Aktualizováno 3.11.2026
Der Große Arber ist mit 1.456 Metern der höchste Berg im Bayerischen Wald, und wer ihn im Winter nur vom Wetterbericht kennt, verpasst etwas. Der „König des Bayerischen Waldes“ hat eine Gondelbahn bis knapp unter den Gipfel, zwei Sechsersesselbahnen, breite Pisten mit technischer Beschneiung und eine wirklich schwarze Abfahrt, auf der früher Weltcuprennen gefahren wurden. Von Deggendorf ist man in knapp einer Stunde an der Talstation, von Regensburg oder Passau in rund anderthalb, und die tschechische Grenze liegt gleich hinter dem nächsten Hügel.
Das Skigebiet Großer Arber lohnt sich am meisten für einen bis drei Tage. Groß ist es nicht, rund 400 Höhenmeter sind überschaubar, aber was da ist, ist ordentlich gemacht. Wir haben zusammengetragen, welche Pisten und Lifte es gibt, was der Skipass kostet, wann das Flutlicht brennt, wie es mit Kindern läuft, wo du am Bretterschachten langlaufen kannst, wie du aus München, Nürnberg, Regensburg oder Passau anreist und wo du auf der deutschen oder der tschechischen Seite übernachtest.
Skigebiet Großer Arber in Kürze
- Das Skigebiet liegt bei Bayerisch Eisenstein, direkt an der Grenze zu Tschechien. Gefahren wird ungefähr zwischen 1.050 und 1.450 m Höhe, der Höhenunterschied liegt bei etwa 400 Metern, und je nach Quelle hat das Gebiet 10 bis 12 km Pisten.
- Es gibt eine Gondelbahn, zwei Sechsersessel und drei Schlepplifte, dazu Förderbänder im ArBär-Kinderland. Die Lifte laufen täglich von 8:30 bis 16:00 Uhr.
- Die Tageskarte kostete in der Saison 2025/26 48 € für Erwachsene und 32 € für Kinder. Eine Familie mit zwei Kindern zahlte 140 € pro Tag. Die Preise für den Winter 2026/27 hat das Skigebiet noch nicht veröffentlicht.
- Flutlicht-Skifahren gibt es jeden Freitag von 18 bis 21 Uhr auf drei Pisten am Sonnenhang-Sessel. Die Abendkarte kostete 22 €.
- Die Saison 2026/27 soll am 18. Dezember 2026 starten. Meist wird bis in den April gefahren, weil die Pisten hoch liegen und nach Norden ausgerichtet sind.
- Parken an der Talstation kostet 4 € am Tag. Ältere Berichte im Netz schreiben noch, dass es gratis ist, das stimmt nicht mehr.
- Von München sind es knapp 200 km, von Regensburg gut 110 km und von Deggendorf rund 50 km, alles ohne Maut.
- Langläufer fahren zum Bretterschachten oberhalb von Bodenmais, wo auf 1.100 bis 1.300 m 114 km Loipen gespurt werden. Direkt am Arber gibt es keine Loipen.
Das Skigebiet Großer Arber in Zahlen
Betrieben wird das Skigebiet von der Arber-Bergbahn, die dem Fürstenhaus Hohenzollern gehört, ebenso wie ein großer Teil des Berges und der Wälder ringsum. Die Zahlen in der Tabelle stammen von der offiziellen Website arber.de und aus dem täglichen Schneebericht, Höhenlage und Pistenlänge aus Skigebietsportalen.
Bei der Pistenlänge gehen die Angaben weiter auseinander als sonst. Snow.cz nennt 10 km, skiresort.de 11,9 km, die tschechische Wikipedia und einige Tourismusseiten sogar 15 km. Der Unterschied entsteht vor allem dadurch, ob die fünf Kilometer lange Skitourenabfahrt nach Bodenmais und die Verbindungswege mitgezählt werden. Wir würden mit zehn bis zwölf Kilometern präparierter Pisten rechnen.
| Kennzahl | Großer Arber |
|---|---|
| Höhenlage | etwa 1.050 bis 1.450 m, Höhenunterschied rund 400 m (Gipfel 1.456 m) |
| Pisten | 14 Abfahrten im täglichen Schneebericht, 10 bis 12 km je nach Quelle, laut snow.cz 40 % blau, 40 % rot und 20 % schwarz |
| Lifte | 6er-Gondelbahn, 6er-Sessel Nordhang und Sonnenhang, Schlepplift Osthang, zwei Schlepplifte Thurnhof |
| Für Kinder | ArBär-Kinderland mit Förderbändern, Zwergenland, Familien-Cross-Park, Parallel-Riesenslalom mit kostenloser Zeitmessung |
| Beschneiung | automatische Anlage von TechnoAlpin, laut Skigebiet 50 Schneekanonen und Wasser in Trinkwasserqualität |
| Betriebszeiten | 8:30 bis 16:00 Uhr |
| Flutlicht | jeden Freitag 18:00 bis 21:00 Uhr, Pisten Sonnenhang, Damenstrecke und Familienstrecke |
| Rodeln | Rodelbahn Sonnenhang 1.200 m und Kinderrodelbahn im Kinderland 400 m |
| Saison | meist Dezember bis April, geplanter Start in den Winter 2026/27 am 18. 12. 2026 |
| Parken | über 1.000 Plätze an der Talstation, 4 € am Tag |
Pisten im Skigebiet Großer Arber
Das ganze Skigebiet liegt am Nordhang des Berges, deshalb hält sich der Schnee hier länger als an vielen anderen Hängen im Bayerischen Wald. Die Pisten sind auf dem Plan mit Buchstaben markiert, und eine einfache Regel hilft beim Orientieren: Je weiter links, vom Parkplatz aus gesehen, desto schwieriger. Rechts liegt die Kinderwiese am Thurnhof, in der Mitte die breiten roten Autobahnen, links die schwarze Weltcupstrecke unter der Gondel.

Die wichtigsten Abfahrten im Überblick:
- A Böhmerwaldstrecke ist die breiteste Piste im Gebiet, rot, übersichtlich und gleichmäßig geneigt. Zum Carven ist sie für uns die beste am ganzen Berg.
- B Bayerwaldstrecke verläuft parallel dazu und ist ähnlich breit. Am besten fährt es sich hier am Morgen, bevor sich auf beiden Buckel bilden.
- I Weltcupstrecke ist die schwarze Piste in der Schneise unter der Gondel, rund 1,1 km lang mit 342 Höhenmetern. Sie hat eine FIS-Homologation für Slalom und Riesenslalom und beginnt mit einem richtig steilen Hang, auf dem dir niemand einen gerutschten Schwung übelnimmt. Ab der Hälfte wird sie flacher.
- G Osthangstrecke führt an der Ostseite um den Berg herum und beginnt am kurzen Ankerlift Osthang, der dich zum höchsten Skipunkt fast unter dem Gipfel bringt. Sie ist schwarz markiert, aber schmaler und eher leichter, und es sind wenige Leute unterwegs. Zusammen mit den Anschlusspisten ist das laut skiresort.de die längste Abfahrt im Gebiet, 2,3 km und 406 Höhenmeter.
- D Damenstrecke und E Familienstrecke sind blaue Pisten, die in einem weiten Bogen zurück zur Talstation führen. Die Familienstrecke ist ganz flach und passt gut für die ersten Schwünge außerhalb der Kinderwiese.
- C Sonnenhang ist eine kürzere Piste am gleichnamigen Sessellift, auf der am Freitagabend das Flutlicht brennt.
- H Thurnhofhang und K Zeitmessstrecke sind sanfte Hänge an den beiden Thurnhof-Liften, mit dem Parallel-Riesenslalom mit Zeitmessung.
- F Schmugglerweg ist ein Verbindungsweg, über den du vom oberen in den unteren Teil des Gebiets kommst.
Wenn wir einen ganzen Tag am Arber hätten, würden wir um halb neun auf der Böhmerwaldstrecke anfangen, dann ein paar Runden am Osthang drehen, wo auch mittags Ruhe herrscht, und die Weltcupstrecke für den Moment aufheben, in dem die Beine noch frisch sind. Nachmittags, vor allem im Frühjahr, wird der Schnee auf den unteren Pisten weich, und unten ist mehr los.
Die Schwächen sollte man ehrlich ansprechen. Rund 400 Höhenmeter sind nicht viel, die Pisten sind breit und übersichtlich, aber im Gelände ziemlich gleichförmig, und an Saisonwochenenden trifft sich hier halb Niederbayern mit halb Westböhmen. Das tschechische Portal snow.cz nennt den Arber mit einem Augenzwinkern eine „Skifabrik“. Und dann ist da noch der Nebel: Auf den baumlosen Pisten gibt es nichts, woran sich das Auge festhalten kann, und wenn der Gipfel in den Wolken steckt, wechselst du besser auf die unteren Abfahrten.
💡 Tipp: Schau vor der Fahrt auf die Webcam und den Schneebericht auf arber.de. Das Skigebiet hat auch einen WhatsApp-Kanal mit dem aktuellen Schneebericht und Neuigkeiten wie dem Saisonstart. Zu Beginn und am Ende der Saison ist oft nur ein Teil des Berges in Betrieb.
Lifte und Öffnungszeiten
Das Rückgrat des Skigebiets ist die Sechser-Gondelbahn von 1999, die einen alten Doppelsessel ersetzt hat. Sie ist 964 Meter lang, überwindet 342 Höhenmeter und bringt dich in nur vier Minuten nach oben. Die Bergstation liegt etwa fünfzig Meter unter dem Gipfel, direkt neben der Eisensteiner Hütte. Von der Gondel aus erreichst du jede Piste im Gebiet, wer sich also nicht mit dem Pistenplan beschäftigen will, kommt mit ihr den ganzen Tag aus.

| Bahn / Lift | Typ | Länge | Höhenunterschied | Kapazität |
|---|---|---|---|---|
| Gondelbahn | 6er-Kabinen, 1999 | 964 m | 342 m | 2.000 Pers./h |
| Nordhang | 6er-Sessel, 2002 | 944 m | 320 m | 2.400 Pers./h |
| Sonnenhang | 6er-Sessel, 2005 | 555 m | 153 m | 2.500 Pers./h |
| Osthang | Ankerlift, 1983 | 224 m | 80 m | 666 Pers./h |
| Thurnhof (2×) | Ankerlifte, 1979 | 456 m | 78 m | je 1.000 Pers./h |
| ArBär-Kinderland | Förderbänder | 15 bis 126 m | – | je 1.000 Pers./h |
Der Sessel Nordhang läuft parallel zur Gondel und hat eine Wetterschutzhaube, bei Schmuddelwetter ist das also die angenehmere Fahrt nach oben als ein offener Sessel. Die Sechsersesselbahn Sonnenhang im unteren Teil des Hangs war laut Skigebiet die erste der Welt mit automatischer Kindersicherung: Der Bügel verriegelt sich von selbst, und ein Kind kann ihn nicht öffnen. Eine Fußraste hat sie nicht, was bei Kindern als Vorteil gilt.
Die Lifte laufen im Winter täglich von 8:30 bis 16:00 Uhr. Am Freitag brennt zusätzlich von 18 bis 21 Uhr das Flutlicht am Sonnenhang (siehe unten). Außerhalb des Winters fährt die Gondel für Fußgänger, im Herbst steht aber meist eine mehrwöchige Revision an: Im November 2026 fährt sie nur an Wochenenden von 9 bis 16 Uhr.
Skipass-Preise am Großen Arber
Die Preisliste für den Winter 2026/27 hat das Skigebiet noch nicht veröffentlicht. Unten stehen die Preise der Saison 2025/26 aus der offiziellen Preisliste auf arber.de. Für eine grobe Budgetplanung reichen sie trotzdem.
Der Kindertarif gilt von 4 bis einschließlich 16 Jahren, Erwachsene zahlen ab 17. Bei Familienkarten musst du nachweisen, dass es deine eigenen Kinder sind (Ausweise mit gleicher Adresse oder ein anderer Beleg). Der Skipass ist eine KeyCard mit Chip, für die 2 € Pfand fällig sind. Das Pfand bekommst du an der Kasse oder an den Automaten bei der Gondel und am Thurnhof zurück.

| Skipass (Saison 2025/26) | Erwachsene | Kinder 4–16 Jahre |
|---|---|---|
| 2 Stunden | 28 € | 22 € |
| 4 Stunden | 34 € | 26 € |
| Last Minute ab 14:00 | 20 € | 20 € |
| 1 Tag | 48 € | 32 € |
| 2 Tage | 90 € | 60 € |
| 3 Tage | 126 € | 84 € |
| 6 Tage | 216 € | 132 € |
| Flutlicht (Freitag 18–21 Uhr) | 22 € | |
| Punktekarte 30 Punkte | 50 €; Gondel und Sessel 3 Punkte pro Fahrt, Schlepplifte 2 Punkte | |
| Saisonkarte | 400 € | 150 € |
Familienkarten lohnen sich schon ab einem Kind. Die Familien-Tageskarte für zwei Erwachsene und ein Kind kostete 114 €, mit zwei Kindern 140 €, mit drei 160 € und mit vier 180 €. Für vier Stunden zahlte eine Familie mit zwei Kindern 104 €. Mehrtageskarten gelten nur an aufeinanderfolgenden Tagen. Senioren ab 60, Studenten und Azubis bekommen nur auf die Saisonkarte Rabatt (340 €).
Saisonkarten für den Winter 2026/27 gibt es vom 27. November bis 6. Dezember 2026 mit 10 % Rabatt, allerdings nur online, die Kassen sind in dieser Zeit geschlossen. Tages- und Mehrtageskarten kannst du vorab im Onlineshop des Skigebiets kaufen und sparst dir morgens die Schlange an der Kasse. Mit Karte zahlen kannst du laut Skigebiet erst ab 15 €.
💡 Tipp: Wenn du erst nach dem Mittagessen ankommst, nimm den Last-Minute-Skipass ab 14:00 Uhr für 20 €. Bis Betriebsschluss um 16:00 sind das zwei Stunden Skifahren für weniger als die Hälfte der Tageskarte. Am Freitag kannst du noch das Flutlicht dazubuchen.
Flutlicht-Skifahren am Arber
Nachtskifahren gibt es am Arber nur einmal pro Woche: jeden Freitag von 18:00 bis 21:00 Uhr. Beleuchtet sind drei Pisten im unteren Teil des Gebiets, Sonnenhang, Damenstrecke und Familienstrecke, erschlossen von der Sechsersesselbahn Sonnenhang. Die Abendkarte kostete in der Saison 2025/26 22 €. Die Gondel fährt abends nicht, und die oberen schwarzen Pisten bleiben dunkel.
Auf manchen älteren Seiten liest man noch von Flutlicht „zweimal pro Woche“ oder sogar „täglich“. Laut aktuellem Schneebericht des Skigebiets wird nur am Freitag beleuchtet. Für eine Pause bietet sich der Arberstadl oben am Sonnenhang-Sessel an, wo auch die Rodelbahn beginnt.
Auf der tschechischen Seite kannst du abends öfter fahren: Am Špičák in Železná Ruda brennt das Flutlicht auf der Piste Spodní Šance mittwochs, freitags und samstags von 18:30 bis 21:00 Uhr. Eine Übersicht der Skigebiete mit Flutlicht in Tschechien findest du in unserem Artikel über Nachtskifahren in Tschechien.
Großer Arber mit Kindern: ArBär-Kinderland und Skischulen
Der Arber nennt sich das größte Familienskigebiet im Bayerischen Wald, und für kleine Skifahrer gibt es tatsächlich viel. Der Kinderpark ArBär-Kinderland (benannt nach dem Maskottchen, dem Bären ArBär) liegt ganz rechts am flachen Thurnhof-Hang, getrennt von den schnellen Pisten. Es gibt Förderbänder vom 15-Meter-Band für die Kleinsten bis zu einem über hundert Meter langen, kleine Hindernisse und Geländer für die ersten Fahrten, einen beheizten Raum zum Aufwärmen und Kindertoiletten. Gleich daneben liegt das Thurnhofstüberl, wo die Eltern Kaffee mit Blick auf den Hang trinken.
Wer das Kinderland gemeistert hat, wechselt in den Familien-Cross-Park mit Wellen, Steilkurven und kleinen Sprüngen, wo Kinder die Gewichtsverlagerung lernen, ohne es als Unterricht zu empfinden. Danach kommt der Parallel-Riesenslalom mit Zeitmessung am Thurnhof: zwei Starthäuschen, rote und blaue Tore und die Endzeit auf der Anzeigetafel im Ziel wie im Weltcup. Er ist kostenlos und motiviert Kinder unserer Meinung nach mehr als jedes Lob. Schulen und Gruppen ab zehn Personen reservieren ihn telefonisch unter +49 9925 9414612.
Rund um den Arber gibt es laut Skigebiet 14 Ski- und Snowboardschulen. Sie sitzen in Bayerisch Eisenstein, Bodenmais und Lam, einige unterrichten direkt im Kinderland, und die Liste mit Kontakten findest du auf der Website des Skigebiets.
Für Kinder, die schon fahren können, ist die beste Kombination der Sonnenhang-Sessel (mit automatischer Kindersicherung) und die blaue Familienstrecke. Auf die schwarzen Pisten unter der Gondel würden wir mit kleineren Kindern nicht gehen, für die Abfahrt bieten sich der Schmugglerweg oder die Damenstrecke an.
Rodeln, Skitouren und der Arber für Nichtskifahrer
Die Rodelbahn Sonnenhang ist 1.200 Meter lang und führt vom Arberstadl hinunter zum Thurnhofstüberl. Hinauf geht es mit der Sechsersesselbahn Sonnenhang, zurück zum Lift bringt dich der kostenlose Rodelbus. Bei ausreichend Schnee ist die Bahn täglich von 9:30 bis 15:30 Uhr offen, der letzte Bus fährt um 15:30 Uhr. Kleinere Kinder haben im Kinderland eine 400 Meter lange Bahn mit Förderband. Das Ticket kostete in der Saison 2025/26 9 € für eine Fahrt am Sonnenhang oder zwei im Kinderland, zehn Fahrten 40 €. Schlitten kannst du am Sonnenhang-Sessel und am Thurnhof für 12 € ausleihen, als Pfand dient ein Ausweis.
Skitourengeher haben am Arber klare Regeln. Nach Betriebsschluss sind alle Pisten gesperrt, weil sie mit Seilwinden-Pistenraupen präpariert werden und der Aufenthalt am Hang lebensgefährlich ist. Ausnahme ist die Verlängerung des Osthangs, Strecke G, wo du von 16:30 bis 22:00 Uhr aufsteigen und abfahren darfst. Der Aufstieg ab der Talstation dauert je nach Kondition ein bis drei Stunden. Vom Gipfel führt außerdem eine fünf Kilometer lange Tourenabfahrt hinunter nach Bodenmais, zurück zum Arber fährt aber kein Lift, nur der Bus. Die Bergfahrt mit der Gondel für diese Abfahrt kostete 15 €.
Für Nichtskifahrer gibt es die Berg- und Talfahrt mit der Gondel für 19 € (Kinder 15 €, Familien 44 bis 50 €). Im Winter verkauft die Bergbahn Fußgängern nur die Hin- und Rückfahrt, weil die Wanderwege vom Tal zum Gipfel gesperrt sind. Von der Bergstation führt ein etwa zwei Kilometer langer Rundweg um den Gipfel, über das Gipfelplateau zum Richard-Wagner-Kopf und zu den Felsen am Großen Seeriegel. Er wird weder geräumt noch gestreut, feste Schuhe sind also Pflicht, und bei schlechtem Wetter wird er gesperrt. Bei Inversionswetterlage siehst du von hier auf die Gipfel des Böhmerwalds, weit nach Bayern hinein und bei guter Fernsicht bis zu den Alpen. Die Gondel ist barrierefrei, und von der Bergstation führt ein verglaster Aufzug zu beiden Hütten.

Langlauf: Bretterschachten oberhalb von Bodenmais
Am Großen Arber selbst wird nicht langgelaufen, Loipen gibt es hier keine. Langläufer fahren zum Bretterschachten, einem Sportzentrum auf einer Hochwiese oberhalb von Bodenmais, etwa 7 km von der Talstation der Gondel entfernt. Es liegt auf 1.100 bis 1.300 Metern, deshalb hält sich der Schnee hier auch dann, wenn es im Tal regnet, und die Gemeinde Bodenmais zählt es zu den schneesichersten Langlaufgebieten Mitteleuropas.
Laut Gemeinde Bodenmais sind hier im Januar üblicherweise 114 km Loipen gespurt, für die klassische Technik und für Skating nebeneinander. Die kürzeste ist die Anfängerrunde ums Stadion, die längste die Auerhahn-Loipe, laut Gemeinde die längste Höhenloipe Bayerns. Mitten im Netz stehen zwei Hütten zum Einkehren, die Chamer Hütte im Sattel zwischen Großem und Kleinem Arber und die Berghütte Schareben.
Von Bodenmais fährt der Skibus 6085 zum Bretterschachten und weiter zum Arber, in der Hauptsaison laut deutscher Wikipedia zwischen Bodenmais und Bretterschachten alle Viertelstunde. Wer auf der tschechischen Seite übernachtet, hat auch rund um Železná Ruda und den Špičák Loipen, mehr dazu in unserer Übersicht zum Langlauf in Tschechien.
Železná Ruda und Špičák: die tschechische Seite gleich hinterm Berg
Železná Ruda liegt 12 km von der Talstation am Arber entfernt, gleich hinter dem Grenzübergang in Bayerisch Eisenstein. Wer mehrere Tage bleibt, kann das Skifahren aufteilen: einen Tag am Arber, einen Tag am Špičák (Spitzberg), dem größten Skigebiet auf der tschechischen Seite des Böhmerwalds. Er liegt auf 865 bis 1.202 m, hat laut ceske-sjezdovky.cz rund 8 bis 12 km Pisten, eine Vierersesselbahn und mehrere Schlepplifte, einen Snowpark und Flutlicht an der Spodní Šance. Daneben gibt es in Železná Ruda und Umgebung kleinere Lifte wie Nad nádražím, Belveder, Pancíř oder Hojsova Stráž.
Die tschechische Seite ist günstiger, und abends kannst du dort öfter fahren. Der Arber punktet dafür mit mehr Höhenmetern, der Gondel und dem Schnee im Frühjahr, wenn am Špičák oft schon die Wiesen durchkommen. Wir würden bei Schnee und Sonne den ganzen Tag am Arber verbringen und den Špičák für den Nachmittag und Abend aufheben. In den letzten Saisons fuhr zwischen den tschechischen Skigebieten und Loipen in Železná Ruda und am Špičák ein kostenloser Skibus, zum Arber kam er aber nicht.
Im Winter gibt es im Böhmerwald mehr zu sehen als Pisten. Ausflugstipps findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten im Böhmerwald, und über den Arber und die anderen Gipfel schreiben wir in der Übersicht der höchsten Berge im Böhmerwald.
Anfahrt zum Skigebiet Großer Arber
Mit dem Auto ist es am einfachsten. Aus München, Nürnberg oder Regensburg fährst du über die A92 oder die A3 bis Deggendorf, dann auf der B11 Richtung Regen und über Bodenmais hinauf zur Talstation, die an der Straße zwischen Bodenmais und Brennes liegt. Aus Richtung Zwiesel biegst du in Bayerisch Eisenstein Richtung Brennes ab (Wegweiser „Arber Bergbahn“), die Straße windet sich etwa 7 km in Serpentinen hinauf zur Kreuzung bei Brennes, dort links Richtung Bodenmais, und nach 1,5 km liegen rechts die Talstation und der große Parkplatz.
| Von | Entfernung mit dem Auto | Ungefähre Fahrzeit |
|---|---|---|
| München | 196 km | 2 h 30 min bis 3 h |
| Nürnberg | 196 km | 2 h 45 min bis 3 h |
| Regensburg | 114 km | etwa 1 h 40 min |
| Passau | 86 km | etwa 1 h 30 min |
| Deggendorf | 51 km | etwa 1 h |
In Deutschland zahlst du mit dem Pkw keine Maut, und auch für die Landstraße hinüber nach Železná Ruda brauchst du keine tschechische Vignette, die gilt nur für Autobahnen und Schnellstraßen. Die Straßen hinauf zum Arber sind steile Bergstraßen, Winterreifen und Schneeketten im Kofferraum sind hier also keine Formalität. Der Arber ist sehr beliebt, an Saisonwochenenden lohnt es sich, früh loszufahren und an der Gondel zu stehen, wenn sie um 8:30 Uhr anläuft.
Parken am Arber kostet 4 € am Tag, bezahlt wird am Automaten oder per App. An der Talstation der Gondel gibt es vier Ladesäulen für Elektroautos und insgesamt über tausend Stellplätze. Das Saisonparkticket für den Winter kostet 80 €, mit Saisonskipass 40 €.
Mit der Bahn fährst du über Plattling und Zwiesel bis zum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein, der zugleich der Bahnhof Železná Ruda-Alžbětín ist. Die Grenze verläuft mitten durch das Bahnhofsgebäude. Von hier fährt der Bus 6081 über Brennes zur Talstation der Gondel. Im Bayerischen Wald gilt das Bayerwald-Tagesticket für 16 € am Tag (bis zu drei Kinder unter 14 Jahren fahren gratis mit), die Variante Bayerwald-Tagesticket+CZ für 21 € gilt zusätzlich auf rund zweihundert tschechischen Linien im Westen der Region Pilsen und in Südböhmen. Wer in einem der Orte im Bayerischen Wald übernachtet, die beim GUTi-System mitmachen, bekommt eine Gästekarte, mit der Busse und Bahnen kostenlos sind. Die Busfahrpläne ändern sich je nach Saison, prüfe sie vor der Fahrt in der DB-Auskunft oder auf der Website des Skigebiets.
Skiverleih, Skidepot und Einkehr
Das Skigebiet hat zwei eigene Verleihstationen, am Sonnenhang-Sessel und am Thurnhof, und du kannst die Ausrüstung online auf arberski.de reservieren. Verliehen werden Ski, Snowboards, Schuhe, Stöcke und Helme, gegen 10 % Aufpreis kannst du dich gegen Bruch und Diebstahl versichern. Neben dem Hauptparkplatz liegt ein Skidepot mit beheizten Schränken, in denen Schuhe und Handschuhe über Nacht trocknen. Laut einer Reportage von snow.cz kostete ein Schrank für zwei Paar Ski 12 € am Tag. Kleine Schließfächer für Gepäck gibt es auch in der Bergstation der Gondel.
Das Essen am Arber ist bayerisch: Suppe mit Knödel, Spätzle, Currywurst, Germknödel und Kaiserschmarrn. Die Hütten und Restaurants des Skigebiets:
- Eisensteiner Hütte steht direkt an der Bergstation der Gondel und ist die am höchsten gelegene Einkehr am Berg. Sie ist barrierefrei.
- Arberschutzhaus unter dem Gipfel ist eine traditionelle Berghütte mit Restaurant und Zimmern, in der du auch übernachten und morgens als Erster auf die Piste gehen kannst.
- Arberstadl steht am Start der Rodelbahn am Sonnenhang-Sessel.
- Thurnhofstüberl am Kinderpark und am Ziel der Rodelbahn.
- Gasthaus zur Gondelbahn an der Talstation der Gondel, wo auch der Aufstieg der Skitourengeher beginnt.
Unserer Meinung nach lohnt es sich, oben in der Eisensteiner Hütte oder im Arberschutzhaus vor zwölf Uhr zu essen, danach sind die Terrassen voll. Achtung beim Bezahlen: Karte geht überall, aber erst ab 15 €, kleinere Beträge zahlst du bar.
Unterkunft am Skigebiet Großer Arber
Zur Auswahl stehen drei Standorte. Bayerisch Eisenstein liegt am nächsten, etwa 8 km von der Gondel, und hat einen Bahnhof und einen Bus zum Arber. Železná Ruda auf der tschechischen Seite ist ein Stück weiter, aber günstiger, mit böhmischer Küche und der Möglichkeit, einen Tag am Špičák einzulegen. Bodenmais auf der anderen Seite des Berges passt für Langläufer, weil es am nächsten am Bretterschachten liegt. Und wer als Erster auf der Piste sein will, schläft direkt am Berg.
- Arberschutzhaus (Großer Arber). Berghütte unter dem Gipfel, nicht weit von der Bergstation der Gondel. Zimmer mit eigenem Bad, Restaurant und Sonnenterrasse. Die Pisten beginnen direkt vor der Tür, du bist morgens also als Erster unterwegs und wartest nicht auf die Gondel aus dem Tal.
- Hotel Eisensteiner Hof (Bayerisch Eisenstein). Familiengeführtes Hotel im Ortszentrum mit Restaurant, Halbpension, Sauna und Zimmern mit Balkon. Zur Gondel sind es mit dem Auto etwa eine Viertelstunde, Parken am Hotel ist kostenlos.
- Haus Kraus (Bayerisch Eisenstein). Ferienwohnungen mit Küche, Garten und Terrasse, eigener Parkplatz. Eine gute Wahl für Familien, die selbst kochen und im Restaurant sparen wollen.
- OREA Resort Horizont Šumava (Železná Ruda). Großes Hotel am Südhang des Pancíř mit Hallenbad und Wellnessbereich, der im Preis inbegriffen ist, und Blick über den Böhmerwald. Zum Arber sind es über die Grenze etwa zwanzig Minuten mit dem Auto.
- Hotel Šumava (Železná Ruda). Dreisternehotel im Zentrum von Železná Ruda mit Restaurant, Bar und Frühstücksbuffet. Abends kannst du zu Fuß zum Essen in den Ort gehen.
Weitere Unterkünfte nach Ort: Unterkünfte in Bayerisch Eisenstein, Unterkünfte in Železná Ruda und Unterkünfte in Bodenmais.
Ein bisschen Geschichte: von der Holzhütte zum Weltcup
Der Große Arber gehört seit über 150 Jahren dem Fürstenhaus Hohenzollern-Sigmaringen. 1852 kaufte die Familie die Herrschaft des Glasmeisters Hafenbrädl im damaligen Böhmisch Eisenstein, dem heutigen Železná Ruda, und zwanzig Jahre später auch die bayerische Seite. Wanderer kamen ab dem Ende des 19. Jahrhunderts: 1884 baute der Bayerische Waldverein am Hang eine hölzerne Schutzhütte, 1903 entstand die erste Unterkunft auf dem Gipfel, und das heutige schindelgedeckte Arberschutzhaus steht seit 1936.
Die Skigeschichte begann am 17. September 1949, als am Arber der erste Sessellift eröffnet wurde. Ab 1973 wurden hier Europacuprennen im Slalom und Riesenslalom gefahren, ab 1976 auch der Weltcup. Insgesamt gastierte er neunmal am Arber, der Deutsche Skiverband vergab die Rennen abwechselnd an den Arber, Ofterschwang und Berchtesgaden, und seit 2011 fand hier kein Weltcuprennen mehr statt. Seine heutige Form bekam das Skigebiet um die Jahrtausendwende: die Gondel 1999, der Nordhang-Sessel 2002 und der Sonnenhang-Sessel 2005.

Und die zwei weißen Kugeln auf dem Gipfel? Das ist ein militärisches Radar, gebaut 1983 im Kalten Krieg, damit der Westen in den Luftraum des Ostblocks schauen konnte. Heute gehört es zum Luftverteidigungssystem der NATO. Unten am Großen Arbersee liegt außerdem die Biathlon-Arena Hohenzollern, in der Wettkämpfe im Biathlon und Langlauf ausgetragen werden.
Was wir anders machen würden
Die meisten kommen wegen der Pisten an den Arber und pendeln dann den ganzen Tag zwischen Gondel und Böhmerwaldstrecke, als würden sie Fahrten zählen. Musst du nicht. Eine Fahrt am Morgen über frisch präparierten Cord und eine zweite am Osthang, wo die eingeschneiten Fichten am Rand stehen, erzählen mehr über den Arber als zehn weitere Abfahrten auf derselben roten Piste.
Einmal würden wir oben eine Pause ohne Ski einlegen: von der Bergstation um den Gipfel zu den Felsen am Richard-Wagner-Kopf laufen und einfach schauen, ob man die Alpen sieht. Das Handy würde in der Tasche bleiben, bei Inversion fängt das ohnehin kein Foto ein. Zum Mittagessen würden wir nicht ins Selbstbedienungsrestaurant am Parkplatz gehen, sondern ins Arberschutzhaus, und statt Kaiserschmarrn, den jeder kennt, etwas bestellen, das wir auf der Karte noch nie gesehen haben.
Und es muss nicht nur der Arber sein. Wenn du schon in Bayerisch Eisenstein oder drüben in Železná Ruda bist, lohnt sich ein Spaziergang durch den Ort, ein Abendessen in einem Wirtshaus, von dem du noch nie gehört hast, und ein Tag ganz ohne Plan. Die meisten Erinnerungen aus den Bergen haben wir genau von solchen Tagen, nicht von abgehakten Kilometern.
Häufige Fragen zum Skigebiet Großer Arber
Was kostet der Skipass am Arber?
In der Saison 2025/26 kostete die Tageskarte am Arber 48 € für Erwachsene und 32 € für Kinder von 4 bis 16 Jahren. Die 4-Stunden-Karte kostete 34 €, Last Minute ab 14:00 Uhr 20 € und die Familien-Tageskarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder 140 €. Die Preisliste für den Winter 2026/27 hat das Skigebiet noch nicht veröffentlicht.
Gibt es am Arber Flutlicht-Skifahren?
Ja, aber nur einmal pro Woche, jeden Freitag von 18:00 bis 21:00 Uhr. Beleuchtet sind die Pisten Sonnenhang, Damenstrecke und Familienstrecke im unteren Teil des Gebiets, erschlossen von der Sechsersesselbahn Sonnenhang. Die Abendkarte kostete in der Saison 2025/26 22 €.
Wie viele Pistenkilometer hat das Skigebiet Großer Arber?
Je nach Quelle 10 bis 12 km präparierte Pisten, snow.cz nennt 10 km, skiresort.de 11,9 km. Angaben um 15 km zählen auch die Skitourenabfahrt nach Bodenmais mit. Das Gebiet hat 14 Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade, von der Kinderwiese am Thurnhof bis zur schwarzen Weltcupstrecke, gefahren wird ungefähr zwischen 1.050 und 1.450 m Höhe.
Wann ist Saisonstart am Großen Arber?
Der Winter 2026/27 soll laut Skigebiet am 18. Dezember 2026 beginnen. Die Saison 2025/26 startete schon am 28. November 2025, anfangs nur auf zwei Pisten. Gefahren wird meist bis in den April, die Lifte laufen täglich von 8:30 bis 16:00 Uhr.
Was kostet das Parken am Arber?
Alle Parkplätze am Arber sind gebührenpflichtig, das Tagesticket kostet 4 €. Es gibt über tausend Stellplätze, an der Talstation der Gondel auch Ladesäulen für Elektroautos. Das Saisonparkticket für den Winter kostet 80 €, mit Saisonskipass 40 €.
Wie komme ich zum Großen Arber?
Mit dem Auto über die A92 oder A3 bis Deggendorf, dann auf der B11 Richtung Regen und über Bodenmais zur Talstation. Von München sind es knapp 200 km und 2,5 bis 3 Stunden, von Regensburg gut 110 km und etwa 1 Stunde 40 Minuten. Mit der Bahn fährst du über Plattling und Zwiesel nach Bayerisch Eisenstein und von dort mit dem Bus 6081 zur Gondel.
Kann man am Großen Arber langlaufen?
Direkt am Arber gibt es keine Loipen. Langläufer fahren zum Bretterschachten oberhalb von Bodenmais, etwa 7 km von der Gondel, wo auf 1.100 bis 1.300 m im Januar üblicherweise 114 km Loipen für die klassische Technik und Skating gespurt sind. Auf der tschechischen Seite gibt es Loipen rund um Železná Ruda und den Špičák.
Ist der Große Arber gut für Kinder?
Ja. Das ArBär-Kinderland am Thurnhof hat mehrere Förderbänder und kleine Hindernisse, dazu kommen der Familien-Cross-Park mit Wellen und der kostenlose Parallel-Riesenslalom mit Zeitmessung. Die Sechsersesselbahn Sonnenhang hat eine automatische Kindersicherung, rund um den Arber unterrichten 14 Ski- und Snowboardschulen, und Kinder von 4 bis 16 Jahren fahren mit einem günstigeren Skipass.
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