Aktualizováno 7.10.2026
Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand, kein Wölkchen am Himmel: So stellt sich fast jeder Sardinien vor, und im Juli stimmt das Bild auch. Trotzdem lohnt sich ein genauerer Blick auf das Wetter auf Sardinien. Die Insel ist groß, gebirgig und liegt dem Wind aus Frankreich ungeschützt im Weg. Deshalb kann es an der einen Küste ganz anders aussehen als an der anderen, und zwar deutlicher, als man es bei einem so überschaubaren Stück Land erwarten würde.
Am stärksten merkst du das am Wind. Bläst der Mistral aus Nordwest (die Italiener sagen maestrale), stehen am Strand bei Alghero weiße Schaumkronen und oft auch Badeverbote. Keine drei Autostunden entfernt, an der Ostküste, liegt das Meer zur gleichen Zeit glatt wie ein Spiegel. Wer das weiß, findet auf Sardinien fast immer eine Bucht zum Schwimmen. Hier kommt alles, was du über das Sardinien Wetter wissen musst, mit Zahlen für jeden Monat und jede Küste.
Sardinien Wetter auf einen Blick
- Am heißesten sind Juli und August. In Cagliari tagsüber um 32 °C, bei Alghero etwa zwei Grad weniger.
- Das Meer ist im August am wärmsten, im Süden und Osten um 27 °C, im Westen bei Alghero zwei Grad kühler. In der ersten Septemberhälfte hat es immer noch über 26 °C.
- Badesaison ist von der zweiten Junihälfte bis Mitte Oktober. Im Mai reicht es eher für einen kurzen Sprung ins Wasser.
- Im Sommer regnet es fast nie. Der nasseste Monat ist der November, im Nordwesten bei Alghero fallen dann über 100 mm.
- Über deinen Strandtag entscheidet oft nicht der Monat, sondern der Mistral. Er weht aus Nordwest, am häufigsten im Winter und Frühjahr. Ausweichen kannst du nach Osten und Süden.
- Hitzetage werden mehr. Der Inselrekord von 48,4 °C fiel im Juli 2026.
- Der beste Kompromiss sind für uns Juni und September, zum Wandern April, Mai und Oktober.
Sardinien Klimatabelle: das Wetter im Süden Monat für Monat
Umgebung des Flughafens Cagliari im Süden der Insel, Mittelwerte der Jahre 2015 bis 2024 nach Open-Meteo (Meer 2023 bis 2025, Sonnenstunden von der Wetterstation laut Meteostat).
| Monat | Tag | Nacht | Meer | Niederschlag | Regentage | Sonne |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 14,7 °C | 7,3 °C | 15,3 °C | 38 mm | 6,3 | 4,6 h |
| Februar | 15,5 °C | 7,8 °C | 14,7 °C | 32 mm | 6,6 | 5,2 h |
| März | 17,0 °C | 9,1 °C | 15,2 °C | 48 mm | 8,0 | 6,3 h |
| April | 19,8 °C | 11,2 °C | 16,5 °C | 40 mm | 6,9 | 7,2 h |
| Mai | 23,6 °C | 14,7 °C | 19,2 °C | 53 mm | 6,1 | 8,4 h |
| Juni | 28,6 °C | 19,3 °C | 23,2 °C | 13 mm | 2,8 | 10,0 h |
| Juli | 32,5 °C | 22,3 °C | 26,3 °C | 1 mm | 0,3 | 10,9 h |
| August | 32,1 °C | 22,2 °C | 26,9 °C | 10 mm | 1,4 | 10,0 h |
| September | 28,5 °C | 19,8 °C | 25,5 °C | 35 mm | 5,5 | 8,0 h |
| Oktober | 24,2 °C | 16,2 °C | 23,3 °C | 47 mm | 6,2 | 6,1 h |
| November | 19,3 °C | 12,3 °C | 20,2 °C | 67 mm | 10,2 | 4,8 h |
| Dezember | 16,3 °C | 8,9 °C | 17,0 °C | 38 mm | 6,1 | 4,3 h |
💡 So liest du die Tabelle. „Tag“ ist der durchschnittliche Tageshöchstwert, also die Temperatur am Nachmittag, nicht das Tagesmittel. Als „Regentag“ zählt jeder Tag mit mindestens einem Millimeter Niederschlag. „Sonne“ steht für die durchschnittlichen Sonnenstunden pro Tag. Die Nachtwerte in der Tabelle liegen ein bis zwei Grad über dem, was die Flughafenstation misst.
Rund um Cagliari fallen im Jahr 421 mm Regen (im trockensten Jahr des Jahrzehnts 193 mm, im nassesten 728 mm). Zum Vergleich: Deutschland kommt im langjährigen Mittel auf knapp 790 mm, verteilt über alle Monate. Auf Sardinien fällt dagegen fast alles zwischen Oktober und April.
Gern liest man, Sardinien habe „300 Sonnentage im Jahr“. Die Station in Cagliari misst im Schnitt 2.608 Sonnenstunden pro Jahr, für Europa ein sehr hoher Wert. Wirklich wolkenlose Tage sind es aber nur rund 150, der Rest ist heiter bis wolkig.

Norden, Süden, Osten, Westen und Berge: Wie unterschiedlich ist das Wetter auf Sardinien?
Von Nord nach Süd misst Sardinien rund 270 Kilometer, in der Mitte erhebt sich das Gennargentu-Gebirge mit der Punta La Marmora (1.834 m) als höchstem Gipfel. Bei den Temperaturen unterscheiden sich die Küsten kaum, mal zwei Grad mehr, mal zwei weniger. Richtig groß sind die Unterschiede beim Regen, beim Wind und beim Zustand des Meeres. Die Tageshöchstwerte für vier Orte an der Küste und einen in den Bergen:
| Monat | Cagliari (Süden) | Alghero (Nordwesten) | Olbia (Nordosten) | Cala Gonone (Osten) | Fonni (Berge, 965 m) |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 14,7 °C | 13,6 °C | 13,9 °C | 13,5 °C | 7,7 °C |
| Februar | 15,5 °C | 14,3 °C | 15,1 °C | 14,4 °C | 9,5 °C |
| März | 17,0 °C | 15,8 °C | 16,3 °C | 15,6 °C | 11,0 °C |
| April | 19,8 °C | 18,6 °C | 19,2 °C | 18,2 °C | 14,7 °C |
| Mai | 23,6 °C | 21,9 °C | 23,0 °C | 21,8 °C | 18,6 °C |
| Juni | 28,6 °C | 27,2 °C | 28,9 °C | 26,8 °C | 24,8 °C |
| Juli | 32,5 °C | 30,2 °C | 32,7 °C | 30,7 °C | 29,2 °C |
| August | 32,1 °C | 30,0 °C | 32,0 °C | 30,4 °C | 28,2 °C |
| September | 28,5 °C | 26,5 °C | 27,4 °C | 26,7 °C | 22,6 °C |
| Oktober | 24,2 °C | 22,7 °C | 23,3 °C | 22,7 °C | 18,3 °C |
| November | 19,3 °C | 18,2 °C | 18,2 °C | 17,8 °C | 12,5 °C |
| Dezember | 16,3 °C | 15,2 °C | 15,5 °C | 15,2 °C | 9,4 °C |
| Niederschlag pro Jahr | 421 mm | 616 mm | 576 mm | 581 mm | 850 mm |
Süden: Cagliari, Villasimius, Chia
Der trockenste und im Sommer heißeste Teil der Insel. Im Frühjahr und Herbst ist es hier ein bis zwei Grad wärmer als im Norden, deshalb ist der Süden die sicherste Wahl für Mai und Oktober. Auch hier kommt der Mistral an, an der Südküste weht er aber vom Land aufs Meer hinaus. Nach Süden ausgerichtete Strände bleiben deshalb auch bei Wind oft ruhig. Im Sommer klettert das Thermometer hier im Schnitt an neun Tagen im Jahr über 35 °C.
Nordosten: Olbia, Costa Smeralda, La Maddalena
Olbia hat im Sommer genauso heiße Nachmittage wie Cagliari. Kühler ist vor allem der Westen, nicht der Norden. Im Herbst und Winter regnet es hier allerdings mehr als im Süden. Die Meerenge zwischen Sardinien und Korsika, die Bocche di Bonifacio, gehört zu den windigsten Ecken der Insel, und bei Mistral fallen Bootsausflüge zum La-Maddalena-Archipel oft aus. Mehr über die Bootstouren zum Rosa Strand auf Budelli liest du in einem eigenen Artikel.
Westen und Nordwesten: Alghero, Stintino, Costa Verde
Die regenreichste und windigste Küste, der Mistral trifft hier direkt vom offenen Meer aufs Land. Im Sommer ist es zwei Grad kühler, an Land wie im Wasser. Kitesurfer kommen genau deswegen hierher, Familien mit kleinen Kindern sollten dagegen einen Plan B in der Tasche haben. Wenn kein Wind geht, ist das für uns die schönste Badeküste der ganzen Insel. Mehr über die Stadt steht im Artikel über Alghero.
Osten: Cala Gonone, Golf von Orosei, Ogliastra
Hier ist Sardinien am ruhigsten. Die Berge des Supramonte und des Gennargentu stellen sich dem Mistral in den Weg, und Cala Gonone hat etwa dreimal weniger Tage mit starkem Nordwestwind als Alghero oder Cagliari. Der Haken: Die Ostküste ist offen für Wind aus Ost und Südost (mehr dazu im Abschnitt über den Mistral). Im Herbst regnet es hier außerdem mehr als im Süden, im Oktober und November um 80 mm im Monat. Den Golf und seine Buchten stellen wir im Artikel über den Golfo di Orosei vor, das Dorf als Standort im Text über Cala Gonone.

Cala Gonone: Bootsausflug zur Cala Mariolu und Cala Goloritzè

Cala Gonone: Bootsfahrt im Golf von Orosei mit Badestopps

Cala Gonone: Bootsausflug zur Grotte Bue Marino und zum Strand Cala Luna

Landesinneres und Berge: Barbagia und Gennargentu
Eine völlig andere Welt. In Fonni (965 m) liegt im Schnitt an etwa sieben Tagen im Jahr mindestens ein Zentimeter Schnee, vor allem im Januar und Februar. An den Hängen des Bruncu Spina unterhalb der Punta La Marmora gibt es sogar ein kleines Skigebiet, das allerdings nur in Wintern mit genug Schnee läuft. Im Sommer ist es hier dagegen am angenehmsten auf der ganzen Insel, nachts schläfst du ohne Klimaanlage. Die Ebenen im Landesinneren, etwa der Campidano zwischen Cagliari und Oristano, sind im Sommer aber am heißesten, weil die Meeresbrise sie nicht erreicht.

Wassertemperatur auf Sardinien
Das Meer erwärmt sich und kühlt ab mit etwa einem Monat Verzögerung gegenüber der Luft. Mittelwerte für vier Küstenabschnitte:
| Monat | Cagliari (Süden) | Alghero (Westen) | Olbia (Nordosten) | Cala Gonone (Osten) |
|---|---|---|---|---|
| Januar | 15,3 °C | 15,1 °C | 14,7 °C | 15,5 °C |
| Februar | 14,7 °C | 14,6 °C | 14,1 °C | 14,7 °C |
| März | 15,2 °C | 14,9 °C | 14,6 °C | 14,8 °C |
| April | 16,5 °C | 16,0 °C | 15,8 °C | 15,9 °C |
| Mai | 19,2 °C | 18,6 °C | 18,7 °C | 18,7 °C |
| Juni | 23,2 °C | 22,8 °C | 22,8 °C | 22,9 °C |
| Juli | 26,3 °C | 24,5 °C | 26,3 °C | 26,5 °C |
| August | 26,9 °C | 25,1 °C | 27,0 °C | 27,1 °C |
| September | 25,5 °C | 23,7 °C | 24,2 °C | 25,0 °C |
| Oktober | 23,3 °C | 22,3 °C | 22,0 °C | 23,1 °C |
| November | 20,2 °C | 19,9 °C | 19,4 °C | 20,2 °C |
| Dezember | 17,0 °C | 16,5 °C | 16,3 °C | 17,3 °C |
Die Jahre 2023 bis 2025 waren warm, das langjährige Mittel dürfte eher ein paar Zehntelgrad darunter liegen.
Der Juni kippt in der Mitte. In der ersten Junihälfte hat das Meer bei Cagliari im Schnitt 22,3 °C, in der zweiten 24,2 °C. Zwei Grad, die darüber entscheiden, ob du ins Wasser rennst oder dich Zentimeter für Zentimeter hineinquälst.
Beim Wasser ist der September fast ein August. In der ersten Septemberhälfte hat das Meer bei Cagliari 26,1 °C und bei Cala Gonone 25,6 °C, also praktisch so warm wie im Juli. Dabei sind die Strände halb leer und die Preise niedriger.
Der Westen ist im Sommer kühler. Weht der Mistral aus Nordwest, schiebt er das aufgewärmte Oberflächenwasser von der Westküste weg, und kälteres Wasser steigt aus der Tiefe nach. Nach ein paar Tagen Wind können das auch mehr als zwei Grad sein.
Flache Buchten sind wärmer als Felsküsten. In seichten Sandbuchten ist das Wasser meist wärmer, an felsigen Kaps und in tieferen Buchten, wo man am besten schnorchelt, dagegen kühler. Wir baden bei Hitze trotzdem am liebsten an den Felsen: Das Wasser ist klarer und es gibt mehr Fische.

Mistral auf Sardinien: der Wind, der über deinen Strandtag entscheidet
Der Mistral ist ein kühler, trockener Nordwestwind, der von Frankreich über das offene Meer direkt auf Sardinien und Korsika zujagt. Er bringt klaren Himmel, das Wetter sieht also herrlich aus. An der West- und Nordküste baut er aber Wellen auf, kühlt das Wasser ab und kann Bootsausflüge stoppen, nach La Maddalena, in den Golf von Orosei und zur Grotte bei Alghero.
Am häufigsten und stärksten weht er im Winter und Frühjahr. Alghero hat im Januar und Dezember etwa sechs bis sieben Tage im Monat mit Böen über 60 km/h, im Juli und August ungefähr einen. Starker Nordwestwind weht auch in Cagliari oft, dort aber vom Land her.
Eine typische Mistral-Phase dauert ein bis zwei Tage, manchmal auch vier oder fünf. Daraus folgt die eine Regel, die auf Sardinien wirklich funktioniert: Wenn es im Westen und Norden bläst, fahr nach Osten oder Süden. Cala Gonone, Orosei, die Ogliastra, Villasimius und die Südseite rund um Cagliari liegen dann meist im Windschatten. Die Insel ist rund 120 Kilometer breit, auf die andere Seite kommst du also in ein paar Stunden. Für uns ist das das stärkste Argument für einen Mietwagen auf Sardinien.
Weht der Wind aus Ost oder Südost (Levante und Scirocco), bauen sich die Wellen an der Ostküste auf, und dann geht es nach Westen. Der Scirocco kommt aus der Sahara als heiße, schwüle Luft, manchmal mit Saharastaub.
💡 So behältst du den Wind im Blick. Der regionale Wetterdienst ARPAS veröffentlicht Windkarten für Sardinien, eine Seewettervorhersage und Prognosen für sieben einzelne Regionen der Insel (auf Italienisch). Praktisch sind auch Apps wie Windfinder. Wir schauen abends auf die Vorhersage und suchen erst dann nach der Windrichtung den Strand für den nächsten Tag aus. Einen Bootsausflug lässt du dir am besten morgens direkt beim Anbieter bestätigen, denn über eine Absage entscheidet der Seegang vor Ort.
Hitze, Rekorde und Waldbrände
Heiß ist der sardische Sommer schon immer, in den letzten Jahren wird es aber extremer. In Cagliari gab es 2015 bis 2019 im Schnitt fünf Tage pro Jahr mit über 35 °C, 2020 bis 2024 fast vierzehn. Bei Olbia stieg die Zahl von knapp sechs auf fast sechzehn.
Auch Rekorde fallen. Die Stationen in Jerzu und Lotzorai maßen am 24. 7. 2023 48,2 °C, später bestätigte ARPAS 48,4 °C in Orani vom 19. 7. 2026. Solche Werte werden allerdings im Landesinneren gemessen; am Meer dämpft die Brise die Temperatur.
Mit der Hitze kommen die Waldbrände. Die Region ruft jedes Jahr eine Zeit erhöhter Waldbrandgefahr aus, vom 1. Juni bis 31. Oktober, in der Verbote und Einschränkungen für offenes Feuer gelten. Details findest du in unserem Artikel darüber, worauf du auf Sardinien achten solltest.
Praktisch heißt das: Im Juli und August startest du Wanderungen gleich bei Sonnenaufgang und verbringst die heißesten Nachmittagsstunden lieber im Wasser oder im Schatten. Wer Hitze schlecht verträgt, bleibt im August an der Küste und meidet das Landesinnere.
Sardinien Wetter Monat für Monat
Wenn nicht anders angegeben, gelten die Zahlen für Cagliari im Süden. Für den Norden und Westen rechnest du ein bis zwei Grad weniger und im Herbst und Winter mit mehr Regen.
Januar und Februar
Die kühlste Zeit des Jahres, aber Winter nur im sardischen Sinn: tagsüber um 15 °C, nachts 7 bis 8 °C. Im Nordwesten bei Alghero regnet es an etwa zehn Tagen im Monat, insgesamt um 70 mm. Der Tag ist keine zehn Stunden lang, und der Mistral weht so oft wie zu keiner anderen Jahreszeit. Baden nur für Abgehärtete, in den Bergen liegt Schnee. Im Februar wird in den sardischen Städten und Dörfern Karneval gefeiert, die Termine richten sich nach Ostern. Für einen Strandurlaub ist das nichts, für Cagliari, Alghero, Sehenswürdigkeiten und gutes Essen ohne Menschenmassen schon.
März
Der Frühling beginnt, an sonnigen Tagen wird es über zwanzig Grad warm. Der März hat in Cagliari aber die meisten Regentage des ganzen Frühjahrs, und es weht noch viel Wind. Die Landschaft ist so grün wie nie, an den bekannten Orten ist kaum jemand unterwegs. Eher etwas für einen Roadtrip mit flexiblem Plan als für eine Woche an einem Ort.
April
Tagsüber um 20 °C, Regen meist als Schauer, das Meer ist zum Baden noch zu kalt. Der April ist für uns einer der besten Monate zum Wandern: Alles blüht, es ist grün, und in den Schluchten und auf den Küstenwegen brennt dir die Sonne noch nicht auf den Kopf. Ein Teil der Saisonhotels und Restaurants öffnet aber erst im Laufe des Frühjahrs, und Bootsausflüge fahren nur eingeschränkt.

Dorgali: Trekking in der Gorropu-Schlucht mit Geländewagen-Transfer und Mittagessen

Ab Cala Gonone: Wanderung in die Gorropu-Schlucht mit Mittagessen
Mai
Tagsüber 23,6 °C, nachts 14,7 °C. Das Meer erwärmt sich im Laufe des Monats von 18 auf 20 °C. Der Mai ist der Monat mit der größten Unsicherheit: 2017 fiel in Cagliari so gut wie kein Regen, 2018 waren es über 150 mm. Zum Wandern, Radfahren und Entdecken der Insel ist er trotzdem eine tolle Zeit, die Strände sind halb leer und die Preise niedriger als im Sommer.
Juni
Der Sprung in den Sommer. Tagsüber 28,6 °C, 13 mm Regen an drei Tagen, und mit fast fünfzehn Stunden sind die Tage so lang wie sonst nie im Jahr. Alles hat geöffnet, und trotzdem ist es noch nicht voll. Zusammen mit dem September ist der Juni für uns die beste Reisezeit für Sardinien, wir würden aber wegen des wärmeren Wassers die zweite Monatshälfte wählen.
Juli
Der trockenste Monat des Jahres: in Cagliari 1 mm Niederschlag und im Schnitt weniger als ein Regentag. Tagsüber 32,5 °C, Meer 26 °C und fast elf Stunden Sonne am Tag. Hitze über 35 °C kommt in Wellen. Strände, Straßen und Boote füllen sich, und die bekanntesten Strände mit Zugangsbeschränkung musst du vorab reservieren.
August
Von den Temperaturen her praktisch wie der Juli, aber das Meer ist so warm wie im ganzen Jahr nicht. Regen fällt meist nur bei ein, zwei Gewittern. Rund um Ferragosto am 15. August hat ganz Italien frei, Unterkünfte, Mietwagen und Fähren sind ausgebucht und die Preise auf dem Jahreshöchststand. Wer kann, lässt den August aus; wer nicht kann, bucht mehrere Monate im Voraus.
September
Für uns der beste Monat auf Sardinien. Tagsüber 28,5 °C, nachts um 20 °C, das Meer hat in der ersten Monatshälfte über 26 °C. Regen kommt meist als Gewitter, danach klart es schnell wieder auf. Die zweite Septemberhälfte ist schon wechselhafter, und Ende des Monats geht die Sonne gegen sieben Uhr abends unter. Die italienischen Ferien sind vorbei, und trotzdem hat noch alles offen.
Oktober
Tagsüber 24,2 °C und das Meer immer noch 23 °C, also wärmer als in der ersten Junihälfte. Allerdings nimmt der Regen zu, im Süden auf 47 mm, bei Alghero auf 67 mm und bei Cala Gonone auf 78 mm, und es gibt mehr windige Tage. In der ersten Oktoberhälfte kannst du im Süden noch baden, die zweite eignet sich eher zum Entdecken. Ab Mitte des Monats schließen die Strandbars und ein Teil der Hotels. Im Landesinneren finden im Herbst die Dorffeste der Reihe Autunno in Barbagia statt.
November
Der regenreichste Monat des Jahres. In Cagliari 67 mm an zehn Tagen, bei Alghero 104 mm. Dabei ist es immer noch warm, tagsüber 19 °C und das Meer 20 °C. Regen kann heftig kommen, als mehrstündiger Wolkenbruch, achte dann auf Wasser in Bachbetten und auf den Straßen. Die meisten Saisonbetriebe haben geschlossen, für Städte, Essen und Wein ohne Touristen ist es aber eine angenehme Zeit.
Dezember
Die kürzesten Tage des Jahres, nur gut neun Stunden Tageslicht. In den Bergen friert es, auf den höchsten Gipfeln kann Schnee liegen. Die Badeorte schlafen, die Städte leben, und Cagliari in der Weihnachtszeit ist eine ganz andere Stadt als im Sommer.
Beste Reisezeit für Sardinien: je nachdem, was du vorhast
| Was du vorhast | Beste Zeit | Warum |
|---|---|---|
| Baden und Strand | 2. Junihälfte bis September | Meer über 23 °C, kaum Regen |
| Warmes Meer ohne die größten Massen | 1. Septemberhälfte | Meer über 25 °C, nach den italienischen Ferien |
| Wärmstes Meer | August | Um 27 °C im Süden und Osten |
| Wandern, Trekking und blühende Natur | April, Mai, Oktober | Tageshöchstwerte 20 bis 24 °C |
| Radfahren und Roadtrip | April bis Juni, September und Oktober | Angenehme Temperaturen, freie Straßen |
| Städte, Sehenswürdigkeiten, Nuraghen | März bis Mai, Oktober bis Dezember | Keine Hitze, keine Schlangen |
| Kitesurfen und Windsurfen | Frühjahr, Herbst und Mistral-Tage | Wind im Norden und Westen |
| Skifahren am Bruncu Spina | Januar und Februar | Nur wenn genug Schnee fällt |
| Niedrigste Preise | November bis März | Nebensaison, viele Betriebe geschlossen |
Wetter für Sardinien in 14 Tagen: Warum „Sardinien“ als Ort nicht reicht
14-Tage-Vorhersagen von Seiten wie meteoblue, yr.no, wetter.com oder WetterOnline sind nützlich, nur ist eine Vorhersage für „Sardinien“ eine Vorhersage für einen einzigen Punkt. Bei yr.no liegt dieser Punkt zum Beispiel nicht weit von Olbia im Nordosten. In Alghero oder Cagliari kann das Wetter ganz anders aussehen, und vor allem der Wind.
Öffne deshalb immer die Vorhersage für den konkreten Ort, an dem du wohnst oder den du besuchen willst. Am detailliertesten ist der regionale Dienst ARPAS mit seinem Wetterbericht für die ganze Insel. Alles, was mehr als eine Woche in der Zukunft liegt, ist nur ein Trend; für die Urlaubsplanung hilft dir die Klimatabelle oben mehr.
Was du für Sardinien einpacken solltest, Monat für Monat
- Das ganze Jahr: feste Schuhe, weil du zu vielen der schönsten Buchten über steinige Pfade absteigst, und Badeschuhe für felsige und kiesige Einstiege.
- April und Mai: ein Pulli für den Abend und eine leichte Windjacke. Nach Sonnenuntergang kühlt es um acht bis neun Grad ab.
- Juni bis August: Hut, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Windjacke, denn der Mistral kann sich abends richtig frisch anfühlen.
- September und Oktober: Sommersachen plus Regenjacke und lange Hose für den Abend.
- November bis März: wasserdichte Jacke mit Kapuze (ein Regenschirm hilft im Wind wenig) und eine warme Schicht. In den Bergen musst du mit Frost rechnen.
Manche Strände haben eigene Regeln, zum Beispiel ist am Strand La Pelosa eine Strandmatte unter dem Handtuch Pflicht. Eine Übersicht findest du im Artikel darüber, worauf du auf Sardinien achten solltest.
Wo du auf Sardinien je nach Wetter wohnen solltest
Regionen und Unterkunftsarten stellen wir ausführlich im Artikel über Unterkünfte auf Sardinien vor. Was das Wetter angeht, gelten drei einfache Regeln.
In der Vor- und Nachsaison in den Süden. Im Mai und Oktober ist es rund um Cagliari am trockensten und wärmsten. Gut passen Unterkünfte in Cagliari, wo auch außerhalb der Saison alles geöffnet ist und du bei Regen etwas unternehmen kannst, oder Unterkünfte in Villasimius an der Südostspitze.
Für ruhiges Meer in den Osten. Wenn du dich nicht mit dem Mistral herumschlagen willst, wohn an der Ostküste. Unterkünfte in Cala Gonone sind außerdem der Ausgangspunkt für die Boote in den Golf von Orosei.
In den Westen nur mit Auto. Alghero ist eine wunderschöne Stadt, und im Westen gibt es die schönsten Sonnenuntergänge. Rechne aber damit, dass du bei Mistral zum Baden woandershin fährst. Unterkünfte in Alghero eignen sich vor allem für Frühjahr, Herbst und eine Kombination aus Stadt und Strand.
Bei der Wahl des Hotels zählen wettertechnisch vor allem die Klimaanlage (im Juli und August schläfst du ohne sie nicht), ein Pool für windige Tage, an denen das Meer aufgewühlt ist, und die Lage. Hier ein paar geprüfte Tipps für jeden der vier Standorte.
Cagliari: Stadt für Frühjahr, Herbst und Regentage
- Hotel Regina Margherita (Cagliari): mitten in der Altstadt, zur Kathedrale und zum Hafen sind es zehn Minuten zu Fuß. Die Zimmer haben Klimaanlage, und Parken in der hoteleigenen Garage ist kostenlos. Im Zentrum von Cagliari ist das praktisch, wenn du morgens mit dem Auto dem besseren Wetter hinterherfahren willst.
- Hotel Aristeo (Cagliari): einfaches Drei-Sterne-Hotel mit klimatisierten Zimmern und Frühstücksauswahl. Auf Booking hat es eine Bewertung von 9,2 aus über 1.800 Bewertungen. Der Strand Giorgino liegt knapp drei Kilometer entfernt, zum Baden am Poetto fährst du aber mit dem Bus.
- UNA Hotels T Hotel Cagliari (Cagliari): modernes Hotel im Zentrum gegenüber dem Opernhaus (Teatro Lirico), mit klimatisierten Zimmern, Fitnessraum und Wellnessbereich mit Hydrotherapie. Genau das weißt du im November oder Winter zu schätzen, wenn es draußen regnet und der Strand kein Thema ist.
Villasimius: Pool und Schatten für heiße Tage
- Hotel Mariposas (Villasimius): kleineres Hotel mit Garten, Außenpool und klimatisierten Zimmern, Parken ist kostenlos. Eine günstigere Basis, von der aus du jeden Morgen je nach Wind deinen Strand wählst.
- Hotel Stella Maris (Villasimius): nur ein paar Schritte vom Strand Campulongu, mit saisonalem Außenpool, Restaurant und kostenlosem Privatparkplatz. Einige Zimmer haben einen Balkon mit Meerblick. Da der Pool nur saisonal geöffnet ist, prüf im Frühjahr und Herbst vorher die Termine.
- Cruccùris Resort (bei Villasimius): Hotel nur für Erwachsene, 4 km von Villasimius und einen Kilometer vom Strand Campus entfernt, mit Pool im Garten und klimatisierten Zimmern mit Terrasse oder Balkon, meist mit Meerblick. Ideal für einen ruhigen Urlaub zu zweit, ohne Auto kommst du hier allerdings nirgendwohin.
Cala Gonone: ruhiges Meer, Unterkunft unter den Bergen
- Hotel Caramare (Cala Gonone): Drei-Sterne-Hotel 200 Meter vom Hauptstrand. Alle Zimmer haben Klimaanlage und Balkon, bei Hitze gehst du also einfach ans Meer und zurück ins kühle Zimmer, das Auto bleibt stehen.
- Hotel Resort Nuraghe Arvu (Cala Gonone): Resort am Fuß eines felsigen Hügels, 500 Meter vom Strand, mit Außenpool in einem privaten Park. Die klimatisierten Zimmer haben einen eigenen Eingang vom Garten, es gibt einen Spielplatz und kostenlose Parkplätze. Eine gute Wahl für Familien, die mittags aus der Sonne in den Schatten wollen.
- Hotel Villa Gustui Maris (Cala Gonone): am Fuß des Monte Irveri, 600 Meter vom Zentrum, mit Außenpool und Panoramaveranda über dem Golf von Orosei. Die meisten Zimmer haben einen Balkon mit Aussicht. Zum Strand sind es laut Booking etwa zwei Minuten mit dem Auto, in der Mittagshitze im August angenehmer als zu Fuß.
Alghero: Stadt in der Nebensaison und Strand, wenn kein Wind weht
- Hotel Catalunya (Alghero): Vier-Sterne-Hotel gegenüber dem Hafen, in die Altstadt sind es fünf Minuten zu Fuß. Die Zimmer sind klimatisiert, einige mit Blick auf die Bucht, und ganz oben gibt es die Skybar Blau mit Panoramablick. Für Frühjahr und Herbst, wenn dich vor allem die Stadt interessiert, eine praktische Adresse.
- Hotel Oasis (Alghero): nur ein paar Schritte vom Strand, mit Außenpool, klimatisierten Zimmern mit Balkon und einem schattigen Weg durch den Wald zum Meer. Ins Zentrum fährt ein Bus von der Haltestelle vor dem Hotel, Parken ist kostenlos. Wenn der Mistral bläst und das Meer unruhig ist, bleibt immer noch der Pool.
- Villa Las Tronas Hotel & SPA (Alghero): ehemalige königliche Residenz, zehn Minuten zu Fuß vom Zentrum, mit Außenpool über der Bucht. Im Spa gibt es außerdem ein Salzwasser-Hallenbad und einen Whirlpool, was vor allem schätzt, wer außerhalb der Saison kommt. Etwas für einen besonderen Aufenthalt.
Häufige Fragen zum Wetter auf Sardinien
Wie ist das Wetter auf Sardinien im September?
Immer noch sommerlich. In Cagliari hat es tagsüber im Schnitt 28,5 °C, nachts um 20 °C, und das Meer hat in der ersten Septemberhälfte über 26 °C, in der zweiten um 25 °C. Es fallen 35 mm Regen, meist bei kurzen Gewittern. Bei Alghero ist es zwei Grad kühler und das Meer hat um 24 °C.
Wie ist das Wetter auf Sardinien im Oktober?
Tagsüber um 24 °C im Süden und 22 bis 23 °C im Norden, das Meer hat 22 bis 23 °C und ist damit wärmer als in der ersten Junihälfte. Es regnet aber mehr (Cagliari 47 mm, Alghero 67 mm, Cala Gonone 78 mm), und der Wind weht öfter. In der ersten Oktoberhälfte kannst du im Süden noch baden, die zweite eignet sich eher für Ausflüge und Wanderungen.
Kann man auf Sardinien im Mai baden?
Ja, aber es ist frisch. Das Meer erwärmt sich im Mai von etwa 18 auf 20 °C. Für eine kurze Abkühlung reicht das, für einen ganzen Tag am Strand eher nicht. Wer vor allem wegen des Wassers fährt, wartet besser bis zur zweiten Junihälfte.
Wie warm ist das Wasser auf Sardinien?
Am wärmsten ist es im August, um 27 °C im Süden und Osten und 25 °C bei Alghero im Westen. Im Juli hat es 24,5 bis 26,5 °C, im September 23,5 bis 25,5 °C, im Juni um 23 °C und im Oktober 22 bis 23 °C. Am kältesten ist es im Februar und März mit etwa 14,5 bis 15 °C.
Wann ist die beste Reisezeit für Sardinien?
Das hängt davon ab, was du vorhast. Zum Baden von der zweiten Junihälfte bis September, für warmes Meer und Ruhe die erste Septemberhälfte, zum Wandern und Radfahren April, Mai und Oktober. Das verlässlichste Wetter hat der Juli, er ist aber zusammen mit dem August auch am vollsten.
Wie ist das Wetter auf Sardinien im November?
Warm, aber nass. Der November ist der regenreichste Monat des Jahres: In Cagliari fallen 67 mm an zehn Tagen, bei Alghero 104 mm. Tagsüber hat es trotzdem 18 bis 19 °C, das Meer um 20 °C. Die meisten Saisonhotels und Strandrestaurants haben geschlossen, für Städte, Essen und Sehenswürdigkeiten ohne Menschenmassen ist es aber eine gute Zeit.
Wann weht der Mistral auf Sardinien?
Das ganze Jahr über, am häufigsten und stärksten im Winter und Frühjahr, im Sommer seltener. Am deutlichsten spürst du ihn an der West- und Nordküste, wo er Wellen aufbaut, das Wasser abkühlt und Bootsausflüge ausfallen lässt. Die Ostküste bei Cala Gonone und Orosei und nach Süden ausgerichtete Strände liegen dann meist im Windschatten.
Ist es auf Sardinien im Norden oder im Süden wärmer?
Im Süden, aber der Unterschied ist klein. Cagliari hat im Sommer Tageshöchstwerte um 32 °C, Olbia im Nordosten genauso, Alghero im Nordwesten um 30 °C. Größer ist der Unterschied beim Regen: In Cagliari fallen im Jahr 421 mm, bei Alghero 616 mm. Im Frühjahr und Herbst ist deshalb der Süden die bessere Wahl.
Wie geht es weiter?
- Sardinien Urlaub: der Planer für die ganze Reise. Wie du auf die Insel kommst, welche Region du wählst, was es kostet und ob du ein Auto brauchst.
- Sardinien Sehenswürdigkeiten: Orte auf der ganzen Insel im Überblick, von Stränden bis zu Nuraghen.
- Sardinien: worauf du achten solltest: Strafen für mitgenommenen Sand, Strände mit Reservierung, Feuerverbote und andere Fallen.
- Unterkünfte auf Sardinien: wo du je nach Urlaubsstil wohnen solltest.
- Golfo di Orosei: die Bucht im Osten, in die man fährt, wenn es im Westen bläst.
- Campingplätze in Italien am Meer: Plätze direkt am Wasser, wenn du Sardinien mit dem Zelt oder Wohnmobil erleben willst.
- Camping in Italien: was du vor einem Campingurlaub in Italien wissen solltest.
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