Italien · 7.10.2026

Sardinien: Worauf achten? 25 Regeln und Strafen, die dich überraschen (2026)

Aktualizováno 7.10.2026

Ein Fläschchen Sand vom Strand, das Handtuch direkt auf dem Sand, eine Durchfahrt durchs Stadttor oder eine Kippe aus dem Autofenster im Hochsommer: Für all das kassiert Sardinien Bußgelder, von denen viele Urlauber zu Hause noch nie gehört haben. Die Insel wirkt so entspannt, dass man kaum glauben mag, wie streng sie an manchen Stellen ist.

Wer also wissen will, worauf man auf Sardinien achten muss, denkt am besten nicht zuerst an Taschendiebe. Viel teurer werden Regeln, die es auf dem italienischen Festland gar nicht gibt oder die dort lockerer gehandhabt werden. Wir haben 25 Punkte gesammelt, die du vor der Reise kennen solltest. Alle Strafen und Regeln gelten für die Saison 2026.

Strand La Pelosa bei Stintino mit flachem türkisem Wasser, Badegästen und dem Turm Torre della Pelosa in der Ferne
La Pelosa bei Stintino, der bekannteste Strand der Insel mit Reservierungspflicht. Links am Horizont der Turm Torre della Pelosa. Foto: Gianni Careddu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Sardinien: Worauf achten? Das Wichtigste in Kürze

  • Sand, Muscheln und Kiesel bleiben am Strand. Das Regionalgesetz Nr. 16/2017 sieht dafür 500 bis 3.000 € Strafe vor, kontrolliert wird auch an Flughäfen und in Fährhäfen.
  • Die berühmtesten Strände brauchen eine Reservierung. La Pelosa, Cala Goloritzé und ein Dutzend weitere haben ein Tageslimit, ohne QR-Code kommst du nicht hinein.
  • An La Pelosa und Tuerredda gehört eine Matte unter das Handtuch.
  • Vom 1. Juni bis 31. Oktober gelten Brandschutzregeln mit Bußgeldern von 5.000 bis 50.000 €.
  • Die ZTL-Zonen in Cagliari und Alghero werden per Kamera überwacht. Eine unerlaubte Einfahrt kostet 83 bis 332 €, der Bescheid kommt auch nach Deutschland oder über den Autovermieter.
  • Wildcampen ist auf der ganzen Insel verboten (100 bis 250 € Strafe).
  • Lass das Auto voller Koffer nicht am Strand stehen. Aufgebrochene Mietwagen, die vom Flughafen direkt ans Meer gefahren sind, gehören rund um Olbia jeden Sommer dazu.
  • Auf den Straßen laufen Kühe, Schafe und Ziegen, vor allem nachts und im Landesinneren.

Sardinien: Worauf achten? 25 Dinge, die du wissen solltest

Wir haben die Liste in drei Teile gegliedert: Strände und Natur, Auto und Straßen und zum Schluss Geld, Unterkunft und Alltag.

Strände und Natur: Worauf du auf Sardinien am Meer achten musst

Die meisten Bußgelder, die Urlauber auf Sardinien bekommen, gibt es am Strand. Schikane ist das nicht. Eher eine späte Reaktion darauf, dass an die berühmtesten Orte so viele Menschen kamen, dass sie diese Korn für Korn davontrugen.

1. Sand, Muscheln und Kiesel bleiben am Strand

Das ist Regel Nummer eins und die einzige, die es so nur auf Sardinien gibt. Das Regionalgesetz Nr. 16 aus dem Jahr 2017 verbietet in Artikel 40, auch nur kleine Mengen Sand, Kiesel, Steine und Muscheln von der Küste oder aus dem Meer mitzunehmen, zu besitzen oder zu verkaufen. Dafür droht ein Verwaltungsbußgeld von 500 bis 3.000 €, kontrolliert wird von der Forstpolizei und der Gemeindepolizei.

Ein toter Paragraf ist das nicht. Im Mai 2026 stoppte die Forstpolizei im Hafen von Porto Torres, wo unter anderem die Fähren aus Genua anlegen, eine Urlauberin mit mehr als vierzig Kilo Sand und Kieseln im Auto. Am Flughafen Cagliari stellte der Zoll in einer einzigen Saison 125 Kilo Sand, Kiesel und Muscheln sicher. Das Röntgengerät in Olbia und Cagliari erkennt das im Gepäck.

Am heikelsten sind die Strände der Halbinsel Sinis, vor allem Is Arutas und Mari Ermi: Dort liegt statt Sand feiner Quarz in Körnern so groß wie Reis. Unter dasselbe Verbot fallen archäologische Funde (Scherben an einer Nuraghe sind kein Souvenir), Korallen, Meerestiere und geschützte Pflanzen. Wer etwas zum Anfassen mitnehmen möchte, kauft sardische Keramik, einen Korb aus Affodill oder eine Flasche Myrtenlikör.

Weißer Sandstrand auf Sardinien mit Treibholz im Vordergrund, einer Lagune und grünen Hügeln im Hintergrund

2. La Pelosa: Reservierung, Matte und Limit von 1.500 Personen

Für den Strand bei Stintino gilt vom 15. Mai bis 15. Oktober 2026 ein begrenzter Zugang. Laut der offiziellen Reservierungsseite dürfen pro Tag 1.500 Personen an den Strand, der Eintritt kostet 3,50 € pro Person. Kinder unter 12 Jahren brauchen keine Reservierung.

500 Plätze kannst du jederzeit während der Saison buchen, die übrigen 1.000 werden immer zwei Tage vorher um 9:00 Uhr freigeschaltet. Pro Reservierung gehen höchstens vier Personen, und jeder darf nur eine Reservierung pro Tag haben. Nach der Bestätigung hast du 30 Minuten zum Bezahlen, sonst verfällt die Buchung. Die QR-Codes werden zwischen 8:00 und 18:00 Uhr kontrolliert. Wer erst abends kommt, darf also auch ohne Ticket an den Strand.

Was die meisten überrascht: Das Handtuch darf hier nicht direkt auf den Sand. Darunter gehört eine Matte aus Stroh oder Kunststoff, die man auch vor Ort kaufen kann. Außerdem sind Rauchen, Hunde, Seifen und fliegende Händler verboten. Wir würden La Pelosa entweder gleich um acht Uhr morgens oder nach sechs Uhr abends besuchen, wenn die Busse abfahren und das Licht über der Asinara am schönsten ist.

3. Cala Goloritzé: nur zu Fuß und nur mit Reservierung

Die Bucht mit der Felsnadel bei Baunei hat die strengsten Regeln aller „normalen“ Strände. Gleichzeitig dürfen höchstens 250 Personen dort sein, der Eintritt kostet in der Saison 2026 sieben Euro, und gebucht wird über die App oder die Website Heart of Sardinia. Die Buchung öffnet 72 Stunden vorher, das Ticket ist nicht erstattungsfähig. Jede Reservierung gilt für eine Person, der Code wird am Beginn des Pfads und am Strand kontrolliert.

Anlanden mit dem Boot ist verboten. Bleibt der Pfad von der Hochebene Golgo: 3,6 Kilometer mit rund 500 Höhenmetern, hinunter brauchst du etwa anderthalb Stunden, hinauf bis zu zwei. Das Hauptzeitfenster läuft von 7:30 bis 17:00 Uhr, die Verwaltung empfiehlt dringend, bis 10:00 Uhr am Ausgangspunkt zu sein. Im Sommer gibt es manchmal auch ein Nachmittagsfenster von 12:00 bis 17:00 Uhr. Die Gemeinde schreibt geschlossene Schuhe mit gutem Profil und ausreichend Wasser vor. Hunde dürfen auf den Pfad, aber nicht an den Strand, und dort gibt es keinerlei Infrastruktur: Deinen Müll trägst du wieder nach oben.

Am liebsten starten wir gleich im ersten Zeitfenster gegen halb acht, solange der Pfad noch im Schatten der Eichen liegt. Mehr zur ganzen Gegend, zu Bootsausflügen und weiteren Buchten steht in unserem Artikel über den Golf von Orosei.

Felsnadel über der Bucht Cala Goloritzé zwischen Baumkronen, Blick vom Abstiegspfad zum Meer
Die Felsnadel über der Cala Goloritzé, wie du sie beim Abstieg von Golgo siehst. Zur Bucht darf man nur über diesen Pfad. Foto: Unukorno, Wikimedia Commons, CC BY 4.0

4. Weitere Strände mit Besucherlimit: ohne App kein Schritt

Kontingente gibt es auch an Stränden im Nordosten, im Süden und im Golf von Orosei, und jede Gemeinde hat sich ihr eigenes System ausgedacht: Mal wird 48 Stunden vorher gebucht, mal 72, mal zahlt man pro Person, mal pro Auto. Die Übersicht für die Saison 2026:

Strand (Gemeinde)TageslimitPreis 2026ZeitraumSo reservierst du
La Pelosa (Stintino)1.500 Personen3,50 €, Kinder unter 12 Jahren frei15.5. bis 15.10.spiaggialapelosa.it
Cala Goloritzé (Baunei)250 Personen gleichzeitig7 €SommersaisonHeart of Sardinia, 72 Std. vorher
Cala Brandinchi (San Teodoro)1.447 Personen2 €, Gäste örtlicher Unterkünfte 1 €, Kinder unter 12 Jahren frei1.6. bis 30.9.santeodorospiagge.it oder App San Teodoro Spiagge, ab 18:00 Uhr zwei Tage vorher
Lu Impostu (San Teodoro)3.352 Personenwie Brandinchi1.6. bis 30.9.gleiches System, vor Ort bekommst du ein Armband
Tuerredda (Teulada)1.100 Personen3 €2.6. bis 15.10.spiaggiatuerredda.it, max. 6 Personen pro Reservierung, Kontrolle 8:00 bis 18:00 Uhr
Punta Molentis (Villasimius)150 Personen über Land gleichzeitig, 100 vom Meer, 70 Autos pro Tag10 € pro Person, Parken extra (rund 10 € pro Auto)6.6. bis 31.10.pass.brav.it, Kennzeichen wird eingetragen und lässt sich danach nicht mehr ändern
Cala Mariolu und Cala Biriala (Baunei)700 bzw. 300 Personen vom MeerGemeinde plante 2 € pro Bucht, 3 € für einen Pass für mehrere Buchten1.5. bis 20.10.Heart of Sardinia, betrifft vor allem die Ankunft per Boot
Cala Luna (Dorgali und Baunei)900 Personen (450 + 450)Ticket regelt meist der BootsanbieterSommersaisonPortal verkauft Kontingente an Bootsgesellschaften, Privatbesucher bekommen nur die restlichen Plätze am Strand
Rena Bianca (Santa Teresa Gallura)rund 1.015 Personenetwa 3,50 € (Gemeinde nennt keinen Preis)1.6. bis 30.9.lovesantateresa.it, 30 % der Plätze jederzeit, der Rest 72 Std. vorher
Cala Coticcio und Cala Brigantina (Caprera)60 Personen, 4 Gruppen à 153 € Parkbeitrag plus Preis für den Guide, Kinder unter 12 Jahren ohne BeitragSaison des Nationalparksnur mit einem vom Nationalpark La Maddalena autorisierten Guide

An der Punta Molentis gilt laut Gemeindeverordnung für 2026 ein Verbot eigener Sonnenschirme, Pavillons und Zelte. Ausnahmen gibt es nur für Kinder unter 10 Jahren und Menschen über 65, und selbst deren Schirme setzt das Personal mit einem speziellen Bohrer, damit die Dünen nicht beschädigt werden. Vom Meer aus darf man nur mit einem autorisierten Anbieter an den Strand, und das höchstens für eine Stunde. Ältere Reiseführer beschreiben die Cala Luna als frei zugänglich, seit 2024 gilt dort aber ein Kontingent.

An die Cala Coticcio darf man nicht ohne Guide, wer trotzdem hinabsteigt, zahlt Strafe. Den Guide wählst du aus der Liste auf der Website des Nationalparks, buchen solltest du ihn mindestens drei Tage im Voraus. Mit seinem Honorar kommt der Besuch schnell auf 25 €. Und die berühmte Spiaggia Rosa auf Budelli ist komplett gesperrt: weder auf den Sand noch ins Wasser. Wie du sie wenigstens vom Boot aus siehst, erklären wir im Artikel über den rosa Strand auf Sardinien.

Mit dem Boot rund um Budelli und den La-Maddalena-Archipel GetYourGuide
Ab Palau: Bootstour zum La-Maddalena-Archipel, 4 Inseln an einem Tag

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La-Maddalena-Archipel: Bootsfahrt zwischen den Inseln mit Mittagessen

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★ 4,8 · 878 Bewertungen
Preise und Bewertungen sind Richtwerte (GetYourGuide, Oktober 2026).

💡 Behandle Strandreservierungen wie Konzerttickets. Im Juli und August sind beliebte Tage oft wenige Minuten nach der Freischaltung weg. Lade die Apps herunter und registriere dich schon zu Hause. Am Strand mit einem Balken Empfang Formulare auszufüllen, kostet nur Zeit. Und fast nirgends ist das Parken im Strandticket enthalten.

Luftaufnahme des Strands Punta Molentis bei Villasimius mit Sonnenschirmen, türkisem Wasser und grünem Hügel
Punta Molentis bei Villasimius. Seit 2026 dürfen über Land nur 150 Personen gleichzeitig an den Strand, eigene Sonnenschirme nur Kinder und Senioren. Foto: dronepicr, Wikimedia Commons, CC BY 2.0

5. Dünen, Müll und Zigaretten am Strand

Die Region fasst vier Regeln zum Schutz der Strände zusammen. Neben dem Sand ist das ein Betretungsverbot für Dünen und ein Fahrverbot darauf, beides kostet 100 bis 1.000 €. Für weggeworfenen Müll werden 1.000 bis 10.000 € fällig, für Kleinigkeiten wie eine Kippe, einen Kassenbon, einen Kaugummi oder ein Papiertaschentuch 30 bis 150 €.

Rauchverbote am Strand erlassen die Gemeinden jeweils selbst, du erkennst sie an Schildern mit „Vietato fumare“. Die Bußgelder liegen in den sardischen Gemeinden ungefähr zwischen 25 und 500 €.

6. Wildcampen und Übernachten im Auto

Das Regionalgesetz Nr. 16/2017 verbietet auf der ganzen Insel, mit Zelt, Wohnwagen, Wohnmobil oder ähnlichem Fahrzeug außerhalb von Campingplätzen und genehmigten Stellplätzen zu campen, die Strafe beträgt 100 bis 250 €. Kommunale Strandverordnungen verbieten zusätzlich oft das Übernachten im Wohnmobil im Umkreis von 200 Metern vom Strand und in den Pinienhainen an der Küste. Im Auto über der Bucht schlafen und morgens direkt ins Wasser springen ist also genau der Plan, der mit einem Weckruf der Polizei endet.

Campingplätze gibt es ab etwa 14 € pro Person und Nacht. Allgemeine Tipps zum Campen in Italien findest du in unserem Artikel Camping in Italien, eine Auswahl am Meer in der Übersicht der besten Campingplätze in Italien am Meer.

7. Waldbrände: Von Juni bis Oktober drohen Strafen im fünfstelligen Bereich

Sardinien brennt jeden Sommer. Die regionalen Brandschutzvorschriften gelten in der Zeit erhöhter Gefahr vom 1. Juni bis 31. Oktober (die Region kann den Zeitraum je nach Wetter verschieben). Verstöße werden laut Zivilschutz mit 5.000 bis 50.000 € geahndet, und zwar auch dann, wenn ein Verhalten einen Brand nur potenziell auslösen könnte. Es muss also gar nichts brennen.

Für Urlauber heißt das: kein Feuer und kein Grillen außerhalb ausdrücklich erlaubter Stellen, kein Feuerwerk, keine Himmelslaternen und keine Kippe aus dem Fenster oder ins Gras. Weniger bekannt ist die Regel zum Parken: Ein Auto mit heißem Katalysator darf nicht so stehen, dass es trockenes Gras berührt. Brände meldest du unter 1515 (Forstpolizei) oder 112. Siehst du Rauch über der Straße, die du fahren willst, dreh um: Mit dem Wind breiten sich die Feuer schneller aus, als man denkt.

8. Flaggen am Strand und Strömungen

Seit der Saison 2026 haben die Flaggen an bewachten Stränden laut Verordnung der Küstenwache eine einheitliche Bedeutung. Grün heißt: Rettungsschwimmer sind da, die Bedingungen sind gut. Gelb meldet, dass der Dienst läuft, Meer oder Wind aber gefährlich sein können. Rot bedeutet, dass Baden gefährlich oder nicht empfohlen ist, mit oder ohne Rettungsschwimmer. Du siehst sie also auch bei schönstem Wetter, wenn niemand den Strand bewacht.

Die meisten sardischen Strände sind aber überhaupt nicht bewacht. An den wilden Stränden der Westküste, etwa an der Costa Verde, entstehen Strömungen vor allem bei Mistral. Unsere Faustregel: Wenn kein Einheimischer badet, liegt das nicht daran, dass ihnen kalt ist. Zieht dich eine Strömung vom Ufer weg, schwimm seitlich, parallel zum Strand. Die Notrufnummer der Küstenwache ist 1530.

9. Der Mistral kann den ganzen Plan umwerfen

Der Mistral (maestrale), ein kühler Nordwestwind, weht auch im Sommer und trifft vor allem die Westküste und die Straße von Bonifacio. Frischt er auf, werden Bootsausflüge nach La Maddalena oder zur Grotta di Nettuno abgesagt, und Fähren haben oft Verspätung. An der Ostküste ist es dann meist windgeschützt. Plane deshalb ein paar freie Tage ein, um auszuweichen. Mehr zu den Winden und zur besten Reisezeit liest du in unserem Artikel über das Wetter auf Sardinien.

10. Quallen, Petermännchen im Sand und Zecken

Die häufigste Qualle im sardischen Meer ist Pelagia noctiluca, die Leuchtqualle: klein, violett und mit kräftigem Nesselgift. Hat sie dich erwischt, spül die Stelle mit Meerwasser (nicht mit Süßwasser) ab, entferne vorsichtig Tentakelreste, aber ohne Pinzette, und dann hilft heißes Wasser mit etwa 40 bis 45 °C für mindestens eine halbe Stunde. Essig, Zitrone, Ammoniak, Alkohol und Eis bitte nicht, und nicht reiben.

Heimtückischer ist das Petermännchen (italienisch tracina), ein Fisch, der sich im flachen Wasser im Sand eingräbt und giftige Stacheln auf dem Rücken trägt. Erste Hilfe ist wieder heißes Wasser. Weil die Stacheln aber Bakterien einschleppen können, gehört so ein Stich zum Arzt. Gegen Petermännchen und Seeigel helfen Badeschuhe.

Zecken gibt es vor allem in der Macchia und auf Weiden im Landesinneren. Sardinien gehört zu den italienischen Regionen mit den meisten Fällen von Mittelmeer-Fleckfieber (febbre bottonosa), das Zecken von Juli bis Oktober übertragen. FSME ist auf der Insel nicht endemisch, eine Impfung musst du allein wegen Sardinien also nicht einplanen. Mückenschutz, lange Hosen beim Wandern und abends ein kurzer Körpercheck sind trotzdem sinnvoll.

11. Sonne und Mittagshitze

Im Juli und August liegen die Temperaturen regelmäßig über 30 °C, bei Scirocco klettern sie gegen 40. Strand also morgens und am späten Nachmittag, mittags Essen im Schatten, eine Höhle oder ein Museum. Zu Wanderungen wie zur Goloritzé oder durch die Schlucht Gola su Gorropu startest du früh am Morgen, mit Litern Wasser und Kopfbedeckung. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor gehört auch im Mai und Oktober in den Rucksack.

12. Drohnen und Nationalparks

Eine Drohne über 250 Gramm oder eine leichtere mit Kamera musst du im italienischen System D-Flight registrieren und mit dem QR-Identifikationscode bekleben. Für Geräte über 250 Gramm ist im Freizeitflug außerdem eine Haftpflichtversicherung Pflicht, und der Pilot braucht einen Online-Kompetenznachweis. Die D-Flight-Karte zeigt, wo geflogen werden darf.

Der La-Maddalena-Archipel, die Asinara und andere Schutzgebiete sind Sperrzonen. Wer ohne Genehmigung der Parkverwaltung fliegt, riskiert bis zu 10.000 € und die Beschlagnahme der Drohne. Flugverbotszonen gibt es auch rund um die Flughäfen Olbia, Cagliari und Alghero.

13. Boote: illegale Ausflüge und Boote ohne Führerschein

Vorsicht bei Angeboten vom „Kumpel mit Boot“ im Hafen. Auf einem illegalen Boot riskiert auch der Passagier ein Bußgeld, und bei einem Unfall zahlt keine Versicherung. Ausflüge buchst du besser bei offiziellen Anbietern im Hafen oder online.

Kleine Motorboote (gommoni) kann man auch ohne Bootsführerschein mieten. An den Buchten gelten aber Ankerzonen und Bojenfelder, an der Goloritzé darf man nicht anlanden und vor Budelli überhaupt nicht ankern. Im Golf von Orosei regelt ein Turnussystem die Zahl der Boote an den Buchten, an einigen Stränden dürfen Boote nur ein bis zwei Stunden bleiben. Wann und ab wo die Boote fahren, erklären wir in den Artikeln über den Golf von Orosei und Cala Gonone.

Bootsausflüge in den Golf von Orosei mit offiziellen Anbietern GetYourGuide
Ab Cala Gonone: Schlauchboottour in den Golf von Orosei

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Preise und Bewertungen sind Richtwerte (GetYourGuide, Oktober 2026).

Auto und Straßen: Worauf du beim Fahren auf Sardinien achten solltest

Ohne Auto siehst du von Sardinien nur einen Bruchteil. Gleichzeitig ist das Auto die häufigste Quelle für Bußgelder, Stress und ausgeräumte Koffer.

14. ZTL: das Tor, durch das du einmal fährst und für das du ein halbes Jahr später zahlst

Eine ZTL (zona a traffico limitato) ist eine Zone mit beschränkter Zufahrt, typischerweise die Altstadt, in der Kameras die Kennzeichen lesen. Leuchtet die Tafel „Varco attivo“, ist die Zone aktiv und die Einfahrt verboten. „Varco non attivo“ heißt, dass du in diesem Moment hineinfahren darfst. Die Strafe für eine unerlaubte Einfahrt liegt laut italienischer Straßenverkehrsordnung bei 83 bis 332 €, dazu kommen rund 14 € für Ermittlung und Zustellung. Wer innerhalb von fünf Tagen nach Zustellung zahlt, bekommt 30 % Rabatt.

Cagliari hat sechs Zonen, jede mit eigenen Zeiten, die sich je nach Saison ändern. Die aktuellen Zeiten stehen auf der Website der Stadt Cagliari. In Alghero ist die Durchfahrt durch die Altstadt laut örtlichen Reiseführern nur morgens von 8:00 bis 10:30 Uhr und nachmittags von 14:30 bis 16:30 Uhr erlaubt. Zonen haben auch kleinere Städte und Badeorte, oft nur im Sommer und abends.

Wohnst du innerhalb einer Zone, muss deine Unterkunft dein Kennzeichen bei der Stadtpolizei melden, sonst kommt der Bescheid trotzdem. Beim Mietwagen geht das Bußgeld zuerst an den Vermieter, der in der Regel noch eine eigene Bearbeitungsgebühr draufschlägt. Wir lassen das Auto auf einem Parkplatz am Rand der Altstadt und gehen zu Fuß hinein. Die historischen Zentren der sardischen Städte sind so klein, dass das ohnehin schneller geht.

15. Parken: Linienfarben und Strände bis neun Uhr morgens

Blaue Linien bedeuten gebührenpflichtiges Parken (der Automat nimmt oft nur Münzen, per App geht es auch, etwa mit EasyPark). Weiße Linien sind kostenlos, manchmal mit Zeitbegrenzung, dann gehört eine Parkscheibe (disco orario) hinter die Scheibe. Gelbe Linien sind für Anwohner, Menschen mit Behinderung oder Lieferverkehr. In Alghero ist das blaue Parken im Sommer (1. Juni bis 30. September) laut örtlichen Reiseführern zwischen 14:00 und 17:00 Uhr sowie von Mitternacht bis 9:00 Uhr kostenlos. Solche Ausnahmen prüfst du aber immer am Automaten.

An bekannten Stränden sind die Parkplätze fast immer kostenpflichtig, an der Cala Brandinchi rund 2,50 € pro Stunde. In der Hauptsaison gilt: Wer nicht bis neun Uhr morgens da ist, findet keinen Platz. Und am Straßenrand vor dem Strand, wo „alle stehen“, verteilt die Gemeindepolizei mittags Knöllchen hinter die Scheibenwischer.

16. Straßen und Regeln: keine Autobahn, keine Maut, viele Serpentinen

Auf Sardinien gibt es weder Autobahnen noch Mautstellen. Auf der vierspurigen SS 131 von Cagliari nach Sassari und auf dem Abzweig über Nuoro nach Olbia gilt bis zu 110 km/h, auf anderen Straßen außerorts 90 km/h und innerorts 50 km/h. Die SS 125 Orientale Sarda im Osten ist wunderschön, aber langsam und kurvig. Wenn das Navi eine Stunde anzeigt, rechne mit anderthalb.

Außerorts fährst du auch tagsüber mit Licht, die Promillegrenze liegt bei 0,5 (für Fahrer mit weniger als drei Jahren Führerschein gilt null), und für das Handy in der Hand am Steuer droht laut Reisehinweisen ein Führerscheinentzug von einem bis drei Monaten, ohne Rabatt für schnelles Zahlen. Blitzer gibt es häufig, und die Bußgelder kommen auch nach Deutschland. Einheimische blinken nur selten, also fahr an Kreuzungen in kleinen Orten defensiv, auch wenn du Vorfahrt hast.

Kurvige Straße SS 125 Orientale Sarda bei Dorgali an einem bewaldeten Hang, darunter Olivenhaine und in der Ferne Berge
SS 125 Orientale Sarda bei Dorgali. Schön, kurvig und langsamer, als das Navi verspricht. Foto: Gianni Careddu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

17. Kühe, Schafe und Ziegen auf der Straße

Das hat uns auf Sardinien am meisten überrascht, und laut Statistik ist es nicht nur ein Gefühl. Zwischen 2020 und 2025 wurden auf der Insel 6.995 Wildunfälle gemeldet, mehr als doppelt so viele wie in den fünf Jahren davor. Auf den Straßen laufen Kühe, Pferde, Schafe, Ziegen, Hunde, Wildschweine und Hirsche frei herum, am schlimmsten ist es nach Einbruch der Dunkelheit. Fahr deshalb im Landesinneren und auf der Orientale Sarda nachts nicht schnell, rechne hinter jeder Kurve mit allem und halte bei einer Herde einfach an und warte.

18. Autoaufbrüche und Koffer im Kofferraum

Lokale Medien berichten jeden Sommer über aufgebrochene Autos auf Strandparkplätzen rund um Olbia, etwa in Pittulongu und Porto Istana, und in Santa Teresa Gallura an der Rena Bianca. Das Muster ist immer gleich: Urlauber landen, holen den Mietwagen ab und fahren direkt ans Meer, mit den Koffern im Kofferraum.

Fahr am ersten Tag deshalb erst zur Unterkunft und dann ans Meer. Lass nichts im Auto liegen, auch keine leere Tasche und kein Ladekabel, und park an belebten, beleuchteten Stellen. Taschendiebe sind vor allem auf den Promenaden in Cagliari und Olbia, auf Märkten, in Häfen und an vollen Stränden unterwegs.

19. Mietwagen auf Sardinien: Worauf achten bei Kreditkarte, Kaution und Versicherung

Die meisten Vermieter wollen eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers. Mit Debitkarte bekommst du oft auch ein Auto, aber zu schlechteren Bedingungen oder mit einer Kaution, die auch über 1.000 € liegen kann. Manche Billiganbieter drängen am Schalter zu teuren Zusatzversicherungen, vor allem wenn du keine Kreditkarte hast. Der Grundpreis ist meist ohne Vollkasko, die Zusatzversicherung kostet etwa 5 bis 10 € pro Tag.

Bei der Übernahme fotografierst und filmst du das Auto von allen Seiten, einschließlich Tankanzeige, und lässt dir bei der Rückgabe bestätigen, dass alles in Ordnung ist. Dein deutscher Führerschein gilt in Italien uneingeschränkt. Wie du Auto, Unterkunft und Fähre auf eigene Faust buchst, erklären wir im Artikel Sardinien selbst buchen.

20. Tankstellen: „Self“ ist günstiger, nachts gibt es nur den Automaten

Italienische Tankstellen haben oft zwei Zapfsäulen: self (Selbstbedienung) und servito (das Personal tankt für dich). Derselbe Sprit kostet mit Bedienung spürbar mehr. Nachts, sonntags und über Mittag haben kleinere Tankstellen geschlossen, dann läuft nur der Automat. Hab kleine Scheine dabei: Der Automat lehnt manchmal die Karte ab und gibt bei Scheinen kein Wechselgeld, sondern druckt nur einen Beleg.

Im Landesinneren und an der Ostküste gibt es Abschnitte, auf denen die nächste Zapfsäule eine Stunde Serpentinen entfernt ist. Vor der Orientale Sarda oder einer Fahrt ins Gennargentu-Gebirge tankst du voll, auch wenn der Tank noch halb voll ist.

Geld, Unterkunft und Alltag

Die letzten fünf Punkte kosten dich kein Bußgeld, können dir aber den Tag oder den Geldbeutel verderben.

21. Bargeld, Coperto und Liegen zum Preis eines Abendessens

Bargeld brauchst du an kleinen Strandkiosken, an Parkautomaten, auf Märkten, in Bergdörfern und bei manchen Vermietern für die Kurtaxe. Wir haben immer ein paar Dutzend Euro in kleinen Scheinen dabei.

Im Restaurant taucht auf der Rechnung das coperto auf, ein Gedeck- und Brotpreis pro Person, der in Italien üblich und legal ist. Liegen mit Sonnenschirm kosten an den berühmten Stränden im Nordosten bis zu 100 € am Tag. Frag also nach dem Preis, bevor du dich hinlegst.

22. Die Unterkunft will deinen Ausweis, und Betrüger wissen das

Vermieter müssen ihre Gäste der Polizei melden und fragen deshalb nach Personalausweis oder Reisepass, oft schon vor der Anreise. Betrüger nutzen das aus und schicken außerhalb der Buchungsplattform Nachrichten, in denen sie ein Foto des Ausweises oder eine Restzahlung auf ein unbekanntes Konto verlangen. Schick deine Daten nur über den offiziellen Kanal der Plattform oder des Vermieters und überweise niemals Geld außerhalb der Plattform.

Vor Ort kommt die Kurtaxe (imposta di soggiorno) dazu, die jede Gemeinde selbst festlegt und die im Buchungspreis oft nicht enthalten ist. Wie du eine Unterkunft auswählst und in welcher Gegend du am besten wohnst, erklären wir im Artikel über Unterkünfte auf Sardinien.

23. Siesta, Ferragosto und geschlossene Nebensaison

Die meisten Geschäfte und kleineren Restaurants schließen etwa zwischen 13:00 und 17:00 Uhr. Abendessen gibt es ab halb acht oder acht, um sechs kocht dir vermutlich noch niemand etwas.

Der kritische Tag ist der 15. August, Ferragosto: Ganz Italien hat Urlaub, Parkplätze gibt es keine und die Unterkünfte sind so teuer wie nie im Jahr. Von November bis März ist Sardinien ruhig und günstig, viele Betriebe am Meer haben dann aber zu, und die Bootsausflüge im Golf von Orosei fahren meist nur von Mai bis September.

24. Leitungswasser: trinkbar, aber nicht immer und nicht überall

Das Wasser aus der öffentlichen Leitung ist auf Sardinien offiziell Trinkwasser, schmeckt aber oft nach Chlor, weshalb die meisten Einheimischen Flaschenwasser trinken. Außerdem erlassen Gemeinden recht häufig vorübergehende Verordnungen, dass das Wasser nicht trinkbar ist, wenn der Wasserversorger Abbanoa Grenzwertüberschreitungen misst. In den letzten Jahren betraf das etwa Teile von Sassari, Alghero oder die Küste zwischen Sarroch und Domus de Maria. Wenn du unsicher bist, frag deinen Vermieter oder schau auf die Website der Gemeinde. Wir füllen unsere Flasche an öffentlichen Brunnen (fontanelle) auf, an denen das Wasser ausdrücklich als trinkbar gekennzeichnet ist.

25. Italienische Regeln, die überraschen: Kinder, Brunnen und Fälschungen

Ein paar Regeln gelten in ganz Italien. Kinder unter 14 Jahren dürfen nach italienischem Recht nicht unbeaufsichtigt gelassen werden, der verantwortlichen Person drohen dafür sechs Monate bis fünf Jahre Haft. Eine Abkühlung im Brunnen wird kompromisslos bestraft, ab 500 €. Und wer bei Straßen- oder Strandhändlern Fälschungen kauft, begeht auch als Käufer eine Ordnungswidrigkeit, die Strafe reicht bis 10.000 €.

Für die Reise reicht laut Auswärtigem Amt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass, Kinder brauchen ein eigenes Dokument. Nimm die Europäische Krankenversicherungskarte (die Rückseite deiner Gesundheitskarte) und eine Auslandsreisekrankenversicherung mit. Die Karte deckt zum Beispiel keinen Rücktransport nach Deutschland.

Strafen auf Sardinien im Überblick

Alle Beträge nach den in den einzelnen Punkten genannten Regeln, Stand Saison 2026.

WofürBußgeld
Mitnahme von Sand, Kieseln, Steinen, Muscheln500 bis 3.000 €
Verstoß gegen Brandschutzvorschriften (1.6. bis 31.10.)5.000 bis 50.000 €
Müll am Strand weggeworfen1.000 bis 10.000 €
Kippe, Kassenbon, Kaugummi am Strand30 bis 150 €
Betreten oder Befahren von Dünen100 bis 1.000 €
Wildcampen und Übernachten außerhalb erlaubter Plätze100 bis 250 €
Unerlaubte Einfahrt in eine ZTL83 bis 332 € + ca. 14 € Zustellung
Drohnenflug im Nationalpark ohne Genehmigungbis 10.000 € und Beschlagnahme der Drohne
Baden im Brunnenab 500 €
Kauf von Fälschungen bei Straßenhändlernbis 10.000 €

Und diese Nummern speicherst du am besten im Handy: 112 ist der einheitliche Notruf, 118 der Rettungsdienst, 115 die Feuerwehr, 1515 die Forstpolizei für Brandmeldungen und 1530 die Küstenwache für Notfälle auf See. Die Deutsche Botschaft in Rom erreichst du unter +39 06 49 21 31.

💡 Ein Bußgeld aus Italien kann auch nach einem Jahr noch kommen. Fahrern mit Wohnsitz im Ausland müssen die italienischen Behörden den Bescheid innerhalb von 360 Tagen nach Feststellung zustellen. Beim Mietwagen beginnt die Frist erst, wenn der Vermieter dich als Fahrer gemeldet hat. Der Brief kann also auch mehr als ein Jahr nach dem Urlaub im Kasten liegen. Wirf den Mietvertrag und die Belege vom Parkautomaten deshalb noch nicht weg.

Wo du übernachten solltest, um den Fallen zu entgehen

Die Hälfte der Probleme auf dieser Liste löst eine gut gewählte Unterkunft: Wer in Stintino wohnt, ist um acht Uhr morgens vor dem ersten Bus an La Pelosa, und wer in Cagliari oder Alghero außerhalb der ZTL mit eigenem Parkplatz wohnt, muss sich weder um Kameratore noch um blaue Linien kümmern. Die Regionen der Insel nach Urlaubsstil stellen wir im Artikel über Unterkünfte auf Sardinien vor. Hier findest du die Orte, die am besten passen, mit jeweils ein paar konkreten Tipps.

Bei der Auswahl solltest du auf drei Dinge achten. Eigener Parkplatz: Das Auto steht nachts nicht auf der Straße, und ZTL und blaue Linien sind kein Thema. CIN-Code (codice identificativo nazionale): Seit 2025 muss in Italien jede legale Ferienunterkunft diesen Code haben und im Angebot angeben, auf Booking.com findest du ihn unten auf der Seite als „Lizenznummer“. Ein Angebot ohne Code, vor allem außerhalb einer Plattform, sollte dich stutzig machen. Und Klimaanlage: Im Juli und August schläft man ohne sie schlecht, und manche Apartments haben nur einen Deckenventilator. Alle Unterkünfte unten haben auf Booking.com eine Lizenznummer angegeben, und bei jeder schreiben wir dazu, ob es einen Parkplatz gibt.

Stintino

Unterkünfte in Stintino: zu Fuß oder ein paar Minuten mit dem Auto nach La Pelosa.

  • Hotel Geranio Rosso (Stintino): Drei-Sterne-Hotel mitten im Ort, 200 Meter vom Strand, mit klimatisierten Zimmern und einem Restaurant, in dem es auch Pizza gibt. Das Parken ist kostenlos, morgens fährst du nur kurz zum Parkplatz an La Pelosa. Bewertung auf Booking.com: 8,8.
  • Hotel Cala Reale (Stintino): mehrere Gebäude in einem Garten mit Pool am Golf der Asinara, etwa einen Kilometer vom Meer und 3 km von La Pelosa. Kostenloser Privatparkplatz, Bewertung 8,9 aus über 1.300 Bewertungen, vor allem für Familien geeignet.
  • Hotel Silvestrino (Stintino): renoviertes Hotel 100 Meter von der Küste, nach La Pelosa sind es fünf Minuten mit dem Auto. Die Zimmer sind klimatisiert, das Hotelrestaurant ist für Fisch bekannt. Einen Parkplatz nennt Booking.com nicht, frag vorher nach.

Santa Maria Navarrese

Unterkünfte in Santa Maria Navarrese: der Küstenort der Gemeinde Baunei, am nächsten am Pfad zur Goloritzé, und von hier legen auch Boote in den Golf von Orosei ab.

  • Hotel Santa Maria (Santa Maria Navarrese): 200 Meter vom eigenen Privatstrand, die Zimmer haben einen Balkon zum schattigen Garten, am Hotel gibt es einen kostenlosen Privatparkplatz. Bewertung 8,9, das Frühstück bewerten Gäste auf Booking.com als hervorragend.
  • Hotel Agugliastra (Santa Maria Navarrese): kleines Drei-Sterne-Hotel an der Piazza Principessa di Navarra, 100 Meter vom Strand, mit klimatisierten Zimmern. Einen Parkplatz nennt Booking.com nicht. Kommst du mit dem Auto, kläre mit dem Hotel, wo du es abstellen kannst.

Cala Gonone

Unterkünfte in Cala Gonone: Ausgangspunkt für Bootsausflüge zur Cala Luna und Cala Mariolu. Mehr im Artikel über Cala Gonone.

  • Hotel Resort Nuraghe Arvu (Cala Gonone): unterhalb eines felsigen Hügels, 500 Meter vom Strand, mit Blick aufs Meer und in die Berge. Die klimatisierten Zimmer haben einen Eingang vom Garten, es gibt einen Pool und einen kostenlosen Parkplatz direkt am Hotel. Bewertung 8,4.
  • Hotel Caramare (Cala Gonone): Drei-Sterne-Hotel an der Uferpromenade, 200 Meter vom Hauptstrand. Alle Zimmer haben Klimaanlage und einen Balkon mit Meerblick, Bewertung 9,1. Einen eigenen Parkplatz nennt Booking.com nicht.
  • Club Esse Palmasera (Cala Gonone): großes Vier-Sterne-Resort 500 Meter vom Strand Palmasera, mit Privatparkplatz, Klimaanlage und drei Pools. Die Bewertung von 7,0 aus über 3.000 Bewertungen zeigt: eher praktische Basis als Erlebnis.

San Teodoro

Unterkünfte in San Teodoro: Gäste registrierter Unterkünfte im Ort zahlen an der Cala Brandinchi und am Lu Impostu den ermäßigten Eintritt von 1 € statt 2 €.

  • Hotel L’Esagono (San Teodoro): liegt direkt am Strand Cala d’Ambra, ins Zentrum sind es eine Viertelstunde zu Fuß. Die Zimmer haben einen Eingang vom Garten, es gibt zwei Pools und einen eigenen kostenlosen Parkplatz. Bewertung 8,3.
  • Hotel Bonsai (San Teodoro): 500 Meter von der Altstadt und zehn Minuten zu Fuß zum Meer, mit klimatisierten Zimmern, Hallenbad und kostenlosem, videoüberwachtem Parkplatz. Bewertung 9,0.

Villasimius

Unterkünfte in Villasimius: nah an Punta Molentis und weiteren Stränden im Südosten.

  • Hotel Mariposas (Villasimius): kleineres Hotel mit Garten und Außenpool, die Zimmer sind klimatisiert, Parken vor Ort ist kostenlos. Bewertung auf Booking.com: 9,4.
  • Hotel Simius Playa (Villasimius): Vier-Sterne-Hotel 90 Meter vom Strand Simius, mit Saisonpool, Klimaanlage und kostenlosem Privatparkplatz. Morgens gehst du zu Fuß ans Meer, das Auto bleibt am Hotel. Bewertung 9,2.
  • Green Village Resort (Villasimius): Apartments mit Veranda zwischen dem Strand Simius und dem Zentrum, mit großem Pool. Klimaanlage und Außenparkplatz sind inklusive, der Privatstrand liegt 900 Meter entfernt. Bewertung 8,7.

Alghero

Unterkünfte in Alghero: Achte bei der Auswahl darauf, ob die Unterkunft in der ZTL liegt und ob sie einen Parkplatz hat. Stadt und Umgebung stellen wir im Artikel über Alghero vor.

  • Hotel Catalunya (Alghero): Vier-Sterne-Hotel gegenüber dem Yachthafen, fünf Minuten zu Fuß von der Altstadt, mit Privatparkplatz und klimatisierten Zimmern. Das Auto bleibt am Hotel, in die Altstadt gehst du zu Fuß. Bewertung 8,7 aus über 2.200 Bewertungen.
  • Hotel Florida (Alghero): am Strand Lido di San Giovanni, 800 Meter über die Promenade zur Altstadt. Mit Privatparkplatz, zwei Pools und Restaurant mit Meerblick, Bewertung 8,8.
  • Hotel Oasis (Alghero): wenige Schritte vom Strand, 7 km vom Flughafen und zehn Minuten mit dem Bus ins Zentrum, die Haltestelle liegt vor dem Hotel. Klimatisierte Zimmer, Pool und kostenloser Privatparkplatz, Bewertung 8,5.

Was wir anders machen würden

Sardinien ist keine Insel der Verbote. Die Regeln drehen sich um ein paar der berühmtesten Strände und um Dinge, die ein höflicher Gast ohnehin nicht tun würde. Würden wir noch einmal fahren, würden wir nicht allen Reservierungen an den berühmten Stränden hinterherjagen. Lieber würden wir uns einen oder zwei aussuchen, auf die wir uns wirklich freuen, und die übrigen Tage den namenlosen Buchten lassen, zu denen ein Feldweg von der Landstraße führt und auf deren Parkplatz drei Autos von Einheimischen stehen. Davon gibt es auf Sardinien Hunderte, und keine App bewacht sie.

Und einen Tag würden wir uns komplett ohne Plan freihalten. Wenn der Mistral bläst und die Boote nicht auslaufen, fährst du einfach auf die andere Seite der Insel und schaust, wo es schön aussieht.

Häufige Fragen: Worauf achten auf Sardinien?

Darf man aus Sardinien Sand oder Muscheln mitnehmen?
Nein. Das Regionalgesetz Nr. 16/2017 verbietet, auch kleine Mengen Sand, Kiesel, Steine und Muscheln von der Küste oder aus dem Meer mitzunehmen, zu besitzen oder zu verkaufen. Die Strafe beträgt 500 bis 3.000 €, kontrolliert wird auch an den Flughäfen Olbia und Cagliari und in den Häfen.

Für welche Strände auf Sardinien braucht man eine Reservierung?
In der Saison 2026 vor allem für La Pelosa bei Stintino (3,50 €, 1.500 Personen pro Tag), Cala Goloritzé (7 €, 250 Personen), Cala Brandinchi und Lu Impostu bei San Teodoro (2 €), Tuerredda (3 €), Punta Molentis (10 €), Rena Bianca sowie die Buchten Cala Mariolu, Cala Biriala und Cala Luna im Golf von Orosei. An die Cala Coticcio und die Cala Brigantina darf man nur mit autorisiertem Guide. Die meisten anderen Strände sind frei zugänglich.

Was kostet La Pelosa und wie funktioniert die Reservierung?
Der Eintritt kostet 3,50 € pro Person, Kinder unter 12 Jahren brauchen keine Reservierung. Gebucht wird vom 15. Mai bis 15. Oktober auf spiaggialapelosa.it. 500 Plätze lassen sich jederzeit reservieren, 1.000 werden zwei Tage vorher um 9:00 Uhr freigeschaltet. Unter das Handtuch gehört eine Matte.

Worauf muss man beim Autofahren auf Sardinien achten?
Vor allem auf die ZTL-Zonen in den Altstädten von Cagliari und Alghero, wo Kameras die Kennzeichen lesen und die Strafe 83 bis 332 € beträgt. Außerdem auf Tiere auf der Straße, besonders nachts im Landesinneren, auf die kurvigen und langsamen Straßen im Osten und auf Autoaufbrüche an Stränden.

Ist Sardinien sicher für Touristen?
Ja, die Insel gehört zu den ruhigen Reisezielen. Das Hauptrisiko sind kleine Diebstähle: aus Autos an Strandparkplätzen, am Strand und durch Taschendiebe auf den Promenaden in Cagliari und Olbia. In der Natur kommen im Sommer Waldbrände und Strömungen an unbewachten Stränden dazu. Erdbeben kennt die Insel praktisch nicht, sie gehört zur niedrigsten italienischen Erdbebenzone.

Ist das Leitungswasser auf Sardinien trinkbar?
Grundsätzlich ja, das Leitungswasser ist offiziell Trinkwasser, schmeckt aber oft nach Chlor, und Einheimische trinken eher Flaschenwasser. Die Gemeinden erlassen außerdem ab und zu vorübergehende Verordnungen, dass das Wasser nicht trinkbar ist. Wenn du unsicher bist, frag deinen Vermieter oder schau auf die Website der Gemeinde.

Gibt es auf Sardinien Quallen?
Ja, am häufigsten ist die kleine violette Leuchtqualle Pelagia noctiluca. Nach einem Kontakt spülst du die Stelle mit Meerwasser ab, entfernst Tentakelreste, und dann hilft heißes Wasser mit etwa 40 bis 45 °C. Essig, Zitrone und Eis besser nicht verwenden.

Ist Wildcampen auf Sardinien erlaubt?
Nein. Freies Campen mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil außerhalb von Campingplätzen und genehmigten Stellplätzen ist auf der ganzen Insel verboten, die Region nennt dafür eine Strafe von 100 bis 250 €. Kommunale Verordnungen verbieten außerdem oft das Übernachten im Wohnmobil im Umkreis von 200 Metern vom Strand.

Wie geht es weiter?

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