Aktualizováno 7.10.2026
Wer einen Sardinien Urlaub plant, steht meist vor derselben Frage, noch bevor irgendetwas gebucht ist: Pauschalreise mit Hotel am Strand oder alles selbst zusammenstellen? Die Suchergebnisse helfen dabei wenig, denn sie sind voll mit Reiseveranstaltern. Unsere Antwort kommt hier. Sardinien ist mit 24.090 km² die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, hat drei internationale Flughäfen und eine Küste, die alle paar Dutzend Kilometer ihr Gesicht wechselt. Eine Pauschalreise bringt dich an einen Strand. Ein Mietwagen öffnet dir die ganze Insel. Beides hat seine Berechtigung, nur für unterschiedliche Leute und unterschiedliche Budgets.
Konkrete Orte findest du in unserem Überblick Sardinien Sehenswürdigkeiten, Temperaturen Monat für Monat im Text zum Wetter auf Sardinien und konkrete Hotels im Artikel über Unterkünfte auf Sardinien.
Sardinien Urlaub auf einen Blick
- Aus Deutschland fliegst du direkt. Nach Cagliari gibt es laut Flughafen Verbindungen ab Frankfurt, München (Sommersaison), Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart, Nürnberg, Karlsruhe/Baden-Baden, Weeze und Hahn. Für Olbia und Alghero lohnt der Blick in die Flugpläne der beiden Flughäfen.
- Pauschalreisen mit Flug beginnen bei rund 600 € pro Person und Woche ohne Verpflegung, All inclusive kostet etwa das Doppelte (Stand der von uns geprüften Angebote im September 2026).
- Bei den meisten Angeboten ist der Transfer nicht im Preis, und viele günstige Termine starten von Flughäfen, an die du erst selbst kommen musst.
- Ohne Auto siehst du nur einen Bruchteil der Insel. Eine Woche mit Kleinwagen und Vollkasko kostet im Sommer um die 475 €, im Frühjahr und Herbst 360 bis 375 €.
- Die Fähre lohnt sich nur mit eigenem Auto und für längere Aufenthalte. Die kürzesten Überfahrten vom Festland dauern 5,5 bis 7,5 Stunden.
- Erst die Region wählen, dann das Hotel. Der Norden ist am teuersten und hat das schönste Badewasser, der Westen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, der Osten wilde Buchten und Berge, der Süden die beste Infrastruktur.
- Das beste Verhältnis aus Wetter, Preisen und Ruhe haben Mai, Juni und September. Der August rund um Ferragosto (15. 8.) ist am teuersten und am vollsten.
Sardinien Urlaub: Pauschalreise oder auf eigene Faust?
- Die meisten Pauschalreisen sind Badeurlaub in einem Hotel. Im Angebot stehen Dutzende Urlaubsorte, von Stintino im Nordwesten über Alghero, Palau, Cannigione, San Teodoro, Budoni und Orosei bis zur Costa Rei, nach Villasimius und Santa Margherita di Pula im Süden.
- Geflogen wird vor allem nach Olbia und Cagliari, seltener nach Alghero. Üblich sind 7 Nächte (8 Tage), manche Veranstalter verkaufen auch 6 Nächte, vereinzelt tauchen Kurztrips mit 3 Nächten auf. Neben Badeurlaub gibt es Rundreisen, etwa eine achttägige Tour mit Halbpension, die bei den von uns geprüften Anbietern rund 1.220 € pro Person kostete.
- All inclusive ist auf Sardinien die Ausnahme. Ein großer Veranstalter hatte für Sardinien eine eigene All-inclusive-Seite, auf der am Tag unserer Prüfung kein einziges freies Angebot stand. Anders als in der Türkei oder in Ägypten gibt es weniger solcher Hotels, sie sind teurer und die Saison ist kürzer. Viel häufiger sind Frühstück oder Halbpension, und viele Angebote kommen ganz ohne Verpflegung.
- Der Transfer kostet oft extra. Bei vielen Angeboten steht im Kleingedruckten, dass der Transfer zum Hotel nicht im Preis enthalten ist. Gleichzeitig liegen viele Urlaubsorte Dutzende Kilometer vom Flughafen entfernt, und Busse in kleinere Orte fahren nur ein paarmal am Tag.
- Abgeflogen wird von überall. Die Oktobertermine, die wir uns angesehen haben, starteten unter anderem in München, Frankfurt und Düsseldorf, aber auch in Wien. Mit Umstieg dauert die Anreise schnell 5 Stunden 40 Minuten bis 8 Stunden 25 Minuten statt gut zwei Stunden mit dem Direktflug.
💡 Bevor du auf „Buchen“ klickst, öffne die Flugdetails. Abflughafen, Flugdauer und die Info zum Transfer siehst du oft erst dort. Zwei Angebote zum gleichen Preis können sich darin unterscheiden, dass eines direkt von deinem Heimatflughafen fliegt und das andere mit Umstieg und ohne Transfer.
Wann sich eine Pauschalreise lohnt
- Du willst am Meer vor allem abschalten und dir reichen ein Strand, ein Pool und ein paar Bootsausflüge. Der Veranstalter spart dir Stunden an Planung, und der Preis ist oft ähnlich, als würdest du dasselbe selbst buchen.
- Du reist mit kleinen Kindern und brauchst die Sicherheit, dass Flug, Hotel und Zimmer zusammenpassen. Bei einer Pauschalreise bist du gesetzlich gegen die Insolvenz des Veranstalters abgesichert und hast eine Reiseleitung vor Ort.
- Du buchst früh oder last minute. Ein Frühbucherangebot für den Sommer 2027 lag bei acht Tagen All inclusive bei rund 830 € statt 1.260 €. An solche Preise kommst du mit einzeln gebuchtem Flug und Hotel in der Saison kaum heran.
- Du willst ein Luxusresort. Das Forte Village bei Pula (ab rund 2.330 € pro Person), das Pullman Timi Ama in Villasimius oder Hotels an der Costa Smeralda stehen in den Katalogen regulär mit Flug und Transfer.
Wann du auf eigene Faust fahren solltest
- Du willst mehr als eine Bucht sehen. Die schönsten Ecken Sardiniens liegen abseits der Hauptstraßen und oft am Ende einer Schotterpiste.
- Du willst im Agriturismo, in einer Ferienwohnung oder in zwei verschiedenen Teilen der Insel wohnen. Das verkaufen Veranstalter selten.
- Du reist außerhalb der Hauptsaison. Im Mai, Juni und September bekommst du Flüge und Unterkünfte günstiger.
- Du fährst mit dem Auto. Mit eigenem Wagen und Fähre kannst du unterwegs die Toskana oder Korsika mitnehmen.

Der Mittelweg: Flug und Mietwagen als Paket
Der dritte Weg ist unserer Meinung nach für viele Leute der beste. Viele Veranstalter und Flugportale verkaufen Fly & Drive: Hin- und Rückflug nach Olbia oder Cagliari plus Mietwagen mit Vollkasko, den du direkt am Flughafen abholst. Die Unterkunft suchst du dir dann selbst aus. Buchst du zwei Reiseleistungen zusammen bei einem Anbieter (etwa Flug und Unterkunft), greift in der Regel das Pauschalreiserecht mit Insolvenzabsicherung. Prüf das in den Bedingungen des Anbieters.
Die größte Chance auf einen günstigen Flug hast du am Anfang und am Ende der Saison, wenn die Maschinen nicht voll sind.
| Pauschalreise | Auf eigene Faust | |
|---|---|---|
| Preis pro Woche (Person) | Ab ca. 600 € mit Flug, All inclusive ab ca. 830 € als Frühbucher | Flug + Unterkunft + Auto, je nach Saison sehr unterschiedlich |
| Transfer vom Flughafen | Oft nicht im Preis | Mietwagen ab Flughafen, Zug in Cagliari |
| Sicherheit | Insolvenzschutz, Reiseleitung | Liegt bei dir und an den Stornobedingungen |
Pauschalpreise nach Angeboten großer Reiseveranstalter (umgerechnet, Stand September 2026), mehr dazu unten im Abschnitt zu den Kosten.
Wie kommst du nach Sardinien?
Sardinien hat drei internationale Flughäfen, und jeder bedient einen anderen Teil der Insel. Cagliari (CAG) im Süden ist der größte und wird ganzjährig angeflogen. Olbia (OLB) im Nordosten liegt an der Costa Smeralda und lebt vor allem von Sommerflügen. Alghero (AHO) im Nordwesten ist der kleinste, hier dominiert Ryanair. Wähle den Flughafen nach deiner Unterkunft, nicht nach dem Ticketpreis. Ein paar Euro beim Flug zu sparen und dann quer über die Insel zu fahren, ist ein schlechtes Geschäft.
Direktflüge aus Deutschland
Am besten dokumentiert ist das Angebot nach Cagliari. Laut der Zielliste des Flughafens (abgerufen im Oktober 2026) fliegen diese Airlines aus Deutschland:
| Abflug | Airline | Ziel | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Frankfurt / München | Lufthansa (Frankfurt auch Air Dolomiti) | Cagliari | München nur in der Sommersaison |
| Hamburg / Düsseldorf / Stuttgart | Eurowings | Cagliari | Flugtage und Saison im Buchungssystem prüfen |
| Nürnberg / Karlsruhe-Baden / Weeze / Hahn | Ryanair | Cagliari | Flugtage und Saison im Buchungssystem prüfen |
Quelle: Zielliste des Flughafens Cagliari (sogaer.it), Oktober 2026. Konkrete Flugtage und -zeiten ändern sich je nach Flugplanperiode.
Nach Olbia und Alghero kommen im Sommer weitere Verbindungen dazu, Lufthansa fliegt unter anderem ab München auch nach Olbia. Die Websites beider Flughäfen ließen sich bei unserer Recherche nicht abrufen, schau deshalb direkt in die Flugpläne, bevor du dich auf einen Flughafen festlegst. Billiger als ein Direktflug ist manchmal ein Ticket mit Umstieg über Rom, Mailand oder Bergamo, dafür bist du deutlich länger unterwegs.
Aus Österreich, der Schweiz und mit Umstieg
Aus Wien fliegen Austrian Airlines und Ryanair nach Cagliari und Olbia, aus Salzburg Eurowings nach Cagliari. Aus der Schweiz geht es mit Edelweiss ab Zürich, mit easyJet ab Basel und Genf und mit Skyalps ab Bern nach Cagliari. Wer von einem kleineren deutschen Flughafen ohne Direktverbindung startet, steigt am einfachsten in Frankfurt, München, Rom oder Mailand um.
Vom Flughafen in die Stadt
In Cagliari ist es am einfachsten: Der Flughafen liegt direkt an der Bahnlinie, und der Regionalzug von Trenitalia fährt etwa alle 20 Minuten zwischen halb sechs morgens und elf Uhr abends ins Zentrum. Die Fahrt dauert rund sechs Minuten, das Ticket kostet 1,30 €. In Olbia fährt ein Stadtbus ins Zentrum, und der Flughafen liegt so nah, dass man sogar zu Fuß gehen kann. In die Urlaubsorte im Norden bringen dich im Sommer auch die Busse von Sun Lines.
Mit der Fähre vom Festland
Die Fähre ist sinnvoll, wenn du mit dem eigenen Auto kommst und länger bleibst. Für eine Woche Urlaub ist Flug plus Mietwagen fast immer günstiger und vor allem schneller: Von München nach Genua sind es rund 630 km und etwa 7,5 Stunden Fahrt, nach Livorno gut 700 km, ab Frankfurt nach Genua rund 800 km. Danach kommt noch eine Nacht auf dem Schiff.
Die Fähren fahren ganzjährig, im Sommer mit zusätzlichen Abfahrten. Auf den Strecken wechseln sich Moby, Tirrenia, Grimaldi Lines, GNV, Corsica Ferries und Ichnusa Lines ab.
| Strecke | Fahrzeit | Wie oft | Preis ab (Auto + Fahrer) |
|---|---|---|---|
| Piombino – Olbia | ca. 5,5 h | 3–4× pro Woche | 60 € |
| Civitavecchia – Olbia | 6,5–7,5 h | 1–3× täglich | 55 € |
| Livorno – Olbia / Golfo Aranci | 9–9,5 h | 4–5× / 2× täglich | 45 / 60 € |
| Genua – Olbia / Porto Torres | 10–11 h | 2–4× / 2–3× täglich | 75 / 90 € |
| Civitavecchia – Arbatax | ca. 9 h | 2–3× pro Woche | 120 € |
| Civitavecchia / Neapel – Cagliari | ca. 13 h | 2–4× pro Woche | 150 € |
| Bonifacio (Korsika) – Santa Teresa Gallura | ca. 1 h | 5–7× täglich | 70 € (zu Fuß ab 30 €) |
Richtwerte nach einem Fährführer (Stand 5/2025). Die Preise gelten für eine Strecke und sind die niedrigsten möglichen, in der Saison und kurzfristig zahlst du oft das Doppelte.
Jede weitere Person kostet 15 bis 30 € extra, ein Bett in der Kabine 30 bis 150 €. Mit Auto musst du etwa 90 Minuten vor Abfahrt am Hafen sein, zu Fuß reichen 30 Minuten. Tickets für Sommertermine mit Auto kaufst du am besten früh: Die günstigsten Tarife sind zuerst weg und meist nicht erstattbar.
Mietwagen auf Sardinien: ja oder nein?
Unsere Antwort lautet ja, und anders als auf kleineren Inseln für den ganzen Aufenthalt. Sardinien ist groß, und öffentliche Verkehrsmittel verbinden vor allem die Städte. An die Strände, in die Berge und zu den Buchten kommst du mit Bus und Bahn nur mit großem Aufwand oder gar nicht.
Was kostet ein Mietwagen?
Eine übersichtliche Preisliste veröffentlicht ein auf Sardinien spezialisierter tschechischer Veranstalter. Er vermietet nur an eigene Kunden, als Orientierung taugt die Liste trotzdem (umgerechnet in Euro):
| Auto (6–7 Tage) | 1. 4. – 31. 5. 2026 | 1. 6. – 15. 9. 2026 | 16. 9. 2026 – 31. 3. 2027 |
|---|---|---|---|
| Toyota Aygo | ca. 370 € | ca. 470 € | ca. 360 € |
| Fiat Panda 1.0 | ca. 380 € | ca. 480 € | ca. 360 € |
| Škoda Fabia | ca. 480 € | ca. 610 € | ca. 460 € |
| Nissan Qashqai | ca. 580 € | ca. 730 € | ca. 550 € |
| Škoda Kodiaq (7 Sitze) | ca. 1.110 € | ca. 1.410 € | ca. 1.060 € |
Quelle: Preisliste des Veranstalters Sardegna Travel (sardinie.cz), Preise inklusive Vollkasko, aus Kronen umgerechnet. Stationen in Alghero, Cagliari, Cannigione, Olbia, Oristano und Siniscola.
Über Vergleichsportale bekommst du einen niedrigeren Grundpreis: eine Woche im Sommer ab 250 €, im Winter ab 120 €, ein Kleinwagen ab etwa 12 € pro Tag. Der Unterschied liegt meist in der Versicherung, der Grundpreis ist oft ohne volle Deckung, und die Zusatzversicherung kostet 5 bis 10 € pro Tag. Zur Abholung brauchst du eine Kreditkarte. Mit Debitkarte bekommst du das Auto oft auch, aber zu schlechteren Bedingungen oder mit einer Kaution von über 1.000 €. Für Juli und August reservierst du am besten, sobald der Flug steht. Worauf du am Schalter und beim Parken achten solltest, haben wir im Text Sardinien: worauf du achten solltest zusammengefasst.
Straßen und Benzin. Auf Sardinien gibt es keine Maut und keine Vignette. Die größeren Städte sind über Schnellstraßen verbunden, abseits davon sind die Straßen schmal, kurvig und oft in schlechtem Zustand. Benzin kostete 1,65 bis 2 € pro Liter, Tankstellen gibt es in allen größeren Orten. An beliebten Stränden zahlst du Parkgebühren, typischerweise 5 bis 8 € pro Tag, an der Costa Smeralda 5 bis 10 €.
Sardinien ohne Auto: geht, aber anders
Wenn du nicht selbst fahren willst, wohne in Cagliari oder Alghero. Beide Städte haben Strände und eigene Stadtbusse (90-Minuten-Ticket für 1,30 €), und von beiden fahren Busse und Züge in die Umgebung. Die Überlandbusse von ARST decken die ganze Insel ab und kosten ungefähr 1 € pro 15 km. In größere Städte fahren sie fünf- bis achtmal am Tag, in kleinere Urlaubsorte manchmal nur dreimal. Kauf die Tickets vorher am Kiosk, im Tabakladen oder in den Apps Tabnet und DropTicket. Der Fahrer verkauft zwar auch welche, aber wenn sie ihm ausgehen, lässt er dich womöglich nicht einsteigen.
Die Züge von Trenitalia fahren von Cagliari nach Sassari und nach Olbia (18 € für rund 3 Stunden 20 Minuten). Die Bahnstrecken der ARST haben eigene Tickets, die Trenitalia nicht anerkennt. Im Sommer fährt auf fünf Strecken im Inselinneren die historische Schmalspurbahn Trenino Verde (einfache Fahrt 12 bis 17 €), und zum La-Maddalena-Archipel, auf die Insel Asinara und nach Carloforte fahren die öffentlichen Fähren von Delcomar (nach La Maddalena ab 3,70 €). Von Olbia aus fahren im Sommer außerdem die Busse von Caramelli die Küste entlang, und die Fernlinie von Deplano bringt dich über San Teodoro, Budoni und Cala Gonone bis nach Nuoro.
Sardinien: welche Region passt zu dir?
Sardinien ist so groß, dass du die Insel von einem Standort aus nicht komplett abfahren kannst, und jede Seite hat einen eigenen Charakter.
Norden und Nordosten (Olbia, Costa Smeralda, Gallura, La Maddalena). Hier liegen die Strände, denen Sardinien den Spitznamen Karibik des Mittelmeers verdankt: weißer Sand, Granitfelsen und Wasser, das am Ufer aussieht wie im Pool. Unterkünfte an der Costa Smeralda gehören zu den teuersten in Italien. Günstiger ist San Teodoro südlich von Olbia mit den Stränden La Cinta und Cala Brandinchi. Palau ist der Hafen für Ausflüge zum La-Maddalena-Archipel (die Fähre braucht keine 15 Minuten) und nach Budelli mit dem Rosa Strand.

Ab Palau: Bootstour nach La Maddalena, 4 Inseln an einem Tag

Palau oder La Maddalena: 4-stündige Schlauchboottour durch den Archipel

La-Maddalena-Archipel: Bootsfahrt zwischen den Inseln mit Mittagessen
Westen (Alghero, Stintino, Bosa, Halbinsel Sinis). Alghero ist die einzige Stadt Sardiniens, in der neben Italienisch auch Katalanisch gesprochen wird. Stadtmauern über dem Meer, abendliches Flanieren und in der Nähe das Capo Caccia mit der Neptungrotte. Mehr zur Stadt findest du in unserem Text über Alghero. Ein Stück nördlich liegt Stintino mit dem Strand La Pelosa, im Süden das bunte Bosa und noch weiter die Halbinsel Sinis. Der Westen hat für uns das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: In Bosa und Porto Torres findest du laut einem Reiseführer auch im August eine Ferienwohnung für zwei unter 75 € pro Nacht.



Stintino: La Pelosa und Golf von Asinara per Boot mit Aperitif
Osten (Golfo di Orosei, Cala Gonone, Orosei, Budoni, Arbatax). Die berühmtesten Buchten liegen hier nicht vor dem Hotel, sondern unter Kalksteinklippen, und du erreichst sie mit dem Boot oder zu Fuß. Wichtigster Standort ist das Dorf Cala Gonone, vom Süden aus Santa Maria Navarrese und Arbatax. Über der Küste erhebt sich das Supramonte mit der Schlucht Gola su Gorropu. Der Osten ist etwas für Aktive, die es nicht stört, dass der Weg zum Strand manchmal eine Stunde über Steine führt. Dem ganzen Golf widmen wir uns im Artikel über den Golfo di Orosei.

Cala Gonone: Schlauchboottour zur Cala Mariolu und Cala Goloritzè

Cala Gonone: Bootsfahrt im Golf von Orosei mit Badestopps

Dorgali: Trekking durch die Gorropu-Schlucht mit Geländewagen-Transfer und Mittagessen
Süden (Cagliari, Villasimius, Costa Rei, Chia, Pula, Sant’Antioco). Der Süden hat die Hauptstadt, den ganzjährigen Flughafen und die besten Verbindungen, deshalb ist er die einfachste Wahl ohne Auto. Cagliari hat mit dem Poetto einen Stadtstrand, östlich davon liegen Villasimius und die lange Costa Rei, westlich Pula und Chia mit ihren Dünen.
Inselinneres (Barbagia, Gennargentu, Nuoro). Hierher bringen Veranstalter fast niemanden. Die Barbagia ist ein Land der Steindörfer und Hirten, das Gennargentu-Gebirge ist über 1.800 Meter hoch. Als einziger Standort für eine ganze Woche taugt die Gegend nicht, weil das Meer weit weg ist. Zwei, drei Nächte im Agriturismo mitten im Urlaub sind für uns aber das Beste, was du deinem Sardinien Urlaub gönnen kannst.
| Region | Für wen | Flughafen | Pauschalreise (Person, Woche) |
|---|---|---|---|
| Norden (Costa Smeralda, San Teodoro, Palau) | Wer das schönste Meer will und auf den Preis nicht schaut | Olbia | ca. 1.000–1.800 € |
| Westen (Alghero, Stintino, Bosa) | Stadt und Strand, bestes Preis-Leistungs-Verhältnis | Alghero | ca. 720–1.200 € |
| Osten (Cala Gonone, Orosei, Arbatax) | Aktivurlaub, Boote, Wanderungen | Olbia | kleineres Angebot |
| Süden (Cagliari, Villasimius, Chia, Pula) | Familien, ohne Auto, erster Besuch | Cagliari | ca. 640–1.120 € |
| Inselinneres (Barbagia, Nuoro) | Wer die Insel kennenlernen will, nicht nur den Strand | Olbia oder Cagliari | nur Rundreisen |

Wo übernachten auf Sardinien: die Regionen im Überblick
Wenn du ein Auto und zehn Tage hast, teil den Urlaub auf zwei Standorte auf, etwa Norden und Osten oder Westen und Süden. Viel Zeit sparst du, wenn du an einem Flughafen landest und von einem anderen zurückfliegst, zum Beispiel hin nach Olbia und zurück ab Cagliari. Achte nur auf die Gebühr, die Vermieter für die Rückgabe an einem anderen Ort verlangen.
Such Unterkünfte nach Ort, nicht nach „Sardinien“: Unterkünfte in San Teodoro und in Palau im Norden, in Alghero und in Bosa im Westen, in Cala Gonone im Osten, in Cagliari und in Villasimius im Süden. Unterkunftstypen, konkrete Hotels und Preise nach Saison besprechen wir im Artikel über Unterkünfte auf Sardinien, die Buchung Schritt für Schritt im Text Sardinien auf Booking buchen.
Konkrete Tipps, die wir aus unserem Artikel über Unterkünfte auf Sardinien ausgewählt und auf Booking geprüft haben. Vom Landgut über kleinere Hotels bis zu Adressen für einen besonderen Aufenthalt:
Norden: San Teodoro, Cannigione, La Maddalena
- Li Teggi Turismo Rurale (San Teodoro): Landgut in den Hügeln, 7 km von San Teodoro und knapp 6 km vom Strand La Cinta, mit hausgemachtem Gebäck zum Frühstück und kostenlosem Parkplatz. Ruhige Alternative zum Strandhotel, ohne Auto aber nicht machbar.
- Hotel Onda Marina (San Teodoro): Drei-Sterne-Hotel in einem Garten, 70 Meter vom Strand La Cinta und 15 Gehminuten vom Zentrum, Zimmer mit Balkon und kostenloser Parkplatz. Für Familien, die zu Fuß ans Meer wollen.
- Hotel Excelsior (La Maddalena): Hotel im Ortszentrum, zwei Minuten von den Fähren nach Palau, Frühstück mit Blick auf die Insel Santo Stefano. Die beste Basis für Bootsausflüge durch den Archipel.
- Moma Hotel Cannigione (Cannigione): Kleineres Hotel auf einem Hügel über der Bucht, mit Pool und Terrasse bei jedem Zimmer, zu den Stränden der Costa Smeralda ist es mit dem Auto nicht weit. Der Norden mit mehr Komfort, aber ohne die Preise von Porto Cervo.
Westen: Alghero und Bosa
- Hotel Oasis (Alghero): Hotel wenige Schritte vom Strand mit Pool, Spielplatz und kostenlosem Parkplatz, ins Zentrum von Alghero zehn Minuten mit dem Bus ab Hotel, zum Flughafen 7 km. Praktische Wahl für Familien.
- Agriturismo Porticciolo (Porto Conte bei Alghero): Einzelne Häuschen mit Veranda im Park von Porto Conte, 400 Meter vom Strand Porticciolo, mit Tieren und großem Spielplatz. Nach Alghero sind es 16 km, also nur mit Auto.
- Palazzo Pischedda (Bosa): Boutiquehotel 50 Meter von der alten Brücke, Zimmer mit Blick auf den Fluss Temo oder die Burg Malaspina, Restaurant mit Terrasse und kostenloser Parkplatz. Für einen schöneren Aufenthalt im malerischsten Städtchen des Westens.
Osten: Cala Gonone, Orosei, Tortolì und Arbatax
- Hotel Gli Ulivi (Orosei): Kleineres Hotel mit Garten, 3 km vom Strand, alle Zimmer mit Balkon, Frühstücksbuffet. Ruhigerer Standort am Nordrand des Golfs von Orosei.
- Hotel Caramare (Cala Gonone): Drei-Sterne-Hotel 200 Meter vom zentralen Strand, nahe am Hafen, von dem die Boote in den Golf von Orosei ablegen. Alle Zimmer haben einen Balkon.
- Campeggio Villaggio Sos Flores (Tortolì): Campingplatz mit Bungalows samt Küchenzeile gegenüber vom Strand, 4 km vom Hafen Arbatax. Die günstigste Art, im Süden des Golfs zu wohnen, in der Saison oft lange im Voraus ausgebucht.
- Hotel La Bitta (Arbatax): Villa an der Bucht Porto Frailis mit Privatstrand, großem Pool und Wellness, auf Booking mit 9,4 bewertet. Für einen besonderen Aufenthalt: im September 2026 ab etwa 305 € pro Nacht für zwei.
Süden: Cagliari, Villasimius und Pula
- Hotel Aristeo (Cagliari): Einfaches Drei-Sterne-Hotel mit einer Bewertung von 9,2 aus über 1.800 Bewertungen. Gute Wahl für die erste und letzte Nacht und für einen Urlaub ohne Auto.
- Hotel Rurale Orti di Nora (Pula): Hotel auf einem 20 Hektar großen Hof mit Olivenbäumen, Zitrusfrüchten und Tieren, mit Pool und Wellness, 1,5 km vom Strand. Kinder haben hier auch abseits des Meeres etwas zu tun.
- Hotel Simius Playa (Villasimius): Vier-Sterne-Hotel 90 Meter vom Strand Simius mit saisonalem Pool und kostenlosem Parkplatz. Für Familien, die vollen Service am flachen Wasser wollen.
Inselinneres: Oliena
- Agriturismo Guthiddai (Oliena): Bauernhof am Fuß der Berge, zehn Minuten von Oliena, Zimmer mit Terrasse und Frühstück mit hausgemachtem Brot und Bio-Marmeladen. Zu den Stränden bei Cala Gonone sind es mit dem Auto etwa eine halbe Stunde.
- Su Gologone Experience Hotel (Oliena): Weiße Villa in der Landschaft des Supramonte mit Pool, Wellness und einem bekannten Restaurant mit sardischer Küche. Luxus, aber anders als an der Costa Smeralda.
Wenn du ein Auto hast, wohne ein Stück vom Strand entfernt, nicht direkt daran: Laut einem Reiseblog sparst du so gut und gern ein Drittel des Preises. Und rechne mit der Kurtaxe, die die meisten Gemeinden separat vor Ort kassieren und die im Pauschalpreis meist nicht enthalten ist.
Was dich auf Sardinien außer Stränden erwartet
Veranstalter verkaufen vor allem das Meer. Ein paar Dinge aus dem Inselinneren und den Traditionen solltest du aber schon bei der Planung im Kopf haben, weil sie beeinflussen, wo du wohnst und wie viele Tage du einplanst.
Nuraghen. Laut einem großen Reiseveranstalter stehen auf der Insel rund 7.000 Steintürme der Nuraghenkultur, die ältesten aus der Zeit um 1600 v. Chr. Dazu gehören heilige Brunnen und „Gigantengräber“. Die bekannteste Siedlung Su Nuraxi in Barumini steht seit 1997 auf der UNESCO-Liste. Nuraghen siehst du unterwegs fast überall, auch deshalb lohnt sich das Auto.
Tiere. In den Lagunen bei Cagliari und im Westen leben Flamingos, auf der Insel Asinara bei Stintino weiße Esel, auf der Hochebene Giara Wildpferde, und im Golf von Orosei wurde die seltene Mittelmeer-Mönchsrobbe gesichtet.
Traditionen. Der Hirtengesang Canto a tenore gehört zum UNESCO-Kulturerbe, in Sassari finden die Umzüge der Cavalcata Sarda statt und am 14. August die Prozession der Candelieri. Als Mitbringsel nehmen die Leute handgewebte Teppiche, Körbe, Korkwaren und Schmuck aus roter Koralle mit.
Aktivitäten. Tauchen und Schnorcheln, Segeln, Windsurfen und Kitesurfen, Reiten, Wandern im Supramonte und im Gennargentu, Bootsausflüge entlang der Küste. Familien locken Veranstalter auch mit Bimmelbahnen, einem Wasserpark und einem Aquarium. Den kompletten Überblick über die Orte findest du im Artikel Sardinien Sehenswürdigkeiten.
Ein bisschen Geschichte: die Insel, die jeder erobern wollte
Auf Sardinien wechselten sich Eroberer aus dem ganzen Mittelmeerraum ab, und jeder hat etwas hinterlassen. Wer zumindest die grobe Zeitleiste kennt, erkennt das auf Schritt und Tritt: in Ortsnamen, in der Sprache, im Essen und darin, warum das Inselinnere so anders ist als die Küste.
Die Nuragher (etwa 1800 bis 1200 v. Chr.). Das älteste und eigenwilligste Kapitel. Die Menschen der Bronzezeit bauten Steintürme ohne Mörtel, die Nuraghen, dazu Dörfer, heilige Brunnen und kollektive „Gigantengräber“. Eine Schrift hinterließen sie nicht, deshalb wissen wir über sie vor allem etwas aus den Steinen und aus kleinen Bronzefiguren von Kriegern, Hirten und Priestern, die du heute im Museum in Cagliari siehst.
Phönizier und Karthago. Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. gründeten phönizische Händler an der Küste die Häfen Nora, Karalis (das heutige Cagliari), Tharros und Sulci. Um 510 v. Chr. übernahm Karthago die Insel und beherrschte die fruchtbaren Ebenen. Die Nuragher zogen sich in die Berge zurück, und damit begann der Gegensatz zwischen Küste und Inselinnerem, den man bis heute spürt.
Römer und Byzanz. Nach dem Ersten Punischen Krieg bekam Rom Sardinien im Jahr 238 v. Chr. Nach der Niederlage bei Cannae 216 v. Chr. erhob sich der einheimische Großgrundbesitzer Hampsicora gegen Rom, sein Aufstand endete in einem Blutbad. Die Römer machten die Insel zur Kornkammer und zum Verbannungsort, in den Bergen der Barbagia, deren Name vom lateinischen Wort für Barbaren kommt, fassten sie aber nie richtig Fuß. 456 kamen die Vandalen, 534 eroberte Byzanz die Insel zurück.
Vier Judikate und Eleonora von Arborea. Als Byzanz schwächer wurde, zerfiel die Insel zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert in vier unabhängige Reiche, die Judikate: Cagliari, Arborea, Logudoro (Torres) und Gallura. Am längsten hielt sich Arborea mit dem Zentrum Oristano. Seine Richterin Eleonora regierte etwa von 1383 bis zu ihrem Tod um 1404 und erließ das Gesetzbuch Carta de Logu, der Überlieferung nach 1392 (Historiker nennen die Spanne 1389 bis 1392). Für seine Zeit war es fortschrittlich und galt bis 1827. Eleonoras Statue steht auf dem Hauptplatz von Oristano.
Pisa, Genua und Aragón. Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert stritten die Seerepubliken Pisa und Genua um Sardinien. Die Genueser Familie Doria gründete Alghero und Castelsardo, die Pisaner befestigten Cagliari. 1297 gab Papst Bonifatius VIII. Sardinien dem König von Aragón zum Lehen, die Aragonesen eroberten die Insel 1323 bis 1326. 1354 vertrieben sie die ursprünglichen Einwohner aus Alghero und siedelten Katalanen an, deshalb spricht man dort bis heute Katalanisch. Arborea leistete Widerstand bis zur Schlacht von Sanluri 1409, die letzten Reste verkaufte sein letzter Herrscher 1420. Danach folgten fast vier Jahrhunderte spanischer Herrschaft.
Savoyen und das Königreich Sardinien. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg erhielten die Herzöge von Savoyen die Insel 1720 und mit ihr den Königstitel. So entstand ein seltsamer Staat: das Königreich Sardinien, dessen Herz aber im Piemont lag, mit Turin als Hauptstadt. Genau dieses Königreich einte 1861 Italien, und sein König Viktor Emanuel II. wurde der erste König Italiens. Sardinien selbst hatte davon wenig: Es blieb arm, von Hirten geprägt und weit weg von Turin.
Banditen, Malaria und Autonomie. In den Bergen der Barbagia hielt sich jahrhundertelang das Banditentum, von Blutfehden zwischen Familien bis zu Entführungen mit Lösegeld, die die Insel noch in den 1960er- bis 1990er-Jahren plagten. Die Küste wiederum litt unter der Malaria. Ausgerottet wurde sie erst nach dem Zweiten Weltkrieg: Mit Unterstützung der Rockefeller-Stiftung wurde die Insel in einer großen Kampagne mit DDT besprüht, und 1951 war die Malaria verschwunden. Erst danach konnte man am Meer wohnen und bauen. 1948 bekam Sardinien ein Sonderstatut als autonome Region, es hat ein eigenes Regionalparlament, und Sardisch ist als Minderheitensprache anerkannt.
Costa Smeralda und der Aga Khan. Das letzte Kapitel schrieb der Tourismus. 1962 gründete Prinz Karim Aga Khan IV., das geistliche Oberhaupt der Ismailiten, mit weiteren Investoren das Consorzio Costa Smeralda, und aus der kargen Hirtenküste der Gallura wurde Porto Cervo mit Hotels, Jachthafen und strengen Bauvorschriften. Hier öffnete sich die Insel dem Tourismus, und den Namen „Smaragdküste“ kennt heute die ganze Welt.
Was kostet ein Sardinien Urlaub?
Preise für Pauschalreisen
Wir haben uns im September 2026 die Angebote großer Veranstalter auf dem tschechischen Markt angesehen, die teils auch ab Deutschland und Österreich fliegen. Deutsche Portale kalkulieren anders, die Größenordnung hilft aber bei der Einordnung. Es sind „ab“-Preise pro Erwachsenem, der echte Preis liegt also fast immer höher.
| Veranstalter | Angebot | Preis ab (Person) |
|---|---|---|
| TUI | Abflug Prag, 6–8 Nächte: Hotels / Eigenanreise / last minute / All inclusive | ca. 600 / 630 / 680 / 1.300 € |
| Čedok | Frühbucher Sommer 2027, 8 Tage ab Prag: All inclusive / Vollpension plus | ca. 830 / 850 € |
| Čedok | Badeurlaub und All inclusive allgemein / Rundreisen | ca. 790 / 1.220 € |
| Exim tours | Oktober 2026, 7 Nächte, Abflug Wien, Bratislava und Deutschland, ohne Transfer | ca. 520–1.020 € |
| Exim tours | Last minute ab Prag (direkt und mit Umstieg), 7 Nächte | ca. 740–1.020 € |
| Fischer | Oktober 2026, 6 Nächte, vor allem ab Bratislava und Wien | ca. 550–1.020 € |
| Invia | Beliebteste Hotels ohne Flug / Campingplätze / Forte Village | ab ca. 265 / 81 / 2.330 € |
Geprüft auf den Websites der Veranstalter am 27. 9. 2026, aus Kronen umgerechnet (1 € ≈ 25 Kč). Die Preise ändern sich täglich.
Am günstigsten sind Pauschalreisen am Saisonende und mit Abflug von weiter weg. Die billigsten Posten im Angebot (Campingplätze ab rund 80 €, ein Feriendorf wie Torre del Pozzo ab etwa 42 €) sind ohne Anreise, dazu kommen also noch Fähre oder Flug.
Was kostet die Reise auf eigene Faust?
Budget für zwei Personen und eine Woche im Juni oder September, mit Kleinwagen, ohne Flüge (die hängen stark von deinem Abflughafen ab):
| Posten | Für zwei, 7 Nächte | Woher die Zahl stammt |
|---|---|---|
| Flüge hin und zurück | nicht eingerechnet | je nach Abflughafen und Saison sehr unterschiedlich |
| Auto (Fiat Panda, Vollkasko) | ca. 360–480 € | Preisliste sardinie.cz 2026 |
| Unterkunft (Ferienwohnung oder B&B) | ca. 780–1.230 € | Reiseblog: 56–88 € pro Person und Tag |
| Essen | ca. 390–560 € | Reiseblog: 28–40 € pro Person und Tag |
| Benzin, Parken, Ausflüge | ca. 200–320 € | unsere Schätzung nach den Benzin- und Parkpreisen oben |
| Gesamt | ca. 1.750–2.600 € ohne Flüge (ca. 870–1.300 € pro Person) |
Mit Flügen ist das mehr als die billigste Pauschalreise. Wenn du eine Woche an einem Strand willst, ist der Veranstalter günstiger. Für den Aufpreis bekommst du auf eigene Faust aber Auto, Freiheit und einen Teil der Insel, den du vom Hotel aus nie sehen würdest.
Es geht auch günstiger. Backpacker kommen mit 40 bis 92 € pro Person und Tag aus (gerechnet mit Hostel 24 €, Transport 12 €, Essen 20 € und Eintritten 12 €), komfortables Reisen beginnt laut einem Reiseblog bei etwa 215 €. Im August und an der Costa Smeralda schlag auf alle Zahlen rund ein Drittel drauf.
💡 Wo du auf Sardinien draufzahlst: Restaurants direkt an der Promenade, Parkplätze an den berühmtesten Stränden und Liegen in der ersten Reihe. Eine Straße weiter zu essen und ein Stück weiter zu parken, spart dir leicht ein paar Euro am Tag. In einer Trattoria im Inselinneren bekommst du ein Tagesmenü (erster Gang, zweiter Gang und Getränk) für 12 bis 15 € und in der Bäckerei gefülltes Gebäck für 3 bis 5 €. Einkaufen kannst du in den Supermärkten Conad, Simply oder Eurospin.
Beste Reisezeit für Sardinien
Detaillierte Temperaturen, Niederschlag und Wind nach Monaten findest du im Text zum Wetter auf Sardinien.
| Monat | Luft (Tag) | Meer | Wie es dort ist |
|---|---|---|---|
| April | 20 °C | 15 °C | Grüne Insel, zum Baden zu früh, zum Wandern ideal |
| Mai | 24 °C | 18 °C | Die Saison beginnt, Preise noch niedrig |
| Juni | 29 °C | 22 °C | Für uns der beste Monat zum Baden und für Ausflüge |
| Juli | 32 °C | 25 °C | Heiß, voll, teure Unterkünfte |
| August | 32 °C | 26 °C | Höhepunkt der Saison, Ferragosto am 15. 8. |
| September | 28 °C | 25 °C | Warmes Meer, weniger Leute, niedrigere Preise |
| Oktober | 24 °C | 22 °C | Die Saison läuft aus, viele Sommerflüge enden |
Durchschnittliche Tagestemperaturen und Wassertemperatur nach einem Reiseführer.
Das beste Verhältnis aus Wetter, Preisen und Ruhe haben Mai, Juni und September, die italienischen Ferien rund um Ferragosto sind die teuerste und vollste Zeit des Jahres. Von November bis März ist Sardinien still und günstig, aber viele Betriebe am Meer schließen und es gibt deutlich weniger Direktflüge. Laut einem großen Reiseveranstalter hat die Insel rund 300 Sonnentage im Jahr, und im Sommer mildert der Nordwestwind Mistral die Hitze. Der kann allerdings auch Wellen aufbauen und Bootsausflüge ausfallen lassen, plan deshalb einen Puffertag ein.
Wie viele Tage für Sardinien?
Eine Woche ist das Minimum, zehn Tage sind ideal und vierzehn Tage sind nicht zu viel.
7 Tage: eine Region richtig. Du landest in Olbia und bleibst im Nordosten. Standort in San Teodoro oder Palau, ein Tag mit dem Boot zum La-Maddalena-Archipel, ein Tag an den Stränden der Costa Smeralda, ein Tagesausflug nach Süden zur Cala Gonone und der Rest am Meer. Wer nach Cagliari fliegt, macht das Gleiche im Süden: ein Tag in Cagliari, Strände bei Villasimius und Chia, ein Ausflug zur Nuraghe Su Nuraxi in Barumini.
10 Tage: zwei Standorte. Vier Nächte im Norden (San Teodoro oder Palau), dann weiter in den Osten und drei Nächte in Cala Gonone mit Bootsausflug in den Golf von Orosei und einer Wanderung, zum Schluss drei Nächte in Alghero oder Cagliari, je nachdem, von wo du nach Hause fliegst.
14 Tage: Rundreise um die Insel. Olbia und der Norden (3 Nächte), der Osten und Cala Gonone (3 Nächte), das Inselinnere mit Agriturismo in der Barbagia (2 Nächte), der Süden und Cagliari (3 Nächte), der Westen und Alghero (3 Nächte). Konkrete Orte für jeden Tag findest du im Überblick Sardinien Sehenswürdigkeiten.

Was du auf Sardinien essen und trinken solltest
Die sardische Küche ist nur halb italienisch. Die Insel war Jahrtausende lang von Hirten geprägt, deshalb zählen hier mehr als Fisch der Schafskäse, gegrilltes Fleisch und Brot, das eine Woche im Rucksack übersteht.
- Pane carasau ist ein Brot, dünn wie Pergament, das Hirten mit auf die Weide nahmen. Im Süden backt man Pane pistoccu.
- Pecorino sardo ist der Schafskäse, der auf jedem Tisch steht. Casu marzu, Käse mit lebenden Fliegenlarven, ist verboten und im Laden nicht zu bekommen.
- Culurgiones sind gefüllte Teigtaschen mit geflochtenem Rand, Malloreddus kleine geriffelte Nocken und Fregola winzige geröstete Nudeln, die vor allem mit Meeresfrüchten gekocht werden.
- Porceddu ist Spanferkel, langsam über dem Feuer gegart, traditionell in einer Grube im Boden. Wenn du es im Agriturismo auf der Karte siehst, bestell es.
- Seadas sind frittierte Teigtaschen mit Käse und Zitronenschale, mit Honig übergossen, Gueffus kleine Mandelkugeln.
Wein. Der bekannteste Rote ist der Cannonau, ein voller, warmer Wein, der auf der ganzen Insel wächst. Bei den Weißen ist es der Vermentino di Gallura, der einzige sardische Wein mit der höchsten Herkunftsbezeichnung DOCG, frisch und mineralisch, genau richtig für einen heißen Abend am Meer. Im Süden in der Region Sulcis entsteht der Carignano del Sulcis, oft aus Reben, die im Sand ein paar Schritte vom Meer stehen. Nach dem Essen kommt der Mirto, ein Likör aus Myrtenbeeren, der zugleich das beste Mitbringsel von der Insel ist.
Praktisches vor der Reise
- Dokumente. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass reicht, Kinder brauchen ein eigenes Ausweisdokument. Der deutsche Führerschein gilt in Italien ohne internationalen Führerschein.
- Gesundheit. Pflichtimpfungen gibt es keine, ein großer Reiseveranstalter empfiehlt Hepatitis A und B.
- Geld. Bezahlt wird in Euro. Mit Karte zahlst du in Städten und größeren Betrieben, für kleine Bars, Märkte und Parkautomaten hab Bargeld dabei.
- Strom. Steckdosen der Typen C, F und L, 230 V. Deutsche Stecker passen in C und F, für Typ L kann ein Adapter praktisch sein.
- Notrufnummern. 112 (europaweit), 118 Rettungsdienst, 115 Feuerwehr. Die Deutsche Botschaft ist in Rom.
- Nimm keinen Sand, keine Muscheln und keine Steine vom Strand mit. Das ist verboten, es drohen Bußgelder bis 3.000 €. Manche Strände haben in der Saison eine begrenzte Besucherzahl und brauchen eine Reservierung. Details inklusive Parken und Strandflaggen findest du im Text Sardinien: worauf du achten solltest.
Was wir anders machen würden
Wir würden nicht versuchen, die ganze Insel in einer Woche abzufahren. Auf der Karte sieht das harmlos aus, aber Sardinien ist nicht Korfu. Jede Fahrt von einer Seite zur anderen kostet einen halben Tag im Auto. In einer Woche würden wir uns eine Seite aussuchen und den Rest fürs nächste Jahr aufheben.
Wir würden eine Strandnacht gegen zwei Nächte im Inselinneren tauschen. Im Agriturismo gibt es oft keine Speisekarte, auf den Tisch kommt, was der Hof gerade hat, typischerweise Porceddu, Pecorino und Hauswein.
Wir würden keine Buchten von der Liste abhaken. Cala Goloritzé, La Pelosa und Cala Luna sind wunderschön, aber der Zauber Sardiniens liegt auch in Buchten, die in keinem Ranking stehen, mit Schotterweg, ohne Bar und ohne Liegen. Lass dir leere Tage im Programm.
Und wir würden mehr ausruhen. Nachmittags schließen in kleineren Orten die Geschäfte, und die Einheimischen sitzen im Schatten. Nimm das als Anleitung, nicht als Ärgernis. Langsamer reisen lohnt sich auf Sardinien fast immer.
Häufige Fragen zum Sardinien Urlaub
Was kostet ein Sardinien Urlaub?
Eine Pauschalreise mit Flug beginnt bei den von uns geprüften Veranstaltern bei rund 600 € pro Person und Woche ohne Verpflegung, All inclusive kostet etwa das Doppelte, als Frühbucher ab rund 830 €. Auf eigene Faust mit Kleinwagen und Ferienwohnung kostet eine Woche für zwei ohne Flüge etwa 1.750 bis 2.600 €.
Pauschalreise oder selbst organisieren: was lohnt sich auf Sardinien?
Eine Pauschalreise lohnt sich, wenn du eine Woche an einem Strand entspannen willst, mit kleinen Kindern reist oder ein Frühbucher- oder Last-minute-Angebot erwischst. Auf eigene Faust fährst du, wenn du mehr sehen willst als die Umgebung des Hotels. Ein guter Kompromiss ist ein Paket aus Flug und Mietwagen, die Unterkunft suchst du dir dann selbst aus.
Gibt es Direktflüge nach Sardinien aus Deutschland?
Ja. Nach Cagliari fliegen laut Flughafen unter anderem Lufthansa ab Frankfurt und im Sommer ab München, Eurowings ab Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart und Ryanair ab Nürnberg, Karlsruhe-Baden, Weeze und Hahn. Im Sommer kommen Flüge nach Olbia und Alghero dazu, die genauen Flugtage findest du in den Flugplänen der Airlines.
Wie komme ich mit dem Auto nach Sardinien?
Mit dem Auto durch Italien zu einem Hafen und von dort mit der Fähre. Am kürzesten sind die Überfahrten ab Piombino (etwa 5,5 Stunden) und ab Civitavecchia (6,5 bis 7,5 Stunden) nach Olbia, von Süddeutschland aus sind aber auch Genua und Livorno praktisch. Eine einfache Fahrt für Auto und Fahrer beginnt bei 45 bis 90 €, in der Saison zahlst du deutlich mehr.
Brauche ich auf Sardinien ein Auto?
Wenn du mehr als einen Urlaubsort sehen willst, ja. Eine Woche mit Kleinwagen und Vollkasko kostet im Sommer um die 475 €, im Frühjahr und Herbst 360 bis 375 €. Ohne Auto bleibst du am besten in Cagliari oder Alghero.
Wann ist die beste Reisezeit für Sardinien?
Das beste Verhältnis aus Wetter, Preisen und Ruhe haben Mai, Juni und September. Juli und August sind am teuersten und am vollsten, der Höhepunkt liegt rund um Ferragosto am 15. August. Von November bis März ist es zum Baden zu kalt, und viele Betriebe am Meer haben geschlossen.
Welche Region auf Sardinien ist am schönsten für den Urlaub?
Der Norden (Costa Smeralda, San Teodoro, La Maddalena) hat das schönste Meer, ist aber am teuersten. Der Westen mit Alghero hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Osten am Golf von Orosei ist für Aktivurlaub mit Booten und Wanderungen. Der Süden mit Cagliari und Villasimius passt zu Familien und zu Reisen ohne Auto.
Ist Sardinien gut für Urlaub mit Kindern?
Ja. Für Familien am besten sind die flachen Sandstrände im Süden (Villasimius, Chia, Pula, Costa Rei) und im Nordosten bei San Teodoro und Budoni. Mit einer Pauschalreise hast du Hotel und Reiseleitung sicher, prüf nur, ob der Transfer im Preis ist.
Weiterlesen
- Sardinien Sehenswürdigkeiten: Orte auf der ganzen Insel, von Stränden über Nuraghen bis in die Berge.
- Wetter auf Sardinien: Luft- und Wassertemperaturen nach Monaten, Niederschlag, Mistral und was du einpacken solltest.
- Unterkünfte auf Sardinien: wo du je nach Urlaubsstil wohnst, konkrete Hotels, Agriturismi und Campingplätze.
- Sardinien: worauf du achten solltest: Bußgelder für Sand, Strände mit Reservierung, Parken, Straßen und Mietwagen.
- Golfo di Orosei: die berühmtesten Buchten der Insel, Bootsausflüge und Wanderungen im Osten.
- Campingplätze Italien am Meer: die 13 besten Plätze von der Adria bis Sizilien, falls du mit dem Auto anreist.
- Camping in Italien: was du beachten musst, was es kostet und wo Wildcampen teuer wird.
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