestung Sigiriya, auch Löwenfelsen genannt. Mich hat sie an Machu Picchu in Peru erinnert, weil auch hier ganz oben auf dem Felsen die Reste einer Stadt aus längst vergangenen Zeiten liegen. Der gewaltige Monolith ragt rund 200 Meter über die umliegende Landschaft auf und war einst Königsfestung und Palast. Oben erwarten dich die Ruinen der Felsenstadt, unterwegs Höhlen mit Malereien und am Ende ein grandioser Rundumblick.
Heute steht Sigiriya auf der Liste des UNESCO-Welterbes, und allein der Eintritt hat uns so viel gekostet wie eine Unterkunft für mehrere Nächte. Verpassen wollten wir es trotzdem nicht, und für uns gehörte es ganz klar zu den besten Sri Lanka Sehenswürdigkeiten überhaupt.
Der Eintritt für Ausländer liegt aktuell bei ungefähr 35 US-Dollar (rund 11.500 LKR, also etwa 30 €). Nach oben führen über tausend Stufen, geh also direkt nach der Öffnung los, bevor es heiß wird und sich auf den schmalen Treppen Schlangen bilden. Die berühmten Fresken der „Wolkenmädchen“ darfst du nicht fotografieren. Ist dir der Eintritt zu teuer oder willst du den Löwenfelsen selbst ganz im Bild haben, steig auf den benachbarten Felsen Pidurangala. Der Eintritt kostet nur einen Bruchteil (ungefähr 1.000 LKR, knapp 3 €), der Aufstieg dauert etwa 40 Minuten, das letzte Stück kletterst du über Felsbrocken, und vom Gipfel hast du den besten Blick auf Sigiriya, vor allem zum Sonnenaufgang.

11. Polonnaruwa – die alte Königsstadt
Polonnaruwa ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten Sri Lankas und war im 11. und 12. Jahrhundert die Hauptstadt des Landes. Heute gehört sie zum UNESCO-Welterbe und ist voller Tempel, Statuen und Palastruinen, die an die Zeit ihrer größten Blüte erinnern. Das bekannteste Motiv ist der Gal Vihara mit vier Buddha-Statuen. Wenn du gern zwischen alten Mauern herumstreifst, wird es dir hier gefallen.
Das Gelände ist weitläufig, aber flach, und am besten erkundest du es mit dem Fahrrad, das du in der Stadt oder im Guesthouse leihst. Der Eintritt für Ausländer liegt bei ungefähr 30 US-Dollar (rund 26 €). Bist du im Sommer unterwegs, verbinde Polonnaruwa mit einer Safari in den nahen Parks Minneriya oder Kaudulla. In der Trockenzeit, ungefähr von Juli bis September, versammeln sich dort an den Stauseen große Elefantenherden, ein Schauspiel, das „The Gathering“ genannt wird.
12. Dambulla
Mitten auf Sri Lanka (und zwar wörtlich, denn Dambulla liegt ungefähr im Zentrum der Insel) findest du eine Stadt voller Höhlentempel, die ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehören. Am bekanntesten ist der königliche Höhlentempel am Stadtrand mit insgesamt fünf Höhlen und rund 150 Buddha-Darstellungen. Wände und Decken sind komplett mit Malereien bedeckt, die Szenen aus dem königlichen Leben festhalten.
Die Höhlen liegen auf einem Hügel, zu ihnen führt ein kurzer Aufstieg über Stufen, oft in Begleitung von Affen. Der Eintritt kostet ungefähr 2.000 LKR (rund 5 €). Der Goldene Tempel mit der großen Buddha-Statue unten an der Straße ist nur das Eingangstor, das Eigentliche liegt oben in den Höhlen. Von Dambulla nach Sigiriya fährst du etwa eine halbe Stunde, beides lässt sich also gut an einem Tag verbinden.
13. Anuradhapura – die Wiege des Buddhismus
Anuradhapura ist eine ehemalige Königsstadt und gilt als die Wiege des Buddhismus auf der Insel. Deshalb ist sie heute ein Pilgerort, an den nicht nur Touristen, sondern auch sehr viele Einheimische kommen. Überall stehen prächtige buddhistische Tempel mit einem Hauch großer Geschichte. Am heiligsten ist der Baum Jaya Sri Maha Bodhi, der der Überlieferung nach aus einem Ableger jenes Baumes gewachsen ist, unter dem Buddha die Erleuchtung fand. Rundherum ragen die riesigen weißen und roten Ziegelstupas Ruwanwelisaya und Jetavanaramaya auf. Der Eintritt in das archäologische Gelände kostet für Ausländer ungefähr 30 US-Dollar (rund 26 €), und wie in Polonnaruwa lohnt sich auch hier das Fahrrad.
Wir empfehlen dir einen lokalen Guide, den du ganz leicht an den Eingängen der einzelnen Tempel findest. Für ein paar Euro führt er dich nicht nur herum, sondern du erfährst statt eines bloßen Spaziergangs auch all die Geschichten, die diese besonderen Orte erst richtig lebendig machen.
In die Tempelanlagen darfst du nur ohne Schuhe, deshalb raten wir dir zu Socken (am besten nicht weiße, so wie wir sie hatten), denn der Boden kann richtig heiß werden, und barfuß holst du dir an einem sonnigen Tag schnell verbrannte Fußsohlen.
TIPP: Was ins Handgepäck für einen Langstreckenflug gehört, damit du die lange Anreise genießt und nicht nur überstehst

14. Kandy und der Zahntempel
Kandy ist eine größere Stadt und einer der heiligsten Orte Sri Lankas. Der Zahntempel, in dem angeblich ein Zahn Buddhas aufbewahrt wird, ist ein wichtiges Pilgerziel für Buddhisten aus der ganzen Welt. Wir empfehlen dir, am späten Nachmittag hineinzugehen, dann ist der Tempel nicht ganz so voll. Rund um den Tempel kannst du schön am See entlang spazieren, und die Stadt hat außerdem einen wunderschönen botanischen Garten. Für Kandy reicht dir ruhig eine Nacht.
Der Eintritt in den Tempel kostet für Ausländer ungefähr 2.000 LKR (rund 5 €). Mehrmals am Tag finden Zeremonien mit Trommeln statt, dann ist es am vollsten, aber auch am stimmungsvollsten. Mit dem botanischen Garten meinen wir den Königlichen Botanischen Garten Peradeniya etwas außerhalb der Stadt, mit Palmenalleen und einer riesigen Flughundkolonie. Bist du im Juli oder August in Kandy, informier dich über den Termin des Festes Esala Perahera mit Umzügen von Elefanten, Tänzern und Trommlern. Unterkünfte werden in dieser Zeit allerdings teurer und sind schnell ausgebucht.
15. Die Ostküste – Trincomalee und Arugam Bay
Reist du wie wir im europäischen Sommer, ist die Ostküste der einzige Ort, an dem du dann fast sicher ruhiges Meer und Sonne hast. Die Saison dauert hier ungefähr von Mai bis September. Rund um Trincomalee liegen die Strände Uppuveli und Nilaveli mit ruhigem Wasser, und von hier fährst du mit dem Boot zum Schnorcheln nach Pigeon Island, einer kleinen Insel, die als Nationalpark geschützt ist. Im Südosten liegt Arugam Bay, ein entspannter Surfort mit Surfschulen und Wellen für Anfänger und Fortgeschrittene. Der Norden rund um Jaffna mit tamilischer Kultur und hinduistischen Tempeln ist wiederum ein Tipp für alle, die den Süden der Insel schon kennen.
16. Hauptstadt Colombo und Negombo
Colombo haben wir uns bewusst bis zum Schluss aufgehoben, obwohl du wahrscheinlich genau dort zuerst ankommst. Wir hatten uns auf Sri Lanka vor allem wegen der Natur und der Geschichte gefreut, deshalb hat uns Colombo nicht besonders gepackt. Wenn du trotzdem hinwillst, lohnen sich die Hauptstraße Galle Road, das Viertel Fort und ein Bummel über den Markt in Pettah, wo es nach Gewürzen und Tee duftet. Abends treffen sich die Einheimischen an der Uferpromenade Galle Face Green, und sehenswert ist auch der Gangaramaya-Tempel. Rechne aber mit dem Trubel einer Großstadt.
Gleich nebenan liegt Negombo, nur 6 km vom Flughafen Bandaranaike und 35 km von Colombo entfernt, und viele verwechseln die beiden Städte. Hierher kommen vor allem Leute, die nicht quer über die Insel reisen wollen, deshalb gehört Negombo zu den belebtesten Badeorten. Früher war es ein Fischerdorf und Handelshafen, und bis heute gibt es hier riesige Märkte. Typisch sri-lankisch wirkt die Stadt allerdings kaum, denn sie ist geprägt von vielen Bauten aus der Kolonialzeit.
TIPP: Ein richtiges Abenteuer erlebst du auch in Kolumbien, und dafür haben wir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kolumbien zusammengestellt, dazu Tipps für einen ungewöhnlichen Urlaub zwischen den Kaffeeplantagen von Salento, Medellín, Cartagena und der Hauptstadt Bogotá.
Eintrittspreise: Was die Sri Lanka Sehenswürdigkeiten kosten
Essen, Transport und Unterkünfte sind auf Sri Lanka günstig, der Eintritt zu den großen Sehenswürdigkeiten und in die Nationalparks aber nicht. Ausländer zahlen deutlich mehr als Einheimische, und mit dem Kulturdreieck und zwei Safaris kommen schnell ein paar hundert Euro pro Person zusammen. Die Preise werden oft in US-Dollar angegeben, vor Ort zahlst du aber meist in Rupien zum aktuellen Kurs. Die Zahlen unten sind Richtwerte für erwachsene Ausländer, umgerechnet mit 1 USD ≈ 330 LKR und 1 € ≈ 385 LKR.
| Ort | Eintritt (ca.) | In Euro |
|---|---|---|
| Sigiriya | 35 USD | ca. 30 € |
| Pidurangala | 1.000 LKR | knapp 3 € |
| Polonnaruwa | 30 USD | ca. 26 € |
| Anuradhapura | 30 USD | ca. 26 € |
| Höhlentempel Dambulla | 2.000 LKR | ca. 5 € |
| Zahntempel, Kandy | 2.000 LKR | ca. 5 € |
| Yala, Udawalawe, Minneriya (ohne Jeep) | 40–45 USD inkl. Gebühren und Steuer | ca. 35–40 € |
| Horton Plains | 35 USD inkl. Steuer | ca. 30 € |
| Galle Fort, Nine Arch Bridge, Adam’s Peak | kostenlos (am Adam’s Peak freiwillige Spende) | 0 € |
Die Eintrittspreise auf Sri Lanka ändern sich häufig, und verschiedene Quellen nennen unterschiedliche Beträge. Nimm die Tabelle deshalb als Orientierung für dein Budget und plan etwas Puffer ein. Bei Safaris kommt zum Eintritt noch der Jeep mit Fahrer dazu, dessen Preis sich alle Mitfahrenden teilen.
Fortbewegung auf Sri Lanka: Zug, Bus, Tuk-Tuk oder Fahrer
Auf der Karte sehen die Entfernungen klein aus, die Straßen führen aber durch Berge und Dörfer, und entsprechend langsam kommst du voran. Rechne mit einem Schnitt von etwa 30 bis 40 km/h und plan nicht mehr als eine längere Strecke pro Tag ein. Im Dunkeln fährst du besser nicht, auf unbeleuchteten Straßen kann dir sogar ein wilder Elefant begegnen.
- Zug: günstig und mit tollen Ausblicken, vor allem auf der Bergstrecke nach Ella und entlang der Küste von Colombo nach Galle. Auf der Bergstrecke sind die reservierten Plätze in der 1. und 2. Klasse schnell ausverkauft, sichere sie dir also rechtzeitig. Welche Abschnitte nach dem Zyklon fahren, steht weiter oben bei Ella.
- Bus: am billigsten und fährt fast überall hin. Die lokalen Busse sind voll und die Fahrer ziemlich flott unterwegs, zwischen den größeren Städten gibt es aber auch klimatisierte Expresslinien, zum Beispiel über die Autobahn von Colombo in den Süden.
- Tuk-Tuk: für kürzere Strecken. In größeren Städten bestellst du es über die Apps PickMe oder Uber mit festem Preis, sonst handelst du den Preis vor dem Einsteigen aus.
- Auto mit Fahrer: die bequemste und zu zweit bis viert auch vernünftigste Variante für die ganze Rundreise. Der Fahrer kennt den Weg, gibt Tipps zum Essen und zu Unterkünften, und du musst dich weder um den Linksverkehr noch um den lokalen Fahrstil kümmern.
Wie viele Tage für Sri Lanka und welche Route?
Für die klassische Runde brauchst du mindestens zwei Wochen, entspannt sind es drei. Für zwei Wochen im europäischen Winter passt zum Beispiel diese Route: Negombo (1 Nacht) → Sigiriya oder Dambulla mit Ausflug nach Polonnaruwa (3 Nächte) → Kandy (1 Nacht) → Nuwara Eliya mit Horton Plains (1–2 Nächte) → mit dem Zug nach Ella (2–3 Nächte) → Safari in Yala oder Udawalawe (1 Nacht) → Strände in Mirissa oder Unawatuna (3–4 Nächte) → Galle und zurück zum Flughafen.
Mit drei Wochen nimmst du noch Anuradhapura dazu, in der Saison den nächtlichen Aufstieg auf den Adam’s Peak und mehr Tage am Meer, zum Beispiel in Tangalle. Reist du wie wir im Sommer, verlegst du den Strandteil an die Ostküste nach Trincomalee oder Arugam Bay. Wie unsere eigene Reise über einen ganzen Monat aussah, erzählen wir im Reisebericht zu unserer Sri Lanka Rundreise.
Anreise, Visum, Geld und Regeln in Tempeln
Anreise aus Deutschland: Du landest am internationalen Flughafen Bandaranaike (CMB) bei Colombo. Ab Frankfurt oder München fliegst du meist mit einem Umstieg, zum Beispiel am Persischen Golf oder in Istanbul. Ob es zu deinem Reisetermin auch eine Nonstop-Verbindung gibt, prüfst du am besten direkt bei den Airlines, weil sich die Flugpläne von Saison zu Saison ändern.
Visum (ETA): Deutsche bekommen seit Ende Mai eine kostenlose Touristen-ETA für 30 Tage, mit der du innerhalb dieser Zeit zweimal einreisen darfst. Sri Lanka bietet sie Staatsangehörigen von 40 Ländern an, dazu gehören auch Österreich und die Schweiz. Beantragen musst du sie aber vorab, und zwar auf der offiziellen Website eta.gov.lk. Vermittlerseiten, die ganz ähnlich aussehen, verlangen eigene Gebühren. Dein Reisepass sollte bei der Ankunft noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Geld: Bezahlt wird mit Sri-Lanka-Rupien (LKR). Nach den Kursen Anfang Oktober kostet 1 USD etwa 330 LKR und 1 € etwa 385 LKR. Karten nehmen Hotels, größere Restaurants und Geschäfte, Tuk-Tuks, Busse, Straßenstände und kleinere Guesthouses wollen Bargeld. Geldautomaten gibt es in allen größeren Städten, die Gebühr fürs Abheben hängt von der Bank ab.
Tempel und Etikette: In Tempel gehst du mit bedeckten Schultern und Knien, ohne Schuhe und ohne Kopfbedeckung. Lass dich nicht mit dem Rücken zu einer Buddha-Statue fotografieren und posiere nicht vor ihr, das gilt als respektlos. Ein sichtbares Buddha-Tattoo kann dir auf Sri Lanka ernsthafte Probleme bis hin zur Ausweisung einbringen, deck es also lieber ab. Mönche berührst du nicht, und wenn du etwas überreichst, nimm die rechte Hand.
Essen: Die Grundlage ist Rice and Curry, ein Berg Reis mit mehreren Schälchen Gemüse-, Linsen- oder Fischcurry. Probier unbedingt Hoppers (schüsselförmige Fladen aus Reismehlteig, oft mit Ei), Kottu Roti (klein gehackte Fladen mit Gemüse und Gewürzen, deren Zubereitung du schon am rhythmischen Klappern auf der heißen Platte erkennst), Kokos-Sambol und frische King Coconut. Das Essen ist oft scharf, und „not spicy“ bedeutet hier etwas anderes als bei uns. Leitungswasser solltest du nicht trinken.
Unterkunft auf Sri Lanka: Wo du übernachten solltest
Unterkünfte findest du auf Sri Lanka in jeder Preisklasse, vom familiären Guesthouse bis zum Resort mit eigenem Strand. Unten stehen Hotels, die wir für die einzelnen Stationen danach ausgesucht haben, wie man auf der Insel normalerweise reist. Bei allen haben wir geprüft, dass es sie gibt und was sie bieten. Die Preise schwanken aber je nach Saison, vergleich sie deshalb für deinen konkreten Reisetermin.
Negombo – erste und letzte Nacht am Flughafen
Für die erste Nacht nach dem langen Flug oder die letzte vor dem Abflug ist Negombo ideal: Vom Flughafen ist es nur ein kurzes Stück, und du musst dich nicht durch Colombo kämpfen.
- Hotel J Negombo →: einfacheres Hotel direkt am Strand, Außenpool, klimatisierte Zimmer, zum Flughafen Bandaranaike etwa 20 Minuten mit dem Auto.
- Sentido Heritance Negombo →: größeres Hotel etwa 100 m vom Strand, Außenpool und Fitnessraum, alle Zimmer mit Blick auf den Indischen Ozean.
Sigiriya und Dambulla – Basis fürs Kulturdreieck
Von hier aus schaffst du Sigiriya, Pidurangala, Dambulla und auch einen Ausflug nach Polonnaruwa oder eine Safari in Minneriya. Es lohnt sich also, mindestens zwei bis drei Nächte zu bleiben.
- Hotel Sigiriya →: älteres, etabliertes Hotel mit Blick auf den Löwenfelsen, Außenpool, Ayurveda-Spa und drei Bars.
- Jetwing Vil Uyana →: Luxusresort mitten in einem künstlich angelegten Feuchtgebiet etwa 5 km von Sigiriya, Villen mit Balkon, Spa und Pool.
Kandy
Für Kandy reichen unserer Meinung nach ein bis zwei Nächte. Hotels am See liegen nah am Tempel, die auf den Hügeln über der Stadt sind ruhiger, ohne Tuk-Tuk kommst du von dort aber nirgendwohin.
- Hotel Suisse Kandy →: Kolonialgebäude gegenüber dem Kandy-See, Außenpool, Ayurveda-Zentrum und Zimmer mit klassischen Holzmöbeln.
- The Elephant Stables →: kleines Hotel in einem kolonialen Bungalow etwa 2 km vom Zahntempel, Pool, Bibliothek und Restaurant mit sri-lankischer Küche.
- Earl’s Regency Hotel →: Fünf-Sterne-Hotel etwa 5 km vom Bahnhof mit Blick auf die Berge, Außenpool und Spa mit Sauna.
Nuwara Eliya
Nachts wird es hier kalt, und weil viele günstigere Pensionen nicht heizen, achte bei der Auswahl darauf, ob das Zimmer eine Heizung hat.
- The Grand Hotel →: Kolonialhotel direkt neben dem Golfplatz, Zimmer mit Heizung, zwei Restaurants, darunter ein indisches.
- Jetwing St Andrew’s →: Fünf-Sterne-Anwesen im Tudorstil etwa 5 km vom Zentrum, Zimmer mit Kamin und Heizung.
Ella
In Ella haben wir fünf Tage verbracht und würden wieder nach der Aussicht auswählen. Unterkünfte an den Hängen über dem Ort sind ruhig, ins Zentrum geht es aber bergauf und bergab.
- Zion View Ella Green Retreat →: Drei-Sterne-Hotel mit Infinity-Pool und Bergblick, Gäste loben vor allem die Lage und das Frühstück.
- 98 Acres Resort & Spa →: Chalets mitten in einer Teeplantage, nicht weit von der Nine Arch Bridge und dem Little Adam’s Peak, Spa und Pool mit Aussicht.
Tissamaharama und die Umgebung von Yala
Zur Safari geht es früh am Morgen los, deshalb ist es praktisch, möglichst nah am Park zu schlafen, in Tissamaharama oder in Kirinda.
- Kithala Resort →: Resort in Tissamaharama, Außenpool, Restaurant und auf Wunsch Lunchpakete für die Safari.
- Cinnamon Wild Yala →: Chalets mit Balkon in Kirinda, etwa 5 Fahrminuten vom Nationalpark, Pool und Blick auf den Strand oder in den Busch.
- Jetwing Yala →: größeres Strandhotel direkt an der Grenze des Nationalparks, Pool, Spa und mehrere Restaurants.
Mirissa
Mirissa ist klein, es ist also egal, ob du am südlichen oder nördlichen Ende des Strandes schläfst. Entscheidender ist, ob du Ruhe willst oder die Bars gleich um die Ecke.
- Paradise Beach Club →: Hotel am südlichen Ende von Mirissa, Pool mit Strandblick zwischen Palmen, Zimmer mit Terrasse oder Balkon.
- Lantern Boutique Hotel by Reveal →: Boutiquehotel an einem weißen Sandstrand im Süden von Mirissa, Pool, Zimmer und Apartments mit Balkon.
Galle und Unawatuna
Innerhalb der Festungsmauern von Galle zu schlafen, ist schon ein Erlebnis für sich. Wer das Meer direkt vor der Tür haben will, nimmt lieber Unawatuna, von dort sind es etwa 5 km nach Galle.
- Galle Fort Hotel →: niederländische Villa aus dem 18. Jahrhundert in der Church Street innerhalb der Festung, nur 11 Suiten und einer der wenigen Pools im Fort.
- Fort Bazaar →: Boutiquehotel in einem ehemaligen Handelshaus aus dem 16. Jahrhundert innerhalb der Festung, Restaurant Church Street Social, Frühstück und Afternoon Tea.
- Thaproban Pavilion Resort and Spa →: Resort nur ein paar Schritte vom Strand in Unawatuna, Pool, Wellnessbereich und Zimmer mit Meerblick.
Tangalle
Rund um Tangalle verteilen sich die Unterkünfte entlang langer Strände, rechne also damit, dass du mit dem Tuk-Tuk in den Ort fährst.
- Mangrove Beach Chalets →: einfache Hütten am eigenen Strand zwischen Lagune und Meer, Restaurant und Fahrradverleih.
- Buckingham Place →: Hotel am Strand von Rekawa zwischen Ozean und Lagune, 33 Meter langer Infinity-Pool mit Meerblick.
- Anantara Peace Haven Tangalle Resort →: Luxusresort auf einer Felsnase über dem Ozean inmitten einer Kokosplantage, zwei Pools und Spa.
Was wir auf Sri Lanka anders machen würden
Vielleicht kennst du das auch: Nach jeder Reise denkst du „aha, das könnten wir nächstes Mal anders machen“. Bei Sri Lanka ist es für uns klar: Wir würden mehr Zeit in der Natur und an den Stränden verbringen, weil sie wirklich zauberhaft sind, und dafür ein paar größere Städte auslassen. Stattdessen würden wir länger draußen bleiben, ob in einem Nationalpark oder in den Bergen, denn dort hat es uns am besten gefallen.
Wir würden nicht allen Ruinen im Kulturdreieck hinterherjagen. Sigiriya, Polonnaruwa, Anuradhapura und Dambulla in einer Woche verschwimmen irgendwann zu einem einzigen Bild. Lieber würden wir uns zwei davon aussuchen und den Rest der Zeit für gemütliche Radtouren durch die Dörfer und an den Stauseen rund um Sigiriya nutzen.
Wir würden öfter dort essen, wo die Einheimischen essen. Das beste Rice and Curry gibt es unserer Meinung nach nicht in den Touristenrestaurants, sondern in kleinen Garküchen, in denen Fahrer und Arbeiter zu Mittag essen. Probier alles, auch das, was du nicht kennst.
Und im Zug nach Ella würden wir das Handy öfter wegstecken. Alle hängen wegen eines einzigen Fotos aus der Tür, dabei ist es am schönsten, einfach am offenen Fenster zu sitzen, auf die Teeplantagen zu schauen und sich schaukeln zu lassen.
Müssten wir uns auf ein paar Sri Lanka Sehenswürdigkeiten beschränken, wären es ganz klar diese:
- Ella mit seinen Teeplantagen
- Sigiriya und die grandiose Aussicht,
- die sonnigen Strände von Mirissa
- die Nationalparks mit Leoparden, Elefanten und Krokodilen
Häufige Fragen zu Sri Lanka (FAQ)
Wie kleidet man sich auf Sri Lanka?
In den meisten Teilen Sri Lankas reicht leichte Sommerkleidung. Denk aber daran, dass Knie und Schultern beim Betreten von Tempeln bedeckt sein müssen, ein großes Tuch im Tagesrucksack ist deshalb praktisch. Für das Hochland rund um Nuwara Eliya und die Horton Plains nimm einen Pulli oder eine leichte Jacke mit, nachts wird es dort kalt.
Welche Impfungen brauche ich für Sri Lanka?
Vorgeschrieben ist keine Impfung, außer du reist aus einem Land mit Gelbfieber ein (dann musst du die Gelbfieberimpfung nachweisen). Üblicherweise empfohlen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus sowie eine Auffrischung gegen Tetanus, bei längeren Reisen auch gegen Hepatitis B und eventuell Tollwut. Auf der Insel kommt Dengue-Fieber vor, guter Mückenschutz ist deshalb wichtig. Deinen konkreten Impfplan besprichst du am besten in einer reisemedizinischen Praxis.
Wie verständigt man sich auf Sri Lanka?
Weil Sri Lanka eine ehemalige britische Kolonie ist, spricht der Großteil der Menschen zumindest einfaches Englisch. Und wenn du doch jemanden triffst, der kein Englisch kann, klappt es fast immer mit Händen und Füßen.
Wie kommt man auf Sri Lanka am besten von A nach B?
Wenn dich ein bisschen Unbequemlichkeit nicht stört, reist du mit den lokalen Linienbussen am günstigsten über die Insel. Etwas teurer, aber umso lustiger ist ein Tuk-Tuk, das du per App über PickMe oder Uber bestellst. Tolle Ausblicke bietet der Zug, vor allem auf der Bergstrecke nach Ella. Am teuersten, aber auch am bequemsten ist ein eigenes Auto mit Fahrer.
Brauchen Deutsche ein Visum für Sri Lanka?
Ja, du brauchst eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA). Deutsche bekommen sie seit Ende Mai kostenlos für 30 Tage, das gilt auch für Österreicher und Schweizer. Beantragen musst du sie aber vorab auf der offiziellen Website eta.gov.lk. Dein Reisepass sollte bei der Ankunft noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Fährt der Zug von Kandy nach Ella?
Ein durchgehender Zug von Kandy nach Ella fährt nach den Schäden, die der Zyklon Ditwah an der Strecke angerichtet hat, noch nicht (Stand Anfang Oktober). In Betrieb ist der Abschnitt Nanu Oya – Ella – Badulla. Von Kandy fährst du also mit dem Auto oder Bus nach Nuwara Eliya und steigst am Bahnhof Nanu Oya in den Zug. Den aktuellen Stand prüfst du auf der Website der Sri Lanka Railways.
Wie viele Tage braucht man für Sri Lanka?
Für die klassische Runde durch das Kulturdreieck, das Hochland und an die Strände im Süden brauchst du mindestens zwei Wochen. Mit drei Wochen schaffst du auch Anuradhapura, den Adam’s Peak oder mehr Tage am Meer und musst nicht hetzen. In einer Woche kannst du nur eine Region bereisen, zum Beispiel das Kulturdreieck mit Kandy oder das Hochland und den Süden.
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